Bürovorsteher schrieb:> Naja, zumindest lassen Maschinen für Erwachsene auch lokale Fiducials> zu.
Das hilft nicht wirklich wenn die Kamera nicht mehr da ist wo die
Software sie erwartet, dann hast du trotzdem einen Versatz drin.
Wobei so eine Funktion auch bloß Software ist, also nichts was eine
Umrüstung oder zusätzliche Gerätschaften braucht.
Matthias Q. schrieb:> Aber mit> der Hand und Pinzette ist das auch mit Stencil nichts. Zumindest bekomm> ich es nicht in vernünftiger Qualität reproduzierbar hin.
da hab ich vielleicht einen Tipp da ich damit selbst immer Probleme
hatte (Kurzschlüsse zwischen Pins).
Das ging mit der Pinzette deutlich besser als ich auf 80u
Schablonendicke umgestellt habe zusammen mit 10% Padreduktion. Dadurch
ist wenig Paste auf den Pads was das Verzittern gut verzeiht. Jedenfalls
habe ich seitdem keine Brücken mehr (mit 100u und 0% hatte ich oft
Brücken bei Handbestückung von 0,5mm Pitch).
"Die TV802 wird in 2 Wochen bestellt..."
und nimm die B mit der doppelten Anzahl von Stacks.
Das Umrüsten von Rollen ist richtig ätzend lästig da ist man froh um die
vielen Stacks der B Maschine.
Die Rollen sind auf einer Alustange aufgefädelt. Um diese Stange
herauszubekommen muss man sie weit anheben. Dabei rutschen sämtliche
Bauteil-Rollen aus ihren Führungen, heftiges Fluchen ist damit
vorprogrammiert.
Ich habe diese Stangen jetzt durch Edelstahlstangen mit 10mm Durchmesser
ersetzt, die kann man einfach herausnehmen und einschieben ohne die
Rollen aus den Führungen zu hebeln.
Dazu musstest di ar___system fragen. Die Befehle erlauben switch
einzulesen, actors zu setzen und die Positionierung inkl Umrechnung von
mm zu Schritten und Homing.
Zumindest erlaubt dies das bestücken von >5.8mm Bauteilen,
Nach Kontrolle, ATC, dispenser und programmer sowie problemlos tray
feeder.
die TVM802 ist eine feine Maschine die ihr Geld wert ist.
Dort liegen dann auch ihre Grenzen, zB in Bezug auf die
Wiederholgenauigkeit.
Man sollte ihr nicht zuviel zumuten sonst wird man enttäuscht sein.
Für eine Software die das alles kann was du zusätzlich einbauen willst
brauchst du eine steifere Mechanik.
Für den vorgesehenen Anwendungszweck, Prototypen und Kleinserien, ist
sie super, mehr zu verlangen würde nur ein nettes Projekt ohne
wirklichen Einsatzzweck sein.
Ein hervorragendes Video dazu hat Servokit gemacht:
https://www.youtube.com/watch?v=4HvR1EBtv18&index=2&list=PLTeCYItVW9kHNgcDsjI-THJiwE47B2aHC
man beachte die linke Widerstandsreihe, dort sieht man gut welche
Erwartungen man haben darf.
Harry M. schrieb:> Für den vorgesehenen Anwendungszweck, Prototypen und Kleinserien, ist> sie super, mehr zu verlangen würde nur ein nettes Projekt ohne> wirklichen Einsatzzweck sein.
Was verstehst Du unter "Kleinserien"?
Kleinserie geht bei mir bis max. 100 Stk. Danach schadet ein Neuabgleich
der wichtigsten Einstellungen nicht, z.B. der Kamera. Es geht halt um
zehntel-mm oder weniger, dafür läuft das Ding schon recht gut.
Beim letzten Los (20 Stk) hab ich mal versucht die Geschwindigkeit auf
80% hochzusetzen. Das klappte aber nicht. Durch die Vibrationen
verrutschen die Widerstände am Sauger. Mit 50% gehts hingegen
einwandfrei.
Übrigens, im englischsprachigen Forum hat "dermeister" die Software
dekompiliert. Ist sehr übersichtlich geworden und ladet dazu ein eigene
Erweiterungen nachzurüsten. Als erstes werde ich mir eine Backupfunktion
für die Systemeinstellungen machen.
Hallo,
Würde gerne so eine 802A bestellen.
Frage: Hat hier jemand bei dem http://m.intl.taobao.com bestellt?
Das wären 2280 EUR. Wie hoch sind die Versandkosten?
Die Verkäufer bei aliexpress dürften hier ordentlich mitverdienen.
Notfalls bestelle ich bei Ali.
Kann die Maschine 0402 R und C bestücken?
Freundliche Grüße,
Richard
viele Chinesen bieten extrem günstige Preise und rechnen das dann auf
horrende Versandkosten auf. Da muss man gut vergleichen.
0402 geht prinzipiell, allerdings ist der Justieraufwand hoch, ich
vermeide das wo immer es geht.
Mit Justieraufwand meine ich laufendes Nachjustieren (nicht nur
einmalig).
Das ist auch verständlich, wenn man sich ausrechnet wie sich das
Material der Maschine bei zB 10 Grad Temperaturänderung ausdehnt, da
sind schnell ein paar zehntel mm zusammen.
Die Hitzewelle der letzten Juniwoche hat man an der
Positioniergenauigkeit deutlich gemerkt (habe leider keine Klimaanlage),
jetzt wo es kühler wird bin ich auch wieder am Einstellen diverser
Maschinenkoordinaten.
0603 verzeiht vieles, bei 0402 wirds aber eng.
Wer einen Raum mit einigermaßen konstanter Temperatur hat kann sich
glücklich schätzen, das gilt aber für alle PnP Maschinen, nicht nur für
die TVM802.
Gruß
Harry
> das gilt aber für alle PnP Maschinen, nicht nur für die TVM802.
Ich hatte da noch nie die geringsten Probleme. Ordentliche Maschinen
machen nach dem Einschalten nämlich eine Referenzfahrt in allen drei
Achsen und legen erst dann los.
Richard B. schrieb:> Frage: Hat hier jemand bei dem http://m.intl.taobao.com bestellt?> Das wären 2280 EUR. Wie hoch sind die Versandkosten?
In einem Thread nebenan hat jemand in China einen Reflow-Ofen gekauft,
der ähnliche Abmaße haben dürfte. Er kam auf Zusatzkosten von ca. 750
EUR für Seefracht.
Du brauchst für Taobao aber wohl noch einen chinesischen Agenten, der
auch noch ein paar Euro kostet. In der Summe wirst du vermutlich auch
bei 3500 EUR netto landen. Dafür ist ein Dutzend Leute beteiligt und es
dauert mindestens vier Wochen.
Spannend wird´s höchstens, wenn du eine Sammelbestellung
zusammenbekommst.
@Bürovorsteher: dass deine Geräte die tollsten sind, tust du in jedem
einschlägigen Thread kund. Es wäre schön, auch mal was Konstruktives von
dir zu lesen.
Max
> @Bürovorsteher: dass deine Geräte die tollsten sind,
Nun ja, für das bischen Geld, das du da angelegt hast, darfst du eben
nicht allzuviel erwarten. Ist leider so.
Es ist natürlich interessant zu sehen, wieviel Arbeit seitens der
offenbar eher doch gewerblichen Anwender in eine schlichte Konstruktion
vergeudet wird, um selbige einem Einsatz zuzuführen.
