Exakte Positionierung der Folien bei beideseitig/zweiseitig beschichtete Fotoplatten

OP #4440538
Welche Methode(n) habt ihr für exakte Positionierung der Folie für die 
zweite Seite angewendet?

Gibt es mehrere Methoden? Wenn ja welche?
Bitte um genaue Antworten, und wenn möglich Bilder oder Links zu Videos 
dazu posten, danke!

Warum dieser Beitrag: ich habe vor einiger Zeit (endlich!) geschafft, 
einseitige Fotoplatinen perfekt zu belichten, Ätzen und zu Bohren, und 
zwar so, als ob ein Mainboard-Hersteller in Serienproduktion diese 
Einzelplatinen hergestellt hätte.

Nun möchte ich zweiseitige Platinen belichten (und mir zumindest die 
"Jumper-Wires" zu ersparen), weiß jedoch nicht wie ich 100%ig 
sicherstellen kann, dass die Bohr-Positionen exakt übereinader liegen.

Danke!
Gast
Du bohrst vor dem Ätzen Positionslöcher. Zuschnitt erfolgt nachher. Auf 
deiner Belichtungsvorlage sollten natürlich entsprechende Gegenstücke 
drauf sein.
Gast
Pedram G. schrieb:
> weiß jedoch nicht wie ich 100%ig
> sicherstellen kann, dass die Bohr-Positionen exakt übereinader liegen.

Das einfachste und naheliegendste: man klebt, tackert oder sonstwie die 
beiden Filme aufeinander, macht also eine Tasche draus. Dann wird mit 
der oberen auch die untere Seite ausgerichtet.

Natürlich muss die Tasche an einer Seite offen sein...

Georg
OP
Putin schrieb:
> Du bohrst vor dem Ätzen Positionslöcher. Zuschnitt erfolgt
> nachher. Auf
> deiner Belichtungsvorlage sollten natürlich entsprechende Gegenstücke
> drauf sein.

Ich drucke mit Tintenstrahldrucker auf Overheadfolien.

Das bedeutet im müsste meine Folien zuerst auf die Platine Kleben um 
dann durch die Folie(n) durchzubohren?

Ich möchte ungern meine Folien deformieren, da ich sie ja später nochmal 
verwenden möchte.
OP
jmp schrieb:
> Falls Du des Englischen mächtig bist, schau mal hier:
> Youtube-Video "How to Make Double Sided Circuit Boards at Home"
> Im Video geht es zwar um Tonertransfer, diese Taschenmethode lässt sich
> aber 1:1 auf's Belichten übertragen.
> Ab 23:40 druckt er die Taschen.

Ich drucke mit Tintenstrahldrucker auf Overheadfolien :O
Gast
Putin schrieb:
> Du bohrst vor dem Ätzen Positionslöcher.

Pedram G. schrieb:
> Ich möchte ungern meine Folien deformieren, da ich sie ja später nochmal
> verwenden möchte.

Kommentar: niemand hat gesagt, dass du in die Filme bohren sollst. Die 
Referenzlöcher gehören ins Basismaterial.

Georg schrieb:
> Das einfachste und naheliegendste: man klebt, tackert oder sonstwie die
> beiden Filme aufeinander, macht also eine Tasche draus.

jmp schrieb:
> diese Taschenmethode lässt sich
> aber 1:1 auf's Belichten übertragen.

Pedram G. schrieb:
> Ich drucke mit Tintenstrahldrucker auf Overheadfolien :O

Kommentar: Das hat doch nichts mit der Taschenmethode zu tun - es ist 
völlig egal, ob man die Tasche aus Filmen oder Overheadfolien macht.

Fazit: Verständnis = 0,0 %. Weitere Kommentare überflüssig.

Georg
Gast
Es gibt auch die Variante beide Seiten nacheinander zu belichten und zu 
ätzen. Wenn du vor dem belichten der zweiten Seite ein paar Löcher 
bohrst dann kannst du die zweite Folie mit Hilfe eines Lichtpultes exakt 
ausrichten.Vor dem zweiten ätzen deckt man die erste Seite mit der 
Blauen Folie wieder ab oder legt Tesafilm drüber. Wenn man das 
sorgfältig macht geht das richtig gut. Es dauert halt etwas länger aber 
die Methode ist von der Deckung her genauer als die mit Tasche.
Hallo Einhart

Die Idee mit dem Kleber ist ja nicht uebel.
Aber gerade das exakte ausrichten bei Deiner
schmalen Platine stell ich mir sehr "kompliziert" vor,
wenn die beiden Folien nicht schon vorher in irgendeiner
Form vorher fixiert sind.

Gruss Asko
Pedram G. schrieb:
> Welche Methode(n) habt ihr für exakte Positionierung der Folie für die
> zweite Seite angewendet?

Hab ich glatt vergessen.
http://www.roboternetz.de/community/threads/57019-Doppelseitige-Platinen-100-deckungsgleich-alter-Hut-neu-aufgesetzt
Das ist aber nur Prosa. Zu Bilder hatte ich damals kein Bock und
Videos kann ich heute noch nicht machen.
Aber ich hoffe der TO hat nach einem 3/4 Jahr eine fuer Ihn
passende loesung gefunden.

Gruss Asko
Gast
Ich arbeite mit zwei Schritte Methode. Dabei wird eine Seite belichtet, 
entwickelt und geätzt. Die Schutzfolie der unbelichteten Seite bleibt 
natürlich einstweilen drauf. Nach dem ätzen der ersten Seite bohrt man 
natürlich genau ein paar Bohrungen die zur zweiten Seite passen 
müssen...am besten welche an den Rändern. Danach kann man die zweite 
Folie am besten mit einem Lichtpult exakt zu den Bohrlöchern ausrichten 
und mit Tesa fixieren damit nix mehr verrrutscht. Glasplatte drüber und 
belichten. Zum ätzen deckt man die erste geätzte Seite mit der original 
Schutzfolie ab ,oder schützt das Kupfer mit einer schicht Lötlack. Ich 
denke, diese Methode ist genauer als die mit der Tasche.
MFG

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