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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Uni vs. FH


Autor: *Sich fragender* (Gast)
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Hallo Leute,

da ich das Gefühl habe, dass viele von euch schon lange mit dem Studium
fertig sind, wollte ich mir mal ein paar Meinungen einholen bzgl. dem
Unterschied Uni und FH.
Was ist besser und kann man es überhaupt so einfach trennen oder liegt
es immer an dem, der dort studieren will?

Welche Vor- und Nachteile gibt es denn so?

Gruß,
der Fragende :)

: Gesperrt durch Admin
Autor: ????????? (Gast)
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dazu gibt es massenhaft threads
wie wärs mit sufu nutzen ?

Autor: Daniel (x2) (Gast)
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Bevor du fragst: Die SuFu ist die Suchfunktion...:)

Autor: *Sich fragender* (Gast)
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Also so genau das was ich wissen will, habe ich in der SuFu nich
gefunden...da geht es ja meist um die Frage Promo oder nach FH
TH...will halt mal Unterscheide zwischen beiden Ausbildungsformen
haben. Z.B. wenn man mehr der Praktische typ ist, sollte man dann auch
an die FH gehen oder kann man dann auch an der UNI studieren? Welche
Wege werden einem aufgezwungen wenn man welche Ausbildung wählt
usw...???

Wisst Ihr was ich meine?

Autor: Daniel (x2) (Gast)
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Lies mal bitte den Beitrag "DER INGENIEUR"...da wurde dieses Thema
meines Wissens nach exzessiv diskutiert. Ich kann mich aber auch
täuschen...

Schönen Tag noch :)

Autor: *Sich fragender* (Gast)
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Also den hab ich gelesen und da steht nix drinn was ich wissen will...da
streiten sich nur alle und versuchen später einen leicht
"durchgeknallten" Typen zu beruhigen :)...war sehr spaßig aber nicht
informativ.

Autor: ????????? (Gast)
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sufu !
thema: Elektrotechnik Studieren: FH oder TU ?

Autor: Matthias (Gast)
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> war sehr spaßig aber nicht informativ.

Diskussionen um dieses müßige Thema sind in den wenigsten Fällen
informativ.

Geh halt ein paar Tage zur FH, dann besuchst Du ein paar Vorlesungen in
der Uni, vielleicht hilft's.... Vermutlich ist es bei den meisten
Personen eher eine Bauchentscheidung, die an einem geraden Wochentag
ganz anders ausfallen kann als an einem ungeraden ;-)

Autor: Sven Johannes (Gast)
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Moin...

So eine schwarz/weiss Frage zu beantworten ist unmöglich. Ich habe an
beiden Varianten studiert (TU und FH) und habe meinen Abschluss an der
FH gemacht. Wenn ich mal meinen TU-Mathe-Prof zitieren darf: "Erwarten
sie nicht, dass sie reale Probleme lösen werden. Das können ihre
Kollegen von der FH viel besser als sie. Sie werden Ihnen abersagen, wo
sie zu suchen haben."

Und genau das hat sich eingestellt. Ich bin im 4. Semester von der TU
geflüchtet, weil die Theorie absolut Überhand nahm. Ein "Praktikum",
das für eine Semester angesetzt war, in <8h "praktisch"
abzufrühstücken und dann den Rest mit theoretischen Betrachtungen zu
verheizen gab mir den Rest. Im Hauptpraktikum bin ich dann wieder mit
TUlern zusammengekommen und war entsetzt das da die Grundlagen komplett
fehlten.

Es sind schlicht unterschiedliche Studiengänge mit ebenso verschiedenen
Zielen.

--
 Sven Johannes

Autor: sag ich nicht (Gast)
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@Sven Johannes

ich werd aus deinen Beitrag nicht ganz schlau bist du nun an der FH
oder TU, weil du schreibst Im Hauptpraktikum bin ich dann wieder mit
TUlern zusammengekommen....?
Und bei wem fehlen die Grundlagen FHler oder TUler?
Wie sieht es jetzt aus bist du mit dem Studium fertig, wie ist es
später im job?

Autor: Dmitri (Gast)
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Hallo,

die Industrie mag keine "Akademiker". Oft lautet die Aufgabestellung
"das Ding da muss in 2 Wochen beim Kunden sein und laufen". Wenn dann
einer mit für die Allgemeinheit nicht so ganz  plausiblen
Lösungsmethoden auffährt, macht er alle nur nervös.

