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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Arbeitsmarkt Sit. wirklich so schlecht? => anderes studium


Autor: Gast (Gast)
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Hi@all

ich hab gerade das Studium der Elektro- und Informationstechnik an
einer
FH begonnen, mir gefällts bisher auch ganz gut.
Aber bei den lesen der Beiträge hier im Forum bekommt man den Eindruck
das man für die Arbeitslosigkeit studiert oder auch schlecht bezahlt
wird.

Meine Fragen:
 -ist das wirklich so schlimm?(von Dozenten und Statistiken hört man ja
das gegenteil als das die Job aussichten sehr gut sind)

-sollt ich besser etwas anderes studieren (z.B. Maschinenbau, Physik,
Mikrosystemtechnik, etc.) Wenn ja, was und warum ist das besser?

 -oder nach den Vordiplom an eine Uni/TU wechseln(hab bisher nur FH
Reife), Grund: hab in einen anderen Thread gelesen das man mit FH nicht
  bzw. nur schwer an die interessanten Jobs kommst (z.B. Entwicklung),
stimmt das?

-welche Fachrichtung sollte ich im Haupstudium einschlagen um
 a)gute Jobausichten zu haben
 b)es soll interessant sein
 zur Auswahl stehen an meiner FH Automobielelektronik,
Nachrichtentechnik, Energietechnik und Mikroelektronik

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen und meine befürchtungen
Entkräften

MFG maniac

Autor: Markus K. (markus-)
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Wenn Du jetzt angefangen hast, dann dauert das ja wohl noch einige Jahre
bis Du fertig bist. Keiner kann sagen, wie der Arbeitsmarkt bis dahin
sein wird. Schau Dir doch einfach mal die aktuellen Stellenangebote so
an, dann siehst Du ungefähr was z.Zt. gerade von den Leuten gefordert
wird und wie der Markt so ist.

Natürlich arbeitet man mit FH-Diplom auch in der Entwicklung (wo denn
sonst?), aber halt eher selten in der Forschung.

Autor: Sebastian (Gast)
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Hallo.

Also als wichtigsten Hinweis kann ich Dir nur geben, dass zu studieren
was Dir persönlich Spass macht. Ich selber habe an der FH Münster
meinen Abschluss gemacht und habe mit der ersten Bewerbung direkt
meinen ersten Job erhalten, obwohl der Arbeitsmarkt ja sooo schwierig
ist. Zwar musste ich dafür von NRW nach Bayern ziehen, aber für einen
Job macht man sowas ja gerne.

Der Arbeitsmarkt in unserem Bereich sieht im Vergleich zu anderen
Berufssparten (z.B. sozialer Sektor) sehr gut. Voraussetzung dafür sind
natürlich ein gewisses Maß an Flexibilität sowie keine Beschränkung auf
große Unterhehmen oder unrealistische Gehaltsforderungen. Man kann auch
in einem kleinen oder mittelständigen Betrieb sehr interessante Arbeit
leisten.

Ich selbst habe zwar eine Diplomarbeit in der Hardwareentwicklung
geschrieben bin nun aber in dern Bereich der Softwareentwicklung mit
Schwerpunkt Qualitätsmanagement gewechselt.

Wer definiert, welcher Job interessant ist? Du, oder? Klar ist, dass
die Zielaufgaben eines FH-Absolventen sicher nicht in der
Grunflagenforschung am Max-Planck-Institur angesiedelt sind, da einfach
ein Teil der Anforderungen fehlen, jedoch kann das im Einzelfall auch
anders sein. Solltest Du also eher Interesse daran haben in der
Forschung sind Deine Chancen mit einem Uni oder TH Abschluss sicher
größer.

In großen Entwicklungsabteilung in der Automobilindustrie z.B. hält
sich das jedoch die Wage. Alltagsgeschäft halt. Am Anfang hat man dort
vielleicht ein Verhältnis von Entwicklungsarbeit zu Verwaltungsarbeit
von 70:30. Nach fünf Jahren dreht sich das oft um.

