was tun gegen overshoots und ringing bei rechteck signalen?

OP Persönliche Seite #276319
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Bin gerade ziemlich Hilflos. Ich habe zwei Output compares eines atmel
m16 in betrieb genommen. Einmal 1kHz Rechteck, einmal 100kHz Rechteck.

der 1kHz Rechteck sieht wunderbar aus (Flanken sauber). aber der 100
kHz Rechteck hat an beiden Flanken fast 2V (!) Overshoot. Das ganze
mindert sich etwas wenn ich 22nF richtung Masse dranhänge.

Nunja, gibt es eine Bessere Möglichkeit den Overshoot wegzukriegen?
Habe auch schön den µC und den Rest abgeblockt. Blöde ist, dass dieser
Overshoot durch die Versorgungspinne des µCs sogar auf die
Versorgungsspannung aufmoduliert ist, und kaum wegzubekommen ist.
Gast #276322
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Ich habe mal einen Spannungswandler mit einem CMOS auf dem Steckbrett
zum Testen aufgebaut, bei Betrieb waren meine Funkgeräte tot, soviel
Störungen produzierte das. Das störte sich selbst und auch den Oszi.
Nach dem Aufbau auf einer kleine Platine gab es nicht mal einen Mucks.
Das zum Thema Steckbrett.

Hubert
Gast #276323
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> Liegts vielleicht am Steckbrett?

Kommt auf den Aufbau drauf an. Man kann es so aufbauen dass es kaum
Probleme gibt, oder man kann es so aufbauen dass es kaum noch
funktioniert.

Was recht gut hilft auf dem Steckbrett:

Einen keramischen Kondensator von oben direkt an VCC und GND des
Controllers löten, so dass der Kondensator eben nicht ins Steckbrett
muss.

Dazu verwende ich immer axiale 100nF. Die lege ich diagonal über den IC
und zwicke die Enden so ab, dass ich sie nur ein wenig umbiegen muss und
an den Pins anlöten kann, unmittelbar da, wo die Pins aus dem IC-Gehäuse
rauskommen. Beim Löten allerdings aufpassen dass Du nix zu heiß machst.

Mit dieser Methode bin ich auf dem Steckbrett ausserordentlich
erfolgreich.
Gast #276325
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Wie auch bei Platinen, so sollte man bei Steckbrettern drauf achten, daß
VCC und Masse bei Digital-ICs keine Schleifen bilden, sondern möglichst
dicht beieinander liegen, z.B. busförmig. Was zählt, ist nicht die
Länge der VCC/GND-Leitung, sondern die dazwischen aufgespannte Fläche,
denn diese bestimmt die Induktivität.

Man hat ja beim Steckbrett oben und unten jeweils die Stromschienen für
VCC und GND, ganz schlecht ist es aber, bei Digital-ICs die VCC von oben
und GND von unten zu nehmen, so entstehen große Schleifen.
Besser also VCC und GND nur von einer Seite, und an jedem IC mit 100nF
abblocken. Die Stromschienen außerdem an einigen Stellen mit Elkos
10..100µF bestücken und an mehreren Stellen miteinander verbinden, d.h.
nicht nur an einer Seite.

Bei Signalleitungen sollte man sich überlegen, wo der Rückstrom für das
jeweilige Signal langfließt, das kann z.B. die Masseleitung sein, die
zwischen zwei zu verbindenden ICs liegt. Signal- und zugehörige
Rückleitung sollten ebenfalls keine großen Schleifen bilden.

Gegen Overshooting bei schnellen Flanken kann auch ein Serienwiderstand
ca. 100 Ohm am Ausgang des Signalpins helfen.

MfG Olaf
Gast #276327
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Zum Thema Steckbrett und Schaltregler hat sich auch der gute Robert A.
Pease geäußert
Seine immer lesenswerten Artikel findet man am besten über:
http://www.national.com/rap/

Der Artikel, den ich meine ist zu finden unter:
http://www.elecdesign.com/Articles/ArticleID/6147/6147.html

Es geht um das Thema "Show Me Where It Says I Can't Do It." In dem
Fall unter anderem um die Frage:
"Wo steht im Datenblatt, dass man keine Schaltregler auf Steckbrettern
aufbauen darf?"

Er schildert die Anfrage eines Kunden an seine Kollegin:
...After a lot of inquiry, Wanda discovered that this person had built
up the switcher on one of those solderless breadboards. OHHH!!
Patiently, Wanda explained, that is exactly what you expect when you
use one of those solderless beasts. The inductances are awful, the
capacitances will cause crosstalk between adjacent buses, and if you
try to build a switching-type regulator, of course it will work badly.
And the customer replied. "SMWISICDI."

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