Ums mal bildlich auszudrücken:
Ein offener, nicht beschalteter Eingang wirkt grundsätzlich
erst einmal immer wie eine Antenne, die umherschwirrende Felder
"aufsammelt" und an die nachfolgende Schaltung weitergibt.
Je kleiner der Eingangswiderstand (also der Widerstand zwischen
Eingang und Masse) der nachfolgenden Schaltung ist, desto
stärker werden diese Störimpulse nach Masse abgeleitet.
Als Ersatzschaltbild könnte man das so grob vereinfacht darstellen:
offener Eingang = wirkt wie Antenne ==> Störspannungsquelle mit Ustör
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(|) | ---
| V U stör
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| | R l (gedachter) "Widerstand der Luft", also Widerstand, den
| | die Störfelder überwinden müssen, um "in die Leitung" zu kommen.
--- (hat man als Schaltungsdesigner im Prinzip keinen Einfluß drauf)
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+-------------- > Uaus (nachfolgende Schaltung, z.B. µC-Portpin)
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| | R e = Eingangswiderstand der nachfolgenden Schaltung
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--- Masse
Hier sieht man: das System verhält sich wie ein Spannungsteiler:
je größer Re ist, desto stärker ist das Störsignal am Ausgang.
Also, je hochohmiger ("hoch- oder niederohmig" bezieht sich nur auf
Re, auf Rl hat man keinen Einfluß!) Re ist, desto stärker werden die
Störungen bei Uaus, die dann z.B. den µC erreichen. Das kann dazu
führen, daß ein µC-Eingang plötzlich eine logisch "1" empfängt, wo
eigentlich keine sein sollte....
Ich hoffe, ich konnte mich einigermaßen verständlich machen :-)
Greetz
KMT