Wenn man die dafür notwendigen Arbeitsstunden zusammenrechnet und mit
dem Möchtegernstundensatz ("für 100 €/h stehe ich früh erst gar nicht
auf") aus den Threads in "Ausbildung und Beruf" multipliziert, dürfte
man dann langsam in die Nähe zumindest einer guten gebrauchten Maschine
kommen.
r
Darin allerdings muss ich dir recht geben. In der Größenordnung 5000 EUR
finden sich auch gebrauchte Maschinen. Allerdings sind die in der Regel
mindestens 15 Jahre alt, gerne noch DOS-basiert und brauchen auch eine
Menge Zeit, bis sie laufen. Schönes Beispiel hier:
http://www.eevblog.com/forum/reviews/finally-have-a-pick-and-place-on-the-way-quad-ivc/
Max
@Max Ja, deswegen habe ich nach Erfahrungen gefragt.
UU ist es besser um 3200 über Ali zu kaufen.
@Bürovorsteher
Wie viel hat deine Maschine gekostet?
Wie lange brauchst du dies zu verdienen?
Max G. schrieb:> Allerdings sind die in der Regel mindestens 15 Jahre alt,
So einer würde ich zB NIE kaufen.
So eine alte Machine braucht auch Pflege.
Manchmal mehr als die Neue.
Man muss immer wissen, was man tut :-)
Es gibt sicher genug Hobbyisten, denen das Chinagerät voll ausreicht.
Da schätze ich die Chinesen als Verkaufsgenies ein: die Leute kaufen das
Gerät, obwohl sie insgeheim wissen, was sie erwarten können. Die heben
auch dann nicht die Stimme, wenn der Kauf nicht besonders glücklich war.
Auf der anderen Seite macht der niederländische Verkäufer solcher Geräte
nach eigenen Angaben damit mehr Umsatz, als er es mit ausgewachsenenen
Maschinen je konnte. Dafür hat ihn der Hersteller der bisher verkauften
Maschinen auch als Dealer rausgeworfen.
Wer eine Maschine gewerblich braucht, sollte im schlimmsten Falle mit
seiner Bank wegen eines Kredits reden.
Man hat die Maschine sofort und kann in der Zeit, in der man noch an
Verbesserungen des Chinateils frickeln würde, bereits volle Kanne
produzieren und Geld verdienen.
Aber Ingenieure können offenbar zumeist wirklich nicht rechnen und
verlieren sich lieber im Kleinkram.
In diesem Sinne -
>> @Bürovorsteher> Wie viel hat deine Maschine gekostet?> Wie lange brauchst du dies zu verdienen?
In der Erstausrüstung hat das Gerät 37 k€ gekostet. Inzwischen habe ich
zusätzliche Feeder und ein wenig Schnickschnack dazugekauft, so dass
sich der Spaß auf etwa 45 k€ beläuft.
Zur Finanzierung dieser Mschine aus dem Cashflow brauche ich derzeit
weniger als sechs Monate. Als ich sie gekauft habe, war es ein ganzes
Jahr.
Aber Vorsicht: der Hersteller hat die Preise inzwischen leicht
angehoben.
> Und was ist das Geschäftsmodell?
Kein Modell, ich arbeite :-)
Entwicklung (auf eigene Kosten), komplette Konstruktion und Fertigung
von Erzeugnissen für die Automatisierungstechnik. Im Grunde genommen
langweiliges Zeug. Früher auch Auftragsentwicklung ohne Fertigung -
bringt aber nichts außer Ärger und kargen Lohn.
Keine Lohnbestückung. Die potentiellen Kunden sind ja nicht mal in der
Lage, eine ordentliche CSV-Datei für den Automaten zu liefern. Dann
erwarten sie Chinapreise.
Außerdem müsste ich ständig den Automaten umrüsten. So sind jetzt alle
BE für alle meine Baugruppen auf der Maschine. Leiterplatte rein und mit
F12 starten.
Die Geräte werden über mittelgroße und große Mittelständler als
Begleitsortiment unter fremdem Namen vertickt. Kein eigener Vertrieb.
Ich schmeiße den Laden im übrigen alleine.
Axel W. schrieb:> Ich werde mich bis auf weiteres auf Softwareentwicklung konzentrieren> und biete meine TVM802A Bestückungsmaschine zum Verkauf an:
War zu langsam :( - hätte bei mir prima gepasst.
Es würde mich aber interessieren, warum du nach deinem hoffnungsvollen
Start wieder aufgehört hast. Vielleicht schreibst du ja was zu deinen
Beweggründen und wie du die Fertigung jetzt organisierst. Die Website
existiert ja noch.
Max
@Max Ich überlege mir auch die Anschaffung eine Maschine.
Obwohl wir nur Kleinigkeiten zu bestücken hätten,
wäre die 802 zu klein, langsam und ungenau.
Bülent C. schrieb:> Der frühe Vogel fängt halt den Wurm ;-)
Steht sie jetzt (bald) bei dir? Wenn ja: Glückwunsch.
Richard B. schrieb:> @Max Ich überlege mir auch die Anschaffung eine Maschine. Obwohl wir nur
Kleinigkeiten zu bestücken hätten, wäre die 802 zu klein, langsam und ungenau.
Was schwebt dir denn dann vor? In der Preisklasse gibt es nicht
sonderlich viel, in
https://docs.google.com/spreadsheets/d/1s9YmD-L69UXG5paMiz0pwO06J9nptdcopGrSa_s9t_E/pubhtml
habe ich mal zusammengeschrieben, was ich kenne. Der Wettbewerb ist eine
Ecke teurer, und der Visionbot scheint zwar keine Vaporware zu sein,
aber wirklich kaufen kann man ihn wohl auch nicht.
Kann der TVM802A denn zweiseitig bestücken? Ich vermute mal, dass nein,
wenn man die Bodenplatte nicht modifiziert, lasse mich aber gerne eines
Besseren belehren.
Bin selbst noch am Schwanken, ob ich mich mit dem Liteplacer begnügen
soll (mit Versand rund 1300 EUR) oder mehr als das Doppelte für eine
fertige Maschine mit funktionierender Software, Feedern und deutlich
höherer Geschwindigkeit ausgeben soll (TVM802A 3400$=3080 EUR, mit etwas
Handeln geht da sicher noch was).
Verarbeiten muss ich bis runter auf 0603 und 0,5er-QFN; wenn auch 0402
ginge, wäre das nicht von Schaden.
Max
@Bülent dann warst du aber auch zu spät.
Das war eher Glück :)
@Max Leider gibt es kaum verlässliche infos über diese Low Budget
Maschinen.
Was ich bisher herauslesen könnte: Das SetUp ist mit der 802er Serie ein
Krampf.
Der A hat noch dazu kaum vernünftig bedienbare Feeder.
Um halbwegs vernünftig arbeiten zu können braucht man min. 4 Köpfe und
genug Feeder.
Zur Zeit tendiere ich zu TVM920 für €5500 excl Versand und USt.
Wenn ich wieder zu Hause bin schaue ich mir die neue 4er von neoden
näher an. Die kostet aber 8500€ Netto.
Freundliche Grüße
Richard
Hast du mal überlegt, eine gebrauchte Maschine zu kaufen? Auf eBay sind
immer wieder welche im Bereich 5000-10000 EUR unterwegs. Man muss aber
ein bisschen Geduld haben, das Angebot ist doch deutlich dünner als bei
z.B. Handys ;)
Infos über die Low-Budget-Maschinen gibt es schon. Hast du mal im
eevblog-Forum geschaut? Dort gibt es diverse Threads mit zusammen
vermutlich einer vierstelligen Anzahl Beiträgen. Man kann die Besitzer
auch konkret löchern.
Max
Hallo,
Nein, eine gebrauchte möchte ich nicht wirklich.
Beiträge gesucht habe ich natürlich schon.
Über Kleinserien mit 0402 Komponenten schreibt kaum jemand.
Noch dazu haben auch solche Boards ein paar Regler, Elkos
und sonst was größeres... Wie willst du das mit'n 802 bestücken?
Jetzt verstehe ich auch warum die Chinesen diese 802 Lines haben.
