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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Strom über 1-Wire / Alternativer 2-Draht Bus?


Autor: Ich Bin (ichbin)
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Die Datenblätter von Dallas/Maxim haben mich ein wenig verunsichert;
einerseits sprechen sie davon, daß eine Stromversorgung über den Bus
eigentlich nur für Sensoren gedacht ist, andererseits geben sie auch
die Möglichkeiten des Stromabzweigens an, ohne konkrete Werte anzugeben
(15mA @ 5V je nach Master!?).

Ich versuche gerade herauszufinden, welches Bussystem für eine
Digitalisierung einer bestehenden 2-Draht-Klingel geeignet ist, und
gleichzeitig genügend Leistung für den Betrieb von z.B.
Freisprechmodulen(1W?) transportieren kann.

Soweit ich 1-Wire richtig verstanden habe, müssen die Slaves zur
Kommunikation mit dem Master die 'Leitung' (mit Masse) kurzschließen,
und das bringt neben Problemen mit der Versorgung Module auch unelegante
Verluste..(oder?)

Es wäre schön, wenn mir einer von Euch 'Wissenden' die Tricks dieses
Systems, oder aber mögliche Alternativen, erläutern könnte.

Danke schonmal!

Autor: Profi (Gast)
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1-Wire ist für die Power-mitübertragung weniger geeignet.
Es gibt zwar den Strong-PullUp für die Temp-Sensoren und EEproms, aber
1 Watt geht einfach nicht. (Damit der Slave das Signal auch Low-Ziehen
kann, ist der Strong-Pull nur dann aktiv, wenn Saft gebraucht wird
(Wandeln / Schreiben). In dieser Zeit kann kein Datenverkehr
stattfinden.

Besser wird für Dich eine Stromschleife sein, bei der die Spannung
aufmoduliert wird, so wie bei ISDN.

Oder Du machst es wie die Phantomspeisung von Mikrophonen:
Differentielle Datenübertragung auf 2 Leitungen, Powerübertragung durch
Potentialdifferenz zu Masse (die kannst Du auch von woanders her
beziehen, wenn nur die 2 Adern bestehen = lokale Masse wie bei
Eisenbahn/Straßenbahn).

Autor: Ernst (Gast)
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Oder, mit ein bischen Analog-Technik, leg ne Gleichspannung auf deine
zwei Dräte, und modulier da dein Audiosignal drauf (Full-Duplex wird
wohl nix werden).
Mit nen Kondensator auskoppeln, verstärken und auf den Lautsprecher.

Daten könntest Du auf die selbe Weise mitübertragen, z.B. mit nem 40Khz
träger, der die Audioübertragung nicht stört. Bei 300 - 1200 Baud sollte
das halbwegs gehen.

/Ernst

Autor: Ich Bin (ichbin)
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Eine Masse gibt es am Klingelknopf nicht..

Da ich mich mit (analoger) Elektronik nicht besonders gut auskenne (ich
habe leider keine Anhaltspunkte zu den von Dir genannten Techniken
gefunden) - ich könnte mir auch einen Pufferakku (Gold-Cap?) in den
Modulen vorstellen, und eine einfache Kommunikation:
Der Master bestimmt, wann eine Kommunikation auf dem Bus stattfindet,
und erlaubt zwischenzeitlich das Laden über die Versorgungsspannung.

Master: (gibt Slaves Strom)
Slaves: (laden sich auf)
Master: (Schaltet Strom ab)
Master: Slave 1, wie sieht's aus?
Slave 1: Soundso
Master: (gibt Slaves Strom)
...

Allerdings ließe sich der Puffer(akku samt Ladeelektronik?) mit ein
bißchen Schaltungsaufwand wohl einsparen?

Freue mich auf weitere Anregungen!

Autor: Ernst (Gast)
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So wild ist das mit der Analogtechnik auch nicht, im Prinzip wie ein
Analoges DTFM Telefon:

Zwei Adern mit Versorgungsspannung, Audiosignal aufmoduliert (Deine
Türsprechanlage wird das Mikro nicht vom Lautsprecher abkoppeln können
wie ein Telefonhörer, deswegen besser kein Full-Duplex bei deiner
Anlage)
Anrufsingalisierung mit ~60V Wechselstrom entfällt bei dir.

Tastentöne sind einfach zwei gleichzeitig aufmodulierte Frequenzen im
hörbaren Bereich.
Deine Leitung ist viel kürzer, also wirds auch mit nicht hörbaren
Frequenzen gehen, und verschiedene Frequenzen brauchts auch nicht, eine
reicht, und die halt mit nem seriellen Datenstrom an-und ausschalten.

Das würde sogar bidirektional gehen, wenn Du für Hin- und Rückkanal
verschiedene Freqs nimmst.


Ansonsten: deine Idee mit der gepulsten Stomversorgung würde auch
funktionieren. Wenn ein Gold-Cap reicht, brauchts auch keine
Ladeelektronik (nur eine Diode).

/Ernst

Autor: Ich Bin (ichbin)
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Hallo Ernst,

danke für die Anregung! Kannst Du mir eine Quelle nennen, die das
Aufmodulieren eines Signals auf die (Gleich-?)Spannung beschreibt?

Ob man dann Audio+Daten oder nur Daten übertragt wird am Prinzip wohl
nichts ändern..

Wird das Ganze dann nicht zu einem Sender (ich weiß nicht genau, um
welche Leitungslängen es geht, insgesamt schätze ich 20m)?

Die Lösung mit Gold-Cap wird nur bei wenigen Daten funktionieren,
schätze ich. Der Gold-Cap muß dann aber aktiv vom Slave vom Bus
abgekoppelt werden, wenn ein Slave sendet.

Danke schonmal!

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