Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Weller Heißluftstation AG 701


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von PA A. (arpeng)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,
ich habe günstig eine Weller Heißluftstation AG 701 (ohne passenden 
Heißluftkolben) kaufen können und möchte prüfen, ob die Station noch 
funktioniert und ob es sich lohnt einen passenden Heißluftkolben zu 
beschaffen.
Das Problem ist, dass ich keine Ahnung habe, wie die Anschlussbuchse 
(richtig) beschaltet wird. Es handelt sich um eine 6 polige Buchse mit 
dem Luftanschluss in der Mitte des Steckers.
Die PIN 1 und 4 des Steckers sind offensichtlich die Anschlüsse für die 
Heizung und die PIN 2 und 3 scheinen die Anschlüsse des 
Temperatursensors zu sein. Es bliebe also vermutlich noch ein Anschluss 
für  Masse und ???.
Da die Fa. Weller neben dem PT20 Sensor auch  NTC Widerstände für die 
Regelung ihrer Temtronic Stationen  verwendet hat, bin ich mir nicht 
sicher welche Widerstandswerte  ich an die Station anschließen muss, um 
diese zu testen.
Hat jemand diese Station und kann mir die Beschaltung des Steckers sowie 
die Werte für den Sensor und die Heizung übermitteln?

Oder noch besser: Hat jemand neben den oben angesprochen Daten auch noch 
einen  einen Schalt- und Bestückungsplan?

Außerdem wäre noch interessant, welche Lötkolben tatsächlich verwendet 
werden können. Der HAP 1 (schwarz) sieht anders aus, als die sonst 
abgebildeteten Lötkolben (blau und viel schlanker)?

Wenn jemand einen solchen Lötkolben verkaufen möchte, wäre ich auch 
daran interessiert.

Vielen Dank vorab

Gruß

Peter

: Verschoben durch Moderator
von PA A. (arpeng)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

meine Vermutung bez. der Anschlüsse für den Sensor scheinen nicht 
richtig zu sein.
Christian hat freundlicherweise nachgemessen und dabei festgestellt, 
dass zwischen Pin 2 und 3 konst 1,3 kOhm (auch bei Temperaturänderung) 
zu messen sind. Der Fühler muss also doch anders angeschlossen sein.
Kann jemand helfen?

Gruß

Peter

von PA A. (arpeng)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo
Ich bin angesprochen worden, ob ich mein Problem lösen konnte. Das 
klappte allerdings erst, nachdem ich dann eine zweite – defekte – 
Station mit Lötkolben kaufen konnte.
Inzwischen konnte ich auch die Originalpläne bekommen, sodass eine 
Reparatur möglich wurde. Wenn man keinen Heißluft-Pencil hat, ist die 
Schaltung fast nicht zu verstehen, auch wenn man auf die 
Originalunterlagen zurückgreifen kann – zumindest mir ging es so. Es war 
also sehr hilfreich, dass ich einen bekommen habe. Meine ursprüngliche 
Vermutung, dass die Temperatur mit einem Sensorelement ermittelt wird 
ist falsch, stattdessen wird diese über den Heizwiderstand (Pin SM 1 und 
4) erfasst, zu dem parallel ein Widerstand (12,1 k) und ein Poti (2,5 
k) in Reihe geschaltet wird. Der Mittelabgriff des Potis geht dann an 
Pin 3 und der Spannungsabfall  über der Strecke Pin1 (Pin1 und Pin2 sind 
gebrückt) dient somit offensichtlich zur Temperaturerfassung. Das Poti 
dürfte also zum Abgleich der - sicher geringfügig unterschiedlichen - 
Heizwiderstände genutzt werden?!
Daran interessant finde ich, dass man vermutlich nicht auf diesen 
außergewöhnlichen Heißluftkolben angewiesen ist. Ein HAP 1 von Weller 
(oder vielleicht irgend ein anderer Heißluftkolben mit ähnlicher 
Temperaturcharakteristik) müsste ebenfalls passen, da er ebenfalls ca. 
100 W hat und damit vermutlich eine ähnliche Widerstands-/ 
Temperaturkennlinie aufweist. Wenn man ein Adapterkabel bastelt, welches 
die Pin 1 und 2 des HAP 1 auf die Pin3 und 4 (mit den oben genannten 
Widerständen parallel geschaltet) umsetzt, sollte dies funktionieren. 
Die übrigen Pins müssten natürlich ebenfalls entsprechend geschaltet 
werden. Da dieser Stecker vermutlich auch nicht – bezahlbar – beschafft 
werden kann, werde ich in meiner Station eine zweite 
Standardsteckverbindung und einen zweiten (umschaltbaren) Luftausgang 
schaffen.
Falls noch jemand an dem Thema interessiert ist, stelle ich gern meine 
Pläne zur Verfügung.