@Bürovorsteher was für eine Maschine hast du jetzt eigentlich?
Freundliche Grüße
Richard
> @Bürovorsteher was für eine Maschine hast du jetzt eigentlich?
Es handelt sich um eine Mechatronika M70V.
http://www.mechatronika.com.pl/content/view/20/4/lang,en/
Inselbestücker.
Für Lohnbestückung eher nicht geeignet, da Bankfeeder und keine
Einzelfeeder verwendet werden.
Durch die Möglichkeit der Schüttgutverarbeitung auch für Prototypen gut
geeignet.
0402 ist kein Problem, 0201 habe ich noch nicht probiert, da es auf
meinen Baugruppen genug Platz gibt. TQFP mit 0,5er Pitch und QFN null
Problemo.
Es gibt noch ein kleineres Modell, die M10V.
Bürovorsteher schrieb:>> @Bürovorsteher was für eine Maschine hast du jetzt eigentlich?>> Es handelt sich um eine Mechatronika M70V.> http://www.mechatronika.com.pl/content/view/20/4/lang,en/>> Inselbestücker.> Für Lohnbestückung eher nicht geeignet, da Bankfeeder und keine> Einzelfeeder verwendet werden.> Durch die Möglichkeit der Schüttgutverarbeitung auch für Prototypen gut> geeignet.> 0402 ist kein Problem, 0201 habe ich noch nicht probiert, da es auf> meinen Baugruppen genug Platz gibt. TQFP mit 0,5er Pitch und QFN null> Problemo.>> Es gibt noch ein kleineres Modell, die M10V.
kannst du mir mal Deine Telefonnummer zukommen lassen?
> @Bürovorsteher: dass deine Geräte die tollsten sind, tust du in jedem> einschlägigen Thread kund. Es wäre schön, auch mal was Konstruktives von> dir zu lesen.> Max> kannst du mir mal Deine Telefonnummer zukommen lassen?
Nein.
War zwar von Max, gilt aber auch für Markus R.
Hier im Forum beantworte ich gern die Fragen, teilweise auch
konstruktiv.
Aber in meiner Bürotätigkeit verabscheue ich es zutiefst, wenn die
Arbeitsabläufe durch Anrufe unterbrochen werden.
Anrufe mit unbekannter oder fehlender Nummer sowie solche aus dem
Mobilnetz werden ohnehin nicht entgegengenommen.
Richard B. schrieb:> Über Kleinserien mit 0402 Komponenten schreibt kaum jemand.> Noch dazu haben auch solche Boards ein paar Regler, Elkos> und sonst was größeres... Wie willst du das mit'n 802 bestücken?
Mit etwas Trickserei kann die 802 wohl auch höhere Komponenten als 5mm
bestücken. Man muss sie dazu aber aus einem Tray picken und bei der
Platzierungsreihenfolge aufpassen, dass der Kopf sie nicht nachträglich
wieder abräumt. Fummelig, aber machbar.
0402 sollten eher unkompliziert sein, wenn die ein bisschen krumm auf
dem Land landen, zieht sich das beim Löten wieder gerade.
Du könntest auch noch bei www.smallsmt.biz vorbeischauen.
Bürovorsteher schrieb:> Hier im Forum beantworte ich gern die Fragen, teilweise auch> konstruktiv.
Wenn du jetzt noch "teilweise auch" durch "grundsätzlich" ersetzen und
dich anmelden würdest, wäre alles perfekt. Ich stimme dir darin zu, dass
das Forum vom Austausch lebt.
Max
Bürovorsteher schrieb:> War zwar von Max, gilt aber auch für Markus R.> Hier im Forum beantworte ich gern die Fragen, teilweise auch> konstruktiv.> Aber in meiner Bürotätigkeit verabscheue ich es zutiefst, wenn die> Arbeitsabläufe durch Anrufe unterbrochen werden.> Anrufe mit unbekannter oder fehlender Nummer sowie solche aus dem> Mobilnetz werden ohnehin nicht entgegengenommen.
Ich wollte mich mal kurz in Berlin auf nen Kaffee treffen - ich lad dich
auch ein - und die Bestückungsmaschine besprechen (Erfahrungswerte), ich
hab auch so eine. Kann ich Dir irgendwie ne Mail zuschicken, oder du mir
via dem Forum System?
soeben meinen bisher größten Bestückungsdurchgang beendet.
100 Platinen 60x200mm, bestückt mit 2 uCs (TQFP44), einigen LEDs, allen
möglichen R und Cs und diversen kleinen Bauteilen im SOT23 Gehäuse.
Inkl. Pasten, Bestücken auf der TVM802B und Löten haben die 100 Platinen
ca. 20 Stunden gebraucht, wobei die meiste Zeit die Abkühlzeit des Ofen
zwischen den Durchgängen war (ich muss noch einen Kühllüfter dazubauen).
Die 802 hat die 100 Platinen gut durchgehalten, Justierungen
zwischendurch waren nicht erforderlich.
Der Ausschuss an Bauteilen: bei den 600 LEDs hat sie 14 fallen gelassen
und eine unwesentliche Menge Rs liegen herum.
Das wichtigste ist aber, alle Bauteile waren dort wo sie sein sollen,
ich musste nicht manuell korrigieren, was meine größte Sorge war. Das
hat also gut geklappt.
Speed: alle R und Cs mit 100%, die ICs mit 50% und die SOT23 mit 20%.
Warum die SOT23 nicht schneller gehen weiß ich nicht. Fahre ich mit >20%
so springen sie auf der Nozzle herum, aber egal, die restlichen Arbeiten
dauerten sowieso länger als die Bestückung, sodass die TVM802 mehr auf
mich warten musste als umgekehrt.
Sorry Markus,
ich weiß, dass mich viele hier schon wegen meines Nicks verabscheuen :-)
Der trifft aber die Sache am genauesten - Vorsteher eines Ingbüros mit
sich selbst als einzigem Angestellten.
Meine weiteren negativen Seiten: ich mache generell keine Termine für
niemanden. Es gibt lediglich einen einzigen Kunden, der da abweichende
Rechte hat. Ansonsten: Abwehr aller Vertreterbesuche, egal welche Firma.
Mit meinem Hauptkunden verkehre ich nur per Mail oder zugesandter
Rechnung.
Telefoniert habe ich zwar schon mit den Jungs, hatte aber in den zehn
Jahren der bestehenden Geschäftsbeziehung noch nie jemanden von ihnen
persönlich zu Gesicht bekommen.
Und das ist auch gut so.
Nach überlebtem Herzinfarkt muss man sein Leben neu konfigurieren. Ich
habe mich entschlossen, selbständig zu werden, damit mir kein Chef mehr
auf dem Sack rumlatschen kann. Dann habe ich konsequent alle
überflüssigen Tätigkeiten, Konventionen, Verpflichtungen, Gewohnheiten
über Bord geworfen und führe seitdem ein prima Leben.
Und das wollen wir auch so lassen, da meine Restnutzungsdauer auch nicht
ewig anhalten wird.
Also nochmal: mach' einen M70-Thread auf und gut ist es. Da kann ich
dann Rede und Antwort stehen. Vielleicht interessiert es andere Leute
auch noch, ich kenne hier zumindest noch einen User.
Das ist hier mein abschließendes Statement, um den Thread nicht noch
weiter zuzumüllen.
Bürovorsteher schrieb:> Sorry Markus,>> ich weiß, dass mich viele hier schon wegen meines Nicks verabscheuen :-)> Der trifft aber die Sache am genauesten - Vorsteher eines Ingbüros mit> sich selbst als einzigem Angestellten.
...
> Und das wollen wir auch so lassen, da meine Restnutzungsdauer auch nicht> ewig anhalten wird.