Das Niveau einer Uni ist höher als jenes einer FH. Aber eben: es muss
ja einem nutzen.

Gruss
Dmitri

Autor: Patrick (Gast)
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Dmitri,

bei dem Beitrag musst du wohl noch ein wenig nachbessern. Dipl.Ing.
(FH) ist auch ein Akademischer Grad ;-)

Einen Dipl.Ing und Dipl.Ing (FH) kann man in der Praxis selten
auseinanderhalten. Nur ein Dr. fällt am Anfang ein wenig auf. Das legt
sich aber mit der Zeit ;-)

Der Studierende selbst und die Professoren machen den Unterschied,
nicht die Lehranstalt

Autor: HariboHunter (Gast)
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Bitte Aussage:
Fh -Ing sei ein Akademischer Grad überprüfen.

Autor: Patrick (Gast)
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HariboHunter,
mach es einfach mal selbst und schau in das Hochschuhlgesetz deines
Landes. In allen deutschen Bundesländern ist Dipl.Ing. (FH) ein
akademischer Grad

Autor: Sven Johannes (Gast)
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Moin...

@sag ich nicht

Was ist daran unklar?
Meinen Abschluss habe ich an der FH gemacht. Nebenbei: auf meiner
Urkunde steht: "..wird der akademische Grad Dipl.Ing.(FH)
verliehen.." Also wohl doch Akademiker.

Die TU Leute haben ein umfangreiches theoretisches Wissen, sind abe oft
hilflos, wenns ans "Eingemachte" geht. Bestes Beispiel ist ein
komplexer Chip, mit schlechtem Datenblatt. Bis der TUler sich traut das
Ding zu betreiben hat der FHler schon mal das Steckbrett rausgekramt und
die ersten Test gemacht. Ich veralgemeinere hier auf den Stand meiner
Erfahrung, achtung!

Oder der TU-Doktorand der in die E-Werkstatt kommt und einen 12,1µF
Elko braucht. Hat er sich so ausgerechnet und ob wir wüßten wo man denn
Elkos nach E48 bekommt... also das meine ich mit "fehlende
Grundlagen"

Was den Job angeht habe ich jetzt gerade eine schöne Episode erlebt.
Der Chef der Firma für die wir ein Projekt übernehmen sollen kommt zu
uns und wird von unserer "high-tech" überrollt. Wir sind ca. 4-5
Jahre weiter als seine Technik. Im Gespräch läßt er dann so nebenbei
fallen,dass er schon seit einiger Zeit bemerkt, das es seiner Firma an
Innovation fehlt. Er habe ja schon zwei TU Absolventen eingestellt,
aber die schaffen "keine Ergebnisse".... ich soll jetzt im nächsten
Jahr mit dem fertigen Gerät in diese Firma wechseln um mal ein
"bisschen Schwung" in den Laden zu bringen....

--
 Sven Johannes

Autor: HariboHunter (Gast)
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Ach nee, Fehler von mir.
Dipl Ing (BA) war die Berufsbezeichnung.

Autor: Daniel (x2) (Gast)
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Hey Sven Johannes, :)

was sagt dir denn deine Erfahrung bezüglich der Verwendung von
Uni-Ing.s?
Wir wissen ja nun schon dass die FHler etwas praxisbezogener sind. Ich
kann mir aber beim besten Willen nichtvorstellen dass sich alle
Uni-Ingenieure mit Neuentwicklungen oder Verwaltung beschäftigen.

Grüße, Daniel

Autor: tadaeus (Gast)
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Ich kann gut verstehen warum die Industrie wenig Unterschiede macht
hinsichtlich FH/Uni-Absolventen, aber das ist auch ein wenig
Unternehmens-Tradition. Bei Siemens in München z.B. greifen sie im
Zweifelsfall lieber nach Uni-Absolventen.

Erfahrungsgemäß braucht man von den fachspezifischen im Studium
erworbenen Erkenntnissen später im Berufsleben nichtmal 10%; den Rest
braucht man nie wieder. Viele Elektrotechniker brauchen seit ihrem
Studium nie wieder auch nur das Ohmesche Gesetz, weil sie Protokolle
entwickeln, Controller programmieren oder Vernetzungen entwerfen. Viele
Informatiker schreiben keine Zeile Code mehr im späteren Beruf, weil sie
beraten oder strategische Konzepte für Unternehmensführungen entwerfen,
Technologien auswerten oder Technologie-Märkte analysieren.

