Neben der Differential Mode Input Impedance (Differenzeingangswiderstand
Rd) ist im Datenblatt i.Allg. auch noch die Common Mode Input Impedance
(Gleichtakteingangswiderstand Rgl) angegeben. Rgl ist bei Bipolar-Opamps
meist deutlich (größenordnungsmäßig um den Faktor 1000) größer als Rd.
Der DC-Eingangswiderstand der nichtinvertierenden Verstärkerschaltung
ist
wobei Ad die Differenzverstärkung (Open Loop Voltage Gain) des Opamps
und A die Verstärkung der gesamten Schaltung (mit Gegenkopplung) ist.
Für kleine Verstärkungen dominiert normalerweise Rgl, für große
Verstärkungen hingegen Rd.
Ein Differenzeingangswiderstand von nur 300 kΩ deutet auf einen ziemlich
schnellen Opamp hin. Wenn du die hohe Bandbreite wirklich brauchst, ist
es – wie Arno schon geschrieben hat – unklug, diese durch einen
Vorwiderstand (der zusammen mit der Eingangskapazität des Opamps einen
Tiefpass bildet) zu verringern.
Beim AC-Betrieb muss man zusätzlich noch die Eingangskapazitäten
berücksichtigen. Auch hier wird zwischen Differential und Common Mode
unterschieden.