Gruß
Peter

von Adrian J. (hotz)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
hallo,
haben Sie noch die Pläne für die Station, bei mir Schein die platine  an 
der blauen Abdeckung defekt zu sein, sieht zerbastelt aus und weiß nicht 
ob die Bauteile original sind.

gibt es evtl Ersatz für das Heizelement irgendwo zu bekommen?

mfg

von PA A. (arpeng)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Adrian,

ja, die Pläne sende ich Dir gern zu. Wie ich schon geschrieben habe, 
könnte man einen HAP1 von Weller anschließen, bei mir funktioniert das.

Einen neuen Originallötkolben, bzw. das Heizelement zu beschaffen, 
scheint fast ausgeschlossen zu sein. Da mir aber die schlanke Bauform 
gefällt, werde ich versuchen, den Lötkolben zu reparieren – ich bin 
gerade dabei, das notwendige Material zu beschaffen.

Gruß

Peter

Ps: meine beiden Stationen funktionieren, eine (die „unverbastelte“) 
würde ich evtl. verkaufen

von Bernd (Gast)


Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Peter,

ich sitze seit gestern auch vor einer Weller AG701, und weis im Moment 
nicht
ob die Station oder der Heizluftkolben defekt ist. Du würdest mir einen 
großen Gefallen tun, wenn du mir die Schaltpläne einmal zukommen lassen 
könntest.
Vielen Dank im Voraus und schönes Wochenende.

Gruß Bernd

von PA A. (arpeng)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Bernd,

ok, mach' ich gern, allerdings müsstest Du mir eine E-Mail Adresse 
geben!

Hast Du einmal den Widerstand an den Pins 1 und 4 des Lötkolbens 
gemessen? Rein rechnerisch müssten das etwa 5,7 Ohm (P=100W)sein.

Gruß

Peter

von Bernd J. (hello444)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Peter,

ich habe dir eine PN zukommen lassen.

Den Widerstand kann ich nicht messen, also Heizelement.

Hast du Quellen für Ersatzteile?

Gruß Bernd

von Niels (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Peter,

Auch ich habe gerade einen AG 701 gekauft der nicht gut heizt. Ich würde 
es schätzen wenn du mir auch die Schaltungsunterlagen senden könntest.

Dank im voraus, freundlichen Gruß,
Niels Jansens
NL

von PA A. (arpeng)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi Niels,

ok, sehr gern. Sendest Du mir bitte eine E-Mail Adresse an die ich die 
Unterlagen schicken kann?


Gruß und schönes Wochenende

Peter

Ps: Du kannst mir über das Forum auch eine PN zukommen lassen, dann kann 
ich darauf direkt antworten.

von Manfred Döbel (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo und guten Tag, ich bin im Besitz dieser Heißluftstation. Sie stand 
eine Weile unbenutzt herum und beim jetzigen Einschalten hat es 
geknallt. Ein Tantal ist explodiert. Jetzt schweigt der Heißluftpen. Es 
wäre sehr nett wenn Sie mir die Unterlagen zukommen lassen würden. Mit 
freundlichen Gruß Manfred Döbel

von PA A. (arpeng)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Manfred,

sorry, ich habe die Nachricht leider erst jetzt gesehen. Falls das Thema 
noch aktuell ist, sende ich die Unterlagen natürlich gern.

