Verständnisfrage zu EMV-Netzfilter

Gast #4647321
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Hallo, ich habe eine Verständnisfrage zu einem EMV-Netzfilter (Schaltung 
siehe Anhang). Störungen, die aus dem Gerät kommen fließen ja über die 
Erde und die beiden Y-Kondensatoren über L' und N' ins Gerät zurück. Die 
Gleichtaktdrossel erhöht die Impedanz zum Netz für diese 
Gleichtaktstörströme und begünstigt somit dieses Verhalten.

Nun zu meiner Frage: Warum wickelt man nicht noch den Schutzleiter (im 
Bild mit E bezeichnet) als dritte Wicklung um die Gleichtaktdrossel? 
Könnte man dadurch nicht die Impedanz auf dem Schutzleiter zwischen der 
Geräteseite und dem Netz erhöhen und somit die Gleichtaktstörungen dazu 
zwingen, den Weg zurück über die beiden Y-Kondensatoren zu nehmen?

Viele Grüße
Angehängte Dateien:
Gast #4647377
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Das Filter wirkt in zwei Richtungen, rein und raus. Hochfrequente 
Störungen werden über die Kondensatoren auf das metallische 
Gerätegehäuse abgeleitet und von diesem abgestrahlt, während 
gleichzeitig der Strom durch die Drosseln vermindert wird. Das Filter 
funktioniert unzureichend mit einem Plastikgehäuse.
#4647668
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Ich schätze du betreibst das Filter falschrum.
Rechts gehört das Netzkabel N,L und PE dran, und ausserdem wird dort das 
Filter auf Masse gelegt.

Idealer Weise sind die Y-Kondensatoren als Durchführungskondensatoren in 
der Blechwand des Gerätes ausgeführt, damit sich wirklich keine HF daran 
vorbei mogeln kann.
Gast #4647679
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Der Schutzleiter muss niederimpedant bleiben, weil der das Potential des 
Geräts bestimmt, und für die elektrische Sicherheit zuständig ist.

Hätte der Schutzleiter eine höhere Impedanz, würde das Gerät eine 
Spannung gegen Erde haben. Nachteile:
- bei einem Erdschluss hätte das Gerät kurz eine hohe Spannung gegen 
Erde
- Wenn das Potential des Geräts floatet (HF-mässig), kann das die 
Abstrahlung verschlechtern
- Man spürt diese Spannung möglicherweise sogar
- HF-Potentialausgleichsströme können dann über Datenleitungen fließen

Drum muss der Potentialbezug des Geräts so niederimpedant wie möglich 
sein. Oft sieht man sogar eine dicke Erdleitung am Gerät, die hat nicht 
nur Sicherheitsgründe.

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