Heißt Du mit Nachnamen Grimm? Würde passen :-)
@Bürovorsteher
schade. Ich will Mechatronika jetzt nicht unbedingt öffentlich im Detail
diskutieren. Da Du ja so eine Maschine hast und ich auch gibt's da
sicherlich so einige Punkte.
Zudem der Support (bzw. Entwicklung) der M70 auch schon vor 3 Jahren
eingestellt wurde. Aktuell ist ja die MX70 usw.
Moin moin,
Mittlerweile habe ich die Maschine von Alex in Betrieb genommen.
Hühnerfutter geht ganz gut, ein lqfp64 wird auch ziemlich gut plaziert,
und nur beim soic14 passt es nicht mal ansatzweise. Auch die
Kantenerkennung des Vision Systems klappt nicht. Der rote Rahmen um den
ic herum ist viel zu groß. Gibt es hier was besonderes zu beachten?
Vg,
Bülent
Bülent C. schrieb:> nur beim soic14 passt es nicht mal ansatzweise
SOIC14 sind auch bei mir immer schräg. Die Kamera hat bei diesem Gehäuse
irgendein Problem. Lichtänderungen haben bei mir keinen Einfluss darauf.
Die Abweichung ist knapp 1mm. Ich korrigiere den IC nach dem Bestücken
mit der Pinzette, eine andere Lösung ist mir bisher nicht eingefallen.
Das ist bisher das einzige Gehäuse bei dem das passiert, alle anderen
erkennt er tadellos.
danke Tomy für das Einstellen der Links. Am Ton muss ich noch arbeiten,
bin noch nicht draufgekommen warum der im Production-Video so leise ist.
Die Videos von Zamani kannte ich noch nicht.
Was mich wundert, es sieht bei ihm deutlich schneller aus als bei mir,
obwohl ich alles auf 100% Speed eingestellt habe.
Ob man auch über 100% einstellen kann ? Muss ich mal versuchen.
Allerdings bin ich mit 100% nicht ganz zufrieden, die 0603 R und Cs sind
manchmal schon arg weit aus der Mitte. Mit 80% sieht das deutlich besser
aus.
Ich vermute es liegt am Vacuum, die Teile "kleben" nicht fest genug an
der Nozzle beim Fahren.
Harry
Hallo,
ich habe leider nach wie vor das Problem bei der Kantenerkennung bei
SOIC14 und SOIC8. LQFP64 bekomme ich wunderbar plaziert, nur bei den
kleinen hapert es.
Hat hier jemand einen Vorschlag wie ich das Problem lösen könnte.
VG,
Bülent
Ich kann dir zwar nicht direkt helfen, aber ich würde zuerst mal alle
Reflexe beseitigen die nicht zum IC gehören. Besonders die linke Düse
reflektiert schon extrem. Einfach mal mit Mattschwarz überpinseln, z.B.
Revel Aqua Color Teerschwarz 36106. Oder als Test erst mal sowas in der
Form Lochverstärker, nur aus selbstklebender Velourfolie, auf die Düsen
kleben.
Gruß, Steffen
Steffen N. schrieb:> nur aus selbstklebender Velourfolie, auf die Düsen kleben.
So ähnlich würde ich das auch machen.
Anmalen nur wenn nichts mehr hilft.
@Bülent Ist der Platzierungs-Druck pro Düse/Element eigentlich
einstellbar?
Bülent C. schrieb:> Hallo,>> ich habe leider nach wie vor das Problem bei der Kantenerkennung bei> SOIC14 und SOIC8. LQFP64 bekomme ich wunderbar plaziert, nur bei den> kleinen hapert es.> Hat hier jemand einen Vorschlag wie ich das Problem lösen könnte.>> VG,> Bülent
in deinem Bild sind die Nozzles weit aus der Mitte.
Die rechte Nozzle wo das Bauteil hängt muss möglichst genau in der
Bildmitte sein, sonst erkennt er nichts.
Das kannst du mit den Kamera Parametern einstellen
Harry
Harry M. schrieb:> Bülent C. schrieb:>> Hallo,>>>> ich habe leider nach wie vor das Problem bei der Kantenerkennung bei>> SOIC14 und SOIC8. LQFP64 bekomme ich wunderbar plaziert, nur bei den>> kleinen hapert es.>> Hat hier jemand einen Vorschlag wie ich das Problem lösen könnte.>>>> VG,>> Bülent>> in deinem Bild sind die Nozzles weit aus der Mitte.> Die rechte Nozzle wo das Bauteil hängt muss möglichst genau in der> Bildmitte sein, sonst erkennt er nichts.> Das kannst du mit den Kamera Parametern einstellen>> Harry
Welche Parameter sind hierfür gedacht?
Hey Leute,
ich will den Thread hier nochmal ausgraben.
Ich habe vor zwei Tagen meinen neuen TVM802AX bekommen und möchte kurz
berichten.
Ich habe direkt beim Hersteller bestellt zusammen mit einem
Pastendrucker und einem Reflowofen (T962C). Versendet wurde alles mit
TNT. Die Laufzeit betrug ca. 7 Tage. Die Rechnung vom Zoll fehlt mir
noch, damit ich den Überblick über die Gesamtkosten habe.
Die Maschinen waren sehr gut verpackt. Der TVM kam in einer riesigen
Übersee-Holzkiste. Trotzdem hat sie scheinbar einen Schlag bekommen, da
eine Aluleiste verbogen war. Da auf diesen jedoch nur die Energieketten
liegen, ist es kein Problem, sie wieder hochzubiegen. Das hat keinen
Einfluss auf die Funktion.
Im AX ist bereits ein Rechner integriert. Somit entfällt etwaige
Installation eines anderen Rechners. Eingebaut ist eine lahme Krücke.
Intel Atom, 2GB RAM. Aber es reicht! Aufgespielt ist Win7 in chinesisch.
Das lässt sich aber in Englisch ändern. Als Monitoranschluss ist
lediglich VGA vorhanden.
Kurzum: Ich bin begeistert! Auch wenn es einiges an Einarbeitungszeit
erfordert, nimmt mir die Maschine viel Arbeit ab.
Was noch nicht 100%ig funktioniert, ist die Vision-Funktion. in 9 von 10
Fällen funktioniert es gut. Im 10ten Fall wird das Bauteil in einem
Winkel von 45° montiert. Daher mache ich derzeit größere Bauteile über
die Step-Funktion, damit ich das nachverfolgen und eventuell den Vorgang
unterbrechen kann.
Ich muss hier auch deutlich sagen, dass ich über den Support angenehm
überrascht bin! Ich bin derzeit mit dem Hersteller über Skype in Kontakt
und bei Fragen wird mir geholfen und sich gekümmert. Das hätte ich
ehrlich gesagt ganz anders erwartet.
Eine Frage, die sich mir schon vor dem Kauf gestellt hat, war, wie ich
Bauteile bestücke, von denen ich nur kleine Streifen von z.B. 10 Stück
habe. Die lassen sich nicht einspannen (apropos: Beim Einspannen eines
Streifens gehen ca. 10pc (bei 0805) verloren.). Abhilfe schafft hier der
IC-Tray.
Im Prinzip ist dieses Tray vorne an der Maschine aber hinfällig. Das
ganze funktioniert nämlich folgendermaßen:
Man legt einen Streifen der zu bestückenden Bauteile irgendwo auf den
Maschinentisch. Es ist egal, ob es im IC Tray ist oder sonst wo. Dann
fährt man das erste Bauteil des Streifens mit der Nadel an und setzt
diese Position in der Software. Dann fährt man zum letzten Streifen,
setzt auch diese Position und gibt noch ein, wieviele Bauteile sich
zwischen diesen Koordinaten befinden. So lassen sich relativ simpel auch
kleine Steifen bestücken. Das ganze sieht dann so aus wie im Anhang zu
sehen. Ist natürlich noch nicht schön, weil auch gerade kleine Streifen
sehr leicht verrutschen. Aber es funktioniert!
