Gast
#4614755
Hallo, ich habe noch mal eine Frage in Richtung Kalibrierung. Ich habe hier im Forum schon öfter gelesen, dass ein Messgerät erst dann neu justiert wird, wenn es bis auf 70% an seine Toleranzgrenze gekommen ist. Wenn das die akzeptierte und gängige Praxis ist, dann bedeutet das doch eigentlich im Umkehrschluss, dass sowohl das Kalibrierlabor als auch der Hersteller davon ausgehen, dass das Gerät gar nicht bis an seine 1-Jahres Spezifikation herandriftet sondern eigentlich nur an 30% davon? Könnte ich dann hergehen und davon ausgehen, dass es so bleibt? Also zB in den Kalibrierschein schauen was das Gerät beim letzten mal angezeigt hat. Diese Abweichung quasi wieder auf den echten wert zurückschieben (also zB bei 10ppm Abweichung vom Messwert entsprechend 10ppm abziehen als Faktor) und mir dann auch sicher sein, dass der Messwert um 0,3 * Toleranzgrenzen richtig ist? LG Gunnar