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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Akkulaufzeit bei 400W Leistungsabnahme??


Autor: Sebastian (Gast)
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Ganz blöde frage.
Wie lange würde eine autobatterie mit z.b. 70AH wenn man ca. 400W
leistung über einen Wechselrichter abnimt??

Autor: Richard W. (thunderstorm)
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Ah ist die Kapazität: in unserem Fall 70Ah.
Damit du Leistung pro Zeiteinheit kommst, musst du die Kapazität mal
die Spannung nehmen.
-> 13,8V * 70 Ah = 966Wh

das heißt du kannst die Auftobatteríe eine Stunde lang mit 966W
belastenen.

Wenn du sie blos mit 400w belastest, gilt folgendes

960Wh / 400W = 2,415 Wh/W => *2,415h*

so einfach ist das.

Autor: Tobias Schneider (tobias)
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Das gillt allerdings nur, wenn der Wechelrichter einen Wirkungsgrad von
100% hat. In der Realitaet gibt es soetwas aber nicht. Ich wuerde ehre
von einem Wirkungsgrad von 70-80% ausgehen. Du musst deine
Leistungsabnahme aus der Batterie entsprechend erhoehen, um am ende
noch 400W zu bekommen. Zusaetzlich ist es fraglich, ob die Batt die
vollen 70Ah auch bei 12V liefern kann. Du solltest das vll. mal
testen.

Wie sieht es mit Tiefenentladung von Bleiakkus aus?

Gruss Tobias

Autor: Dieter Werner (dds5)
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Das ist leider eine "Milchmädchenrechnung" ;).

1. Der Wechselrichter hat vielleicht 75% oder 80% Wirkungsgrad.
2. Bei dieser (hohen) Belastung hat der Akku noch ca. 50 Ah.

Ergebnis: nach etwas über einer Stunde dürfte die Sache bereits ein
Ende haben.

Autobatterien dieser Kapazität sind auch nicht für eine so hohe
Dauerbelastung ausgelegt. Bei einer 200 oder 250 Ah LKW Batterie sieht
das schon wieder anders aus.

Autor: Unbekannter (Gast)
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Also:

1.) Wirkungsgrad des Wechselrichters in Erfahrnung bringen und damit
die Eingangsleistung des Wechselrichters ausrechnen.

2.) Datenblatt des verwendeten Akkus besorgen und nachschauen, wie
lange der Akku die Eingangsleistung liefern kann.

Kleiner Tip am Rande:

Wenn Du eine normale Autobatterie (Starterbatterie) für diese Spielchen
verwendest, wirst Du kaum mehr als 10 bis 15 Zyklen hinbekommen, dann
ist sie nämlich futsch!

Eine Starterbatterie ist der völlig falsche Akku-Typ um Verbraucher zu
versorgen. Die sind sehr empfindlich, wenn man denen etwas mehr als 10%
bis 20% der Energie entnimmt.

Am besten (und billigsten) verwendt man für solche Spielchen Akkus die
in Solaranlagen verwendet werden bzw. für Solaranlagen spezifiziert
sind.

Autor: Unbekannter (Gast)
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Noch vergessen: Akkus für Gabelstappler etc. gehen auch wunderbar.

Autor: Richard W. (thunderstorm)
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ahhrrrrgggg! den Wechselrichter habe ich übersehen.

Autor: Sebastian (Gast)
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also macht das ganze wenig sinn :-(
hatte nämlich über eine kleine solaranlage nachgedacht, aber leider
sind die module ja extrem teuer 120wp für 500 euro. wenn man dann sagen
wir für 2kwh am tag abnehmen will, wird da ganze so teuer das sich der
aufwand gar nicht lohnt

Autor: TravelRec. (Gast)
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Najaa - jede nicht im Atomkraftwerk erzeugte Kilowattstunde lohnt sich -
zwar nicht für den Verbraucher, aber vielleicht für die Umwelt. Aber
nur, wenn Du gute - dafür geeignete - Akkus nimmst oder, noch besser,
den Strom verbrauchst, wenn er anfällt - also tagsüber und auf Akkus
verzichtest.

Autor: Kurt (Gast)
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"Najaa - jede nicht im Atomkraftwerk erzeugte Kilowattstunde lohnt sich
-zwar nicht für den Verbraucher, aber vielleicht für die Umwelt."


Richtig aber woher soll die Energie denn kommen und wer soll se
bezahlen ?

Momentan sehen wir ja wohin kurzsichtige Energiepolitik führen kann
wenn man Chaoten schalten läst beim Gas.

Atomkraftwerke abschalten und erneuerbare Energieen zuschalten.
Was nehmen die Deppen ?
Die unberechenbarste Energiequelle unter den Erneuerbaren.
Wind.