In dem Fall sende mir bitte eine PN mit Deiner E-Mail Adresse

Gruß
Peter

von Werner K. (dewenne)


Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
arpeng hat mir einige Informationen zukommen lassen. Daraus möchte ich 
nur ein paar Punkte herauspicken und hier zeigen. Vielen Dank hier 
nochmals für den freundlichen Kontakt !

Ich hab die Weller AG701 geschenkt bekommen. Leider ist der HotAirPen1 
(HAP1) Weller PN: 52711099 defekt, die Heizwicklung ist durchgebrannt. 
Man bekommt die Heizpatrone leider nicht separat zu kaufen und der HAP1 
ist so teuer daß man sich auch gleich ein paar Heißluftstationen aus 
Fernost dafür kaufen kann. Trotzdem wollte ich nicht so einfach 
aufgeben.
Also man kann die Heizpatrone öffnen wenn man die vier Schweißpunkte am 
hinteren Ende der äußeren Edelstahlhülse mit einem 2er Bohrer 
herausbohrt.
Das Glimmerröhrchen in dem die Wicklung drinsitzt kann man mit etwas 
Geschick herausschieben. Die Wicklung selbst ist bifilar auf ein 
Glimmerplättchen gewickelt. Bei mir waren die beiden Enden an der 
Unterbrechung zu kleinen Kugeln geschmolzen.
Das Problem an der Reparatur ist die Regelung der Station. Sie verwendet 
die Temperaturcharakteristik des Pens zur Einstellung der Leistung. 
Damit das funktioniert muß der reparierte Pen sehr genau die gleichen 
Daten wie der Originalpen aufweisen.
Bei 50°C muß der Widerstand bei 4,68 Ohm liegen.
Bei 550°C ist der Widerstand von 5,31 Ohm zu erreichen. Damit scheidet 
Konstantandraht als Widerstandsdraht der übrigens 0,45mm Durchmesser hat 
aus. Hat jemand Erfahrung um welche Legierung es sich handeln könnte ? 
Den Temperaturkoeffizienten kann man ja ausrechnen anhand der gegebenen 
Daten. Und wo könnte man dan diesen Widerstanddraht herbekommen ?

von PA A. (arpeng)


Angehängte Dateien:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Moin Werner,

wie ich schon schrieb, sieht mein neuer Ansatz gänzlich anders aus, ich 
skizziere ‘mal kurz was ich gemacht habe und was bislang an 
Erkenntnissen gewonnen wurde:
Die Regelung der AG701 erwartet eine quasi lineare Widerstandszunahme im 
Einstellbereich (s. Einstellvorschrift am Ende der Datei). Der Heizdraht 
muss also nicht nur den Ro-Wert sondern - ganz wichtig - auch die 
richtige Steigung innerhalb des Heizbereiches haben und diese darf 
innerhalb dieses Bereiches auf keinen Fall 0 werden, bzw. ab einem 
bestimmten Bereich sogar negativ werden, was bei vielen Drähten leider 
der Fall ist.

