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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 486DX2 - Kleines Board selber bauen?


Autor: Sebastian Heyn (Gast)
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Hi,

ich habe hier noch n A** voll 486 Cpus liegen, und habe gerade eine auf
ne Lochrasterplatine gesteckt... Hat jmd schonmal ein kleines Board
selber gebaut? Gibt es evtl irgendwo Application notes?

Autor: Tassilo (Gast)
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hi

1) fallst du mir ein paar zukommen lassen willst würd ich mich freuen
ich hab noch n A** an 486 Motherboards aber keine CPU's

2) denke mal das dürfte sehr, sehr komplex werden (aber ich kenne ja
deinen Hintergrund ja nicht).

Auf jeden Fall mal Abo für mich da mich das auch interessieren würde.

Autor: Kest (Gast)
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Ich würde spontan sagen: vergiss es
Erstens - die zusätzliche Beschaltung ist etwas komplex (Chipsatz) ;-)
Und zweitens, es gibt ARM  CPUs (oder auch andere) die genauso
leistungsfähig sind, aber auf einer Lochrasterplatine aufgebaut werden
können.

Und nur, um 486 CPUs zu verbrauchen, glaube ich nicht, dass du dann
Lust hast, viel Zeit zu investieren, in das, was im sterben liegt

Gruß
Kest

Autor: Andreas (Gast)
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Das Problem der Intel-CPUs (auch anderer Mikroprozessoren) ist, daß sie
alleine nicht lauffähig sind.
Alleine schon die DRAM Anbindung ist sehr komplex. Vom Rest ganz zu
schweigen.
Mein Tip: Schenk sie alle Tassilo, ohne Mainboard wird das nix.

Autor: Markus (Gast)
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lol
Also wenn Du noch nen A** voll North-&Southbridges (das ist der
Chipsatz für RAM, IDE usw.) hast, viel Spaß beim puzzlen mit Lackdraht
;)
Ansonsten sehe ich keine Möglichkeit originale 486er sinnvoll zu
recyclen ;)
Du könntest höchstens bei Herstellern/Vertreibern von "Industrie-PCs"
mal nachfragen, ob die noch ein paar alte Karten für 486er haben ;)
Damit könntest Du dann rumspielen und z.B. einen Cluster aufbauen ;)
Mein alter 486DX2-66 werkelt in 'nem ASUS-SP3G Mainboard und der
Chipsatz ist SMD, so wie alle die ich kenne ...
Glaube kaum das noch Chipsätze hergestellt werden.
Wenn Du zu viel Zeit hast, einfach mal bei Intel das Datenblatt suchen
und dann via FPGA o.ä. einen Chipsatz für Deine 486er designen ;)
Das ist alles was mir dazu einfällt,
Markus

Autor: KoF (Gast)
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ich denke auch, das die dinger jetzt nicht mehr als eventuell geek-deko
sind ;-) wobei ein penium(1 mmx) mit seiner schönen metallabgekung doch
schon etwas mehr her gibt als nen schnödes lila keramikgehäuse

ps bitte nicht übel nehmen ;-)

Autor: Marcus (Gast)
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allein der gedanke schreckt mich schon ab... das würde sicherlich mehr
als "arbeit" werden...
ne biographie schreiben wird sicherlich schneller gehen...

Autor: MicroMann (Gast)
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Ich wollte mal einen Schlüsselanhänger draus bauen, aber das Keramik ist
zu hart für einen HSS-Bohrer.
Nach einigem daraufherumgeeiere habe ich die Gurke in die Tonne
gedrückt.

Jetzt hab ich halt keinen 486'er am Schlüssel.

Aber die Welt dreht sich trotzdem weiter (komisch ;-)

Autor: Binaire (Gast)
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Du kannst alles in schwefelsäure auflösen um an das verbaute Gold zu
kommen. Wenn du ein paar tausende auflöst bekommst du sicher ein paar
mg Gold raus. :-)

Autor: MicroMann (Gast)
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SEBASTIAN IST REICH !!!!

;-)

Autor: Tassilo (Gast)
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@Markus

Das mit den North und South bridges gabs -imho- bei den 486er noch noch
nicht, lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

@MicroMann

Ich hab meinen in durchsichtiges Kunstharz eingegossen das sah soagr
recht nett aus. Vor allem weil es zu der Zeit war als die 486er noch
richtig Geld gekostet hatten, aber ein Kunde hat einen getötet (mit
Schraubendreher ausm Sockel gestemmt) und daher...

