Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik ESD, Potentialausgleich, Kupfer,..


von Steve K. (Firma: Schüler) (bub)


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Guten Tag an Alle!

Mein Kopf raucht schon, deswegen möchte ich euch um Rat bitten! Ich habe 
einige Fragen zusammengetragen die für einen Elektroniker leicht zu 
beantworten sind. Grundsätzlich geht es um elektrostatische Aufladung 
und die vorbeugenden Einrichtungen zum Schutz der Komponenten die 
zusammengebaut werden sollen.


Liege ich richtig wenn ich sage...:

1. Anlieferung: Die Bauteile (Elektronik) sind in speziellen ESD-fähigen 
Verpackungen anzuliefern.
2. Montage der Bauteile: ESD Tische sind so konzeptioniert, sodass sie 
über einen entsprechenden Boden (ebenso ESD-fähig) geerdet sind und 
keine zusätzliche Erdung notwendig ist?
3. Für die Werkstückträger innerhalb der Montage kann die gleiche 
Schutzkategorie (abschirmend, statisch ableitend, isolierend,..) 
verwendet werden wie die Verpackungen durch den Lieferanten.

Fragen:
4. Was bedeutet ESD-fähige Verpackung? Ist damit gemeint, dass mit Hilfe 
dieser Verpackung kein zusätzlicher Potentialausgleich notwendig ist, 
weil der spezifische Widerstand der Verpackung so hoch ist ? (z.B. 10 
MOhm)
5. Wie hoch ist der spezifische Widerstand der Erde?

Das sind SEHR Laienmäßige Fragen und ich hoffe jemand kann sie 
vielleicht einfach erklären. Danke im voraus

Viele Grüße!

von Jörg E. (jackfritt)


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2. ... der Arbeiter muss auch entsprechend gekleidet bzw. verkabelt 
sein. Stuhl nicht vergessen.

von Jonas G. (jstjst)


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Es gibt Verpackungen, die elektrostatische Aufladung verhindern, also 
sich nicht von selber aufladen. Das sind meistens diese durchsichtig 
oder rosa eingefärbten Tüten.
Dann gibt es Welche, durch die keine Elektrostatische Aufladung 
durchkommt, also das Bauteil abschirmen. Diese sind meist grau-silber.

Gruß Jonas

von fop (Gast)


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1. Wenn der Lieferant das mitmacht unbedingt so festlagen. Nicht 
antistatische Umverpackung muss weg sein bevor es in den geschützten 
Bereich geht und die Teile ganz ausgepackt werden.
Ansonsten sollen so komische Luftionisierer helfen, schädliche Ladungen 
abzubauen. Ich würde aber Ersteres bevorzugen.
2. Nein, die Tische selber haben ein Kabel um sie zu erden. Unbedingt 
anschließen. Das ist um Größenordnungen zuverlässiger, als über 
Tischbein auf ableitfähigem Boden.
4. ESD bekommt man am Besten mit schwach leitfähigen Materialien vom 
Hals. Hochisolierende sind kontraproduktiv, die generieren eher 
Aufladungen. Unbedingt nochmal schauen, was elektrostatische Aufladungen 
sind und wie sie entstehen. Gut leitfähige Materialien sind auch nicht 
das gelbe, weil sie bestehende Ladungen, mit denen Du in den geschützten 
Bereich kommst schlagartig ableiten und so Schäden entstehen können.
Außerdem wäre es doof, wenn durch einen Defekt (Netz-)Spannung gegen 
Erde auf irgendwas, das der Mensch anfasst wäre und Du dem Strom einen 
niederohmigen Pfad über den Menschen bieten würdest.
5. Das sind ganz andere Anforderungen wie an Schutzleiter. Man setzt den 
Widerstand eher noch mit 1 Megaohm Widerständen hoch.

Ach und die andere Antwort :
Kleidung (Kittel) und Ableitung müssen beides sein. Wenn der Fleecepully 
aus den Ärmeln des Kittels raus guckt ist schon viel verloren.
Die Ableitung kann entweder über Armbändchen oder über Schuhe und Boden 
erfolgen. Ersteres ist zuverlässiger, Zweiteres praktischer wenn der 
Mensch im Bereich umher gehen muss.
Und bei ableitfähigem Boden immer die Putzfrauen im Auge behalten. Die 
nutzen gerne mal statt dem Spezialreiniger den Standardreiniger mit 
Wachsversiegelung.

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