Kraftsensor für zwei Kraftbereiche

OP #4191672
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Hallo zusammen,

ich habe eine Frage und hoffe mir kann hier geholfen werden...
Ich suche ein Kraftsensor der zwei Kraftbereiche besitzt. einen kleinen 
Kraftbereich (0N  bis 1KN ) zur statischen Messung und einen großen 
Kraftbereich von etwa (3 KN bis 300 KN). (Das sind nicht die genauen 
Daten).

Ich wollte nur wissen, ob es schon so einen Kraftsensor 
(Zug-,Druckkraft) gibt oder ob man irgendwie zwei Sensoren, mit 
verschiedenen Kraftbereiche, koppeln kann. Oder vielleicht einen 
Federkörper so gestalten kann, das er zwei Kraftbereiche messen kann 
(DMS).

Ich habe leider nicht mehr Informationen (Genauigkeit etc.). Ich hoffe 
mir kann jemand helfen. Es geht halt darum ob es sowas gibt.

Schon einmal vielen Dank und Grüße
Gast #4191989
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Welche von dir nicht genannten Randbedingungen verhindern den Einsatz
- von zwei Sensoren, die für den jeweiligen Meßbereich optimiert sind?
- von einem Sensor, der den kompletten Meßbereich abdeckt?

Oder anders gefragt: Warum teilst du die o.g. Meßbereiche so ein? Was 
erwartest du dir von dieser Einteilung?
Gast #4192006
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Das eigentliche Problem ist die Ausführung der krafteinleitenden Teile, 
welche die machbare Präzision wesentlich bestimmen, was man aber kaum 
bstimmen kann. Es wäre besser, einen sehr hochwertigen Kraftsensor mit 
hohem Kennwert für 300 kN zu verwenden, möglichst mit hochohmigen DMS 
zur Verringerung des Wärmeeintrags, und diesen mit 10 V oder mehr zu 
speisen. Dieser Sensor bringt dann auch im unteren Bereich genügend 
Ausgangsspannung, die man noch einigermaßen komfortabel auswerten kann.

Aber ohne weitere Präzisierung der Anforderungen ist guter Rat 
schwierig.
OP #4192094
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Erstmal vielen Dank für die Antwort.

Ich wollte erstmal nur in Erfahrung bringen, ob es überhaupt technisch 
Möglich ist, ein Kraftsensor mit zwei unterschiedlichen Kraftbereiche zu 
entwickeln oder ob es sowas in der Praxis schon gibt. Und wenn ja was es 
da für Möglichkeiten gibt.
Gast #4192131
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Die meisten, einfachen Drucksensoren arbeiten mit einem mehr oder 
weniger exotisch geformten Formteil, welches sich definiert verbiegt. 
Natürlich im elastischen Bereich. An diesem Teil sind dann 
Dehnungsmessstreifen montiert. Die Biegung bzw. die damit verbundene 
Dehnung wird zur Messung herangezogen.
Salopp ausgedrückt bedeutet dies: Je Dicker das Formteil, desto höher 
die mögliche Last.
Umgekehrt: Je dünner es ist, desto niedriger liegt das Maximum.

Man kann sich das Ganze auch wie eine Feder vorstellen. Eine weiche 
Feder ist für geringe Lasten geeignet, eine harte für Große.
Montierst Du beiden zusammen, so wird die weichere, bei großer Last 
"zerdrückt".
Die Idee, einen Anschlag zu konstruieren halte ich für nicht machbar. 
Der Grund hierfür ist der: Die meisten Druckdosen sind, um das 
Messergebnis nicht zu verfälschen, auf minimalsten Hub optimiert. Da 
würde die Einstellung eines Anschlages mit Genauigkeiten im 
Mikrometerbereich einhergehen. Also Teuer und unsicher.
Gast #4192136
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Ich kann aber nicht ausschließen, dass es, wie auch im KFZ (Federn), 
Druckdosen gibt, die explizit nichtlinear sind.

Dann musst Du aber einen digitalen Grübler zwischenschalten um der 
Ergebnis interpretieren zu können.
Gast #4192404
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Was limitiert eigentlich den dynamischen Bereich eines DMS gegen unten ?
Der Kleber ? Hysterese soll's keine geben.
Schafft man mit einer fortgeschrittenen Signalverarbeitung, dh Lock-in, 
einen dynamischen Bereich von 100'000, das waeren dann 100dB ?
Gast #4192416
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Mir stellt sich eher die Frage nach deiner Anwendung. Denn abgesehen von 
DMS gibt es noch andere Möglichkeiten Kraft zu messen. Sensoren nach 
piezoelastischem Effekt haben ggü. DMS den Vorteil,  dass diese sehr gut 
auf dynamische Lasten ansprechen und hierbei eine hohe 
Wiederholgenauigkeit besitzen. Ebenso ist der Überlastbereich im 
Vergleich zu DMS riesig. Suche mal nach ABB Pressductor.

So ganz habe ich aber noch nicht erkannt, was du nun erreichen willst.
Gast #4192475
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@Alex: Jein. Die Sache mit der Wiederholpräzision gehört in den Bereich 
Mythen und Legenden.

Piezos musst du praktisch thermostatisieren, wenn du die oft zitierte 
enorme Auflösung sehen möchtest. Das liegt einfach an der 
unterschiedlichen thermischen Ausdehnung von Federkörper und 
Primärsensor.

Abgesehen davon gibt es für Kraftsensoren verschiedene Bauformen, die je 
nach Anforderung an die Messaufgabe ausgewählt werden können. 
Biegebalken: langsam, aber präzise, großer Messweg. Stauchkörper: 
schnell, aber unpräzise, sehr kleiner Messweg. Sensoren mit 
Plattenfederkörper: Von allem ein bisschen. Usw.

Bei Sensoren mit Piezo gibt es ausschließlich die Möglichkeit, 
Stauchkörper zu realisieren, mit den genannten Eigenschaften. Passt 
nicht immer.

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