Fabian schrieb:
> um einen MOSFET N-Channel als Schalter zu dimensionieren,
> würdet ihr ihn mit z.B. Faktor 5 übersteuern?
Im Gegensatz zu Bipolartransistoren gibt es bei MOSFET keinen
allgemeingültigen festen Übersteuerungsfaktor.
> Bzw. wie gross darf UGS maximal sein?
Das steht im Datenblatt.
Wenn man einen MOSFET als Schalter benutzt, kann man verschiedene
Strategien wählen um die Verluste klein zu halten. Wenn selten
geschaltet wird (das meint alles außer PWM) dann sind die
Umschaltverluste zweitrangig und man gibt dem MOSFET alles an Spannung
was man zur Verfügung hat bzw. was er verträgt.
Wenn man hingegen oft und/oder schnell schalten will, dann wird man dem
MOSFET nicht mehr Gatespannung geben als er braucht. Sonst steigen die
Verluste nämlich wieder. Und zwar zum einen die Verluste in der
Ansteuerschaltung selber, aber auch die Verluste im MOSFET, weil er dann
langsamer schaltet.
Um zu wissen, wieviel Gatespannung "genug" ist, schaut man idealerweise
in ein Diagramm R_ds_on vs. U_gs. Da sieht man dann, daß der R_ds_on
oberhalb einer gewissen Gatespannung kaum noch weiter fällt. Für normale
MOSFET liegt diese Spannung bei ca. 10V, für logic-level Typen eher bei
5V oder bei ganz neuen sogar nur um 3V.