@Sebastian Heyn

Soweit ich mich erinnern kann gabs mal von der ct einen Selbstbau Pc
auf 8086er Basis. Epac oder so hies das Teil. Du kannst dir gerne mal
die Pläne angucken, das war scho recht Umfangreich, und ein 486er ist
noch ein paar Generationen "höher"

Ich kann mich noch ein Board aus einem Server erinnern das größtenteils
aus "standart Bauteilen" aufgebaut ist, denke das könnte man u.U.
"reverse-engeneren" aber auch das sollte ein Heidenaufwand sein, doch
wenn ich mich recht erinnere wars keine Multilayer Platine also
theoretisch machbar mit viel zeit.
Es ist aber sehr gross (ca Aufgeschlagene Tageszeitung) iirc.

gruss

Tassilo

Autor: Benedikt (Gast)
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Ist es wirklich so aufwendig einen 486DX CPU zu verwenden ?
Wenn man sich das Datenblatt anschaut, dann findet man die Adress und
Datenbleitungen. Zusätzlich gibt es die Bussize Pins, mit denen man den
Datenbus von 32bit auf 8bit verkleinern kann (wenn ich das richtig
verstanden habe).

Das einzige was etwas kompliziert ist, ist das ganze Cache Zeugs.
Davon mal abgesehen, sollte es kein Problem sein, einen 486er zum
Laufen zu bekommen: EPROM dran, fertig.

Autor: Manos (Gast)
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Es hängt halt immer davon ab, was darauf laufen soll... Willst Du nur
eine Blackbox haben die über die Serielle kommuniziert oder soll das
Ding auch die Möglichkeit haben DOS, Linux oder ähnliches zu starten
und evtl. noch eine Graka ansteuern können...

Denke mal einen 486er mit RAM, ROM und SIO/PIO wäre vielleicht noch
halbwegs realisierbar... wenn man ihn aber nicht in Assembler
programmieren will und das Ding noch irgendwie zu was kompatibel sein
soll würd ich auch sagen - vergiß es :)

Autor: Christoph Kessler (Gast)
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North und Southbridge gabs durchaus für 486er, davor hatte man das ganze
in einzelnen Chips aufgebaut. Aber wer sagt denn, dass es ein ganzer
DOS-Rechner mit Festplatte, VGA usw sein muß. Benedikt hat recht, etwas
RAM und EPROM oder Flash und fertig ist die Mikrocontrollerhardware.

Der Schlüsselanhänger erinnert mich an die Elektor Manschettenknöpfe
aus AD162 Transistoren, schön versilbert.

Autor: Tassilo (Gast)
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@Christoph Kessler

Oic. Danke für die "Aufklährung" :)

@Benedikt & Manos

Klingt sehr interessant aber auch sehr aufwendig.
Macht der 486er das ganze "ram-management" selbst ? Ich mein Refresh
etc, oder muss man das ihm auch noch per asm beibringen ?
Ok steht bestimmt im Datenblatt aber da hab ich nid reingeguckt
blush

Tassilo

Autor: Rolf Magnus (Gast)
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Der Refresh wurde glaube ich vom DMA-Controller bzw. generell Chipsatz
übernommen.

Autor: Tassilo (Gast)
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hmm

denke "etwas RAM und EPROM oder Flash und fertig ist die
Mikrocontrollerhardware" meint das da kein Chipsatz dran iss.. also
müsste man das selber machen ... ?
Währ vielleicht interessant um viel ram anzusprechen.. ich mein das der
486er (oder was auch immer) nur als Memory Controller fungiert..
denke aber das das zu aufwendig ist und mit fpga besser gelöst..
nachdenk

tassilo

Autor: Olaf (Gast)
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Man kann mit einem Diamantbohrer einen Schluesselanhaenger raus machen.
Allerdings eigenen sich 68000er dafuer besser. Aber nicht als
Flaschenoeffner verwenden. Sie brechen dann. :-(

Olaf

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Als Ohranhänger geeignet sind 68polige CLCC-Gehäuse, wie es sie manchmal
beim 80286 und 80186 und sehr selten beim 68000 gab. Das ist gerade noch
nicht zu schwer, um an jemandes Ohr zu baumeln.

Und kann sich dank der fehlenden Beine auch nicht in den Haaren
verfangen.

Autor: Sebastian Heyn (Gast)
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Mmhh, also cpu, flash ein bisschen sram und ein i/o dann kann man es
schonmal blinken lassen.. Mir geht es nicht um grafik etc. Einfach mal
zu sehen ob mann so ne cpu ans rennen bekommt.

Autor: Benedikt (Gast)
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Kennt sich jemand mit den 486er CPUs aus ?

Ich habe ein halbfertiges Board für einen 486er mit 8MHz.
Soweit ist alles schon teilweise verdrahtet, nur bei den Pins KEN und
FLUSH bin ich mir nicht sicher, was ich damit machen soll. Weiß das
jemand ?

Autor: Sebastian Heyn (Gast)
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@benedikt kannst du mal dein data sheet reinstellen?

Autor: Benedikt (Gast)
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Die sind leider alle sehr groß, da teilweise gescannt.
Ich könnte dir aber di rund 5MB per Mail schicken.