Fazit: Was man an konkreten Inhalten lernt, ist nicht so wichtig wie es
scheint! Was wirklich wichtig ist, sind die Fähigkeit zum
logisch-strukturierten Denken, und die Fähigkeit, sich schnell in neue
Themen einzuarbeiten. Das lernt man m.A. auf der FH und Uni prinzipiell
gleich gut, wobei die FH's natürlich den Vorzug eines stärkeren
Praxis-Bezugs haben.

Autor: sackgesicht (Gast)
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Zitat
Wenn ich mal meinen TU-Mathe-Prof zitieren darf: "Erwarten
sie nicht, dass sie reale Probleme lösen werden. Das können ihre
Kollegen von der FH viel besser als sie. Sie werden Ihnen abersagen, wo
sie zu suchen haben."
/Zitat

Oder wenn ich meinen FH-Mathe-Prof zitieren darf:
"Hier lernen Sie, dass 1+1=2 ist. An der Uni lernen Sie warum 1+1=2
ist und manchmal auch 3 sein kann"

Autor: Beda (Gast)
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Hallo Sackgesicht,

ich habe an der FH studiert, weiß aber auch warum 1+1 manchmal 3 sein
kann und sage anderen, wo sie zu suchen haben (auch Uni-Ing's.)

Meine Erfahrung ist, dass es erstmal große Unterschiede zwischen den
FHs untereinander gibt. So halte ich Absolventen von einigen FHs
geeigneter für bestimmte Probleme (z.B. Schaltungsentwicklung) was ich
z.B. nicht so exestiv im Studium gelernt hatte. Dafür hatte ich mehr
theoretische Regelungstechnik, obwohl die Fachrichtung in beiden Fällen
die gleiche Bezeichnung hatte.
Dann kommt es auf die (Achtung Neudeutsch) persönlichen Skills an.
Nicht jeder ist zu gleichen geeignet und hat unterschiedliche
interessen. Es gibt auch Doktoren bei uns in der Firma, die sind
glücklich als Sachbearbeiter, wollen gar keine Führungskräfte werden
(zumindest entsteht dieser Eindruck).

Um auf die Frage am Anfang zurückzukommen was besser sei, dass kannst
Du wahrscheinlich erst nach Deinem Studium richtig beantworten.
Bedenken solltest Du aber, dass ein technisches Studium kein
Spaziergang ist (egal ob Uni oder FH) und Du auch vieles lernen must,
was Du später scheinbar nicht brauchst (gehört halt zur
akademischen/ingenieurtechnischen Allgemeinbildung), egal an welcher
Bildungsstätte.
Mach Dir Gedanken, was Du später machen willst(diese Ansicht kann sich
aber noch ändern). Hast Du mehr Spaß theoretisch in der Forschung zu
arbeiten, dann würde ich Uni vorziehen. Willst Du lieber im Vertrieb
arbeiten, dann FH. Wenn Du lieber in der Entwicklung sein willst, dann
such die Fakultät mit besten Ruf raus und die Deine Interessen am
Besten wiederspiegelt.
Ich bin mit meiner Wahl sehr zufrieden gewesen, aber habe auch Glück
gehabt, da meine Interessen sich im Studium sehr geändert hatten (vom
Praktischen zum Akademischen).

Gruß

Beda

Autor: Salvatore (Gast)
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Der Beitrag direkt über mir ist der Einzige, der das Thema sachlich
behandelt. Bei den anderen schwingt immer ein gewisse
Verteidigunghaltung mit, um das zu erklären, was man selber getan hat.
Das gilt besonders für den zitierten FH-Prof! Viele sind einfach nur
sauer, weil sie es nicht an die Uni gepackt haben oder es keine Stelle
gab und werten die Uni ab. Das überträgt sich dann auf die Studenten.

Ich selber habe an einer Uni studiert und einen sehr guten Vergleich zu
Bekannten von der FH: Das Erlente ist zu 50% exakt dasselbe! - auch was
die "Praxis" angeht! Da lernt man an der Hochschule eh' kaum etwas -
da ist alles Theorie. Die echte Praxis (Arbeitsabläufe, Kommunikation,
Orga, Planung) lernt man eh erst im Job und die sind eben sehr
wichtig.

