Da wird man kein Datenblatt mehr finden. Es handelt sich nicht um eine
genormte Type sondern um eine hersteller- oder kundenspezifische
Bauform.
So macht man es als Bastler, mit dem nötigen Respekt vor den 230V
Erster Schritt: Wiegen des Trafo, Messen der Größe. In einer
Transformatorentabelle einen Trafo ähnlicher Größe oder ähnlichen
Gewichts suchen: Bis auf etwa 20...40% heißt gleiches Gewicht auch
gleiche Leistung.
Rot und Blau sind wohl die Enden der Sekundärwicklung, der dicke Draht
lässt auf die kleinst Spannung/größten Strom schließen.
An Blau-gelb-schwarz mit einem Ohmmeter messen. Da bekommt man erste
Info über die internen Verbindungen des Trafo.
Meist sinds Anschlüsse mit folgender Belegung:
0V-110V-220V (mittelangezapft)
0V-220V-240V (Für Unter- bzw. Überspannung umschaltbar)
0V- SL-240V (SL: Schutzleiter für zusätzliche Trennung prim-sec)
Vorsichtshalber schließe man den Trafo ans Netz zunächst über eine
100W-Glühbirne an. Wenn man dann aus Versehen eine 110V-Wicklung
erwischt hat, passiert nichts Übles, nur der Großteil der Netzspannung
wird schon an der Glühbirne abfallen.
Wenn der Trafo für 230V ist, wird sich an der Primärseite eine
vernünftige Spannung einstellen und man kann die sekundärseitige
Spannung messen. und anschließend auf die Spannung umrechnen, die
sek-seitg bei 230V entsteht.