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Forum: Platinen Lötstopplaminat


Autor: Thomas Melinat (Gast)
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Hallo zusammen,

habe mir bei der Fa. Octamex Lötstopplaminat (Bungard Dynamask)
bestellt. (Die liefern übrigens turboschnell!).
Ich dachte mir, das ein normaler Wald und Wiesen Laminator in der
Lage wäre, halbe Euro-Karten mit "Dynamask" zu laminieren.
Leider Fehlanzeige. Das Laminat haftet nur unzureichend bzw. gar nicht
auf der Platine.
Hat irgend jemand von Euch Erfahrungen mit dem Laminieren von
Lötstoppmasken gesammelt bzw. kann mir hilfreiche Tipps geben ?

Gruss, Thomas

Autor: Michael S. (micha)
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Hallo,

Ich beutze zum Laminieren auch einen Wald und Wiesen Laminator (Olympia
A260). Der funktioniert wunderbar und das Laminat hält nach zwei
durchläufen Bombenfest auf der Platine. Ich gehe mal dvon aus, das du
die Schutzfolie vom Laminat abgezogen hast ;-). Ansonsten kann zu
geringe Temperatur oder zu geringer Anpressdruck der Walzen die Ursache
für dein Problem sein. Am besten funktionieren die Laminatoren mit
direkt beheizten Walzen. Der oben genannte Laminator entspricht
ziemlich genau den Vorgaben aus der Bungard Verarbeitungsanleitung, in
Bezug auf Temperatur und Vorschubgeschwindigkeit. Die hintere
Auslaßöffnung musste ich aber etwas erweitern, damit eine Platine
durchpasst.
Bevor du dir aber einen neuen Laminator kaufts, würde ich mal versuchen
wie es mit einer leicht vorgewärmten Platine klappt. Vorher gut
entfetten, zb mit Isopropanol. Blasenfrei wirds nur, wenn die Platine
gut durchgetrocknet ist (Backofen ca 120°, 45 min) sonst bilden sich
häßliche Wasserdampfblasen unter der Maske. Um Luftblasen zu vermeiden,
sollte das laminat nur knapp an einer seite angedrückt werden. Diese
Seite dann zuerst einschieben.

Es klappt nicht immer beim ersten mal. Auch wenn es ziemlich
frustrierend ist, sollte nach fehlversuchen und entfernen des Laminats
wieder gründlich gereinigt, getrocknet, usw werden. Dann sind auch
Ergenisse drin, die sich sehen lassen können.

Gruß
Micha

Autor: Thomas Melinat (Gast)
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Hallo, Micha...

konnte bislang keine Schutzfolie auf dem Laminat entdecken.
Das Laminat hat eine matte und eine glänzende Seite. Habe die
matte Seite des Laminats auf die Platinenoberfläche gelegt, und dann
laminiert....

Gruss, Thomas

Autor: MartinK (Gast)
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@Thomas

Ich habe auch das Lötstopplaminat von Octamex. Ich habe damit
sehr gute Erfahrungen auch ohne Laminator gemacht. Es reicht
ein einfacher Fön (höchste Heizstufe einstellen, das Laminat
haftet sehr gut.
Das Laminat hat 2 Schutzfolien. Zuerst habe ich die Folie mit der
rauhen Oberfäche entfernt (evt. Klebeband auf Oberfäche kleben und
dann Folie abziehen). Dann die Folie auf die Platine legen und mit
Fingern glattstreichen, danach mit Fön heiß machen.
Danach kann belichtet werden. Erst dann machst du die zweite, obere
Schutfolie ab, und entwickelst anschließend.

MartinK

Autor: JojoS (Gast)
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den Fehler mit den Schutzfolie hatte ich zuerst auch gemacht, es ist
wirklich kaum zu erkennen das das 3 Folien sind. Ich klebe auch oben
und unten einen kleinen Streifen Tesa dran, dann lässt sich die
Schutzfolie leicht abziehen. Die zweite nach dem laminieren und
belichten geht ziemlich leicht runter.

Autor: Tom (Gast)
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@all,

habe mir das Laminat auch gekauft und will es demnächst probieren.
Nun eine Verständnisfrage.
Wie bzw. was muss belichtet werden?!?
Wenn ich die LP ätze belichte ich ja diese stellen die ich wegätzen
will bei diesem Laminat belichte ich die Stellen die nicht entfernt
werden sollen (--> also Pad's von SMD und DK's nicht belichten)

TOM

Autor: Thomas Melinat (Gast)
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@Tom

Deine Beschreibung ist völlig korrekt. Das Lötstopplaminat ist
UV härtend, d.h. das beim Belichten die unbelichteten Stellen
"weich" bleiben und von der Entwicklerlösung "ausgewaschen"
werden.

