Umsetzen elektronischer Ideen

Gast #290920
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Hallo Leute,

ich hoffe, daß ich hier richtig bin. Habe schon seit Jahren beruflich
wie auch als Hobby aktiv mit Elektronik zu tun. Suche im Raum Bruchsal
- Karlsruhe innovative Mitbastler zum Umsetzen elektronischer Ideen.
Kommerzielle Projekte willkommen.
Also, wer hat Lust? Wer sich angesprochen fühlt kann sich gerne bei mir
melden: MH-Elektron@web.de

Grüße
   Mathias
Gast #290921
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Hallo!

Klar bist du hier richtig, denn hier ist ja die ganze Webseite nur über
Mikrocontroller. Was genau machst du beruflich?
Hast du Hobbymässig schon Projekte verwirklicht?

Ich würde gerne ein Anzeigesystem für meinen Motoroller realisieren;
mit Spannungs-, Strom-, Temperatur und vielleicht noch eine
Gegenwindanzeige. Und das soll aber noch nicht alles sein. Ein
Sicherheitssystem mit Alarmanlage soll auch noch integriert werden.
Mit Zahlencodeschloss, mit dem man den Zündstrom aktivieren kann und
der das Schloss ersetzen soll.
Wenn man es gut plant, kann man es dann sicher auch vermarkten.
Gast #290924
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es gibt für alles DIN-normen! und wenn du ein stück elektronik in ein
straßenverkehrszugelassenes fahrzeug einbaust (und v.a. dabei
elementare dinge wie die arbeitstüchtigkeit des motors anfaßt), wird
die zulassung wahrscheinlich nichtig sein und du mußt nachweisen, daß
dein produkt zuverlässig,langzeitstabil, mit evtl. notroutinen bei
ausfall und gefährdungsfrei für andere arbeitet. hinzu kommt noch emv,
vde-schutzgüte (oder so), postzulassung,was weiß ich......

wenn du das in deinen roller einbaust und niemandem bescheid sagst,
wirst du damit (hoffentlich) glücklich werden, aber versuche nicht, das
ganze offiziell zu verkaufen!
Gast #290927
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rischtisch. hinzukommt noch die verifizierte herstellung (denn nur dann
kann ein e zeichen erteilt werden bzw dauerhaft erhalten bleiben).
also nix mit der herstellung in der garage oder bei mammi im keller
Gast #290928
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Wie wäre es mit diesem Trick?

- man finde/gründe eine kleine Firma im EU-Osten, die ein CE-Zeichen
kleben darf (Litauen, Lettland, Estland, HU, CZ)
- man scheibe "made in E.U." drauf
- man importiere seine genialen Einfälle über eine ebenfalls
ISO-zertifizierte Handelsfirma in DE/CH/A nach Westeuropa
- man bunkere die Kohle bei der Sparkassenfiliale in seinem Dorf oder
bei der Mammi im Keller

Gruss
Dmitri
Gast #290929
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nicht schlecht, nur leider reine phantasie und auch in sich nicht
schlüssig. mal abgesehen das es nicht durchführbar ist, weil das alles
viel kostet und so nichts vom vermeintlichen gewinn übrig bleibt

warum eine firma gründen und dann noch importieren über eine fremde
firma? und dann? wie kommt das wieder bei dir auf den tisch, da du ja
der bist, der es haben will und nicht die importfirma (die sich
sicherlich nicht dafür bereit erklären wird)
Gast #290930
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@ Mike

Nein, kein Importieren über eine fremde Firma. Es sind nur zwei
juristisch unabhängige Produktions- und Handelsfirmen, im Osten und im
Westen bei der Mammi, die einen gemeinsamen Besitzer haben. Es ist wie
Drehteile-im-Osten-bestellen.

Die Voraussetzung für all das wäre die Tatsache, dass der Osten billig
ist. Ja, klar, der Arbeitswut ist dort nicht die Haupttodesursache.