Die feinsten Bauteile, welche ich bisher bestückt habe, sind die
Widerstandsnetzwerke sowie der ARM mit einem 0.5er Pitch (beides auf dem
Bild ersichtlich). Das hat wunderbar funktioniert.
Abschließend: Wenn man nur jeweils eine Leiterplatte eines Typs
bestückt, macht die Maschine eigentlich keinen Sinn, da das Einrichten
der Bauteile schon seine Zeit braucht. Da ist man, je nach Menge der
Bauteile, eventuell schneller, wenn man die Bestückung per Hand macht.
Wenn sich aber viele Teile wiederholen oder aber man mehrere
Leiterplatten des gleichen Typs hintereinander (oder auch gleichzeitig!)
bestücken will, lohnt sich das!
Soweit von mir! Wenn ihr dazu noch Fragen habt, fragt gerne.
Wie klappen hohe Bauelemente (Elkos)?
Schaffst du es, Plastik-Tapes sauber einziehen zu lassen? Für den STM32
links oben wirst du vermutlich gar keinen passenden Feederslot haben,
aber kriegst du z.B. das Tape mit den SOT23 rechts gefördert, ohne dass
die Löcher im Tape ausreißen (mir passiert)?
Hast du schon 0402 versucht?
Elkos habe ich nicht auf Rolle, sondern nur einzeln. Hab die drei Teile
dann mit Hand nachbestückt.
Den STM brauch ich nicht in großen Mengen und ist sehr teuer. Deshalb
hab ich auch hier nur einzelne Abschnitte. Die lassen sich aber über das
oben genannte Verfahren leicht einbinden und bestücken.
Bzw. des Ausreißens: Das Problem hatte ich gestern mit WS2812BLEDs. Ich
war heute mit dem Support in Kontakt, wo mir ein Tipp gegeben wurde, den
ich mal versuchen werde. Im Falle des Erfolgs berichte ich.
0402 kommt in meinen Designs nicht vor.
Danke für die Antwort. Aber noch eine Frage: Können die so erlernten
Positionen auch abgespeichert werden?
Mir schwebt vor mehrere, wie auch schon weiter oben in diesem Thread,
für verschiedene Platinen austauschbare Aluminiumplatten zu machen.
Bzw wir haben auch Platinen mit 80 verschiedenen Bauteilen.
Wir arbeiten gerade mit einem Neoden, da kann man maximal 10 Positionen
speichern, die sind aber nur aufwendig änderbar, das macht es unmöglich
einen Wechselmechanismus zu haben weil diese Positionen in der Maschine
und nicht im Bestückungsfile gespeichert werden.
Das kann ich dir leider nicht abschließend beantworten, weil ich das
selber noch nicht so ganz verstanden habe.
Eines ist sicher: Es können 30 Positionen gespeichert werden.
Ich generiere mir meine Bestückungsdateien momentan aus Eagle mit der
ULP von Matthias. Diese erstellt eine CSV, die erst die Bestückungsdaten
enthält (wo kommt welches Bauteil hin) und nachfolgend einen ganzen
Schwung kryptischer Werte, deren Sinn ich noch nicht entschlüsselt habe.
Leider bekomme ich eine Fehlermeldung, wenn ich probiere, diese Datei in
die Software zu laden. Erst wenn ich den kompletten kryptischen Teil
lösche, werden die Bestückungsdaten einwandfrei importiert.
Warum erzähle ich das: Wenn ich vorher mit einem anderen File gearbeitet
und dort Positionen für den IC-Tray gespeichert habe, werden diese beim
Einladen dieser neuen Datei gelöscht. Hier muss ich noch mal nachsehen,
was passiert, wenn ich wiederum die vorherige Datei reinlade... also ob
die damals gespeicherten Positionen wieder auftauchen.
Ich kann hiermit bestätigen, dass die Tray-Positionen mit der
Bestückungsdatei gespeichert werden! Somit ist das möglich, was du vor
hast und du kannst dir für jedes Projekt ein eigenes Tray bauen.
Muss übrigens nicht Alu sein. Es gibt günstigere und einfacher zu
bearbeitende Materialien, die sich ebenso eignen wie z.B. Plexi oder
sogar MDF.
Vielen Dank für die Info. Aluminium ist kein Problem, das haben wir für
die Neoden auch schon gemacht, aber die Positioniergenauigkeit ist trotz
mechanischer Justireinrichtung sehr schlecht. IC sind schneller mit der
Hand bestückt als mit der Maschine weil zuviel Nacharbeit anfällt.
Wenn ich dich richtig verstanden habe scheinen ja 0,5mm Pitch kein
Problem zu sein.
Ich habe mir einige Videos auf Yout.ube angeschaut, irgendwie überzeugt
mich das noch nicht, oder die Maschinen waren nicht richtig eingestellt.
Genau. 0.5 geht problemlos.
Was noch nicht reibungslos funktioniert ist die richtige Erkennung der
Bauteile. Besonders bei ICs dreht der TVM das Bauteil gerne mal ein paar
30-40 Grad zu weit. Das habe ich noch nicht raus, woran das liegt. Werde
nochmal den Support kontaktieren.
Beim IC-Tray hängt es stark von der Anzahl der Bauteile ab. Wenn ich von
einem IC 20 Stück habe, die ich über den Tray bestücken möchte, dauert
es ein bisschen, bis ich sie alle sauber ausgelegt habe. Das eigentliche
Einstellen der Positionen in der Software geht dann aber innerhalb von
20 Sekunden.
Bei einer Rolle würde ich von 5-7 Minuten / Rolle ausgehen inkl.
Softwarekonfiguration.
Gestern kam dann eine Hiobsbotschaft:
Ich hatte den Support nochmal kontaktiert, weil die Maschine LQFP100
nicht korrekt platzieren wollte. Nach einigem Hin und Her wurde mir
gesagt, dass das Bauteil einfach zu groß sei, um von der Kamera korrekt
erkannt zu werden. Das lässt sich auch relativ leicht nachvollziehen.
Das ist ärgerlich, da ich recht häufig mit dem Package zu tun habe. Man
bemüht sich um eine Lösung. Mal schauen, was dabei heraus kommt.
Ich könnte mir vorstellen, dass man die Kamera, die die Bauteile
"scannt" etwas nach unten versetzt und somit den Bereich, den die Kamera
einfängt, vergrößert. Letztlich ist es nicht viel, was fehlt.
Ansonsten hatte ich gestern mein erstes größeres Projekt gemacht mit
knapp 400 Bauteilen. Das hat sehr gut funktioniert. Einige Male musste
ich intervenieren. Das waren aber alles Benutzer-Fehler, wofür die
Maschine nichts kann.
Kleinere ICs klappen wunderbar. Siehe Anhang. 0.5er Pitch.
Christian schrieb:> Nach einigem Hin und Her wurde mir> gesagt, dass das Bauteil einfach zu groß sei,> um von der Kamera korrekt erkannt zu werden.
Das ist bei diese Maschine normal.
"Normal" wäre es gewesen, wenn man diese Spezifikationen vorher
mitgeteilt bekäme. Das ist allerdings nirgends ersichtlich.
LQFP100 finde ich nun auch nicht exorbitant groß, dass ich das hätte in
Frage stellen müssen.
Mal schauen, was raus kommt.
Christian schrieb:> wenn man diese Spezifikationen vorher mitgeteilt bekäme
Steht normalerweise unter-> max. component size
Low-End PnP Maschinen benutzen eine Kamera die ein Objekt
mit zB 100 Pins nicht mehr erfassen kann.
Dazu wäre eine wesentlich höhere Auflösung notwendig und
ein anderes Objektiv um auch die 0604s richtig erfassen zu können.