Fakt ist, daß der Uniabgänger noch einen großen Klatsch an Theorie
aufgebrummt bekommt, der sehr viel Abstraktionsvermögen erfordert und
der nicht jedermanns Sache ist. Gebrauchen kann man das genau so oft
und so wenig, wie man alles andere gebrauchen oder nicht gebrauchen
kann, das man mal gelernt hat. Braucht jemand seine
Geschichtskenntnisse aus dem Abi ?

Der Uniabgänger studiert einfach mal ein gehöriges Stück länger und
steigt viel tiefer ein. Wir z.B. hatten an der Uni Darmstadt viel mehr
Zeit, für Controllerlabore und Softwareentwicklungsprojekte und sie
waren auch nicht so voll und überlaufen, wie die der FH Darmsatdt.

Der Unistudent hat aufgrund des erhöhten Theorieanteils allerhöchstens
rechnerisch weniger Ausbildung an praktischen, alltäglich nutzbaren
Dingen. Daher ist ein leidiger und blödsinniger Trugschluss, daß FHler
hierfür automatisch besser geeignet sein müssen und Uniabgänger keine
Praktiker wären.

Daß Siemens z.B: und auch viele andere Großfirmen im Zweifelsfall zum
Uniabgänger greifen, ist zum Einen reine TRadition und zum anderen
Konsequenz der Studentenprofile: Die heutigen Abgänger KÖNNEN einfach
nicht mehr das, was früher mal Gang und Gebe war. Wegen des allgemeinen
Niedergangs greifen viele eben dann möglichgst weit oben, genau wie es
in der Restwirtschaft auch geamcht wird: Es werden Abiturienten
eingestellt, weil das Niveau der Schüler rapide gesunken ist. Such Dir
heute mal eine für Büro mit mittlerer Reife, die noch einen Brief
fehlerfrei tippen kann. Beim Abiturient habe ich wenigstens ncoh ein
gewisses Mindestniveau.

Autor: Patrick (Gast)
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Hallo Salvatore,

mein Beitrag bezog sich nicht auf mein persönliches Studium, sondern
aus meiner langjährigen Erfahrung als Vorgesetzter. Ich habe schon
verscheidene Ingenieuere und Doktoren eingestellt und über Jahre
begleiten können.

Die pauschale Behauptung, dass Uni Studenten auf Grund ihres längeren
Studiums mehr Vorlesungsstunden besucht haben ist nicht haltbar.
Vergleicht mal die Semesterwochenstunden und länge der Vorlesungsfreien
Zeiten. (Nochmal: mir geht es um die Pauschalität der Aussage!)

In einem Punkt gebe ich dir aber zu 100% Recht: In diesem Thema
schwingt eine Menge Emotion mit, da viele ihre persönlcihe Entscheidung
verteidigen. Die wenigsten können sich ein objektives Urteil erlauben
und leitet ihr Wissen aus Einzelfällen ab (was dann beweisst, wie wenig
diese Person über empirische Forschung gelernt hat ;-)

Autor: Salvatore (Gast)
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Die Stunden je Woche sind bei mir im Vergleich höher gewesen, als an der
FH und selbst, wenn die Wochenzahl im Jahr für die FH länger ist, heisst
das für die meisten Unistudenten nicht, daß sie deshalb mehr Urlaub
hätten, und sich die aktive Lernzeit im Jahr relativiert. Die meisten
arbeiten nebenher und in der Semesterferien als Prkatikant oder
Entwickler in der Industrie und lernen in den 2-3 Wochen, die sie
scheinbar weniger Unterricht haben noch etwas Sinnvolles dazu. Genau
genommen bekommen sie dadurch mehr, der sehr erforderlichen Praxis. Ich
glaube zudem kaum, daß ein Mehr an 2-3 Wochen im Semester (10%-20%) den
Zeitunterschied des längeren Studiums (9/7 = 40%) kompensieren könnte,
zumal der Stoff rascher abgewickelt wird. Kätzerisch könnte man
behaupten, daß die FH-Mannen genau deshalb ein paar Wochenstunden
länger im Jahr an der Hochschule verbingen (müssen), da der Stoff etwas
zeitlich gedehnt verabreicht wird. Auch die Haltung gibt es seitens der
Professoren.

