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Forum: HF, Funk und Felder Dipol Antenne


Autor: momentaner nixpeiler (Gast)
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Hi

ich steht grad mal tierisch auf dem Schlauch.
Wenn ich ne Dipol Antenne habe und mit selbiger HF empfange, dann nimmt
die Dipol Antenne doch nur das E-Feld auf, oder? Es ist ja keine
Schleife vorhanden die mit dem H-Feld Induktion bewirken könnte, oder?

Ich lese mir grad Antennen und so an und alles worum man sich kümmert
ist das E-Feld und das H-Feld ist irgendwie ignoriert. Liegt das an
oben beschriebenem Problem?

(Nur für den Fall das jemand das gleiche Buch hat: Kraus
-Electromagnetics p.250 ff)

Liebe Grüsse
  Tobi

Autor: Wolfgang Horn (Gast)
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Hi, Tobi,

du ahnst schon richtig - die Dipolantenne wandelt die einfallende
elektromagnetische Welle in Spannung.

E^- und H^- Feld (^= Vektor) sind aber keine zwei verschiedene Dinge,
sondern hängen ähnlich zusammen wie in der Akustik der Druck der
Schallwelle mit der Schnelle, mit der die Luftmoleküle durch den Druck
hin- und hergeschoben werden.

Nimmst Du aus dem elektromagnetischen Feld die gesamte elektrische
Energie raus, ist auch kein Magnetfeld mehr da.

Ciao
Wolfgang Horn

Autor: momentaner nixpeiler (Gast)
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HI Wolfgang,

danke für die Hilfe. So weit klar auch das Z0 = E/H ist.
Was mich aber jetzt interessiert ist welches der beiden Felder beim
Dipol wirkt? Beide oder nur E? Ich hab da ein Problem weil ich nicht
weiss welche der Komponenten nun meine Spannung am Ende der Antenne
erzeugt. Ist es Das E-Feld was mir ein U gibt oder das H-Feld was mir
per induktion ein I gibt was dann an meinem Abschlusswiderstand wieder
in ein U umgewandelt wird?

Tobi

Autor: Ivan der Schrecklichste (Gast)
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Bin zwar auch kein HF-Spezialist, bin aber auch der Meinung, dass der
Dipol das E-Feld empfängt. Bei der loop-antenna dagegen wird mit einer
Leiterschleife das H-Feld "empfangen" und durch den magnet. Fluß
durch die Leiterschleife eine Spannung induziert.
Im einen Fall erzeugt also das E-Feld das Signal (die Spannung), im
anderen das H-Feld.
Wie Wolfgang aber auch schon sagte, kann man beide Felder nicht
komplett voneinander trennen, da bei elmag. Wellen beide gekoppelt
auftreten.

Autor: karadur (Gast)
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Hallo

ein Dipol ist ein offenes System folglich kann kein Strom fließen, ergo
E-Feld.
Eine Loop-Antenne ist geschlossen, ergo fließt ein Strom, folglich
H-Feld.

Autor: Kurt (Gast)
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Ein geschlossener Dipol (Kurzschluss) verhält sich genauso wie ein
Offener.
Es ist nur ein anderer Scheinwiderstand vorhanden.
Offen 75 Ohm
Schleife 300 Ohm.
Die Zusammenhänge müssen also etwes anders sein.

Kurt

Autor: Wolfgang Horn (Gast)
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Hi, Tobi,

"Was mich aber jetzt interessiert ist welches der beiden Felder beim
Dipol wirkt?"

Keines von beiden. Es sind keine zwei Felder, sonden ein
elektromagnetisches Feld.

Die Welle trägt die Wirkung, nach Quantenphysik und Einsteins E/c = m*c
identisch mit einem oder vielen Photonen. Wenn eines mit einem Elektron
in der Elektronenhülle eines Atoms wechselwirkt, wird es komplett
geschluckt.

Dipol und Schleife sind nur zwei technische Lösungen, die beim Empfang
Spannung bzw. Strom liefern.

Tobi, bei der Beantwortung habe ich angenommen, Deine Gedanken kreisten
um Deine Frage ähnlich erfolglos wie sie das bei mir weit öfter tun als
mir lieb ist. Ich hoffe, ich habe diesem Kreisen wenigstens bei Dir ein
Ende machen können.
Falls nicht, suche das 4-Augen-Gespräch mit einem Fachmann in Deiner
Nähe, denn dann wäre das eigentliche Problem gar nicht die
Elektromagnetik, sondern das Kreisen der Gedanken.