Als Tip kann ich Dir nur geben, etwas zu studieren was Dich persönlich
fordert und Dich einem Beruf näher bringt den Du in Zukunft mit
Motivation und Freude ausführen kannst. Darüberhinaus kommt es auch
nicht nur auf Deine fachliche Kompetenz an, sonderen auch auf die
"social skills".
Mach Dich also nicht verückt. Konzentrier Dich auf Dein Studium und
genieße die Zeit als Student so gut es geht, das harte Berufsleben
kommt noch früh genug und lass Dir von anderen nicht Deine Entscheidung
schlecht machen.

Autor: Matthias (Gast)
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-ist das wirklich so schlimm?

Schau Dir die Nachrichten an, dann weißt Du Bescheid. Es sieht
allgemein düster aus in Deutschland, und trotz gegenteiliger
Beteuerungen trifft das auch für Ings zu. Nur ist unsere Wolke
leichtgrau, während sie bei anderen Beruf bereits schwarz gefärbt ist.


-sollt ich besser etwas anderes studieren (z.B. Maschinenbau, Physik,
Mikrosystemtechnik, etc.) Wenn ja, was und warum ist das besser?

mach einfach das, was Dich interessiert, egal wer was wann sagt.


 -oder nach den Vordiplom an eine Uni/TU wechseln(hab bisher nur FH
Reife), Grund: hab in einen anderen Thread gelesen das man mit FH
nicht
  bzw. nur schwer an die interessanten Jobs kommst (z.B. Entwicklung),
stimmt das?

Bin zwar von der Uni, aber in der Praxis verwischt der Unterschied
zwischen FH/Uni


-welche Fachrichtung sollte ich im Haupstudium einschlagen um
 a)gute Jobausichten zu haben
 b)es soll interessant sein
 zur Auswahl stehen an meiner FH Automobielelektronik,
Nachrichtentechnik, Energietechnik und Mikroelektronik

Viele wählen Nachrichtentechnik (ich z.B.) oder Technische Informatik
oder Mikroelektronik, weil halt z.Zt. Internet, MP3, Handy usw. in Mode
sind. Trotzdem werden auch alle anderen Sachen gebraucht.
Also: Einfach machen, was Dich interessiert.

Autor: Daniel (Gast)
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Also ich bin auch Nachrichtentechniker von der Uni und mit mp3, Handy
oder sonstigem Modekram hat die Ausbildung nichts zu tun. Das
spektakulärste was man so findet sind Antennen (Funkübertragung) und
Datenübertragung per Kabel (Internet). Wooohoooo...aber Spaß macht's
trotzdem wenn man an Mathe seine Freude hat.

Wir können zwischen Geräte- und Systemtechnik, Automatisierungstechnik,
Technische Informatik, Energietechnik und eben Nachrichtentechnik wählen
und die Nachrichtentechnik ist halt das theoretischste aller fünf.

>-oder nach den Vordiplom an eine Uni/TU wechseln(hab bisher nur FH
>Reife), Grund: hab in einen anderen Thread gelesen das man mit FH
>nicht bzw. nur schwer an die interessanten Jobs kommst (z.B.
>Entwicklung),
>stimmt das?
>
>Bin zwar von der Uni, aber in der Praxis verwischt der Unterschied
>zwischen FH/Uni

Wie schaut es denn mit der Bezahlung aus? Verwischen dort die Grenzen
auch so stark?

Autor: Matthias (Gast)
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Also ich bin auch Nachrichtentechniker von der Uni und mit mp3, Handy
oder sonstigem Modekram hat die Ausbildung nichts zu tun. Das

Jo, aber das weiß Studi vorher nicht ....

Wooohoooo...aber Spaß macht's
trotzdem wenn man an Mathe seine Freude hat.

Mathe ? Also die ganze Laplace und Fourier, Finite-Elemente,
Wahrscheinlichkeitsrechung, Statistik und was es noch an Mathe gibt,
habe ich hinterher komischerweise nie benötigt.


