Moin, kann mir jemand erklären, wie ZVS bzw. soft switching bei der folgenden Schaltung funktioniert: http://www.st.com/st-web-ui/static/active/en/resource/technical/document/application_note/CD00115561.pdf Das Funktionsprinzip der Schaltung habe ich an sich verstanden, nur beim Thema ZVS steh ich noch komplett auf dem Schlauch. Relevante Seiten (Schaltpläne) sind die Seiten 8-12 beim angegebenen Link. Gruß Tobias
Das ZVS Signal in den Oszilloskopbildern ist wohl als Timer gedacht, aber ich vermute du willst eher wissen wie die Brücke im ZVS Betrieb arbeitet. Die Grundidee beim ZVS ist, im Nulldurchgang der Spannung einzuschalten. Das hat den Vorteil dass die Drain-Source Kapazität der Transistoren entladen ist und man diese beim Einschalten nicht kurzschließt. Würde man sie kurzschließen würde in jedem Zyklus die darin gespeicherte Energie in Wärme umgesetzt werden. Bei hohen Spannungen (welche bei quasi allen 230V-Netz basierten Schaltungen auftreten) sind diese Verluste teils enorm. Die Frage ist jetzt wie man diesen Zustand erreichen kann. Bei einer Halbbrücke geht das zum Glück ganz einfach. Die beiden Schwingkreiskondensatoren kannst du dir gedanklich zu einem denken. Schaltet man jetzt den Oberen Transistor an beginnt der Strom in der Spule zu steigen. Schaltet man ihn wieder aus hält die Induktivität den Strom weiter aufrecht. Dieser Strom wird aus dem Schaltknoten "abgesaugt" und sorgt dafür dass sich die Kapazität dieses Knotens entläd. Dabei sinkt die Spannung. Sobald die Spannung unter 0V gefallen ist, beginnt die Bodydiode des unteren Transistores zu leiten und hält die Spannung auf diesem Level. Der Strom in der Induktivität nimmt dabei ab. Jetzt schaltet man den unteren Transistor ein. Beachte dass das einschalten verzögert zum ausschalten des oberen Transistors erfolgt, damit der Knoten zeit hat entladen zu werden. Sobald der untere Transistor eingeschaltet wird übernimmt er den Stromfluss der Diode. Zwar ändert sich die Spannung etwas aber ansonsten passiert nicht viel. Sobald der Strom in der Induktivität allerdings auf Null ist liegt dank des eingeschalteten Transistors weiterhin eine Spannung über der Induktivität an, der Strom sinkt weiter und wird negativ. Er fließt jetzt von dem Zwischenkreiskondensator über die Induktivität durch den unteren Transistor. Nach einiger Zeit wird der untere Transistor abgeschaltet. Die Induktivität zwingt den Strom weiterhin in den Knoten. Da die Ladung nicht abfließen kann steigt die Spannung an, der Knoten wird aufgeladen. Sobald die Spannung VCC erreicht hat leitet die Diode des oberen Transistors und begrenzt die Spannung. Gleichzeitig wird der Strom in der Induktivität steigen (Vorzeichen beachten) und positiv werden. Ab hier sind wir wieder am Ausgangspunkt angelangt.
Vielen Dank, das Hilft mir doch schon deutlich weiter und ich glaube ich hab es auch verstanden.
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