Hallo, Ich verstehe folgenden Zusammenhang aus meinem Skript nicht: Die minimale Speicherfläche ist bei 1 M DRAM erreicht. Bei einer Speicherfläche von 10 mikrometer^2 und Oxidschichtdicke von 30 nm und einer Dielektrizitätszahl von 3.9 erreicht man eine Speicherkapazität von 50 fF. Die Gründe dafür, sind die Alphastrahlung und Kapazität der Datenleitung. Danach steht folgendes: Die Folgen für die Entwicklung der Speicherzellen: Speicherzellenfläche bleibt ab 1M DRAM konstant Bei einer Speicherfläche von 10 mikrometer^2 hat man eine Speicherkapazität von 30 fF. Aber der Trend geht in Richtung der Halbierung der Fläche pro Generation. Sprich man kann keine Kapazität von 50 fF realisieren aufgrund der Fehleranfälligkeit? Kann mir jemand bitte diesen Abschnitt erklären?
Kann es sein, dass der Dozent in seinem Skript und vermutlich auch in seiner Vorlesung einfach auf dem Stand der 1980er Jahre stehengeblieben ist?
Vielleicht solltest du die Angaben aus dem Skript lieber wörtlich zitieren. Das von dir geschriebene klingt so, als sei mit dem 1M-Chip das Ende der Fahnenstange erreicht. In Anbetracht dessen, dass aktuelle DRAMs mehr als 1000 mal so viel Speicherkapazität haben (auf der ungefähr gleich Chipfläche) hoffe ich mal, dass ich die von dir wiedergegebene Beschreibung im Skript falsch verstanden habe. Was im Skript vielleicht gemeint war: man braucht eine gewisse Mindestkapazität pro Zelle. Würde die Zellkapazität zu klein, dann reicht sie nicht mehr für den notwendigen Spannungshub auf der Bitleitung aus. Außerdem steigt das Risiko, dass ein einzelnes Alphateilchen genug Störung einbringt, um die Zelle ganz zum Kippen zu bringen. Die im Skript genannten 50fF pro Zelle sind imho auch heute noch die typische Größenordnung (irgendwas zwischen 15fF und 50fF, je nach Hersteller und Prozess). Nur braucht man heute eben keine 10µm^2 mehr dafür sondern weit unter 1µm^2
Tut mir Leid, hier jetzt wortwörtlich: Probleme bei Integration von DRAM Speicherzellen - minimale Speicherfläche bei 1M DRAM erreicht Speicherfläche: 10 mikrometer^2, Oxiddicke: 30nm, DE=3,9 --> Kapazität der Speicherzelle 50fF -Gründe: alpha-Strahlung und Kapazität der Datenleitung Folgen für Entwicklung der Speicherzelle: Speicherzelle bleibt bei 1 M DRAM konstant Speicherfläche: 10 mikrometer^2, SpeicherKapazität: 30fF Aber: Trend in Richtung A/2 pro Generation --> Flächenbedarf muss weiter sinken Danach folgen 3D Realisierungen
Na, dann stammt der Skriptschreiber wohl noch aus der Siemens-Halbleiterei und das letzte Update des Skripts ist >25 Jahre alt. Womit der Schreiber heute noch recht hat: man nutzt das Si tatsächlich stärker in der dritten Dimension, als es zu Zeiten des 1MBit DRAM üblich war. Heute übliche Strukturgrößen sind im Bereich 30nm, die Einzelzelle braucht typisch 6*F^2 (also ~0,005 µm^2). Alles nur ganz grob geschätzt, ein halbes Jahr später sind die Zahlen eh schon wieder veraltet.
> man nutzt das Si tatsächlich stärker in der dritten Dimension
Genialer Trick!
Vor 30 Jahren waren die radioaktiven Verunreinigungen im Gehäuse das
Problem. Hat man Heute im Griff.
Übrig blieben 1 Alphateil pro cm² und Jahr aus nicht abschirmbarer
Höhenstrahlung. Mit dem 3D Aufbau werden die Chips so klein, dass man
diese Speicherfehler gegenüber den Softwarefehlern vernachlässigen kann.
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