Ich kann Dir das Lötstopplaminat uneingeschränkt empfehlen. Nach div.
Anfangsschwierigkeiten (hatte die matte Schutzfolie des Laminats nicht
entfernt)war schon die erste Platine ´perfekt´.
Ich verwende einen billigen Laminator ( € 19,95 ) vom großen "C".
Mit einem Laminiervorgang ist die Sache dann abgeschlossen.
Belichtet wird dann mit einer Höhensonne (meine hat 4 Röhren a´15 Watt)
genau 2 Minuten lang bei einem Abstand von 35 cm.Meine Vorlagen
zum Belichten erstelle ich auf Transparentfolie, die mit einem
HP-Deskjet 980 bedruckt wird.
Das anschließende Entwicklen geschieht mit 15 gramm Natriumcarbonat
(1/2 Liter Wasser, 40 Grad warm).
Das Ergebnis ist schlichtweg beeindruckend ! Von einer industriell
gefertigten Platine nicht zu unterscheiden.

Das Laminat und den Entwickler bekommst Du günstig bei
http://www.octamex.de , die liefern auch turboschnell !

Gruß, Thomas.

Autor: JaJa (Gast)
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Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Lötstopplaminat und
Tentingresist (mal abgesehen vom Preis?)

73

Autor: Michael S. (micha)
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@JaJa

Tentingresist ist Negativ-Laminat, dh alles was in der Vorlage schwarz
ist wird vom Entwickler weggewaschen. Belichtete Flachen bleiben drauf.
Zudem ist das Laminat nach dem UV-Härten Tiefblau, deshalb ist es sehr
gut zur Erstellung eines Bestückungsdrucks geeignet. In der Vorlage muß
dann die Schrift bzw die Bauteilsymbole durchscheinend sein, der Rest
schwarz. Sollte allerdings nicht zu klein gewählt werden, sonnst
verschwimmen die Konturen der Buchstaben. Entwickelt wird das ganze
genauso wie der Lötstop. Anschließend muß noch UV oder Thermisch
gehärtet werden. 20 min auf dem Gesichtsbräuner reichen schon aus, das
es kratzfest ist. Anbei mal ein Bild, wie das ganze aussieht.

Gruß
Micha

Autor: TOM (Gast)
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@all,

hat schon jemand erfahrung mir Lötstoplaminat und SMD Bauteilen.
Ich wollt mir derade eine Folie mit Eagle erstellen.
BK's sind OK ist Layer 17+18 jedoch bei den SMD habe ich nichts
gefunden.
Kann es sein, dass ich jetzt jeden Anschluss mit einem Layer überdecken
muss um später die entsprechenden Päds selektieren zu können?
Hat das schon jemand gemacht und kann seine Vorgehensweise posten.

Danke schon mal.

TOM

Autor: Sssssss (Gast)
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Ich glaub die Layer die du suchst heissen bStop und tStop ;)

Autor: TOM (Gast)
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@ssssss,

Danke, hätte ich auch selber sehen können

TOM

Autor: TOM (Gast)
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@all,

wenn ich die Leiterplatte vor dem aufbringen des Laminats Chemisch
Verzinne gibt es da später Probleme mit dem auflöten von Bauteile(Pads
nehmen das Lötzinn nicht richtig an etc.)
Hat da schon jemand Erfahrung im Bezug auf SMD's.
Gruß

TOM

Jaja viele Fragen, aber besser vorher als nachher :-)

Autor: Thorsten II. (Gast)
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Hi Tom,

ich verzinne meine Platinen immer mit Glanzzinn vom "C" vor dem
lamminieren. Habe noch keine Probleme mit SMD's gehabt.
Arbeite mit den Bauformen 1206, 0805, Sot23 und 20polige Attiny's.

Vielleicht hilft's ;-)

Autor: MartinK (Gast)
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Ich habe noch nie bemerkt, dass das chemische Verzinnen
nachher beim Löten einen Nachteil bringt.

Autor: TOM (Gast)
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@Martin,

ich habe auch nicht gemeint dass das chem.Zinn Probleme beim löten
macht.Ich hatte nur bedenken, das wenn ich verzinne und danach dieses
Lötstoplaminat aufbringe ist es ja ganzflächig aufgebracht und erst
nach dem belichten beim entwickeln wird es an den Pads etc. wieder
entfernt.
Ich war mir nur nicht sicher ob nicht Teile,Kleber etc. von dem Laminat
zurückbleiben und später dann Probleme beim löten verursachen.

TOM

Autor: Wolf4124 (Gast)
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Hallo

Ich habe garnicht gewust, das mach auch Lötstoplack selber machen kann?

Autor: Marian (Gast)
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@TOM

das gibt keine Probleme, wenn man erst verzinnt. Verzinne auch immer
erst die ganze Platte und laminiere hinterher....

