Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Pin Kapazität, Streukapazität, Quarz


von Tucker (Gast)


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Hey,

ich lese mich gerade ein bisschen in die Berechnung der externen 
Kondensatoren für ein Quarz ein.

Benutzen möchte ich einen Atmega88PA.

Lt. Datenblatt hat der eine Pin-Kapazität an XTAL1 von 18pF und an XTAL2 
von 8pF.

Kommt da noch on top die in AVR186 genannte parasitäre Kapazität drauf?
http://www.atmel.com/images/doc8128.pdf

Ich würde gerne ein SMD-Quarz benutzen, das hat kein Metallgehäuse, was 
auf Masse gelegt werden kann.
Wenn ich einen Guard-Ring um seine Anschlüsse ziehe und auf dem 
Bottomlayer eine Massefläche platziere, dann können zwar weniger 
Störungen auf den Quarz einwirken, aber ich fange mir doch wieder eine 
Streukapazität gegen Masse ein? Das will ich eigentlich nicht…

TNX

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Wird erst interessant, wenn du die max. mögliche Genauigkeit der 
Quarzfrequenz haben willst. Die 08/15-Quarze sind aber eh nicht 
besonders genau. Solange du keine Messgeräte baust...

Ich nehme immer 22pF und denke nicht mehr drüber nach.

von HildeK (Gast)


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Der Quarzhersteller spezifiziert eine Bürdekapazität für den Quarz. Die 
will er sehen, um gut anzuschwingen und dann auch auf der angegebenen 
Frequenz zu liegen.
Dein Layout und dein IC bringen parasitäre Kapazitäten mit. Du hast noch 
zusätzlich Kapazitäten angebracht. In Summe sollten die der 
Bürdekapazität entsprechen.
Beachte: deine Cs liegen wechselstrommäßig in Serie, so dass sie jeweils 
doppelt so groß sein müssen, um die Bürdekapazität zu erreichen.

von Peter R. (pnu)


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Man sollte die Kapazitäten so auslegen wie vom Kontrollerhersteller 
empfohlen, dann hat man die größte Sicherheit für richtiges Schwingen am 
Kontroller. Die Bürdekapazität ist für die Genauigkeit der Frequenz 
wichtig, die Abweichungen sind aber so gering, dass sie für Kontroller 
keine Rolle spielen.

 Schon 0,1% Frequenzfehler (1000ppm) sind für Kontroller uninteressant, 
für falsches Bürden-C bekommt man bei Grundwellenquarzen selten mehr als 
50ppm Frequenzfehler.

von Lurchi (Gast)


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Die Kapazitäten an den Pins liegen ein Serie, d.h. da braucht man knapp 
das doppelte der Bürdenkapazität. In der Regel braucht man noch 
Kondensatoren dazu um die passende Kapazität zu erreichen. Solange man 
die parasitäre Kapazität etwa kennt stört die also eher weniger.

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