Impedanzen sind normalerweise komplexe Widerstände, da hilft ein
Amperemeter und Voltmeter nicht viel. Die Phasenverschiebung zwischen
(Wechsel-)Spannung und Strom ist so nicht meßbar.
Das Ersatzschaltbild der zu messenden Impedanz ist eine Kombination aus
einem ohmschen Widerstand R, einer Kapazität C und/oder einer
Induktivität L.
Es kann eine Serien - oder Parallelschaltung sein, beides ist
ineinander umrechenbar.
Wenn alle drei Elemente R,L und C vorkommen, gibt es Resonanzen, sonst
ist der Frequenzgang irgendeine Tiefpaß-oder Hochpaßkurve, jedenfalls
frequenzabhängig.
Die Impedanz besteht also aus mindestens zwei Zahlenwerten.
Den Gleichstromwiderstand R kann man mit einem Ohmmeter ermitteln (wenn
der Kondensator nicht in Serie liegt).
Die Kapazität oder Induktivität kann man mit entsprechenden Multimetern
direkt anzeigen lassen, die messen das mit Frequenzen im kHz-Bereich.
Der Widerstnd R kann das aber verfälschen.
Oder man mißt die Phasenverschiebung zwischen Spannung und Strom bei
Wechselspannung am Oszilloskop, einfachste Möglichkeit ist der
sogenannte "Komponententester", der in manchen Hameg-Oszilloskopen
schon eingebaut ist.
Ich habe mal die erste Seite eines Artikels aus den Anfangstagen von
Elektor angehängt, das ist so ein Komponententester. Die Bauteilewerte
lassen sich nur grob ermitteln, aber es ist die einfachste Möglichkeit
.