Das sollen aber andere beruteilen. Was ich aus meiner Einschätzung und
Beobachtung als Teamleiter von inswischen 7 Entwicklern sagen kann: Den
Abgängern der Uni fehlt es in keinster Weise an Praxis. Haben wir ein
neues Projekt samt komplexer Problemstellung, kommen genau aus der Ecke
die besten Lösungsansätze und durchdachtesten Konzepte, insbesondere,
wenn es darum geht, vollkommen neue Wege zu gehen. Sie sind auch besser
in der Lage, ein didaktisch gut strukturiertes und für den Kunden
verständliches Konzept darzustellen und es samt eines gereiften
Schreibstils vorzubringen. Das zieht sich quer durch alle
Qualitätsdokumente. Auch was das Auftreten und die Abgeklärtheit
angeht, gibt es da signifikante Unterschiede, die u.a. auch auf das
höhere Lebensalter - bei gleicher Zahl von Berufsjahren -
zurückzuführen ist. Gerade in wichtigen Kundengesprächen weiss da der
eine mehr, und der andere eben weniger zu überzeugen.

Diese Dinge nimmt man natürlich nur wahr, wenn man täglich "dicht
dran" ist und die Leute ständig vor Augen hat, was für die meisten
Entwicklungsleiter sicher nicht gilt. Die stellen zwar ein und
schleusen druch, nehmen aber von dem eigentlichen täglichen Wirken nur
oberflächlich Kenntnis.

Autor: Salvatore (Gast)
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Einen weiteren Punkt könnte man noch zu den Zeiten nachtragen: Die
Diplomarbeiten und Studienarbeiten sind im Unibereich deutlich länger
(nicht nur laut Studienordnung, sondern vor Allem real) und heben sich
qualitativ doch deutlich von den typischen Umsetzungen ab.
Voraussetzung: Es handelt sich um echte Entwicklungsleistungen und
nicht um Forschungsleistungen, die damit nicht vergleichbar wären.

Zurück aber zu der eigentlichen Fragestellung: Die Wahl Uni oder FH
sollte man von den persönlichen Zielen abhängig machen. Für viele ist
ein Unidiplom hinderlich, da viele Stellen für FH ausgeschrieben
werden, was auch etwas mit Sparen zu tun hat und nicht nur mit
angeblich geringeren Anforderungen. In Zeiten, in denen Stellenanzeigen
so lauten "FH-Studium, oder Meister mit vergleichbaren Kenntnissen"
sollte man wahrscheinlich garnicht mehr studieren.

Autor: Daniel (x2) (Gast)
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Ich glaube, diese Zeiten werden sich auch wieder ändern.

Ich werde wohl voraussichtlich Ende nächsten Jahres mein Uni-Diplom in
den Händen halten und bin bisher sehr froh mit der Wahl.

Meine Interessen verschieben sich je nach Anforderung. Als ich noch
Vorlesungen hatte, fand ich die Theorie ganz toll und nun da ich das
Fachpraktikum mache, erkenne ich, wieviel Spaß es macht, die Theorie
umzusetzen und neue Arbeitsabläufe und -konzepte zu erlernen.

Eines muss ich dieser Diskussion allerdings absprechen. So konstruktiv
ihr alle geantwortet habt, ich vermisse die klare
Pro-Kontra-Darstellung beider Institutionen.
Ihr habt die Argumente der Praxis und Theorie entkräftet und nun stehen
die im Regen, die sich noch entscheiden müssen.

Ich kann mir leider kein Urteil über die FH erlauben da ich halt
keinerlei Erfahrung damit habe.

Grüße,
Daniel

Autor: Jürgen Schuhmacher (Gast)
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Das Beste ist wohl, Du schließt Dich mal mit einigen Studenten kurz, die
an verschiedenen FHs studieren und lässt Dich beraten. Da gibt es sehr
große Unterschiede! Ob Du dort zurecht kommst oder nicht, könnte somit
durchaus mehr mit dem Ort der Bildungstätte, als der Kategorie zu tun
haben. Von einigen befreundeten Studenten hörte ich schon die
schlimmsten Schauergeschichten über Profs, die angeblich Spass daran
haben, Studies durchfallen zu lassen. Andere berichten von mangelnder
Motivation, Vorlesungen oder Seminare zu halten. Ich für meinen Teil
kann sagen, daß ich an meiner damaligen Uni diesbezüglich überwiegend
postive Erfahrungen gemacht habe. Mein Tipp: Suche Dir eine kleine Uni.
Da hast Du viel Platz, kleine Lerngruppen und Du bekommst am meisten
mit.

