Wandwarze Zwischenkreis-Elko 10µ mit 15µ ersetzen

OP #4477745
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Hi,

hab hier ne Wandwarze, bei dem der Zwischenkreiskondensator sich etwas 
angepieselt hat, 10µ 400V.
Würde ihn gerne gegen einen 15µ 450V ersetzen.
Nu mach ich mir etwas Sorgen um den Gleichriechter, wegen dem erhöhten 
Einschaltstrom/Pulslänge.
Mit was für einen Faktor muss ich da in etwa Rechnen?

Aufdruck der Dioden kann ich grad nicht völlig einsehen.
FP*07, Bauform wie 1N4007.
(Angegeben Stromaufnahme 680mA. Ausgang 12V 1,5A)
Ich geh mal davon aus, daß diese etwas Impuls fester sind und befürchte 
das sie, doch etwas nah, an die Kante getackert sein könnten.

Trial and Error o. doch lieber einen passenden bestellen?
Gast #4477939
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Teo D. schrieb:
> hab hier ne Wandwarze, bei dem der Zwischenkreiskondensator sich etwas
> angepieselt hat, 10µ 400V.
> Würde ihn gerne gegen einen 15µ 450V ersetzen.
> Nu mach ich mir etwas Sorgen um den Gleichriechter, wegen dem erhöhten
> Einschaltstrom/Pulslänge.
> Mit was für einen Faktor muss ich da in etwa Rechnen?

Bernd R. schrieb:
> paßt scho

Na so einfach kann man sich das doch nicht machen. Um auf die 10µ zu 
kommen, hat der Entwickler sicher Stundenlang gerechnet und simuliert. 
Er hat natürlich auch den Rest der Schaltung so optimiert, das 10µ und 
nicht 12µ rauskommen, die 12µ hätte er sich ja extra herstellen lassen 
müssen. ;)

MfG Klaus
#4477957
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Klaus schrieb:
> Na so einfach kann man sich das doch nicht machen. Um auf die 10µ zu
> kommen, hat der Entwickler sicher Stundenlang gerechnet und simuliert.
> Er hat natürlich auch den Rest der Schaltung so optimiert, das 10µ und
> nicht 12µ rauskommen, die 12µ hätte er sich ja extra herstellen lassen
> müssen. ;)
>
> MfG Klaus

Quark. Der Kondensator wird aus Kostengründen so klein wie möglich 
bemessen, aber gerade noch groß genug um durch die Prüfung der 
Netzunterbrechungen zu kommen. Und da gilt die Faustformel 1uF pro 
1Watt.
Gast #4478117
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Mark S. schrieb:
> Quark. Der Kondensator wird aus Kostengründen so klein wie möglich
> bemessen, aber gerade noch groß genug um durch die Prüfung der
> Netzunterbrechungen zu kommen. Und da gilt die Faustformel 1uF pro
> 1Watt.

Meinst du wirklich? Wenn ich mir die ellenlangen Treads mit 
komplizierten und umfangreichen Berechnungen über Stütz und 
Ladekondensatoren so ansehe, kann ich das kaum glauben.

MfG Klaus
#4478181
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Klaus schrieb:
> Meinst du wirklich? Wenn ich mir die ellenlangen Treads mit
> komplizierten und umfangreichen Berechnungen über Stütz und
> Ladekondensatoren so ansehe, kann ich das kaum glauben.

Das sind keine "Berechnungen" sondern nur Schätzwerte anhand 
irgendwelcher Faustformeln. Die bei Elkos üblichen Toleranzen lassen eh 
nur Schätzungen zu.
Deswegen auch die vieln Diskussionen. Wäre klare Berechnung möglich, 
gäbs nicht so viele Diskussionen.

Im Fall der 325V in der Wandwarze spielt die Welligkeit sowieso keine 
Rolle da geht es nur um den Einschalt-Stromstoß. Und auch der kann nur 
geschätzt werden.
Gast #4478506
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Lieber Teo, ekläre erst mal, was du unter Zwischenkreiskondensator 
verstehst.
Und wie kommst du auf den unüblichen 15µ.
Gängig sind doch 10µ, 22µ, 47µ, ...
Aber nimm den fetten 15µ450V, falls er reinpasst.
#4478529
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Klaus schrieb:
> Bernd R. schrieb:
>> paßt scho
>
> Na so einfach kann man sich das doch nicht machen. Um auf die 10µ zu
> kommen, hat der Entwickler sicher Stundenlang gerechnet und simuliert.
> Er hat natürlich auch den Rest der Schaltung so optimiert, das 10µ und
> nicht 12µ rauskommen, die 12µ hätte er sich ja extra herstellen lassen
> müssen. ;)

Oder er hat es einfach auf einem Steckbrett aufgebaut, die optimalen
Werte für C und R herausgefunden, dazu in der Realität und Praxis
oft nur wenige Minuten oder Stunden benötigt, ohne Simulation...