Zunächst habe ich versucht die Drahtwendel auf ein Glasröhrchen 
aufzuwickeln und dann den Rückleiter durch das Glasrohr zu ziehen. Die 
Drahtwendel wurde dann mit Glasgewebeschlauch gegen das Metallrohr 
isoliert, bedauerlicherweise wurden die Temperaturen des Heizkörpers so 
hoch, dass der Glaskörper schmolz – ein mit Teflon-isolierter Draht wird 
also nicht temperaturbeständig genug sein.
Einen der nächsten Versuche habe ich dann mit einer hochfesten 
Industriekeramik unternommen. In dieses Rohr habe ich die Drahtwendel 
eingezogen und den Rückleiter außen geführt und wiederum mit 
Glasgewebeschlauch isoliert  - das ist das Röhrchen, das Du auf dem Foto 
sehen konntest.  Der Ansatz funktioniert soweit ganz gut, allerdings 
habe ich die ursprüngliche Version noch einmal aufgegriffen und dabei 
das Glasröhrchen durch eine temperaturfeste dünnere Keramik ersetzt - 
das ist die Version die ich weiterverfolgen werde (leider kein Bild). 
Die Isolierung der Drahtwendel wird dann mit einem Glimmerröhrchen 
erfolgen, ähnlich wie „Frau Weller“ dies macht.

Das nächste Problem ist die Kontaktierung des Drahtes. Die Legierungen 
sind nicht lötbar, also muss ein Kupferdraht montiert werden. Ein 
Laserschweißgerät besitze ich nicht und mein Punktschweißversuch ging 
leider komplett „in die Hose“, also habe ich die alte Wire-Wrap-Technik 
verwandt, die ein zufriedenstellendes Ergebnis brachte.

Noch einmal zurück zu dem Draht: prinzipiell ist der von mir genannte 
Draht, den Conrad liefern kann,  - für Versuchszwecke -  gar nicht so 
schlecht geeignet. Das Problem ist nur, dass 1. die Steigung der 
Kennlinie nicht steil genug ist und 2.  die Steigung ab ca. 500 °C gegen 
0 geht  und danach sogar negativ wird - laut Datenblatt. Diese 
Temperatur wäre für die AG701 zwar noch ausreichend, aber da die 
Datenblattangaben immer streuen,  könnte dieser Punkt natürlich 
innerhalb des Einstellbereiches der Heizkurve liegen, was zu dem bereits 
genannten Problem (die Lötstation schiebt so lange Strom nach, bis das 
Heizelement verbrennt) führen könnte.
Die beiden anderen von mir genannten Drähte (Kanthal und vor allem 
Isa-Chrom 30)wären gemäß den Datenblattan­gaben deutlich besser 
geeignet.

Das Draht-Thema ist somit eigentlich nur noch ein Beschaffungsproblem. 
Meine Anfragen stammten aus dem letzten Frühjahr, es kann aber durchaus 
sein, dass man mittlerweile diesen Draht doch beschaffen könnte.  Die 
Hersteller starten ihre Maschinen natürlich nicht für 500 oder 1000 m; 
allerdings wenn ein Großabnehmer  so einen Draht ordert, fällt meistens 
eine Restmenge an, die für unsere Zwecke ideal wäre.

Wenn ich mein neues Spielzeug - eine neue Fräse - installiert habe, 
werde ich den Versuch mit dem vorhandenen Draht noch einmal aufgreifen 
und die beiden Firmen bezüglich der anderen Drähte noch einmal 
ansprechen.

Wie ich ebenfalls ansprach, habe ich bei meinen letzten Versuchen das 
"Heizrohr" komplett durch eine Eigenkonstruktion ersetzt, sodass dann 
ein Austausch einer defekten Heizwendel relativ simpel wird.

So nebenbei - ich glaube nicht, dass die Fa. Weller in diesem Fall 
kooperativ sein wird, ihr Drahtgeheimnis wird sicher nicht 
ausgeplaudert.

