Auf der Seite der Antenne findest du folgende Antwort...
"Die hier aufgeführten Maße der Antenne hat der Funkamateur Bodo Woyde
(DL7AFB) für 802.11g/b im 2,4-GHz-Band mit einer
Antennen-Simulations-Software ermittelt."
Aber mit was und wie ist leider nicht beschrieben..
Warum muss der Boom aus Styropor sein?
So wie ich mich erinnere, darf der Boom sehr wohl leittfähig sein, weil
alle Elemente im Spannungsminimum montiert sein.
M.N. schrieb:> Warum muss der Boom aus Styropor sein?
Wenn man auch noch Reflektoren und Direktor aus Styropor anfertigt, kann
man die Antenne in die Wärmedämmung der Fassade integrieren...
MfG Paul
Für die Antennensimulation muss aber immer der leitfähige Boom
berücksichtigt werden, der hat durchaus einen Einfluß.
Statt Klobürstenhalter geht auch eine Espressodose, das Thema hatten wir
hier schon. Beitrag "Re: USB - WLAN - Adapter mit externer Antenne"
M.N. schrieb:> Warum muss der Boom aus Styropor sein?> So wie ich mich erinnere, darf der Boom sehr wohl leittfähig sein, weil> alle Elemente im Spannungsminimum montiert sein.
Weil Styropor ein epsilon_r von nahezu 1 hat und damit sich die
Elementlängen nicht verändern, beim allen anderen Boommaterialien muss
man
die Elementlänge anpassen, vor allem auf 2.4GHz.
bazo schrieb:> Weil Styropor ein epsilon_r von nahezu 1 hat und damit sich die> Elementlängen nicht verändern
Das ist zwar eine Antwort – aber nicht auf die Frage, die gestellt
worden war. Wenn man den Träger aus einem leitfähigen Stab aufbaut,
hat man mit Luft als Dielektrikum natürlich ebenfalls ein epsilon_r
nahe 1.
Gert schrieb:> Aber mit was und wie ist leider nicht beschrieben..
Das habe ich in der Antennentechnikvorlesung auch gefragt. Es gibt
(k)eine einfache Antwort, die Ergebnisse kommen aus der Simulation.
Analytisch ist das wohl praktisch nicht lös- und herleitbar.
> Analytisch ist das wohl praktisch nicht lös- und herleitbar.
Herr Yagi (und auch Herr Uda) sind KEINE Kinder der neunziger!
Als die Herren ihre erste Veröffentlichung "teilten", gab es da schon
Computer, die soetwas simulieren konnten? Glaub nicht, das es 1925...
Also muss es auch anders gegangen sein.
Axelr.
DG1RTO
?!? schrieb:> Oder auch EZNEC. Gefällt mir fast noch besser...
Mir nicht. Der Autor ist geldgierig und die nur numerische Eingabe ist
scheußlich.
Was mir vorschweben würde, wäre eine Simulationssoftware, die auf
Sketchup aufsetzen würde. Wird aber wohl nur ein Traum bleiben...
W.S.
Jörg W. schrieb:> Axel R. schrieb:>> Also muss es auch anders gegangen sein.>> trial&error
Nicht ganz.
man kann auch den Strom in einzelnen Antennensegmenten mesen und daraus
Rückschlüsse ziehen. Das ganze an mehreren Punkten durchführen und
vektoriell integrieren. Das geht auch mit Bleistift, Papier und
Formelsammlung.
Mechanische Rechenmaschinen als Arbeitserleichterung gabs auch schon und
für komplexere Berechnungen die Rechenmaschinenbediener die den ganzen
Tag gerechnet haben.
Für größere Berechnungen konnte man teilweise auch Tabelliermaschinen
verwenden. Der Aufwand sowas mit dem damaligen Mitteln zu erstellen war
dennnoch enorm.
Jörg W. schrieb:> bazo schrieb:>> Weil Styropor ein epsilon_r von nahezu 1 hat und damit sich die>> Elementlängen nicht verändern>> Das ist zwar eine Antwort – aber nicht auf die Frage, die gestellt> worden war. Wenn man den Träger aus einem leitfähigen Stab aufbaut,> hat man mit Luft als Dielektrikum natürlich ebenfalls ein epsilon_r> nahe 1.
Thema verfehlt:
Isolator, hier strahlt auch der Teil, der in dem Boommaterial
eingebettet ist. Hat der Antennenträger ein epsilon_r >> 1, verändert
sich die Resonanzfrequenz, da in dem Bereich die
Ausbreitungsgeschwindigkeit kleiner als c_0 ist.
Da der Verkürzungsfaktor mit max. 1/sqrt (epsilon_r) eingeht und der
Unterschied zwischen Styropor und Luft in der 2 Stelle hinter dem Komma
liegt stört es hier auch nicht.