Ob es jetzt dann 8 uF oder 15uF sind, bestimmen alleine schon die
Toleranzen von Elkos, die Frage ist aber immer nur, wie geizig war
der Entwickler...
#4478532
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Mani W. schrieb:
> Klaus schrieb:
>>
>> Na so einfach kann man sich das doch nicht machen. Um auf die 10µ zu
>> kommen, hat der Entwickler sicher Stundenlang gerechnet und simuliert.
>> Er hat natürlich auch den Rest der Schaltung so optimiert, das 10µ und
>> nicht 12µ rauskommen, die 12µ hätte er sich ja extra herstellen lassen
>> müssen. ;)
>
> Oder er hat es einfach auf einem Steckbrett aufgebaut

Meine Fresse. Habe ihr zum Wochenende alle eure Ironiedetektoren 
abgeschaltet, oder was? Wozu hat der TE da wohl ein Smiley hingemacht?

> die optimalen Werte für C und R herausgefunden

Was denn für optimale Werte? Der Zwischenkreiselko wird so klein gemacht 
wie es geht ohne die FUnktion des Geräts zu gefährden. Ist ja 
schließlich Massenproduktion, da muß man jeden Zehntel-Cent sparen.

Um noch mal ernst zu werden: 15µF vs. 10µF ist praktisch kein 
Unterschied, das fangen ja schon die Bauteilstreuungen auf. Und wenn das 
Netzteil nicht gerade der allerbilligste Schrott ist, dann hat es einen 
NTC und eine Drossel vor dem Primär-Gleichrichter, die beide den Strom 
begrenzen.
#4478537
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Matthias S. schrieb:
> Du kannst ja den
> Einschaltstrombegrenzungswiderstand (schönes Wort, oder?) leicht grösser
> machen, wenn du dir da wirklich Sorgen machst.

da nur Vorsicht bei der Bauteilauswahl: oft ist in Wandwarzen keine 
extra Sicherung verbaut, sondern der Einschaltstrombegrenzungswiderstand 
ist gleichzeitig ein Sicherungswiderstand.

In dem Fall darauf achten, daß der Widerstand auch wirklich vom 
Hersteller als Sicherungswiderstand konstruiert ist und die passenden 
Zertifizierungen besitzt.
(Firma: matzetronics) #4480537
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Gerd E. schrieb:
> In dem Fall darauf achten, daß der Widerstand auch wirklich vom
> Hersteller als Sicherungswiderstand konstruiert ist und die passenden
> Zertifizierungen besitzt.

Hehehe, das musst du den Chinesen aber wirklich mal sagen. Ich sehe da 
ab und zu sogar Kohleschichtwiderstände(!) (Kohle ist ja auch nicht 
brennbar, oder?) und in den besseren Schmutzteilen dann ein lächerliches 
Betondings. Das beste sind die dünnen Platinenbahnen in Schlangenlinien.
#4481142
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Klaus schrieb:
> Mark S. schrieb:
>> Quark. Der Kondensator wird aus Kostengründen so klein wie möglich
>> bemessen, aber gerade noch groß genug um durch die Prüfung der
>> Netzunterbrechungen zu kommen. Und da gilt die Faustformel 1uF pro
>> 1Watt.
>
> Meinst du wirklich? Wenn ich mir die ellenlangen Treads mit
> komplizierten und umfangreichen Berechnungen über Stütz und
> Ladekondensatoren so ansehe, kann ich das kaum glauben.
>
> MfG Klaus

Die wesentlichen Anforderungen an diesen Kondensator sind:
-genug Spannungsfestigkeit
-genug Stromtragfähigkeit für den maximal anfallenden ripple-Strom
-genug Kapazität um bei maximaler Last die Netzunterbrechungstests 
gerade noch zu bestehen.
Und die angeführte Faustformel ist Industriestandard.

Btw, ich habe schon so manchen ellenlangen thread gesehen, dessen Inhalt 
sich auf wenige Zeilen eindampfen ließe.

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