Gruß

Peter

von Werner K. (dewenne)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi Peter

Also der Rho Wert ist eigentlich nur der spezifische Widerstand und hat 
mit dem Temperaturkoeffizienten des Leitmaterials nichts zu tun.
Die Widerstandsdrähte von Conrad sind meist Konstantan die 
erwünschtermaßen einen sehr geringen Temperaturgang aufweisen aber für 
diese Aufgabe nicht geeignet erscheinen (das ist der beobachtete Schwenk 
ins Negative im TK).
Mit den bis jetzt geposteten bekannten Daten ergibt sich, wenn ich 
richtig gerechnet habe, ein Temperaturgang von 0,63 Ohm bei Erwärmung 
des 4,68 Ohm Widerstandes um 500°C (von 50 auf 550°C) das wären also:
0,63Ohm/(4,68Ohm*500K) = 0,2692*10^-3 relative Änderung/Ohm*Delta Temp 
diesen Temperaturkoeffizienten kann man zuhilfe nehmen bei der Suche 
nach dem richtigen Widerstandsmaterial. Liest noch jemand mit ? hat 
jemand eine Idee was das für ein Material sein könnte ?
Wo könnte man so einen Widerstandsdraht mit DM 0,45mm auftreiben ?

von Werner K. (dewenne)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Hi Peter
Bin andauernd am hirnen wie das mit dem Heizelement funktionieren 
könnte.
Die Originallösung von Weller ist schon ziemlich gut finde ich. Die 
Doppelwendel einfach auf einen Glimmerstreifen aufzuwickeln ist schon 
nicht dumm.
Deine Versuche mit dem Glasröhrchen könnten noch aus einem anderen Grund 
gescheitert sein: Glas wird zum Leiter sobald es zu glühen anfängt. Das 
geht sogar so weit daß die freiwerdende Energie ein Glasrohr am Glühen 
halten kann. Möglicherweise erklärt auch dies den von Dir beobachteten 
Knick ins Negative beim Temperaturkoeffizienten.

Also wenn man die Heizwendel mit dem passenden Widerstand in das 
Heizrohr kurzschlußsicher reinbekommt dann könnte man doch auch einen 
Abgleich der Elektronik wie im Schaltplan ersichtlich genau auf diesen 
Pen durchführen. Hast Du das schon mal probiert ?
Deine Versuche mit dem Keramikrohr finde ich erfolgversprechend. Ich 
hätte noch die Idee die Heizwicklung mit Schamotte zu stabilisieren. Da 
würde dann evtl. auch eine Einfach gewickelte Feder ausreichen. 
Schamotte gibt's im Baumarkt und man kann das auch anstatt mit Wasser 
mit Wasserglas (Wasserglas ist soviel ich weiß eine Siliziumverbindung - 
gibt's hoffentlich noch in der Apotheke - wurde früher zum Konservieren 
von Eiern benützt) anrühren dann wird's noch stabiler. Was man auch 
probieren könnte wäre eine doppelt gewendelte Wicklung auf ein 
Keramikstäbchen oder Plättchen aufzuwickeln. Glas würde ich ganz 
weglassen wegen der verrückten Widerstandanomalie. Ich hab mir in der 
Bucht einige Proben von vielversprechendem Widerstandsdraht geordert mal 
sehen was daraus wird.

von Tomek C. (21tomek)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo in die Runde,

Habe diesen Beitrag schon vor gut einem Jahr das erste mal gelesen und 
mich sehr gefreut das nicht nur ich an diesen nostalgischen Top Geräte 
Interesse habe. Konnte meine Station durch das Lesen hier zum Laufen 
Bringen.
Ich selbst besitze eine AG 701-S und betreibe sie mit einem flüster 
leisen Airbrush Sil Air 30/4 Kompressore
Habe auch die passende Entlötstation VP 801 EC

Habe mal eine freundliche Mail an Weller Geschrieben und habe 
tatsächlich sämtliche unterlagen zu beiden Geräten erhalten. Auch zur 
Justierung der Temperatur habe ich eine Anleitung enthalten. Diese 
möchte ich euch bei Interesse natürlich nicht Vorenthalten ;-)

Jetzt meine Fragen

1.
Leider fehlt mir die letzte Seite vier (Leiterplatte Bestückung) zur 
Heißluftregelungs Platine
Hat vielleicht jemand diese, meine Pläne sind vom Jahr 1988