Wir können zwischen Geräte- und Systemtechnik,
Automatisierungstechnik,
Technische Informatik, Energietechnik und eben Nachrichtentechnik
wählen
und die Nachrichtentechnik ist halt das theoretischste aller fünf.

Wir konnten zwischen Energietechnik, Nachrichtentechnik und allg.
E-Technik wählen, wobei jede Richtung sich nochmal in je 4 Fachrichtung
unterteilte. Die meisten hatten NT genommen, weil nach dem Vordiplom
niemand mehr Motoren&Generatoren wiedersehen wollte :-) Das war das
Aussiebfach.

Wie schaut es denn mit der Bezahlung aus? Verwischen dort die Grenzen
auch so stark?

Kommt auch auf die Firma an. Bei uns, Mittelständler, 6.000 Mitarbeiter
weltweit, 3.000 in D, gibt es kaum Unterschiede in der Bezahlung

Autor: Daniel (Gast)
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Also die "Mathe-Freude" war jetzt auf das Studium bezogen.
Statistische Nachrichtentheorie und Didigtale Signalverarbeitung war
schon recht cool was die Wahrscheinlichkeitsrechnung angeht.

Später braucht man die FT, Laplace oder Finite Elemente sicher nicht
mehr da das die Progrämmchen alle können. Was das ist, sollte man dann
aber schonmal gehört haben. :)

Die Betrachtungen beliefen sich ja jetzt auf's Studium.

Autor: Neutron (Gast)
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Zu meiner Situation: Ich bin vor zwei Monaten mit meinem FH Studium
fertig geworden und habe jetzt meinen Traumjob gefunden. Allerdings
muss man sehr (!) flexibel sein was den Arbeitsort betrifft. Wenn man
aber erstmal zwei Monate rumsitzt und nichts zu tun hat und den ganzen
Tag die Stellenbörsen durchkämmt, dann nimmt man das sehr gerne in
Kauf. Es sei denn, du hast Partner/Kinder etc... endlich mal ein
Vorteil Single zu sein ggg

Erfahrungsgemäß wird kaum zwischen FH/Uni unterschieden. Gelegentlich
wird auch Ingenieur/Techniker in einen Topf geworfen - zumindest in den
Stellenangeboten.

Wichtig ist, dass man sich schon während der Diplomarbeit bewirbt, denn
die Firmen lassen sich sehr viel Zeit bezgl. Kandidatenauswahl. Das
können durchaus 4 bis 6 Wochen sein.

Als FHler kommt man sicherlich auch in die Entwicklung. Was denn sonst?
Du meinst FHler kommen nur in die Produktion oder was!? g Selbst ich
mit ein paar 4ern habe das geschafft :)

Autor: Gast (Gast)
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@neutron

erzähl mal ein bischen was machst du genau und wo?

MFG maniac

Autor: Jürgen Schuhmacher (Gast)
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"können durchaus 4 bis 6 Wochen sein"

Na, das wäre aber noch schnell - wobei es mit zu Denken gibt, wenn
einer sich deutlich länger Zeit lässt. Das heisst eigentlich "den
legen wir auf Halde, falls wir nichts Beseres finden"

Das Problem aller Anfänger: Sie werden selten als "plug-in" - also
Ersatz für einen Vorhandenen eingesetzt, sondern mehr als "Additiv",
also eine Art Verstärkung mit weniger Spezifizierung. Der Anfänger ist
eben noch nicht so spezialsiert. Bei den "plug-in"-Stellen ist es
meist so, daß diese schlagartig durch den Abgang eines Etablieren
entstehen, daher ist die Suchzeit der Firmen kurz: Der Abteilungsleiter
braucht keine Stellenanforderung zu schreiben, da die Stelle schon
exisitert, hat mehr freie Hand in der Gehaltsgestaltung und anders
herum auch großen Druck, rasch zu besetzen, weil a) das Projekt drückt
und b) man ihm die Stelle streicht, wenn er länger als 3 Mon ohne
diesen Entwickler auskommt. Der Zeitpunkt der Stellenbesetzung ist
daher präziser terminiert - umso mehr Zeit lässt es sich bei den
Neulingen.

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