Zu Frage 1:
Die Grenzfrequenz ist die GBW multipliziert mit dem
Gegenkopplungsfaktor, also
1 | fg = GBW · (R0 ∥ R1 ∥ R2 ∥ ... ∥ Rn) / R0
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Die Widerstände R0', R1' ... Rn' haben keine Auswirkung auf die
Grenzfrequenz.
Also lautet bei der gewünschten Grenzfrequenz fg die Bedingung für die
GBW:
1 | GBW ≥ fg · R0 / (R0 ∥ R1 ∥ R2 ∥ ... ∥ Rn)
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Zu Frage 2:
Prinzipiell ist das kein Problem, du solltest aber zwei Dinge beachten:
1. Bei manchen Opamps sind die Eingänge mit antiparallelen Dioden
verbunden, um die Eingangsdifferenzspannung zu begrenzen. Im
Übersteuerungsfall musst du also mit erhöhten Eingangsströmen
rechnen, die einen im Datenblatt angegebenen Wert nicht überschreiten
dürfen. In der vorliegenden Schaltung können die Ströme durch
geeignete Dimensionierung der Widerstände begrenzt werden.
2. Wenn eine der internen Verstärkerstufen in die Sättigung gerät,
dauert es (vor allem bei Bipolartypen) nach dem Ende des
Übersteuerungszustands etwas, bis der Opamp wieder zum normalen
Betrieb zurückfindet.
Zu Frage 3:
Wenn der Ausgangspegel (wie in deiner Frage 2 angedeutet) bei +5V
Versorgungsspannung dicht an 0V und 5V heranreichen soll, brauchst du
eine Rail-to-Rail-Opamp.
Da du ihn zeitweise übersteuern möchtest, sollte er die maximale
Eingangsdifferenzspannung möglichst nicht einschränken (Punkt 1 meiner
vorigen Antwort). Angaben dazu findest du in den "Absolute Maximum
Ratings" im Datenblatt.
Außerdem sollte die Erholzeit nach Sättigung möglichst kurz sein.
Darüber findet man aber selten Angaben in den Datenbättern. Oft
verhalten sich CMOS-Typen diesbezüglich besser, ganz sicher ist man
aber meist erst nach einem Versuch.