Autor: Daniel (x2) (Gast)
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Ähm, ich schrieb doch dass ich bald fertig bin. Das widerum heißt, dass
ich meine Wahl schon vor vier Jahren getroffen habe. Danke trotzdem.

;)

Autor: Jürgen Schuhmacher (Gast)
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Daniel, der Tipp galt selbstredend für den "sich Fragenden", also den
thread-Ersteller.

Autor: Daniel (x2) (Gast)
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:)

Autor: hans (Gast)
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Hi, ich habe letztes jahr meine allgemeine hochschulreife erlangt.
nun möchte ich wissen ob ich auf der fh anfangs nich zu unterfordert
sein werde.(ich hoffe es hört sich nicht zu eingebildet an, aber das
nevou eines fachabis ist doch wohl nicht mit dem eines richtigen abis
zu vergleichen,oder liege ich da falsch)

Autor: mischa (Gast)
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der war gut

ich habe auch fachabi 1 jähriges schwerpunkt technik gehabt.
mittlerweile bin ich am dipl schreiben.
dir werden die ohren vom stamm fliegen wenn du mathe hast(dir fehlt zB
komplexe zahlen), oder tech-mech(dort wird ständig mit integralen und
gleichungssystemen gerechnet), physik(s. tech mech) oder signale und
systeme!

ja die niveaus sind nich zu vergleichen einer mit abi hat ne breitere
grundbildung zB bio, astro usw..  du hast die grundlagen in einer sehr
kurzen zeit gedrückt bekommen. aber nix is unmöglich kannst mir
glauben

der ist gut  LOL

Mischa

Autor: chris (Gast)
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sorry ... hans da muss ich lachen wenn ich deinen Beitrag lesen ....

Autor: Saar (Gast)
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ich habe an der FH ein Bachelor und danach an der TU ein Master
studiert. Versuch mal mit meine Methode, dass Du eben ein TU Zeugnis
hat und zwar praktische Erfahrungen bei der FH gesammelt... ;-)
Außerdem ist Master internationnal anerkannt... ;-)

Autor: Franz (Gast)
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@Saar,
 wie lang hat denn bei dir Master gedauert? mußtest du
 andere Fächer nachholen?

Autor: pet (Gast)
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Also ich studiere auch auf der FH (Karlsruhe) und habe die allgemeine
Hochschulreife (TG).

>dir werden die ohren vom stamm fliegen wenn du mathe hast(dir fehlt
zB
>komplexe zahlen), oder tech-mech(dort wird ständig mit integralen und
> gleichungssystemen gerechnet)

Von Niveau her finde ich die FH nicht viel schwieriger als das ABI.
Habe mein Vordiplom mit dem gleichen Schnitt gemacht wie mein abi.
Langweilig wird (wegen Unterforderung) dir auf keinen Fall und Falls
doch kannst du ja auch Vorlesungen vom höheren Semester besuchen.
Der Stoff wird halt nur viel schneller vermittelt.
Komplex Zahlen hat man zwar im 1 Semester, diese sind aber in
Wirklichkeit nicht kompliziert. :)
z.B. hatten wir in 2 Wochenstunden Chemie Grundlagen im 1. Semester
ziemlich genau das gleiche wie in 2 Jahren Chemie auf dem TG.
Vom Niveau her war es aber fast einfacher als auf dem TG.
Für jemand der, aber noch nie was mit Chemie zu tun gehabt hat eher
nicht.
Hier zahlt sich eben die relativ gute Allgemeinbildung der allgemeinen
Hochschulreife aus (besonders in den Anfangssemestern).
Die Leute mit Fachabi habe an Anfang mehr zu kämpfen, später gleicht
sich das aber immer mehr an, bis man keinen Unterschied mehr merkt.

Heute würde ich eher zur UNI tendieren, aber nicht wegen Unterforderung
auf der FH, oder gleich den MASTER auf der FH machen, der ist nämlich
mit dem UNI MASTER gleichgestellt.