Ciao
Wolfgang Horn

Autor: Kurt (Gast)
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Steuere noch etwas "Verwirrung" bei.

Wieso weiss die EM-Welle, dass sie mit ca 300.000 KM/sek
von der Sendeantenne zur Empfangsantenne reisen muss?
Und welches "Bauelement" sagt dann der Antenne
wieviel Spannung sie erzeugen soll?

Kurt

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Die Dipolantenne ist in Resonanz mit der anregenden elekromagnetischen
Welle, das heißt, es bildet sich eine stehende Welle auf dem Dipol. An
den Enden ist das Spannungsmaximum und der Strom Null, in der Mitte das
Strommaximum.

Autor: Kurt (Gast)
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Eine stehende Welle würde Gleichspannung/Strom erzeugen.

Kurt

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Wie kommst du denn darauf?

Autor: momentaner nixpeiler (Gast)
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Hi Ihr alle,

erstmal danke für all die Antworten.
Ich weiss sehr wohl das E und H eigentlich bei einer HF Welle nicht
getrennt betrachtet werden dürfen. Die eigentliche Frage war eher mit
welcher der beiden Feldkomponenten der Dipol wechselwirkt.
Wenn ich die obigen Antworten richtig verstanden habe wirkt der Dipol
mit der E-komponente (nicht erschlagen weiss nicht wie ich es am Besten
anders formuliere).
Das war eigentlich alles was ich wissen wollte.
Vielen Dank für Eure Antworten.

Liebe Grüsse

 Tobi

Autor: ??? (Gast)
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aha, und deshalb gibts keine realen isotop-(punkt-)strahler...kein nix
= kein Strom und keine Spannung.
aeh... Die 75Ohm / 300 Ohm hängen aber von den konkreten Abmaßen und
den Materialien ab... und auch vom Material dazwischen...

Autor: Kurt (Gast)
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"Eine stehende Welle würde Gleichspannung/Strom erzeugen"

fällt unter Fasching :-)



"aha, und deshalb gibts keine realen isotop-(punkt-)strahler...kein
nix "

Einen isotopen Rundstrahler gibt es nicht, die "Welle" kann sich
nicht ausbreiten, sie würde sich selbst vernichten.


"Die 75Ohm / 300 Ohm hängen aber von den konkreten Abmaßen"

klar, sollte ja nur ein Hinweis auf die "Gleichartigkeit" eines
offenen/geschlossenen Dipols sein.


Gruss Kurt

Autor: Profi (Gast)
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Es gibt (bis auf die Impedanz) keinen Unterschied, ob offen oder
geschlossen, denn die beiden Enden eines offenen Dipols kann man sich
durch dessen Luft-Kapazität verbunden vorstellen.

Die Frage, welcher Anteil der Welle die Antenne anregt, erübrigt sich.
Es ist die EM-Welle an sich - in ihrer Gesamtheit.

Autor: Wolfgang Horn (Gast)
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Hi, Kurt,
noch kurz am Ende des Aschermittwoch-
"Wieso weiss die EM-Welle, dass sie mit ca 300.000 KM/sek
von der Sendeantenne zur Empfangsantenne reisen muss?"

Tja, wärst Du ein Kreationist, der meint, das Wunder der Entstehung von
Universum, Erde und Mensch erklären zu können mit einem Schöpfungsakt
von 144 Stunden, dann würde ich Deine Frage abwimmeln mit dem Hinweis
auf die Subquanten-Heinzelmännchen.
Die nicht gemessen werden können, weil ihre Wirkung unter der Grenze
des Planck'schen Wirkungssquantums liegt.
Aber das man sie nicht messen kann, beweist doch nicht deren
Nichtexistenz, oder?
Zu Deiner Frage: Die nehmen jedes Photon an die Hand und sagen ihm,
wann es in ein Medium mit höherem Brechungsindex eintritt, damit es
rechtzeitig abbremst.

Wozu die Subquanten-Heinzelmännchen schneller reisen können als das
Licht selbst.

Spaß beiseite. Es ist schon toll, wie James Clark Maxwell mit seinen 4
Gleichungen  (denen mit rot und div) allen Feldern bis ans Ende des
Universums hat vorschreiben können, wie sie sich zu verhalten
haben....

ciao
Wolfgang

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