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Forum: Platinen Doppelseitig Belichten und Genauigkeit


Autor: Marco Schramm (hochfrequenz)
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Hallo,

ich brauche immer sehr viel Zeit um eine Platine di eigentlich  Ruck 
Zuck als Doppelseitige entworfen wäre, als Einseitige zu layouten.
Bisher habe ich mich bisher noch nicht an das doppelseitige belichten 
und ätzen getraut habe, muß ich das wohl. Aber damit soll jetzt Schluß 
sein. Deshalb habe ich eion paar Überlegungen angestellt, wie ich 
vorgehen würde.

Durchkontaktiert wird einfach mit den abgeschnittenen Beinchen von 
bedrahteten Bauelementen. Die Enden löte ich dann  dann auf Top und 
Bottom fest.

Problem:
Zum "Durckontatieren" müssen die Lötaugen doch sehr genau übereinander 
sitzen.

Voraussetzungen:
Ich habe einen einseitigen  Isel-Belichter (mit 4 Röhren).

Ideen zur Vorgehensweise:

Platinenumriss mit ausdrucken. Getrennt voneinander die Top und die 
Bottom Layoutfolie mit den Klemmanschlägen an 2 Seiten exakt anhand 
dieser Umrisse einklemmen (der Isel-Blichter hat so Klemmanschläge).

Dann 1.Folie abziehen, Platine an die Anschläge der Top-Layoutfolie 
legen. Top belichten.

Dann 2. Folie abziehen, Platine an die Anschläge der Bottom-Layoutfolie 
legen, belichen. Fertig.

Damit ich mehr Spielraum habe, werde ich den Lötaugenring auf einer 
Seite der Durchkontaktierung 3mal größer planen. Dann sollte die 
Trefferquote beim Durchbohren passen.

Was haltet ihr von dem Vorgehen?

Alternative:
Ich habe das Ein- oder Andere von "Taschenbauen". Aber auch da ist das 
Ausrichten mit Fehlern behaftet. Man könnte sich da z:B. ein exaktes L 
aus einem Platinenrest bauen. Oben und unten die Layoutfolie ebenfalls 
anhand der mitaufgedruckten Umrisse auf dem L ankleben. Damit erhält man 
eine Art Tasche mit 2 offenen Seiten. Dann würde ich aber vor dem 
Belichten beide Schtzfolien abziehen. Die Platine ab in die Tasche und 
an den L-Winkel gedrückt. Jetzt Top belichtet und dann die Tasche samt 
Platine um 180 Grad gedreht und Bottom belichten.

Das wäre die Methode 2. Was haltet ihr davon?


Voraussetzung bei beiden Methoden ist, daß das Platinenmaterial absolut 
rechtwinklig ist. Ein Zuschneiden kommt vorher deshalb nicht mehr in 
Frage. Wäre auch nicht das Problem.


Eure comments dazu...


Marco

Autor: Platinenbauer (Gast)
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Moin Marco

die Taschenmethode ist nicht schlecht, vorausgesetzt die Platine 
verutscht nicht beim wenden, und die Folien sind deckungsgleich 
befestigt.
Einfacher ist folgendes.
Jede Platine hat sicher irgendwo am Rand oder in den Ecken irgendwelche 
Befestigungslöcher.
Diese Löcher sind oder sollen im Film (Folie) durchsichtig sein, damit 
die Löcher zu sehen sind. Dazu reicht es aus ein Viereck oder ein Kreis 
um das Loch auf der Folie beim Ausdruck zu machen.

Jetzt wird die Platine einseitig belichtet und anschliessend werden 
vorsichtig die "Referenzlöcher" mit dem Solldurchmesser gebohrt.
Dann Platine umdrehen, 2 Folie an den gebohrten und sichtbaren Löchern 
ausrichten und belichten.
Weiter dann wie üblich mit entwickeln und ätzen.

Gruß
Platinenbauer

Autor: Blackbird (Gast)
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Die Löcherbohrmethode mache ich auch, aber mit 3 bis 4 Lötaugenbohrungen 
(die weit aueinanderliegen, möglichst in den Ecken).
Nicht immer sind Befestigungsbohrungen drauf.
An Hand dieser Methode kann man sehr schön sehen, daß Drucker und 
Kopierer ganz schöne Verzerrungen bringen. Größer als 80x100 ist fast 
nie in volle Deckung zu bringen.