Wasser fließt immer.
Gezeiten gibt es auch immer.
Selbst Licht ist jeden Tag vorhanden.
Wind ist unstet.

Für jedes Megawatt Windenergie das auch noch Teuer auf Errichtung und
Abnahmepreis subventioniert wird muß ein Schattenkraftwerk
bereitstehen.
Wahrlich Ökologisch gedacht.

Licht für Solarzellen gibt es jeden Tag und auch die Menge je
Jahreszeit ist sehr gut berechenbar (Winter wenig,Sommer viel) aber
Zellen sind Teuer da sie nur nebenbei Produziert werden.
Auch Module sind Teuer da sie ebenfalls nur nebenbei Produziert werden
und dann auch noch in Teuerer Handarbeit.

Es könnte längst genug Anlagen zu vernünftigen Preisen geben aber die
Ökos sind ja auf dem Windmühlenromantiktrip.
Hoffentlich sitzen die noch diesen Winter mal im Kalten weils Gas aus
Russland nicht kommt.
Berlin hängt ja auch an der Pipeline soweit mir bekannt ;)


@Sebastian

Solaranlagen rechnen sich derzeit nur wenn man sie komplett anlegt,sie
Finanziert,Fördergelder einstreicht (Sofern noch vorhanden)und glück
hat wenn keine großen Reparaturen auftreten.
Dann kannste wenn es gut geht in ca. 12 Jahren ,Normal 15 und schlecht
erst in 20 Jahren damit rechnen das sich die Anlage bezahlt macht.
Berücksichtigt habe ich natürlich nicht die momentan explodierenden
Energiekosten.
Das würde die Rechnung nochmal spürbar drücken.

Autor: Sascha (Gast)
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Hallo!

Ich bin mir nicht sicher, ob das noch aktuell ist, aber ich habe vor
einiger Zeit gelesen (oder hab ich's im TV gesehen?), dass die
Energieversorger verpflichtet sind die von Privatleuten per Solar/Wind
usw. erzeugt Energie zu einem best. Preis abzunehmen. Dieser
Verkaufspreis liegt (lag?) über dem üblichen Einkaufspreis für
Privatleute. Also ist es sinvoll die gesammte erzeugt Energie in's
Netz einzuspeißen und selbst benötigte dem Netz zu entnehmen. Das
bedeutet auch das ein Speicher in Form von Akkus nicht notwendig ist.
Ich glaube der Haken an der sache war, dass man nur zu best. Zeiten ins
Netz einspeißen darf.....

Ich kann jetzt nicht garantieren, dass das so 100%ig korrekt ist.
...nur so als Anstoß für eine genauere Recherche.

MfG
Sascha

Autor: André (Gast)
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Sorry, was ich hier lese, ist teilw. Humbug.

1. Das Berechnen der Entnehmbaren Arbeit aus einem Akku, kann man nicht
einfach mit der Nennkapazität berechnen.
Bei Autoakkus wird die Kapazität meist bei 10-Stündiger Entladung
angegeben. (C10)
Einen 70Ah-Akku kann man somit bei 7A 10h lang entladen, bis dieser
leer ist.
die Entladeschlußspannung liegt dabei zwischen 10V und 11V.
Enlädt man den Akku nun in einer Stunde, kann es gut sein, daß es
nurnoch 40Ah sind.
Als Spannung um die entnehmbare Arbeit ungefähr errechnen zu können,
sollte man unbedingt 12V nehmen und nicht 13,8V
Somit würde man aus einer Autobatterie mit 70Ah wahrscheinlich nur um
die 430Wh über einen Wechselrichter rausbekommen.
Geht z.B. mal zu Hoppecke(Akkuhersteller) auf die Hompage und schaut
euch ein paar Datenblätter an.
Prinzipiell gilt für Bleiakkus immer folgendes: Nie mehr als 50%
Entladen.
Ansonsten sind nur sehr wenige Zyklen möglich.
Akku-Hersteller geben die mögl. Zyklenzahl meist bei 80% Entladetiefe
an.

Das nächste wären die Wechselrichter:
Heutzutage haben die meisten Wirkungsgrade von >=90%.
Gut, im Leerlauf oder mit nur ein paar wenigen Watt als Last sieht es
natürlich anders aus.

Zur Akkuwahl bei einem Wechselrichter kann ich nur folgendes sagen:
Für einen 1kW-Wechselrichter an 12V sollte die Akkukapazität mindestens
400Ah betragen.
600Ah wären ideal.