Autor: Patrick (Gast)
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@hans,

in einigen Fächern wirst du möglicherweise tatsächlich leicht mit dem
Stoff klar kommen. Das ist auch gut so, denn da dadurch hast du dann
die Luft die auf die Fächer zu konzentrieren, in denen du zu schlucken
hast.

Autor: Andi (Gast)
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@hans

das Fachabi hat in den schwerpunkt Fächern (Mathe, Physik,..)
sehrwohl das selbe Nieveau wie das normale Abi, zumindest hier in
Bayern, wie es in anderen Bundesländern aussieht weiß ich nicht.
Der Unterschied liegt darin das du beim Fachabi viel weniger allgemein
Bildung (Literatur, Geschichte, Biologie, usw.) mitbekommst daher auch
der name Fachabi.
Und keine sorge unterfordert wirst du auf keinen Fall sein, 2 Freunde
von  mit allgemein Abi, die mit mir begonnen haben können dir das
bestätigen. Der eine hat bereits wegen den physikalischen Sachen
aufgegeben. Und dem anderen der zuvor Mathe und Physik LK hatte fällt
es  auch nicht leichter oder schwerer wie mir.

Autor: T.M. (Gast)
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Bei uns kannste nach dem FH-Diplom noch xdcen Master an der FH machen in
2 Semestern. Da brauch man an keine Tu dafür gehen...

Autor: Homer (Gast)
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Abschluss ist die eine Sache.
Ich bin jetzt auch bald fertig. Allerdings habe ich schon Sorgen wie es
dann weitergehen wird. Der 'harte'Kern, also die die von Anfang an
dabei sind, haben alle einen Notenschnitt von 3.
Mit Diplomnote geht das dann (hoffentlich) noch ein bisschen rauf.
Sind wir nur alle schlecht oder ist das allgemein der Durchschnitt den
Bewerber vorweisen ??

Autor: Franz (Gast)
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Das wird mich auch interessieren, bin an der FH und bald fertig,
 die meisten haben eine Durchschnitt von 2,2.
 wie ist es so auf der Uni??? gibt es viele 1,..????

Autor: Sven Johannes (Gast)
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@pet

> Heute würde ich eher zur UNI tendieren, aber nicht wegen
> Unterforderung auf der FH, oder gleich den MASTER auf der FH
> machen, der ist nämlich mit dem UNI MASTER gleichgestellt.

Was insbesondere an FHs immer wieder gerne behauptet und bei eigentlich
allen anderen, insbesondere Unis, belächelt wird.

--
 Sven Johannes

Autor: pet (Gast)
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@Sven

Master ist Master egal wo du ihm machst.
Egal ob Uni oder FH, man erhältst den gleichen Grad:
Master of Science (M.Sc.).
Wenn man Master auf der FH macht erwirbt man das direkte
Promotionsrecht.

Bei Diplom hast du Recht.
Diplomingenieur (FH) < Diplomingenieur (UNI)

Mir ist schon klar, dass die UNI FH’ler belächelt und das Ansehen nicht
besonders gut ist.

Autor: Sven Johannes (Gast)
Datum:

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Moin...

@pet
Na, ich wünsche dir viel Spass bei der Suche nach einer Uni die den FH
Master ohne Querelen anerkennt.

Dipl.Ing FH und Uni sind in meinen Augen schon fast verschiedene
Abschlüße, in dem Sinne das sie verschiedene Zielsetzungen haben. Das
<> Zeichen würde ich nicht, oder nur vorsichtig verwenden, != schon
eher.

--
 Sven Johannes

Autor: pet (Gast)
Datum:

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Das ist wieder das arrogante Schubladendenken von der UNI, die meinen
FHler können nix und schon gar nicht Promovieren.

Deshalb habe ich auch geschrieben, wenn ich jetzt noch mal anfangen
würde, würde ich wahrscheinlich auf der UNI studieren, um einfach die
FH Vorurteile beiseite zu lassen.

An der UNI bekommt man nämlich gleich eingetrichtert, dass man die
Elite ist und das der gewählte Studiengang der beste ist ganz egal was
man studiert.