Blackbird

Autor: Der Hubert (Gast)
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Für die Foliendeckungsmarkierungen einfach 4 sogenannte "Passermarken" 
setzen (in jede Ecke 1), das sind so kleine Kreise mit Kreuzen drin, was 
man in der Druckerei generell macht.

Man hat den Vorteil, daß man sich unabhängig vom eigentlichen Inhalt 
orientieren kann. Dabei spielt es quasi keine Rolle, wo diese Marken 
sind, Hauptsache ausserhalb und eben sichtbar.

Beim Durchkontaktieren würde ich evtl. die Nietenmethode probieren, 
dürfte die zuverlässigste Sache sein und soll angeblich sogar ohne löten 
auskommen.

Autor: Blackbird (Gast)
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Das mit den "Passermarken" funktioniert nur genau, wenn man beide Seiten 
gleichzeitig belichtet. Wenn man aber immer nur eine Seite belichten 
kann, so muß man den ganzen Pack ja umdrehen. Wenn da die Platine 
verrutscht, helfen auch die Passermarken nicht weiter.

Blackbird

Autor: katzeklo (Gast)
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Wegen dem Verrutschen, hat mal jemand versucht, die Folien mit einem 
Tropfen Sekundenkleber in jeder Ecke zu fixieren?

Ich hab bisher auch noch nie "echte" doppelseitige Platinen gemacht. 
Wenn es mit einseitig zu aufwendig wurde, habe ich einfach den 
Bottomlayer als durchgängige Massefläche gemacht und alle 
GND-Verbindungen vom Top auf den Bottom verlagert. Dadurch gewinnt man 
schon sehr viel aber manchmal reicht auch das nicht. Der Vorteil der 
durchgängigen Massefläche ist auch, dass keine Probleme mit Überlappung 
entstehen. Einfach Loch bohren, Draht durchstecken, verlöten -> DK 
fertig.


Autor: dernixwois (Gast)
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>Durchkontaktiert wird einfach mit den abgeschnittenen Beinchen von
>bedrahteten Bauelementen. Die Enden löte ich dann  dann auf Top und
>Bottom fest.

Habe ich auch eine weile so gemacht bis ich abgekotzt habe.
Es dauerte mir zu lange bis alle Vias durchgesteckt und verlötet waren 
zudem war es auch zum Teil sehr fehler  trächtig.

Zudem ich auch SMD verbaue, konnte ich keine Vias unter die SMD setzen,
weil sonst die hüppelchen stören wenn man SMD verlöten will.

Deshalb bin ich auf Kupfernieten umgestiegen, erhältlich bei Radix.
Allerdings nicht ganz billig und leider ab einen Außendurchmesser von 
0,6mm, 0,5mm wäre mir lieber gewesen.

Da gab es ein set mit Nieten und einem Werkzeug und einer Unterlage.
Sehr zu empfehlen und möchte es nicht mehr missen.




Autor: katzeklo (Gast)
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Diese DK-Nieten sind nett, aber ohne verlöten definitiv nicht für HF 
geeignet.

Autor: dernixwois (Gast)
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@katzeklo

Sebstverständlich wird die fertige Platine verzinnt und die DK mit 
verlötet.

Aber das ergebnis ist viel besser als mit drähtchen durchstecken und 
verlöten.

Leider habe ich keine möglichkeit die Durckontaktierung auf Chemischer 
Basis durchzuführen wie es ja in der Industrie üblich ist. Also die 
ganze sauerei mit Galvaniseren und so weiter. ;-)


Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Ich fertige 2-seitige Platinen mit der Taschenmethode, ein L aus 
Leiterplattenresten, darauf jeweils die Layoutfolien. Beim Verkleben mit 
handelsüblichen Alleskleber werden die Folien der Tasche auf einem 
Lichttisch in Deckung gebracht, wofür auch diagonale Eckmarkierungen 
dienen. Der Aufbau einer solchen Tasche dauert zwar so eine halbe 
Stunde, aber damit kann man mindestens 20 prima Platinen herstellen. 
Beim Wenden auf dem Belichter muß nur darauf achtgegeben werden, daß die 
Platine fest in der Ecke des Ls liegt. Mit etwas Übung kein Problem.