Für den Fall wie hier, dass das Element nur stellenweise mit einer
dünnen Schicht umgeben ist, wird der Effekt noch geringer.
Metallischer Träger, und dann die Elemente leitfähig damit verbunden
oder isoliert durchgeführt. Hier strahlt der Teil innerhalt des Booms
nicht.
Dafür gibt es dann dunterschiedliche Boomkorrekturfaktoren.
In beiden Fällen stimmt dann die Simulation nicht mehr mit dem Aufbau
und man muss die Elementenlänge korrigieren. Nur die Ursache liegt wo
anders.
Was mich hier interessiern würde ist die Legalität solcher Antennen.
Da ja eine Richtwirkung erzeugt wird, ist die abgestrahlte Leistung in
einer Richtung viel größer.
Da die meisten Heimbastler keine Messtechnik für die resultierende
Sendestärke ihrer Antennen haben, wäre in meinen Augen ein Hinweise auf
die rechtliche Situation nötig. Wie seht ihr das?
Flo schrieb:> Was mich hier interessiern würde ist die Legalität solcher Antennen.
Formal wirst du recht haben, dass damit die zulässigen ERP-Werte
in der Hauptrichtung überschritten werden. Andererseits wird kaum
eine PA tatsächlich die volle Leistung bringen, die Buchsen und
das Kabel dämpfen auch wieder, und so eine Behelfsantenne wird auch
nicht den optimalen Gewinn bringen, den eine sauber aufgebaute Yagi
dieser Elementanzahl bringen würde.
Jörg W. schrieb:> Flo schrieb:>> Was mich hier interessiern würde ist die Legalität solcher>> Antennen.>> Formal wirst du recht haben, dass damit die zulässigen> ERP-Werte in der Hauptrichtung überschritten werden. [...]
Bissl ärgerlich finde ich in dem Zusammenhang folgendes:
Oliver B. hat andernorts und zu anderer Zeit mal geschrieben,
er hätte einen Diplexer entwickelt, der es erlaubt, statt
einer Antenne für Senden und Empfangen zwei getrennte Antennen
dafür zu verwenden, OHNE in die Elektronik der WLAN-Station
eingreifen zu müssen.
Die Idee finde ich deshalb charmant, weil sie widersprüchliche
Ziele unter einen Hut bringt:
- Man kann Richtantennen verwenden, die die gegenseitigen
Störungen verringern;
- man kann Empfangsantennen mit hohem Gewinn verwenden, die
eine entsprechend höhere Reichweite ermöglichen;
- man hält alle Bestimmungen ein; die Lösung ist legal und
verkaufbar.
Kann man eine solche Lösung auf dem freien Markt auch kaufen?
Weiss jemand irgendwas?
Doch, Dussel,
> Es gibt> (k)eine einfache Antwort, die Ergebnisse kommen aus der Simulation.> Analytisch ist das wohl praktisch nicht lös- und herleitbar.
Ähnlich wie das Wetter, wie das 3- und 5-Körper-Problem: Je mehr
Variable, die aufeinander koppeln, desto explosiver der Rechenaufwand.
Im Vorteil sind die Antennenfirmen mit Superrechnern. Schon ein Cluster
von etwa 30 PC ermöglicht Peilantennenkonstruktionen, die davor noch
schlicht unmöglich waren.
Ciao
Wolfgang Horn
Bei Bastelanleitungen dieser Art ( Link des TO ) sträuben sich bei mir
immer alle Nackenhaare.
Die Präzision die bei dem Aufbau einer Yagiantenne für 2,45 GHz nötig
ist kann mit so einer Styroporklotzbastelei nicht im Ansatz erzielt
werden.
Da braucht nur ein Element schief stecken, oder um 2mm falsch plaziert
sein, und schon sind geplanten die Eigenschaften der Yagiantenne im
Eimer.
Von dem undefinierten gespeisten Element mal ganz abgesehen.
Stefan M. schrieb:> Die Präzision die bei dem Aufbau einer Yagiantenne für 2,45 GHz nötig> ist kann mit so einer Styroporklotzbastelei nicht im Ansatz erzielt> werden.
Trotzdem sind die mit sowas erreichbaren Ergebnisse so schlecht
nicht, gemessen an dem, was man sonst so als Alternative hätte.
Zieh mal vom optimalen Gewinn 3 dB ab, da bleibt immer noch gut was
übrig im Vergleich zu Stummelantennen, λ/4-Antennen, denen man kein
Gegengewicht spendiert hat etc. pp.
Ich habe mal eine vergleichbar schlechte „Schnellschuss“-Antenne
gezimmert, Messergebnisse siehe hier:
Beitrag "Re: Billig-WLAN-Yagi Beschiss?"
(Dort im Vergleich mit diesen grobklötzigen Billig-China-Yagis.)