2.
Justierung der Temperatur.
Hat jemand schon eine Justierung mit den in der Anleitung erwähnten zwei 
Präzisionswiderständen durchgeführt
50°C = 4,68Ω ± 0,05%
550°C = 5,31Ω ± 0,05%
Diese müssten ja eine Menge Leistung 100W abkönnen.
Ich habe mir Widerstände mit den entsprechenden werten aus Kanthal Draht 
Gebastelt leider brennt dieser schnell durch.
Habt Ihr vielleicht eine Andere Lösung zur Justierung
Einen tipp wo ich solche Widerstände Kaufen könnte, ich finde leider 
nichts. Oder was Basteln ??

3.
Gibt es vielleicht schon eine Lösung für die Glühwendel mein Tipp ist 
die Dampferszene (E-Zigaretten) habe früher auch meine Coils selbst 
gewickelt. Ich weiß auch das nicht alle Drähte einen Konstanten 
Widerstand bei Temperaturänderung ausweisen.

von Werner K. (dewenne)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Tomek C.

Also zur Glühwendel hätte ich einen Tipp: Schau mal in ebay nach unter 
Weller HAP da verkauft jemand eine Glühwendel für den HAP (ich) auch 
eine Anleitung wie man die verbaut liegt bei. Bitte um Verzeihung für 
den stolzen Preis aber ich musste einiges an Lehrgeld bezahlen bis ich 
die AG701 wieder (dauerhaft) zum Laufen bekommen habe. Das gewünschte 
Dokument kann ich Dir mailen - kein Problem - habe es selbst hier von 
einem freundlichen Kollegen und ein bißchen aufbereitet. Was den 
Temperaturabgleich angeht - den brauchst Du nicht wirklich zu machen 
denn den HAP von Weller wirst Du wohl kaum nochmal als Ersatzteil kaufen 
so daß Du darauf angewiesen wärest die Station kompatibel nach 
Industriestandard auf ein Normersatzeil angleichen zu müssen.  Es reicht 
also die Endtemperatur mit dem reparierten HAP auf die gewünschte 
Endtemperatur einzustellen - fertig - allerdings ist das, sofern man wie 
im Schaltplan angegeben, die Station abgleicht ziemlich umständlich weil 
man an die Potis nicht rankommt in der AG701. Einfacher ist es an dem 
Poti im HAP zu drehen ;-) bitte vorsichtig man kann selbst eine schwer 
schmelzbare Widerstandwicklung dabei zerstören.
Schick mir eine Nachricht mit Deiner Emailadresse.

von Tomek C. (21tomek)


Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nochmal Vielen Dank Werner für deine Antwort.

Die Glühwendel sieht Top aus und der Preis ist absolut Legitim und 
gerechtfertigt wie ich Finde.
Mich bremst nicht der Preis sonder mein Ehrgeiz es selbst herzustellen. 
Wie ich schon geschrieben habe, wickelte ich früher etliche Spulen für 
meine E-Zigaretten. (Clapton Coil, Parallel Coil, Twisted Coil, Tiger 
Coil).

Ich musste bei meiner die Temperatur Justieren da sie nur auf 200°C am 
Düsenausgang kam. Ich denke das der unerfahrene Vorbesitzer einfach mal 
an allen was drehbar war gedreht hat.

Habe dann nach den Angaben aus diesem Thread alles durchgemessen und 
Festgestellt das alle Komponenten OK sind (Inkl. Triak Test).
Also konnte es nur an den TR2 und der Schaltschwelle des IC3 liegen.

Habe die Justierung mit einem Temperaturfühler im Schraubstock und dem 
Pen am Stativ/dritte Hand Durchgeführt.
Habe folgendes Eingestellt:
Luftstromregler zwischen 1,5 - 2,5
Temperatur Poti auf Anschlag Rechts also über 500°C
Dabei erreiche ich beim Öffnen des Ventils eine Konstante Temperatur von 
ca. 550°C
Was sagst du dazu ist das zu viel des Guten

Nun Steht Sie einsatzbereit da und der Chinakracher ist bei 
Kleinanzeigen gelandet

von Werner K. (dewenne)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Tomek C.