Autor: Matthias (Gast)
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@ dernixwois (Gast):
..b einen Außendurchmesser von 0,6mm, 0,5mm wäre mir lieber gewesen....


Es gibt Nieten mit 0,6mm AUSSENdurchmesser??

Wo gibt es die??

Die kleisnten die ich habe, sind die von reichelt, 0,6innen&0,9aussen..


Ich klebe die beiden Taschen ohne Platinenreste zusammen. Und schneide 
dann die Ecken als Anschlag ein. Funktioniert bestens!

Autor: dernixwois (Gast)
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@Matthias

Die Hohlnieten gibts hier!

http://www.radixgmbh.de/index.html?durchkontakt_vias.htm

Autor: Hochfrequenz (Gast)
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Vielen Dank für eure Antworten.

Wer benutzt von euch die Bungardnieten und nutzt aber den einfachen 
Körner?
Geht das Gut? Verlötet ihr unbedingt danach die Vias noch oder laßt ihr 
das sein?

marco

Autor: Matthias (Gast)
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.. benutzt von euch die Bungardnieten und nutzt aber den einfachen
Körner?...


Ich!

Ich fädel die immer ein und drücke sie mit einem Körner breit.
SInd alle drin, "plätte" ich alle vias beidseitig mit einem kleinen 
Hammer auf einer geeigneten Unterlage. Zur Sicherheit verzinne ich alle, 
nachdem der Lötlack getrocknet ist...

Autor: Der Hubert (Gast)
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Natürlich ist beim Umdrehen das Verrutschen zu vermeiden, das habe ich 
vorausgesetzt ....

Autor: Der Hubert (Gast)
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Aber trotzdem sind Passermarken eine Alternative, wenn man keine anderen 
Bezugspunkte hat. Was nützt einem eine fixierte Platine, wenn die Löcher 
trotzdem net übereinander sind ??

Autor: gast (Gast)
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Doppelseitige Platinen belichten
1. Layouts ausdrucken
2. Übereinanderlegen sodas die die Bohrlöcher übereinander liegen
3. mit einem Tacker die Folien aneinander befestigen
4. Die Platine dazwischen schieben
5. Die Folien mit der Platine zwischen 2 Glasscheiben einklemmen
6. Jede Seite nacheinander belichten

Das ganze sitzt zwischen den Glasscheiben ziemlich fest und verutscht 
auch nicht gleich wie oft man es umdreht.

Autor: florian (Gast)
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Hi Leute...
Ich mach das immer so:

Layouts auf folie ausdrucken
beide folien so übereinander legen wie sie später auch auf der platine 
wären (top=schrift lesbar, bottom=schrift spiegelverkehrt) dann die top 
folie nach links umklappen.
die platine auf die bottom folie legen, eine der vier ecken aussuchen 
zum justieren und belichten...
wenn ihr damit fertig seid einfach die platine auch nach links umklappen 
und in der gegenüberliegenden ecke (ausgehend von der vorherigen)
wieder einrichten...

Hab zwar erst so 20 25 platinen gemacht, waren aber immer alle 
deckungsgleich...

Könnts ja mal ausprobieren

Autor: 6632 (Gast)
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Ich mach jeweils auch eine Tasche, tu die Leiterplatte rein und dann 
kommen 2 Glasscheiben zu 5mm drum rum, die werden mit massiven Klemmen 
zusammengedrueckt. Die Absorption des Glases ist vernachlaessigbar. 
Jeden falls kann man die Leiterplatte so wenden, ohne das irgendwas 
verrutscht.

Autor: Thomas Otto (tarzanwiejane)
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@dernixwois
die radix gmbh hat scheinbar aufgegeben... zumindest sagt das die 
webseite. Woanders habe ich leider auch noch keine nieten mit 0.6mm 
aussendurchmesser gefunden.

cu Tarzanwiejane

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