> Ist dafür das Guard Intervall zuständig?
Das erlaubt nur Echos, man muss den Bereich im verlängerten Symbol
finden, der die Echos aus demselben Symbol hat.
> Oder sind zwangläufig Pilot Töne dafür erforderlich?
Hängt vom System und dem Modus (Pakete oder Stream) ab. DVB-T hat zB.
ein Pilot-Muster, was über alle Träger wandert, sodass man mit
2-dimensionalen Inter/Extrapolation über Träger und Zeit die
Kanalschätzung für jeden einzelnen Träger bekommt. Ist auch nötig, weil
es da keine differentielle Modulation gibt und damit die Phasenreferenz
immer wieder "aufgefrischt" werden muss. DAB hat dagegen nur am
Frame-Anfang ein sog. Phasenreferenzsymbol, danach "erledigt" sich alles
über differentielle Modulation der Einzelträger. OFDM-WLAN hat mehrere
Referenz-Symbole am Anfang eines Pakets. Da geht man davon aus, dass
sich die Kanaleigenschaften über die Kürze des Pakets nicht wesentlich
ändern.
> Erfolgt die Synchronisation pro Trägerfrequenz?
Bei OFDM gibt es mehrere Stufen der Synchronisation. Lies dazu bitte mal
die einschlägige Literatur ;)
> Wie verhält es sich mit Phasensprüngen im Kanal?
Die sind in der Realität selten +-PI, sondern dauern einige Träger.
> Ohne Channel Equalizer wird doch bestimmt nicht viel richtiges am Empfänger
> ankommen, oder?
OFDM braucht normalerweise keinen Equalizer in der Zeitdomäne wie andere
Einzelträgerverfahren, das wird eben alles erst nach der FFT hingedreht.
Aber dazu braucht es irgendwelche Referenzen pro Träger (Pilottöne,
ganze Referenzsymbole, etc.)
> PS: konkret geht es um Homeplug Green Phy
Wenn es einen Standard dazu gibt, wird auch drinstehen, wie sie das
Sendesignal erzeugen. Wie das der Empfänger dekodieren muss, fehlt
dagegen so gut wie immer ;)