Guten Tag an Alle! Mein Kopf raucht schon, deswegen möchte ich euch um Rat bitten! Ich habe einige Fragen zusammengetragen die für einen Elektroniker leicht zu beantworten sind. Grundsätzlich geht es um elektrostatische Aufladung und die vorbeugenden Einrichtungen zum Schutz der Komponenten die zusammengebaut werden sollen. Liege ich richtig wenn ich sage...: 1. Anlieferung: Die Bauteile (Elektronik) sind in speziellen ESD-fähigen Verpackungen anzuliefern. 2. Montage der Bauteile: ESD Tische sind so konzeptioniert, sodass sie über einen entsprechenden Boden (ebenso ESD-fähig) geerdet sind und keine zusätzliche Erdung notwendig ist? 3. Für die Werkstückträger innerhalb der Montage kann die gleiche Schutzkategorie (abschirmend, statisch ableitend, isolierend,..) verwendet werden wie die Verpackungen durch den Lieferanten. Fragen: 4. Was bedeutet ESD-fähige Verpackung? Ist damit gemeint, dass mit Hilfe dieser Verpackung kein zusätzlicher Potentialausgleich notwendig ist, weil der spezifische Widerstand der Verpackung so hoch ist ? (z.B. 10 MOhm) 5. Wie hoch ist der spezifische Widerstand der Erde? Das sind SEHR Laienmäßige Fragen und ich hoffe jemand kann sie vielleicht einfach erklären. Danke im voraus Viele Grüße!
2. ... der Arbeiter muss auch entsprechend gekleidet bzw. verkabelt sein. Stuhl nicht vergessen.
Es gibt Verpackungen, die elektrostatische Aufladung verhindern, also sich nicht von selber aufladen. Das sind meistens diese durchsichtig oder rosa eingefärbten Tüten. Dann gibt es Welche, durch die keine Elektrostatische Aufladung durchkommt, also das Bauteil abschirmen. Diese sind meist grau-silber. Gruß Jonas
1. Wenn der Lieferant das mitmacht unbedingt so festlagen. Nicht antistatische Umverpackung muss weg sein bevor es in den geschützten Bereich geht und die Teile ganz ausgepackt werden. Ansonsten sollen so komische Luftionisierer helfen, schädliche Ladungen abzubauen. Ich würde aber Ersteres bevorzugen. 2. Nein, die Tische selber haben ein Kabel um sie zu erden. Unbedingt anschließen. Das ist um Größenordnungen zuverlässiger, als über Tischbein auf ableitfähigem Boden. 4. ESD bekommt man am Besten mit schwach leitfähigen Materialien vom Hals. Hochisolierende sind kontraproduktiv, die generieren eher Aufladungen. Unbedingt nochmal schauen, was elektrostatische Aufladungen sind und wie sie entstehen. Gut leitfähige Materialien sind auch nicht das gelbe, weil sie bestehende Ladungen, mit denen Du in den geschützten Bereich kommst schlagartig ableiten und so Schäden entstehen können. Außerdem wäre es doof, wenn durch einen Defekt (Netz-)Spannung gegen Erde auf irgendwas, das der Mensch anfasst wäre und Du dem Strom einen niederohmigen Pfad über den Menschen bieten würdest. 5. Das sind ganz andere Anforderungen wie an Schutzleiter. Man setzt den Widerstand eher noch mit 1 Megaohm Widerständen hoch. Ach und die andere Antwort : Kleidung (Kittel) und Ableitung müssen beides sein. Wenn der Fleecepully aus den Ärmeln des Kittels raus guckt ist schon viel verloren. Die Ableitung kann entweder über Armbändchen oder über Schuhe und Boden erfolgen. Ersteres ist zuverlässiger, Zweiteres praktischer wenn der Mensch im Bereich umher gehen muss. Und bei ableitfähigem Boden immer die Putzfrauen im Auge behalten. Die nutzen gerne mal statt dem Spezialreiniger den Standardreiniger mit Wachsversiegelung.
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