Also da hast Du ja eigentlich schon alles geschafft auf was es ankommt. 
Die 550°C die Weller im Original einstellbar hat sind mir zu niedrig. 
Die Schwierigkeit eine Luftstromtemperatur zu messen hast Du also auch 
schon erlebt. Normalerweise geht das recht gut mit einem Thermoelement 
aus gekreuzten Drähten das man mit dem Kreuz genau im Luftstrom 
plaziert. Ich habe aber festgestellt daß es anders viel einfacher ist 
und genau so gut geht: Man schaut einfach von vorne durch das Blasloch 
in den HAP rein. Bei dunkelroter Glut sind ca. 550 - 600 °C erreicht. 
Ich kann meine Wicklung schadlos bis zur hellen Gelbglut hochdrehen und 
dann hat der Pen wirklich richtig Power. Dabei bekomme ich ca. 800 - 
900°C Lufttemperatur irgendwann möchte ich mal ausprobieren ob man damit 
auch hartlöten kann. Ich brauchte diese Hitze um weiße LEDs mit 
Thermoplastikgehäuse von einer Platine abzulöten. Von oben kannst Du da 
nicht mit Hitze kommen sonst verflüssigt sich das Bauelement aber wenn 
man die Platine von unten erhitzt geht das wunderbar. In diesem Fall 
braucht man aber etwas mehr Power als der Weller HAP normalerweise 
bietet. Übrigens ist die Heiztemperatur normalerweise unabhängig von der 
eingestellten Luftmenge. Das funktioniert bei mir eigentlich recht gut. 
Weller scheint auch eine Absenkung eingebaut zu haben sobald man die 
Luft abschaltet wie die Schaltung funktioniert habe ich noch nicht 
geblickt aber in der Realität ist es so. Damit der alte HAP dieser 
Temperatur gewachsen ist muß man einige Tricks anwenden - da habe ich 
manche Enttäuschung erlebt in der Experimentierphase aber jetzt klappt 
das wunderbar. - brauchst Du den Bestückungsplan von der 
Luftmengenregelung noch ?
PS: Die Luftpumpe die Weller in der Station verwendet ist unglaublich 
teuer (>1000€ - ist eine Drehschieberpumpe aus Grafitpräzisionsteilen. 
Alternativ gabs eine ähnlich gut funktionierende Pumpe (Gummimembran)bei 
Pollin für nur 10 € ich wundere mich mich oft :-)

von Werner K. (dewenne)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ps.Tomek

Könnte ich die Abgleichanleitung für die Temperatur bekommen ß
Vielleicht ist das was anderes als ich habe - ist das auch das Poit im 
HAP erwähnt ?

von Tomek C. (21tomek)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Sehr gerne

Ich schicke dir gerne alles was ich so habe

Hatte mich schon bei dir gemeldet mit meiner EMail!! es komm nur nichts 
?

Meinst du das ich die Original Glühwendel so hoch peitschen kann oder 
deine Entwicklung ;-)

Melde dich bei mir per Mail

von Tomek C. (21tomek)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@ Werner

Habe jetzt auch mal dein Postfach gefüllt

mfg

von Lasse Høi (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gutentag,

Mein Deutsch ist nicht so gut! So forgive me for writing in English.

I'm also in the process of fixing an AG701 (Werner already offered some 
advice over Ebay, thanks for that!).

It seems my pen heating element is intact (about 5 ohms) but I can't get 
the heater to turn on unless i dramatically lower the resistance on the 
12K1 resistor in the HAP connector house (I have to place something like 
a 5K6 resistor in parallel).

Anyway, I've started reverse engineering the Heissluft regelung PCB in 
case somebody is interested. I have a 3 page pdf from Weller as well, 
but my guess is you already have that.

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.