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Forum: Platinen Eagle 4.13 zerfall von GND Polygone


Autor: Torsten (Gast)
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Hallo alle zusammen,

ich benutze Eagle version 4.13 um mein Layout zu routen. Das GND Signal
führe ich auf meiner doppelseitigen Platine als Polygone aus. Leider
zefällt das GND Polygone in mehrer Teile sodas nicht alle Bauteile an
GND angeschlossen sind. Wenn ich das GND Signal als normale
Leiterbahnen routen lasse, sind alle Bauteile korrekt angeschlossen.
Auch sind die Polygone nach dem öffnen meiner Board-Datei immer nur als
umrisse angezeigt sodas ich ein RETNEST Befehl durchführen muss. Habe
schon  eine Prototype Platine dadurch verschwendet. Weiß jemand von
euch eine Lösung oder hat eine Idee wie man das in den Griff bekommen
kann?

Gruß,
Torsten

Autor: EZ81__ (Gast)
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Kannst Du nicht einfach ein paar Vias (via 'gnd' oder so) spendieren,
um die Polygone zusammenzunähen? Nur wenn selbige überlappen,
natürlich.

Die Ratsnestproblematik bekommt man am besten in den Griff, wenn man
einen Hotkey mit "ratsnest; route" und einen mit "ratsnest; move"
belegt und diese beiden reflexartig ständig betätigt ;).

Grüße
;Matthias

Autor: Μαtthias W. (matthias) Benutzerseite
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Hi

du solltest mal mit den Polygon-Paramtern (width, isolate usw.)
rumspielen. Bei ganz engen Passagen hilft aber wirklich nur eine
manuell verlegte Leiterbahn.

Das Eagle das Polygon nicht freigerechnet in den Dateien ablegt kann
man nicht ändern. Aber wie hast du damit eine Prototypplatine
verschwendet? Der CAM-Prozessor rechnet ein Polygon immer frei wenn man
damit die Fertigungsdaten ausgibt.

MAtthias

Autor: nitraM (Gast)
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Hallo Torsten,

du solltest auf jeden Fall zuerst GND als Leitungen routen lassen,
somit stellst du sicher, dass auch alle an Masse angeschlossen werden.

Wenn du alles fertig hast, legst du das Polygon mit GND an.
Wenn du den Cam-Prozessor zur Ausgabe nuzt, werden dir Polygone
automatisch neu berechnet.

nitraM

Autor: PeterL (Gast)
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Ist leider keine gute Loesung, wenn man GND Flaechen haendisch routen
muss.
Besser: wenn möglich alle SMD Bauteile auf Top, GND mit Via´s
anschliessen, Bauteile so verschieben, dass GND ueberall schoen
durchkommt (breite Durchgaenge schaffen.
Zur Kontrolle, Display nur Bot und Show GND
Bei meinen Projekten ist die GND Flaeche immer fast vollstaendig
geschlossen.

Peter

Autor: nitraM (Gast)
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Hallo Peter,
warum soll das routen von GND keine gute Lösung sein????

Das ist sogar die bessere Variante!
Wenn ich das Polygon freirechnen lasse, so kannes passieren, das ganze
Schltungsteile über einen kleinen Steg mit GND verbunden
werden(Flaschenhals)!
Wenn ich die GND Leiterzüge verlege, achte ich darauf, das
Schaltungsteile mit genügend "dicken" Leitungen mit Masse verbunden
sind. Das spätere Freirechnen der Polygone bringt nur noch zusätzliche
Fläche....

nitraM

Autor: PeterL (Gast)
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@nitraM
das Problem ist, wie definiert man genügend dick,
wenn man z. B. 5cm mit einer 1mm Leiterbahn herumkurvt, kann das schon
viel zu viel sein.
Wenn es sich beim Polygonfreirechnen nicht ausgeht, warum soll es sich
dann beim händisch routen besser ausgehen, die Fläche wird ja mit GND
geflutet (also alle! möglichen Durchgänge genutzt), besser kann man es
mit der hand ja auch nicht machen.
Notlösungen sehen meist so aus: das Polygon wurde z. B. mit 0,5mm
gezeichnet, Eagle schliesst nicht alles an, damit man überall rankommt,
verlegt man an Problemstellen 0,3mm Bahnen, das ist aber im Ansatz die
falsche Lösung.

Peter

Autor: nitraM (Gast)
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Hallo Peter,

GND ist ja auf einem Board meiner Meinung nach das wichtigste Signal.
Somit sorge ich dafür, das die GND-Anbindung als erstes geroutet
wird. Leistungsteile werden mit Dicken(3-4mm) Leiterzügen kurz an die
Masse des Spannungsreglers angebunden.
Erst dann kommen die anderen Signale dran.
Wenn das Freirechnen der Polygone noch etwas mehr Querschnitt liefert,
ist das ja schön, aber ich bestimme den Mindestquerschnitt der
Masseanbindung zu Schaltungsteilen.
Sich nur auf das Freirechnen zu verlassen finde ich nicht so gut.

nitraM

Autor: PeterL (Gast)
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hallo nitraM

Wenn DU den Spannungsregler mit 3-4mm anschliessen kannst, kann das
auch Eagle.
Torsten´s Problem war , dass das Polygon nicht vollstaendig
freigerechnet wird, warum soll eine selbstgeroutete Leiterbahn durch
eine Engstelle besser sein, als ein von Eagle freigerechnetes Polygon.
Wenn man die Polygonparameter so einstellt (With und Isolate,
wie bei der  haendisch gerouteten Leiterbahn kommt´s ja auf das gleiche
raus.
(wetten, hier kommt wieder eine Grundsatzdiskussion raus, die
evtl. mit Hartz4 oder irgend einer Verschwoerungstheorie endet :-)

Peter

Autor: nitraM (Gast)
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@Peter

Das Problem liegt in der zeitlichen Abfolge.
Eagel rechnet zum Schluß_ die Polygone frei und stellt _dann fest,
das einige Pins nicht mehr verbunden werden können.
Wenn du die GND-Signale zuerst erstellst, sind def. alle Pins
verbunden.....

Über die Breite des Polygones (z.B. 10mil) kannst du auch "enge
Stellen" überbrücken, aber diese Stelle ist nicht geeignet, den ganzen
Strom zu leiten....

nitraM

Autor: Torsten (Gast)
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Hallo Leute,

vielen Dank fuer eure hilfreichen Beitraege. Habe den Ansatz von nitraM
gewaehlt erst GND routen dann mit 'Polygon GND' und fluten.
Funktioniert alle Bauteile sind an Masse angeschlossen ;-) Ist denn die
Linienstaerke mit der ich ein Polygon zeichne entscheident ob das GND
Signal auch duch enge Passagen an ein Bauteil verlegt wird, ich dachte
das die Bauteile dann eben mit einer duennen Leiterbahn angeschlossen
werden wie auch beim normalen routen mit z.B 0.16 mil Inch.

Gruss,
Torsten

Autor: nirtaM (Gast)
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Hallo Torsten,
es entscheiden zwei Parameter, ob du zwischen zwei Pins durchkommst,
oder nicht: 1. die Breite der Linie
            2. der Isolationsabstand

Wenn du zwischen einer Engstelle durch willst, muß die mindestens
2xIsolationsabstand plus Leiterbahnbreite groß sein!


Wie breit deine Leiterzüge sind, und was für einen Isolationsabstand
eingehalten werden muß def. Eagle in den Netzklassen.


nitraM

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