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Forum: Platinen SMD mit Heissluft ???


Autor: Thomas Melinat (Gast)
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@all

Habe bei Ebay verschiedene billige Heissluft Lötstationen
(ab €59,00) entdeckt.
Hat jemand von Euch Erfahrungen mit diesen Geräten gemacht, und kann
man damit wirklich problemlos SMD´s löten ?

Gruß, Thomas.

Autor: Martin (Gast)
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Hmm.. ich hab auch mit dem gedanken gespielt - ich hab mir dann aber was
selber gebastelt. (https://fotoalbum.web.de/gast/x-energy/Heissluft)

Also ich kann dir nichts zu den Stationen bei eBay sagen - aber mit
meinem Gerät hab ich schon ein paar Erfahrungen sammeln können..

1. eigentlich banal - aber: es muß beinahe ein Lufthauch anstatt ein
Luftstrom sein, sonst bläßt du dir die Bauteile weg.

2. Lötpaste verteilt sich durch den Luftstrom gerne - bildet aber
Lötzinnperlen, die man in Richtung Lotstelle blasen kann (ein spülen
mit Aceton oder so würde ich aber trotzdem empfehlen)

3. Wie gesagt Lötpaste perlt und ist, wenn auch nicht schön, so
"sauberer" als mit dem Lötkolben zu verarbeiten. Beim Lötkolben
schmilzt immer nur die Lötpaste unmittelbar an der Leiterbahn/Lötstelle
und zeug, das da neben gelandet ist/da neben gelaufen ist bildet einen
dünnen Partikelfilm auf der Leiterplatte.

4. SMD Transistoren im 3 Pin Gehäuse werden mit Heißluft, wenn man
nicht vorsichtig ist, gerne weich und schnell ist das Gehäuse nicht
mehr eckig.. Die Bauteilröstgefahr ist schon gegeben..

5. Mehrpinnige IC´s wie z.b. ein Mega128 lassen sich schrittweise gut
ohne Platine oder Bauteil kaputt zu machen auslöten.

Mein Fazit: Schneller als mit Heißluft wird man wohl keinen
SMD-Widerstand oder Vielschicht C auslöten können - auch ICs im SO X
Gehäuse gehen sehr gut raus - löten mit Lötpaste ist nicht so toll..
besser wären eventuell gut Verzinnte Pads und ordentlich Flussmittel.
Zum einlöten funktioniert die Lötdraht/Entlötlitzenmethode fast zu gut
- aber mein Bruder freut sich über eine neue Möglichkeit seine
künstlerische Ader auszuleben und macht vielleicht ne Serie
"Brandbilder" ;) (Das gekokelte auf den Bildern war ich - nicht
er..)

Grüße,
Martin

Autor: Barti (Gast)
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Sieht nach ner Glühkerze aus ;o)
Und sieht auch ziemlich heiß aus...faßt Du es hinten am Schlauchstück
an? Wird es mit der Zeit da zu warm, also muß man Pausen einlegen und
das Gerät abschalten?
Und was mich noch interessiert, wieviel Strom zieht die Kerze?

Autor: Namenlos ... (Gast)
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Steht alles im Link (den Du schon verfolgt hast, sonst müßtest Du nix
von 'ner Glühkerze).

Autor: Barti (Gast)
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Stimmt...das unten hab ich garnicht gesehen. Wie ne Glühkerze aussieht
weiß ich auch so... :)

Autor: Martin (Gast)
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Hallo!
Also das war so ne hauruck-Aktion (alle Teile hatte ich hier noch
rumliegen)- ich hatte eigentlich auch noch eine primitive
Temperatursteuerung/ regelung mit einem TL494 vor - aber ich meinte
damals, ich bräuchte das Teil unbedingt und sofort für mein
SMD-Projekt..

Jo! Das ist ne Glühkerze von meinem VW-Bus (1,6D).. die wird bei zu
geringer Kühlung, also wenn zu wenig Luft durch die Düse strömt, so
heiß, das die Verzinkung oder womit auch immer die Oberfläche behandelt
ist, anläuft (sieht man auch auf den Bildern).

Die Temperaturen an dem Rohr sind gut erträglich - es wird ja durch die
Luft gekühlt und der Wärmewiderstand hilft auch mit.

Die die Spannung bricht im Betrieb auf ungefähr 9-10V zusammen - ergibt
bei 10A immerhin 90-100W - die Düse ist relativ dickwandig und es dauert
einige Zeit, bis man das Teil nach dem Abschalten wieder anfassen kann -
da wäre noch potential um die Glühkerze zu schonen (gespeicherte Wärme
nutzen).

Das Praktische dabei ist nach meiner Meinung, dass man das Heizelement
sehr günstig bekommen kann und auch keine Welt zusammenbricht, wenn
durch die nicht ganz artgerechte Verwendung mal so ein Teil übern
Jordan geht. Da reichen dann auch Glühkerzen von Beru.

Meinen Temperaturfühler vom Multimeter hab ich damit wohl in die
Ungenauigkeit getrieben.. nachdem ich bei den ersten Versuchen bis
375°C gekomme bin, zeigt das Teil jetzt immer so um 6° Falsch an..

Grüße,
Martin

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