2. Das Herstellen von Solarmodulen ist längst keine reine Handarbeit
mehr.
Es gibt zwar noch Arbeitsschritte, die von Hand ausgeführt werden,
aber
das Zusammensetzen der Zellen zu Modulen machen meist schon Roboter
und
geschieht auf dem Fließband.
Solarmodule werden schon lange nichtmehr "nebenbei" hergestellt.
Der einzige Grund, warum PV-Module noch so teuer sind, ist eine
Weltweite Knappheit an Silizium-Wavern.
Wurde früher das unreinere Silizium für die Solartechnik verwendet,
so wird dieses jetzt auch von der Elektronikindustrie verwendet.
Das Problem ist, daß es weltweit zu wenig Kapazitäten für die
Siliziumherstellung gibt.

3. Wenn man eine Solaranlage für den Inselbetrieb aufbaute, darf man
nicht einfach
die Nenn-Angaben der Komponenten zum Berechnen verwenden.
Ein 120Wp Panel klingt erstmal viel, aber unter realen (idealen)
Bedingungen
bekommt man nicht mehr als ca. 95W heraus.
Und das auch nur für wenige Stunden am Tag, außer man führt das Modul
nach.
Daher sollte man schon eine Sorgfältige Berechnung anstellen, bei der
der Energiebedarf realtiv genau bekannt sein muß.
Man kann hier auch einen Solarteur in der Nähe um Beratung bitten.
Das kostet aber dann eine kleinigkeit, wenn man vor hat die Komponenten
von woanders zu beziehen.

4. Netzeinspeisung
Dies ist für den Otto-Normal-Eigenheimbesitzer die beste, einfachste
und auch günstigste Methode
einen Beitrag zu einer umweltfreundlicheren Stromversorgung
beizutragen.
(Abgesehen von Bürgerbeteiligungsanlagen, hier wird es nochmals teils
deutlich günstiger)
Für in diesem Jahr in Betrieb genommene Anlagen sollte es 20 Jahre
45,7cent/kWh geben,
wenn ich mich jetzt nicht irre.
Man kann hier für eine Anlage im Süddeutschen Raum im Jahr ca. 900kWh
erwarten.
Man bekommt also gut 400€ im Jahr vergütet.
Das macht in 20 Jahren 8000€.

Die Mindestleistung, die die Anlage haben muß, damit man Anspruch auf
diese Vergütung hat,
ist 1kWp und benötigt somit ca. 12 bis 14m² an Fläche.
Wenn man drunter ist, bekommt man nur knapp 10cent/kWh.
Wer aber eine kleine 200W zum Enspeisen aufbauen will, sollte den Strom
lieber komplett selbst verbrauchen.
Es gibt einige, die den Strom dennoch einspeisen, aber dies dem EVU
nicht melden.
Wenn das Haus dann weniger, als die gerade erzeugte Leistung
verbraucht,
läuft der Zähler im Wahrsten Sinne des Wortes rückwärts.
Allerdings iegt die Grundlaste bei den meisten Haushalten schon
deutlich über 200W,
womit man eine solche Einspeisung fast vornehmen könnte.
Dem EVU Entstünde kein Schaden. Dennoch ist dies so leider nicht bei
den meisten EVUs erlaubt.
Bei den Stadtwerken München gab es aber in den 90ern ein paar Jahre,
in denen die Einspeisung von Solar offiziell so gehandhabt wurde.
Der Zähler lief wirklich rückwärts und die SWM haben somit für den
Solarstrom dasselbe
gezahlt, wie sie für den Bezug verlangt haben.
Nur melden musste man die Anlage dennoch.

Wenn man sparen will, kann man die Anlage meist auch selbst montieren.
Das Elektrische sollte aber ein Elektriker übernehmen.
Den braucht man spätestens für den Einspeisezähler.

Ach ja, daß man bestimmte zeitl. Begrenzungen zum Einspeisen hat,
stimmt natürlich auch nicht.
Obwohl, wenn's Nacht ist, darf man keinen Solarstrom einspeisen. ;-)

Autor: Kurt (Gast)
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Klar,gibt Fließbandproduktion


Seltsam das sich die Preise seit den 80ern nicht einen millimeter nach
unten bewegt haben was ein Indiz für eine Herstellung in größerem Maße
gewesen wäre sondern eher in die andere Richtung.

Wenn ich dann sowas hier lese...

http://www.solarserver.de/solarmagazin/standpunkt_...


....dann weiß ich das sich nix geändert hat.

Geld wird gemacht aber günstige bestimmt Energie nicht.

Und das Argument dr knappen Waver glaubste wohl selber nicht.
Mittlerweile gibt es einige Unternehmen die sich auf Solaranlagen
spezialisiert haben und selber züchten.(zb. Solarworld)
Wavermangel war mal in den 90ern aber nicht wegen den Solarzellen.
Das hatte Wirtschaftspolitische Gründe.




Nochwas zur Vergütung:

"45,7cent/kWh"

Ja um die Schattenkraftwerke und die übersubventionierten Anlagen zu
finanzieren.
Zahlen müssen alle dafür.

Super Grün.

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