Da es sich um die Übersetzung 1:1:1 handelt, wird Schaltbild (siehe
Anhang) und Rechnung einfacher. Trotzdem verkompliziert sich die
Rechnung wegen der Hauptinduktivität des Trafo.
Bei Kurzschluss einer der Wicklungen bleibt da schon ein recht
kompliziertes Netzwerk. Zwei Messungen reichen nicht aus, da vier
Elemente beteiligt sind. Da müssen vier Messungen her. (Meiner Meinung
nach bringen die Messungen bei Leerlauf anderer Anschlüsse am
schnellsten die richtigen Daten.)
Wenn z.B. LS2 und Ls3 auf Masse kurzgeschlossen sind, liegen ihre
Streuinduktivitäten parallel zu LH und man misst L1 + (Lh,L2,L3
parallel)
Mit offenen Anschlüssen kann man L1+LH, L2+LH und L3+LH messen.
Der Rest ist das Ergebnis routinierter Algebra.
oder: 3 Messungen mit offenen Wicklungen, eine Messung mit einer nach
Masse (kurzgeschlossenen) Wicklung mit LS2. Bei dieser misst man: Ls1 +
(LS2 parallel zu LH). Ls3 wird nicht mitgemessen, da offen.
Leichter gehts mit: Trafo an Anschluss 2 belasten. Die Spannungsänderung
am inneren Knotenpunkt per hochohmigem Messgerät am Anschluss 3 messen.
Dannn hat man LS1/LH. LS1+LH bekommt man durch Messung, wenn die
Sekundärwicklungen frei sind. Dann hat man LH und kann LS2 und LS3
relativ einfach errechnen, wenn man Ls2+Lh und LS3+LH gemessen hat.
btw: Was ist genau? wegen der wechselseitigen Kopplungen der
Sekundärwicklungen dürfte bei 10-%iger Streuung das Messergebnis zu
höchstens 1%tiger Genauigkeit führen. Mein Bauchgefühl sagt da eher
einige Prozent Ungenauigkeit.