Nun, man kann diesem Umstand ausgleichen, in dem man die Bauteile exakt
im Tray platziert und diese exakten Koordinaten in der Maschine
übernimmt. So müsste kein Kamera-Abgleich stattfinden.
Ich werde das heute mal ausprobieren.
Damit bin ich aber nicht besser als mit dem was ich jetzt habe. Hätten
die mal lieber für ein paar Euro mehr eine bessere Kamera oder eine 2.te
Kamera mit anderer Optik spendiert.
> Nun, man kann diesem Umstand ausgleichen, in dem man die Bauteile exakt> im Tray platziert
Nach dem Greifen hängen die Teile unter Garantie schief.
> Hätten die mal lieber für ein paar Euro mehr eine bessere Kamera oder eine >
2.te Kamera mit anderer Optik spendiert.
Nicht erforderlich, wenn vorher die Teilabmessungen erfasst werden
(manueller Eintrag oder optisch) und die Kamera dann zweimal zufasst (an
den diagonal gegenüberliegenden Eckpunkten). Dann gehen auch beliebig
große Teile.
Christian schrieb:> Nun, man kann diesem Umstand ausgleichen, in dem man die Bauteile exakt> im Tray platziert und diese exakten Koordinaten in der Maschine> übernimmt.
Das kannst du (als End User) nicht ausgleichen.
Da ist eine zweite Kamera und eine zweite Düse notwendig.
Funker Jörg schrieb:> Nicht erforderlich, wenn vorher die Teilabmessungen erfasst werden...
Das ist doch, wegen die Auflösung notwendig.
Du erfasst nicht nur ein Bauteil, sondern auch dessen Pins,
ob der beschädigt oder noch intakt ist gleich mit.
Funker Jörg schrieb:> Dann gehen auch beliebig große Teile.
Für Stecker und Co hat man in der Regel sogar
einen zweiten Kopf weil das eben notwendig ist!
Das ist IMHO bereits ab 64 Pins der Fall.
Peter schrieb:> Hätten die mal lieber für ein paar Euro mehr eine bessere> Kamera oder eine 2.te Kamera mit anderer Optik spendiert
Die Verarbeitung der Daten kostet wertvolle Zeit.
Firmen, die 100+ Pinnige Bauteile platzieren müssen,
kaufen keine 4000 EUR Maschine... es ist, wie immer->
ein Kompromiss.
Das ist doch Unfug. 100 Pins hat man schnell zusammen (da genügt ja
schon ein etwas größerer Controller). Wenn man dann Serienstückzahlen
bis maximal ein paar hundert Teile hat, muss man froh sein, überhaupt
einen Bestücker zu finden. Bei großer Varianz (Bestückvarianten) gilt
das sowieso.
Der Aufwand, der in die 4000-Euro-Maschine fließt, kann sich dann
durchaus bezahlt machen. Zum einen in Geld, zum anderen in Lieferzeit.
Selber bestücken kostet Zeit und Nerven. Einen Bestücker beauftragen
aber auch. Es kommt einfach auf die Firma an. Nicht jede kann mal kurz
30 TEUR für eine halbwegs professionelle Lösung (gebrauchte Mechatronika
+ Pastendrucker + Ofen) auf den Tisch legen.
Ja, die Maschine ist doch wirklich gut.
Und wenn es denn doch mal mehr als 100 Pins sind, dann könnte man die
zur Not auch noch per Hand bestücken - das ist kein Hexenwerk :-)
Die meiste Arbeit macht doch das Kleinzeugs.
Gibt es eigentlich irgendwo einen Bericht/Fotos mit komplett zerlegter
Maschine? Mich würde die Mechanik/Elektronik interessieren.
Und: kann man die Maschine auch mit Dispenser einsetzen, also quasi
Rakel, Maske etc. komplett einsparen und nur die nackte Platine
auflegen?
Also an alle, die meinen es besser zu wissen:
Das von mir beschrieben Verfahren klappt einwandfrei!
Der STM ist 16x16mm groß. Ich fahre also mit der Kamera, die im Placer
eingebaut ist, über den STM und visiere dort die Pins auf der linken
Seite an, notiere die Daten. Anschließend visiere ich die Pins an der
oberen Kante an und notiere ebenfalls die Daten.
Nun addiere ich 8mm zu diesen Daten hinzu und schon positioniert sich
die Nozzle exakt über die Mitte. Und nein: Nach dem Greifen hängt der
STM auch nicht schief. Ich hab es heute ausprobiert und es hat wunderbar
funktioniert.
Wenn man sich nun selber einen Tray baut, in dem die größeren Bauteilen
exakt hineinpassen, und dann die Positionen notiert, lassen sich relativ
leicht wiederholbar große Bauteile (100+ Pins) bestücken.
Ich bleib bei meinem bisherigen Fazit:
Wenn man jeweils nur eine Platine bestückt, ist man mit der Hand sicher
schneller. Sobald man aber 2+ macht, lohnt es sich auf jeden Fall, da am
längsten das Einrichten der Teile dauert.
Für alle, die es interessiert, noch ein Wort zu den Kosten:
Ich habe den TVM802AX in einem Paket mit dem T962C (das ist ja ein
riesen Viech!) und einem Pastendrucker (mechanisch. Nix elektrisches)
gekauft und insgesamt $4200 bezahlt. Davon waren allein $700 der Versand
mit TNT. Ich warte nun noch auf die Abrechnung vom Zoll, die nochmal um
die 1000€ betragen dürfte.
Chris D. schrieb:> Und: kann man die Maschine auch mit Dispenser einsetzen, also quasi> Rakel, Maske etc. komplett einsparen und nur die nackte Platine> auflegen?
Vor 2 Jahren hatte ich das schon mal gefragt,
Beitrag "Re: TVM802A pick and place aus China"
Pic.T hatte darauf einen Hinweis gegeben:
Beitrag "Re: TVM802A pick and place aus China"
aber vielleicht geht das inzwischen ja auch günstiger. Falls jemand ein
Update dazu hat wäre ich auch an der Information interessiert. Dann wäre
es wirklich eine super Maschine für Musterbau, Kleinunternehmer,
Hackerspace, ambitionierte Bastler ...
Ich bin weiterhin in Kontakt mit dem Support.
Sie haben mir eine Anleitung geschickt, wie ich die Kamera-Höhe anpasse.
Ich warte derzeit noch auf das Video, in welchem die Fokussierung
erklärt werden soll. Danach soll LQFP100 funktionieren... bin
gespannt... ich halte euch auf dem Laufenden!
Christian schrieb:> Danach soll LQFP100 funktionieren... bin> gespannt... ich halte euch auf dem Laufenden!
Du glaubst mir wirlich nicht, oder?
Das wird nicht funktionieren... Besser gesagt-
Danach kannst du kleinere Bauteile nicht mehr platzieren.
Richard B. schrieb:> Das wird nicht funktionieren
Als interessierter Mitleser würde ich es sehr begrüßen wenn engagierte
TVM802 Benutzer wie ihr diese Wanderbaustelle an Problemen mal Wiki
mässig dokumentiert.
Das schreckt mich nämlich ab mir so eine Kiste zu holen.
Die homöopathische Informationsverteilung des Herstellers, dieses
permanente Gebastel und das mühselige zusammentragen womit man leben
muss und wo man durch keine Tricks und Kniffe weiterkommt, was die Kiste
denn nun tatsächlich kann und was nicht.
Richard B. schrieb:> Christian schrieb:>> Danach soll LQFP100 funktionieren... bin>> gespannt... ich halte euch auf dem Laufenden!>> Du glaubst mir wirlich nicht, oder?> Das wird nicht funktionieren... Besser gesagt-> Danach kannst du kleinere Bauteile nicht mehr platzieren.
Richtig! Ich glaub dir wirklich nicht.