Autor: Stephan (Gast)
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Bei Intel, IBM und Cyrix gibts noch jede Menge Informationen zu dieser
Generation, inklusive Referenz-Designs.

Stephan.

Autor: Breti (Gast)
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Ich habe mal einen kleinen Printserver von innen gesehen. Dort war ein
486 (ohne Kühlkörper :) mit etwas Ram und Flash drin. Das ganze war
keine Eurokarte groß. Ich meine es war sogar ein Intel Printserver -
bin mir da aber nicht mehr ganz sicher. Ausserdem weiß ich nicht, wie
viele Layer die Platine hatte. Wer weiß, vielleicht wollten die nur
restbestände verbauen...

Gruß,
      Thomas

Autor: tom (Gast)
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nur mal zur info, 486er sind bei embedded systems heute noch sehr
gefragt weil man auf ihnen ein abgespecktes linux als betriebssystem
laufen lassen kann, ohne große portierarbeit zu haben... und wer
behauptet dass 486er der vergangenheit angehören, den frage ich warum
gibts dann immer noch einen massenmarkt für 8-bit controller bzw.
prozessoren? die sind doch dermaßen veraltet, dass man sie doch nur
noch im museum finden müsste und warum gibts dann dieses forum hier?

Autor: Tassilo (Gast)
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Das mit den 486ern mag wohl stimmen, ich hab auch noch embedded systeme
mit einem 386er kern gesehen, was ich aber schon sehr lange nicht mehr
gesehen habe sind 286er :)

Autor: Markus K. (markus-)
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@Tom:
Die technische Entwicklung ist aber nicht stehen geblieben. Es gibt
heutzutage CPUs, die ähnliche Leistung haben, aber z.B. weniger Strom
brauchen, kleiner sind, mehr Peripherie integriert haben usw. usf.
Es kommt ja auch keiner auf die Idee, für eine Neuentwicklung einen
Original 8051 zu verwenden. Man nimmt dazu modernere 8-Bit
Mikrocontroller (die durchaus kompatibel sein können).

Autor: tom (Gast)
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dass du keine 286er mehr siehst liegt daran, dass dieser ein paar
besonderheiten bezüglich der adressierbaren speicher größe im protected
mode hatte und somit nicht ganz so kompatibel ist wie der 386 bzw. der
486... und linux nunmal den protected mode bei diesen prozessoren
nutzt, näheres dazu findest du im netz...

Autor: tom (Gast)
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@Markus: wenn dem so sei, warum produziert dann intel noch immer 186er,
386er, 486er... und vorallem ohne zusätzliche integrierte peripherie?
die haben so große gehäuse da könnte man einiges unterbringen...

http://www.intel.com/design/intarch/intel186/index.htm
http://www.intel.com/design/intarch/intel386/index.htm
http://www.intel.com/design/intarch/intel486/index.htm

aus spaß, aus überzeugung oder idealismus?
warum einen prozessor in ein serienprodukt einbauen der nur zu 5%
ausgelastet ist, dafür aber das gerät um vielfaches verteuert...

warum kaufst du dir nicht das schnellste auto auf der welt, wenn es
doch fortschrittlicher ist, weil du schneller von a nach b kommen
kannst? der einzigste grund ist wohl der, weil du es dir nicht leisten
kannst ohne kredit...

Autor: Benedikt (Gast)
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Hat jemand auch irgendwelche Links zu Referenz-Designs ?

Autor: KoF (Gast)
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@tom

also ich finde im embedded bereich momentan fast immer einen ppc (xpc
oder mpc) manchmal sogar einen mips. z.b. mein router hat einen mpc,
meine wlan bridge hat einen mpc, ja sogar mein satreceiver hat nen mpc
;-)

auch bei uns in der firma wird fast immer auf irgend einen powerpc
zurückgegriffen (momentan xpc`s)

ich denke, die alten x86 habn wirklich nicht mehr als ihren
sammler/schrottwert!

warum sollte man sich auch eine "nur" CPU besorgen, wenn man solche
sachen wie speicherinterface,schnittstellen... wie bei arm/ppc/... on
chip bekommen kann. das bedeutet auch in der industrie, so mehr
intigriert ist, desto weniger muß drum herum gebaut werden, desto
geringer sind die kosten und fehlerwarscheinlichkeit im design

Autor: Sebastian Heyn (Gast)
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mmhh

@benedikt: basti@heyno.de

es geht nicht um irgendwelche power oder ähnliches. Vielmehr um den
Fun.

Autor: Benedikt (Gast)
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>es geht nicht um irgendwelche power oder ähnliches. Vielmehr um den
Fun.

Genau. Ein paar LEDs blinken, ein LCD, eventuell ein kleines Spielchen,
damit man auch was damit machen kann. Und das alles mit einem 486er.

PS: Ich habe gerade 10MB Datenblätter geschickt.

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