Allerdings:

- die CE-Zertifizierung und deren Unterhaltung bei der Produktionsfirma
ist ums zehnfache günstiger (wenn ich nur an das alljährliche Theater in
unserer Firma denke...) und ist EU-intern annerkant
- CE-Tests des Produktes ebenfalls billiger
- die Produktionsfirma verkauft die Ware nach Westen zum "ortsüblichen
Preis"
- ohne Verzollung (EU!!!) kommt die Ware dort an, wo die Konsumenten
zahlungskräftiger sind; also die Preisschere
(Produktionsfirma>Handelsfirma>Konsument) darf so gross sein, wie die
Persolalkosten von einem Land zum anderen.

Also, das Outsourcing eben, allerdings von Anfang an.

Ich möchte aber bitte hier nicht missverstanden werden, als würde ich
für den Osten die Werbetrommel rühren. Die Probleme sind auf dem
mentalen Niveau, mit denen man zu tun haben wird.

Gruss
Dmitri
Gast #290931
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der, der es an den endkunden verkauft is drann. somit hast du nichts
gekonnt. wie willst du in den o-staaten eine firma aufmachen, wenn du
nicht deren sprache perfekt beherrschst und dich mit den dortigen
gesetzeslangen auskennst?
das sind so alles fußangeln....
Gast #290932
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@ Mike

> der, der es an den endkunden verkauft is dran.

Natürlich ist es so, wenn man damit die Produkthaftung meint. Es ist
aber nichts gelogen und das Produkt durchlief alle Tests, nur einiges
günstiger.

Die Gesetze und die Sprache sind in der Tat "hinderlich", wobei ich
mit dem Letzteren geniger Mühe hätte. Und, ehlich gesagt, will ich
nicht wirklich "back to the roots"...
Gast #290933
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ce darfste Doch ohne Prüfung einfach druffpappen... nur wenn dann die
Reklamationen kommen wirst Du beweisen müssen das dein Teil sich nicht
negativ auf die Restliche Bordelektrik auswirkt.
Aber das CE kannste druffpappen.
Gast #290935
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Chinesen:

Wie gesagt, CE Zeichen darf jeder selbst draufkleben

Wenn sich jemand beschwert und die zugehörigen Tests haben will, ist
die chinesische Firma längst verschwunden.

Die Chinesen sind übrigens wieder mal schlauer: EMV-Tests z.B. kann man
realistisch gesehen nur in China selbst machen lassen. Alles andere
scheitert an vollkommen überzogenen zeitlichen Fristen, die kein Mensch
einhalten kann, wenn man's im Ausland macht.
Gast #290937
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Die chinesischen Hersteller machen das ganz einfach:
Produkt herstellen, CE draufkleben, nach EU verkaufen.
Beschwert sich jemand, dann ist niemand in der EU dafür zuständig. In
Die Behörden in China haben kein interesse, etwas gegen die Firmen im
eigenen Land zu unternehmen.
Wenn es doch mal zu einem Urteil kommt: Firmenname ändern (z.B. einfach
einen Teil des Doppelnamens weglassen. Die alte Firma existiert dann
offiziell nicht mehr.)
Gast #290938
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naja, nur irgendjemand bringt ja die chin-sachen hier in den
handel/verkehr. und damit ist er zuständig dafür.
von alleine oder nur von privatpersonen per internet-direkt-bestellung
kommen die sachen hier ja auch nicht rein..
Gast #290940
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Mich erstaunt es ja nicht mehr, warum es Deutschland wirtschaftlich so
schlecht geht. Das ist sicher schon der zehnte Thread, in dem jemand
eine Idee für ein Produkt hervorbringt, aber sogleich von 10 Usern auf
die unzähligen gesetzlichen Hürden hingewiesen wird, die jede
gewinnbringende Herstellung verunmöglichen.

Zum einen sind es die Gesetze, Gebühren und Zertifikate selbst, die
jegliches Wirtschaften von Klein- oder Einmannbetriebe verunmöglichen.
Zum anderen scheint sich dadurch aber auch eine völlig lustlose
Mentalität in den Köpfen festzusetzen, dass schon gar nicht mehr daran
gedacht wird, aktiv wirtschafltich tätig zu werden.
Gast #290942
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Traurig ist nicht, dass die Leute ihn darauf hinweisen. Traurig ist die
Tatsache, auf die sie ihn hinweisen und die Tatsache, dass den Leuten
nichts mehr besseres in den Sinn kommt als dieses ganze
Gesetze-Gebühren-Bewilligungen-Theater...

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