Wenn es nicht funktioniert, bau ich es zurück. Mach du dir keinen Kopf
über meine Zeit. Außerdem besitzt du, wenn ich den Thread richtig
verfolg habe, die Maschine nicht. Daher dürften sich deine
Erfahrungswerte mit dieser wohl in Grenzen halten.
Michael K. schrieb:> Richard B. schrieb:>> Das wird nicht funktionieren> Als interessierter Mitleser würde ich es sehr begrüßen wenn engagierte> TVM802 Benutzer wie ihr diese Wanderbaustelle an Problemen mal Wiki> mässig dokumentiert.> Das schreckt mich nämlich ab mir so eine Kiste zu holen.> Die homöopathische Informationsverteilung des Herstellers, dieses> permanente Gebastel und das mühselige zusammentragen womit man leben> muss und wo man durch keine Tricks und Kniffe weiterkommt, was die Kiste> denn nun tatsächlich kann und was nicht.
Kann ich nicht nachvollziehen. Basteln musste ich gar nichts an der
Maschine. Wenn du größere Bauteile platzieren möchtest, kommst du
scheinbar an die Grenzen der Maschine. Aber das teste ich momentan noch.
Ansonsten funktioniert die Maschine ohne Tricks und Kniffe. Wenn du noch
konkrete Fragen hast, dann lass es mich wissen.
Das einzige, woran ich mich konkret erinnern kann, ist das Problem, dass
die Maschine bei dickeren Reels (wie z.B. meine WS2812B) hängen bleibt
bzw. nicht die Maschine bleibt hängen, sondern das Reel. Das lässt sich
aber beheben, in dem man den Metall-Streifen, der das Reel hält, um 2mm
kürzt. Damit wird es mit weniger Kraft angedrückt und die es hängt nicht
mehr.
Christian schrieb:> Außerdem besitzt du, wenn ich den Thread richtig> verfolg habe, die Maschine nicht
Ich muss diese Maschine auch nicht besitzen um zu
wissen was die kann und was nicht...
Nonsense. Ich hatte zeitweise eine ähnliche. So lang man nicht damit
gearbeitet hat, kann man die Vor- und Nachteile nicht sinnvoll
einschätzen. Lesen bildet, aber Erfahrung hilft.
Warum sollte das bei der TVM820 anders sein?
Richard B. schrieb:> Du glaubst mir wirlich nicht, oder?> Das wird nicht funktionieren... Besser gesagt-> Danach kannst du kleinere Bauteile nicht mehr platzieren
Na und ?
Er will keine 0402, 0201 oder 01005 bestücken sondern eben TQFP100.
Doch,
bei einer Bildhöhe von 20mm (optimal) bis 24mm (minimal) kann man
produktiv
0402 realisieren, und bis 22mm kann man noch 0201 bestücken (proto,
nicht produktion). Ob jetzt die 0201 mit der TVM802 funktionieren ist
mir unbekannt. Ich nehme gerne 22mm, da ist dann tqfp 128 pin (14x14mm)
noch
ganz drauf.
Bildhöhe ist hier die kleinere Seite der Webcam gemeint.
Chris
Max G. schrieb:> Lesen bildet, aber Erfahrung hilft.
Er hat bisher aber keine Erfahrung.
Genau darum geht es hier.
Er hat die Maschine auf gut Glück gekauft.
Bürovorsteher schrieb:>> Das schreckt mich nämlich ab mir so eine Kiste zu holen.>> In irgendeinem Nachbarthread vertickt jmd einen mit Feedern sehr gut> ausgestatteten M10V.
Bei der Software die Mechatronika anbietet kannst du dir gleich selber
eine Maschine bauen.
Schlechter geht's nicht mehr.
- Bauteileinzug/Pitch wird an die Feederslots gebunden (nicht an die
Bauteile), schnell mal umspannen und schon darf man jeden Mist neu
einstellen.
- Es werden interlaced Kameras verwendet und die Software von
Mechatronika benötigt, sobald Bauteile rotiert werden, einfach mehrere
Versuche mit der Kamera
- Das Bauteilmanagement ist grässlich und nutzlos und es wird ein
proprietäres Dateiformat verwendet sodass man die Bauteile nicht auf die
schnelle mit einer besseren Datenbank verknüpfen kann.
Ja sie schreiben die Software jetzt neu für Windows 10 auch mit
Vollbildkameras, das zeigt ja schon dass sie keine Ahnung von Software
haben.
Die Maschine ist in Ordnung aber die Software macht sie für Leute
schwerfällig
Es gibt diverse Beiträge über Volker Besmens PP4 wo einige meinten dass
mit Zahnriemen keine Genauigkeit unter 0.1mm möglich wäre, die gesamte
Mechatronika Maschine läuft mit Zahnriemen und laut Mechatronika ist
eine Widerholungsgenauigkeit von <0.08mm möglich (der Bestückungskopf
funktioniert auch nach dem gleichen Prinzip wie auf Volker's Seite).
Mechatronika ist einfach noch nicht im Jahr 2018 angekommen, heutzutage
kann man mehr erwarten (vor allem für die Kosten der Maschine). Das die
Niederländer als Distributor rausgeflogen sind und jetzt die Neoden
Maschinen besser verkaufen ist kein Wunder (auch wenn deren Software
grässlich ist sie haben's wenigstens mit dem Preis nicht überzogen).
Wer in dem Segment was verdienen will soll auch was liefern.
Ich melde mich hier nochmal um euch über den Endpreis zu informieren.
Ich habe heute die Rechnung vom Zoll erhalten.
Ich habe $4200 an den Hersteller gezahlt. Das sind knappe 3650€. Darin
enthalten war der Versand mit TNT. Andere Versandmöglichkeiten wie z.B.
Schiff sind eine Ecke günstiger, dauert aber auch deutlich länger.
In diesen 3650€ sind sowohl der TVM802AX als auch der Reflow-Ofen T962C
sowie der Pastendrucker QH3040 enthalten.
Die Einfuhrumsatzsteuer beträgt knappe 750€ plus Gebühren von TNT für
die Zollabwicklung. Insgesamt zahle ich nun nochmal 860€.
In der Gesamtsumme habe ich für diese drei Maschinen inkl. allem PiPaPo
4510€ bezahlt.
Danke dir!
Falls du die Muße findest (du hast jetzt erst mal reichlich zu tun):
würdest du mal ein Video von deinem Prozess machen? Also:
1. Pastendruck (interessant wäre auch, welche Paste du verwendest)
* Wie kommt der Stencil in den Pastendrucker?
* Wie richtest du die LP aus?
* Wie rakelst du, wie ist das Ergebnis (Verschmieren auf der LP,
Zukleben von Öffnungen, ungedruckte Stellen)?
2. Bestückung
* Wie kommen die Gurte in die Feeder, wie funktioniert der Transport,
wie gut klappen Positionierung und Picken, hüpfen die Bauteile beim
Transport?
* Wie klappen höhere Bauteile (wie Elkos) und größere (wie TQFP > 64
Pins)?
* Wie bedient sich die SW?
* Wie ist die Positioniergenauigkeit?
* Wie reagiert die Maschine auf Fehler (Mispicks oder von der
Bottom-Kamera nicht korrekt erkannte Bauteile)?
3. Reflow-Ofen
* Platzieren der LP
* Einstellen des Temperaturprofils
* Genauigkeit des T-Profils
* Lötergebnis
Hm, klingt leider nach reichlich Aufwand...vielleicht kommst du ja
trotzdem wenigstens zu einem Teil davon? Ich jedenfalls würde mich
drüber freuen.
Videos sind immer recht aufwändig. Ein paar Dinge kann ich dir bereits
beantworten.
1. Pastendruck
"* Wie kommt der Stencil in den Pastendrucker?"
