Hi Klaus,
Die Spannung (in Volt) kannst Du teoretisch auch aus dem Solarmodul
eines Taschenrechners beziehen. Wichtig zur Dimensionierung ist, was Du
damit betreiben möchtest. Es gibt als Faustregel:
An einem Sonnentag strahlen von unserem Stern 1kw/m² Leistung.
Das klingt zunächst sehr viel. Ist es auch, aber jetzt kommen die
Abzüge. Rechnen wir bei einem Solarmodul mit einem Wirkungsgrad von
14%.- Bleiben noch 140W- Ausreichend für einen Fernseher.
Das Solarmodul liefert aber, bedingt durch seine Halbleiterherkunft,
nur eine sehr geringe Spannung, diese muss also über einen
HOCHSETZSTELLER erst auf die Gewünschten V gewandelt werden (weitere 2%
Verluste). Möchtest Du anschließend die gelieferte Spannung ins Hausnetz
einspeisen (ist am einfachsten, weil dann kannst du die vorhandenen
Leitungen nutzen - ein Gleichstromnetzwerk im Haus ist zwar sexy, aber
du musst die Kabel, je nach Leistung viel größer Dimensionieren)
brauchst Du noch einen FREMDGEFÜHRTEN WECHSELRICHTER (teuer). Das
Fremdgeführt bedeutet hierbei, das sich der Wechselrichter an der ihm
zugeführten Frequenz orientiert und nicht seine Eigene über die des
Hausnetzes legt, welches zu witzigen Effekten führen kann.
Erkundige Dich außerdem mit wie vielen SONNENSTUNDEN Du in Deiner
Gegend rechnen kannst.
Wenn du diese Ratschläge befolgt hast, hast Du jetzt eine Anlage, die,
wenn Die Sonne scheint, genügend Saft bietet, um ein Fußballspiel
verfolgen zu können.
Da Fußballspiele aber auch stattfinden wenn Die Sonne nicht scheint,
haben wir ein kleines Problemchen. Du musst also die Energie, welche
Die Sonne Deiner Anlage den Tag über zuführt, irgendwie Speichern.
Das Stromnetz kann dieses Nicht. In einem Stromnetz kann immer nur
soviel Energie entnommen werden, wie gerade hinzugefügt wird. Wenn Du
mehr Energie entnimmst, schrillen Bei Wattenfall oder RWE irgendwo die
Alarmglocken, weil die Frequenz in den Keller geht, und es werden
unheimlich teure und für Aktionäre sehr ertragreiche Regelleistungen
zugeschaltet. Dies sind Gasturbinen oder Wasserkraftwerke, die irgendwo
rumstehen und zumeist nix tun, um dann in Sekundenschnelle hochzufahren
und dieses Netzwerk stabil zu halten. - Wenn das nicht passiert hat
dies großflächige Konsequenzen, siehe USA. Doch ich schweife ab.
Du musst also, möchtest Du auf den Atomstrom verzichten
(In den letzen Jahren haben die gewählten Volksvertreter (Gott möge
seinen Zorn über sie entsenden), nicht nur die arme Madam Bürgerrechte
mehrfach vergewaltigt, sondern auch versucht, diverse mathematische
Gesetze zu brechen...- verdammt, ich schweife schon wieder ab.)
Deine Energie irgendwo speichern.
Wohnst Du am Hang, baust Du 2 Teiche. Tagsüber pumpst Du das Wasser vom
unteren Teich in den Oberen. (95% Wirkungsgrad) Wenn Du dann, wenn es
dunkel geworden ist, die Glotze einschaltest, rauscht das Wasser dann
über die Pumpe, die nun ein Generator ist, wieder zurück in den unteren
Teich. (>60% Verluste)
klingt komisch, ist aber so. ;-)
Wohnst Du in einem Überschwemmungsgebiet welches erst vor kurzem von
den Kommunen als attraktives Bauland ausgewiesen wurde, bleibt Dir wohl
nur die Elektrochemische Speicherung der Energie. Hierfür gibt es
diverse Ansätze die bisher alle nicht viel taugen. Es darf also
geforscht werden. Gängige Methode ist, sich den Keller (wenn er trocken
sein sollte),mit Bleiakkus vollzustellen, die vertausendfachung der
Kosten über Subventionen auf die anderen abzuwälzen, und sich über die
Paar eingesparten Kröten zu freuen, die man den Großkonzernen nicht
mehr in den gierigen Rachen schmeißen muss. ( sind eigentlich alle nur
blöde??)
Fazit:
Die Politiker bekommen nicht das was sie verdienen.
Solarstrom und Windkraft stinken auch.
Du solltest wirklich ein paar mehr Informationen über Dein Projekt
reinstellen.
so long, Haribo Hunter