Marian

Autor: TOM (Gast)
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@all,

ich habe nun das mit dem Laminat und Laminator probiert, jedoch scheint
das laminat zu schmelzen habe immer wieder kleine Löcher im
Laminat(siehe Bild).
Kann es sein , dass der Laminator zu heiss wird und dahurch das Laminat
schmilzt?
Hat jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht?
Sollte man das laminat erst mit geringer Hitze aufbringen und dann erst
mit mehr Temperatur.
Mein Laminator hat eine eingebaute Temperatursteuerung.
Ich habe mich für diesen entschieden da dieser von Haus aus schon 1mm
Dicke Medien verarbeiten kann.
Laminator ist IBICO Laminiergerät A4 Laminator PouchMaster 9 VT .
Gut es ist mein erster Versuch und daher schon zufrieden aber eben
nicht perfekt.

Gruß

TOM

Autor: Thorsten II. (Gast)
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Hallo,

wen es interessiert, ich habe gerade eine Rolle Lötstopplaminat gekauft
und suche noch Abnehmer, da mir 25m zu viel sind ;-).
Ein entsprechenden Thread gibts (natürlich) unter "Markt"

Viele Grüsse und guten Rutsch,

Thorsten

Autor: Thomas Melinat (Gast)
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@TOM - tiger74tsgmx.de

Hallo,

die "Löcher" auf Deiner Platine sind möglicherweise darauf
zurückzuführen, das die Platine nicht richtig gereinigt wurde.
Ich benutze zur Vorbereitung der Platine einen "Polibloc", danach
wird die Platine gründlich mit Aceton entfettet(wichtig), und erst nach
einer kurzen Trocknung im Backofen wird das Laminat auf die Platine
aufgebracht. Eine zu hohe Temparatur des Laminators schließe ich aus,
da die normalerweise beim Laminieren verwendeten Kunststofftaschen eine
max. Temparatur von 120 Grad verkraften. Eher glaube ich, das Dein
Laminator nicht heiss genug wird (wie die meisten) oder aber einen zu
geringen Druck auf die zu laminierende Platine ausübt. Es gibt also
mehrere Möglichkeiten....

Ich verwende einen Laminator vom grossen "C", dieser kostet derzeit
€19,95. Mit der o.a. Vorbereitung sind die Laminier-Ergebnisse
perfekt.

Du könntest ausserdem mal versuchen die zu laminierende Platine
mehrmals kurz hintereinander durch den Laminator zu "jagen", um einer
evtl. zu niedrigen Temparatur des Laminators entgegenzuwirken....

Gruss, Thomas.

Autor: TOM (Gast)
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@Thomas,

ich habe mich heute nochmal drangewagt und es hat geklappt.
Ich habe die Temperatur meines Laminators mit einem IR-Temperaturmesser
gemessen und diese war bei Stufe 10 130-140°.
Ich habe mal alle Stufen durchgemessen und nun Stufe 5/6 gewählt hier
hat der Laminator eine Temp von 100-112° gehabt.
Zu wenig gereinigt könnte sein kann es mir aber nicht vorstellen.
Naja beim ersten Mal klappts eben nicht immer dafür sieht meinen neue
LP nun perfekt auf.
Ich hatte nur noch etwas Probleme wenn ich das Laminat auf beiden
Seiten auftrage dabe wird beim entwicklen der 2 Seite die erste
angelöst und schlägt Falten habe sie dann schnell nochmal durch den
Laninator gelassen und konnte Sie so noch retten.
Bei der zweiten LP habe ich dann einfach die erste abgeklebt.
Könnte es sein dass ich für 2 seitige LP's zu wenig belichte?!?!?
Hat da schon jemand Erfahrungen gesammelt?

Gruß und einen Guten RUTSCH

TOM

Autor: brecom (Gast)
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Hallo zusammen,
habe soeben diesen Bericht gelesen und sofort brennt mich folgende 
Frage.
Ein Laminierer verarbeitet normalerweise Papier bis ca. 0.8mm dicke.
Eine Leiterplatte ist doch sicher 2 mm dick.
Gibt es da keine Probleme mit dem verlemmen einer Leiterplatte ?
Gruss brecom

Autor: High Performer (Gast)
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@TOM: Deine Lötstellen sehen teilweise grauslig aus ;-)

Autor: nicht Gast (Gast)
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das mit dem tentingresist als bestückungsdruck is ja ne geile idee! 
schade dass das zeug blau ist, in weiß gibt es das dann wohl nicht? gelb 
würde auch gehn.. (ich mein jetz von ner anderen firma, bei bungard is 
es klar dass die das nich haben, wobei ich auf deren hp nichmal das 
normale im bild oben finde..)

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