Ich nutze aus Kostengründen nicht-geframte Stencils. Das hat aber den
Nachteil, dass man sie theoretisch nicht in den Pastendrucker einspannen
kann.
Ich muss sagen, dass der Pastendruck die bisher größte Aufgabe für mich
darstellt. Ich werde mir für meine Stencils eine Halterung bauen, in die
ich die nicht-geframten Stencils einspannen und justieren kann.
* Wie richtest du die LP aus?
Das ist relativ simpel. Voraussetzung ist, dass die Leiterplatte
Befestigungsbohrungen mit mindestens 3mm Durchmesser aufweist. Mit dem
Drucker kommen vier Winkel, die man mit Rändelschrauben auf der
Lochplatte befestigt (einige Löcher in der Platte haben Gewinde). Auf
diesen Winkel befindet sich ein kleiner Zentrierstift mit einem
Durchmesser von ca 3mm. Die Leiterplatte wird dann so aufgelegt, dass
die Befestigungslöcher der Leiterplatte in die Zentrierstifte einrasten.
* Wie rakelst du, wie ist das Ergebnis (Verschmieren auf der LP,
Zukleben von Öffnungen, ungedruckte Stellen)?
Hier probiere ich gerade noch mit Winkel, Härte des Rakels,
Geschwindigkeit, Druck, etc. Grundsätzlich ist das Rakeln unkritisch /
einfach. Aber sobald du Finepitch-Bauteile hast, wirds schlagartig
knifflig. Was ich herausgefunden habe: Finepitch lässt sich am besten
mit einem sehr Steifen Rakel "drucken". Wichtig ist zudem, dass der
Stencil auf der Leiterplatte aufliegt und sich nicht hinter dem Rakel
wieder hebt. Verschmieren habe ich eigentlich nicht. Zukleben? Wieso? Im
Stencil sind ja nur die Stellen gelasert, wo auch tatsächlich Lötpaste
aufgetragen werden soll. Ungedruckte Stellen? Passiert eigentlich nicht,
wenn du darauf achtest, die Paste gleichmäßig aufzutragen.
Grundsätzlich lassen sich kleine Leiterplatten deutlich schwieriger
verarbeiten (sowohl Einspannen in den Drucker als auch das Bedrucken
selbst) als große.
2. Bestückung
"Wie kommen die Gurte in die Feeder, wie funktioniert der Transport,
wie gut klappen Positionierung und Picken, hüpfen die Bauteile beim
Transport"
Schau mal auf Youtube. Da gibt es bereits jemanden, der an dieser
Maschine (allerdings ohne X) vorführt, wie die Gurte in den Feeder
gespannt werden. Der Nylon-Film wird nach dem Einspannen über eine
Umlenkrolle in einer separaten Rolle eingespannt.
Der Transport funktioniert dann über einen kleinen "Prick". Dieser
befindet sich am Bestückungskopf. Der Bestückungkopf fährt also über den
Gurt, dann wird der Prick ausgefahren, der in die Transportlöcher des
Gurts greift. Nun bewegt sich der komplette Bestückungskopf eine
"Position" nach rechts, womit der Streifen nach rechts gezogen wird und
die Rolle hinten das Nylonband vom Streifen zieht. Dann wird der Prick
wieder eingefahren, der Bestückungskopf setzt sich über das Bauteil und
nimmt es auf.
"Wie klappen höhere Bauteile (wie Elkos) und größere (wie TQFP > 64
Pins)?"
Das habe ich noch nicht probiert. Elkos bestücke ich per Hand. In der
Software kannst du die Bauhöhe der Bauteile angeben. Daher sollte es
theoretisch kein Problem sein. ABER! Der Bestückungskopf fährt beim
Bestücken relativ dicht über der Leiterplatte entlang (aus der
Erinnerung heraus würde ich mal 15mm sagen). Wenn du also hohe Bauteile
bestückst, kann es sein, dass der Bestückungskopf diese Teile wieder von
ihren Positionen schiebt, weil nach oben hin nicht genug Platz ist.
"Wie bedient sich die SW?"
Ganz gut. Hier habe ich wenig zu bemängeln. Ein bisschen unübersichtlich
ist das Einstellen der Kamera. Es gibt an vielen verschiedenen Stellen
sogenannte "Camera Threshold"-Werte, mit dem man die Empfindlichkeit der
Kamera einstellen kann. Hier frage ich mich, welcher Wert denn am Ende
tatsächlich ausschlaggebend bzw. allen anderen übergeordnet ist.
Ansonsten finde ich sie gut und alles, was ich machen will, funktioniert
damit.
"Wie ist die Positioniergenauigkeit?"
Vorausgesetzt die Kamera erkennt das Bauteil korrekt, ist die
Positioniergenauigkeit sehr hoch. Ich habe bisher aber nur bis 0603
gearbeitet und 95% meiner Bauteile sind 0805.
"Wie reagiert die Maschine auf Fehler (Mispicks oder von der
Bottom-Kamera nicht korrekt erkannte Bauteile)?"
Es gibt einen Drucksensor. Wenn die Nadel also über ein Bauteil fährt,
es aufnimmt, es aber (aus welchen Gründen auch immer) nicht an der Nadel
hängen bleibt, fährt der Bestückungskopf zu einem "Mülleimer", schaltet
dort das Vakuum ab und probiert die Aufnahme des Bauteils erneut.
Zu deiner zweiten Frage: Woher soll die Kamera wissen, ob sie ein
Bauteil korrekt erkennt?
3. Reflow-Ofen
"Platzieren der LP"
Darüber mach ich mir ehrlich gesagt keine Platte. Ich lege die
Leiterplatte(n) mittig in den Ofen und unterfüttere sie mit einigen
PCB-Resten, damit sie nicht auf dem Metall-Rost aufliegt.
"Einstellen des Temperaturprofils"
Das ist ein bisschen fummelig / aufwändig. Das funktioniert über das
interne Display.
"Genauigkeit des T-Profils"
Das muss ich noch nachprüfen. Zwar zeigt der Ofen mir im Display die
Soll-Temperatur sowie die Ist-Temperatur an, allerdings weiß ich nicht,
wie genau diese Ist-Temperatur ist. Das muss ich in jedem Fall
nachprüfen, weil:
"Lötergebnis"
Ich bin im großen und ganzen zufrieden, muss aber die Kurve noch
tweaken. Hitzeempfindliche Bauteile funktionieren momentan nicht 100%ig
z.B. WS2812 scheinen ab und an zuviel Hitze zu bekommen und ich vermute,
dass der Ofen eine zu niedrige Temperatur anzeigt und es demnach im Ofen
tatsächlich heißer ist. Ich nutze derzeit die Paste von Felder, die es
bei beta-layout gibt.
Etwas verwundert bin ich darüber, dass die Lötpaste die Bauteile nicht
wirklich in Position zieht. Vielleicht weiß jemand woran das liegt. Wenn
also ein Bauteil nicht 100%ig gerade aufliegt, wird sie genau so
festgelötet. Ich hätte erwartet, dass beim Erhitzen und Erkalten diese
Bauteile gerade gezogen werden.
Ich bin jetzt erstmal drei Wochen beruflich unterwegs. Danach gehts
weiter :-)
Hallo Christian,
vielen Dank!
Deine Beobachtungen kann ich aus eigener Erfahrung (als ehemaliger
Besitzer eines Tischbestückers, wenn auch keiner TVM802) bestätigen. Du
machst du einseitige Leiterplatten (oder hast auf der zuerst bestückten
Seite keine hohen BE)?
Mit "nicht korrekt erkannt" meinte ich BE, bei denen die Kamera (bzw.
der Algorithmus dahinter) der Ansicht ist, nichts Verwertbares zu
finden.
Zur Paste: schmilzt die wirklich komplett auf? Du kannst ja mal mit
Heißluft die Gegenprobe machen.
Max