Genaugigkeit Temperatursensor nach Kalibrierung

Gast #277879
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Hallo zusammen,

Ich möchte eine Temperatur im Bereich +10 bis +95 °C messen. Vorgabe
bezgl. der absoluten Genauigkeit ist +/- 0.5°C.

Meine Frage: Beim Temperatursensor Dallas DS1631 ist im Bereich 0-70°C
+/-1°C Fehler und bei -55 bis +125 ein Fehler von +/-2% angegeben. Wenn
ich diesen Sensor bei meinen Messpunkten (es sind nur drei feste
Temperaturen in dem Bereich) kalibrieren würde, indem ich die
Abweichung messe und speichere, ist meine Vorgabe dann damit zu
erfüllen? Wie ist die Langzeitstabilität von einem solchen Sensor, hat
jemand damit Erfahrung? Im Datenblatt stehen leider keine Angaben
hierzu.

Vielen Dank

Gruß
Andreas
Gast #277880
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schau auch mal den DS1624 an, der hat von Haus aus 13 Bit und von
0..70°C 0,5K Abweichung.
Am Ende des Datenblattes (zumindest in dem vom 20.07.99 (072099))
ist eine Kurve der typischen Abweichung zu sehen, wenn Du die mit mehr
als 2-3 Stützpunkten (ca.5-10) oder  einer kubischen Gleichung
(y=a+bx+cxx+dxxx) korrigierst, ist der Sensor kurzzeitig sicher sehr
genau.
Langzeit ist ein gewisses Problem, das gibt Dallas auch offen zu (und
schreibt auch keine Werte ins DS). Das hängt sicher auch von den
Umgebungs-Voraussetzungen (v.a. Feuchtigkeit) ab, deshalb vorher
trocknen und dann feuchtigkeitsdicht (hermetisch) eingießen.

Grundsätzlich:
Die Dallas-Sensoren arbeiten auf zwei verschiedenen Funktionsarten:
- solche mit Band-Gap-Referenz und linearem Sensor (DS1631)
- solche mit 2 Oszillatoren mit verschiedenem Temp-Gang (DS1624)

Habe gehört, dass erstere u.a. entwickelt wurden, weil zweitere eine
schlechtere Langzeitstabilität hatten (Gerücht?).

Hast Du die Möglichkeit, dazwischen mal wieder zu kalibrieren?

Bitte informiere uns laufend über den Stand der Kunst.
Gast #277881
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Danke für die Antwort!

Nachkalibrieren sollte nicht erforderlich sein! Die erwartete
Gerätelebensdauer beträgt vier Jahre, und in dieser Zeit sollten die
Parameter stabil bleiben. Ich weiß, es sind hohe Anforderungen aber
vielleicht gibt es eine Lösung.
Hast du eine andere Idee, wie man die Temperatur langzeitstabil in der
Genauigkeit messen kann? Wichtig wäre eine kleine baugröße und eine
möglichst einfache Möglichkeit das ganze digital auszuwerten. Arbeiten
andere Hersteller (national oder analog z.B.) nach anderen Verfahren,
die da bessere Eigenschaften haben?
Oder ist ein Messbrückenverfahren mit Halbleiter-Sensor und AD-Wandler
da besser?

Gruß
Andreas

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