Autor: Azrael (Gast)
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Erstmal vorweg, ich komme aus Österreich und besuche auch eine
österreichische FH(jetzt 2tes Semester)

Ich habe mich für eine FH entschieden weil ich dort sicher nach 5Jahren
(früher 4Jahre) meinen Master in der Tasche habe.
Ein weiterer Punkt war, dass ich mich nicht um das Einschreiben zu den
Vorlesungen/Übungen kümmern muss. Zudem gibt es einen geregelten
Stundenplan, also es kann nicht vorkommen das sich 2Vorlesungen
überschneiden.

Nach dem Studienanfang hab ich noch einen weiteren positiven Punkt
herausgefunden. Und zwar gibt es ab dem 3ten Semester ein eigenes
Entwicklungsboard (AVR,fpga) was meiner Ansicht nach ein großer Voteil
ist da man auch mit höher/niedrigeren Semestern darüber reden kann.

Zum thema Uni-Master vs. FH-Master
die Diskussion ist für mich gleichwertig sie AMD vs. Intel oder
ähnliches.
Die Wertigkeit variirt von Firma zu Firma, von Standort zu Standort und
von Student zu Student.
Einzig so pauschalaussagen wie "Uni > FH" oder ausgeschrieben
"Uni-Absolventen wissen viel mehr als FH-Absolventen" find ich
absolut übrig.
Da will ich erst mal ein paar international/lokal anerkannte Test sehen
von unabhängigen Instituten.
Und wie wir schon gesehen haben, zu jedem guten Fhler gibt es einen
guten uni-Absolventen, und zu jedem schlechten ...

mfg Azrael

Autor: carl (Gast)
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Hallo zusammen,

vielleicht interessiert ja noch die Info, daß in größeren Firmen oder
öffentlicher Dienst das Uni Diplom am Anfang mehr Geld bringt. Bei uns
(1600 Beschäftigte) sind es am Anfang 300eur und nach 3 jahren sinds
schon 500eur.
Und wenn du vorhast später nen Haus zu bauen...

Ich habe übrigens an der FH studiert, 2001 abgeschlossen und bekam
keine Eigenheimzulage (verheiratet, Alleinverdiener), da ich im
Außendienst (Serviceingenieur-Weltweit) ca. das doppelte verdiene.

Der Job muß ja nicht nur Spaß machen, sondern man will ja auch
letztendlich was auf der Hand haben!

Und von den Inhalten kann ich auch nur sagen 95% ist nur "nice to
know". Allerding wird ja nicht nur der Stoff vermittelt, sondern vor
allem die Fähigkeit zum eigenständigen lernen. Ich bastel übrigens an
Radaranlagen und deren Vernetzung rum, studiert habe ich
Biomedizintechnik...

Autor: Marco (Gast)
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Wie sieht es eigentlich mit der Anzahl der freien Stellen aus?
Täusche ich mich oder gibt es tatsächlich WESENTLICH mehr Firmen die
Ingenieure von einer FH suchen? Ich habe lange überlegt und verglichen
und bin letztendlich zum Schluss gekommen an einer Uni zu studieren.

Findet man nachher überhaupt einigermaßen schnell (sagen wir mal
innerhalb eines Jahres) einen Job bei dem keine Berufserfahrung
vorausgesetzt wird? Oder muss man eigentlich schon vor Ende des
Studiums einen Arbeitsvertrag in der Tasche haben?

So langsam mache ich mir Sorgen...

Autor: A.K. (Gast)
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"studiert habe ich Biomedizintechnik..."

Hab mal jemanden kennengelernt, der hat beruflich hochverfügbare
Rechnersysteme konfiguriert, also Systemtechnik vom Feinsten. Mit
Uni-Studium, allerdings als Altsprachler/Archäologe.

Autor: carl (Gast)
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@ A.K.

vor dem Studium war aber noch eine Lehre zum Kommunikationselektroniker
(Informationstechnik) und danach 4 Jahre Luftwaffe als Techniker
(StUffz) fuer Microwave-Links. Biomedizintechnik deswegen, weil ich
eine moeglichst breite naturwissenschaftliche Ausbildung haben wollte.
Auch wenn es jetzt befremdlich klingt, aber ich wollte mir viele
Moeglichkeiten offen halten und kein Fachidiot (Tschuldigung) in
Elektrotechnik werden. Auch wenn ich jetzt wieder sowas mache wie bei
vor dem Studium, nur fuer mehr Geld...

Archaelogische Administratoren find ich passend  ;-)

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