Wann fährt welcher BUS?

Gast #4788181
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Hallo,

sagt mal, I2C, SPI, UART, USB, CAN sind doch alles irgendwie 
Nahstrecken-Kommunikations-BUS-Verbindungen.

Warum setzt sich nicht eine davon gegenüber allen anderen durch?

Wo liegen die konkreten Vorteile einer Verbindung gegenüber den anderen, 
dass es offenbar für jede von ihnen einen Anwendungsfall gibt...?
Persönliche Seite #4788191
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Wenn Du genau hinsehen würdest, sähest Du, daß all diese Systeme ihre 
indviduellen Vor- und Nachteile haben, und es daher auf die Anwendung 
ankommt, welche Variante ausgewählt wird.

Parameter sind unter anderem Geschwindigkeit, Aufwand, 
Übertragungslänge, Multimasterfähigkeit und letztlich auch der Preis der 
Komponenten.

Mal gewinnt der eine, mal der andere, aber keiner davon taugt, um 
universell in allen Szenarios verwendet zu werden.

USB beispielsweise kann sehr schnell werden, ist aber nur auf 
logischer Ebene ein Bus, physikalisch ist das immer eine 
Punkt-zu-Punkt-Verbindung. Die maximale Übertragunglänge ist recht stark 
beschränkt, der zu treibende Aufwand ist enorm, und multimasterfähig ist 
das ganze erst recht nicht.
Gast #4788273
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BUS schrieb:
> sagt mal, I2C, SPI, UART, USB, CAN sind doch alles irgendwie
> Nahstrecken-Kommunikations-BUS-Verbindungen.

Es gibt ja auch noch eine Welt neben dem genannten.
z.B. TokenRing
Ist nicht wirklich "Bus", aber hat auch so seine speziellen Vor- und 
Nachteile.
Und lässt sich recht einfach mit Hilfe einer UART abhandeln.
#4788275
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BUS schrieb:
> Hallo,
>
> sagt mal, I2C, SPI, UART, USB, CAN sind doch alles irgendwie
> Nahstrecken-Kommunikations-BUS-Verbindungen.
>
> Warum setzt sich nicht eine davon gegenüber allen anderen durch?
>
> Wo liegen die konkreten Vorteile einer Verbindung gegenüber den anderen,
> dass es offenbar für jede von ihnen einen Anwendungsfall gibt...?

Hört sich mal wieder nach einem Referat an.
Gast #4788295
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BUS schrieb:
> sagt mal, I2C, SPI, UART, USB, CAN sind doch alles irgendwie
> Nahstrecken-Kommunikations-BUS-Verbindungen.

Der Haken ist nur, dass jedes dieser Bussystem unter Nahstrecke etwas 
anderes versteht. Für USB ist bei 5 m, spätestens bei 15 m Ende der 
Fahnenstange, CAN mit 10 kBit/s kann durchaus mal 5km weit reichen.

Und was hat UART eigentlich mit Bus zu tun? Das ist ein 
Schnittstellenbaustein, der sich um das Senden und Empfangen von 
asynchronen, seriellen Daten kümmer und dem ist das ziemlich egal, ob da 
RS485 auf 1200m oder sonstwas mit gemacht wird.

Was verstehst du unter Nahstrecken-Kommunikation?
#4788346
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Mit Sicherheit eine Schulaufgabe :-)
Wer sich tatsächlich damit beschäftigt, weiss auch sehr schnell um die 
Vor- und Nachteile Bescheid.
Andererseits gibt es ja immer wieder mal Leute, die I2C als Hausbus 
aufbauen (wollen). Dem fehlen (neben physikalischer Uneignung, die man 
mit Hilfskrücken durchaus ein Stück weit übertünchen kann) dennoch 
wichtige Eigenschaften für diese Aufgabe.
#4788519
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Na ja, ganz so ist es ja nicht. Im PC Bereich hat sich Ethernet 
durchgesetzt und im gesamten Fahrzeugbereich ist CAN weit vorne.
Vielleicht gibt es ja irgendwann mal Ethernet_embedded? Wer weiß das 
schon?

Es ist auch nicht immer das "beste System" der Gewinner. Denken wir mal 
an die Videorekorder, von allen Systemen hat VHS am Ende gesiegt, obwohl 
es das schlechteste System war. Die Kassetten waren halt eine DM 
günstiger (obwohl das an der Spiellänge gemessen und der Qualität, gegen 
Betamax, auch nicht stimmt).
VHS=4,99 DM und Betamax=6,30 DM.
So ist das eben.
Gast #4788546
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> Im PC Bereich hat sich Ethernet durchgesetzt

Sicher? Also mein Laptop kommuniziert täglich über WiFi, Bluetooth, 
433Mhz (Maus), USB und I2C. Möglicherweise ist auch SPI dabei.

Ethernet nutze ich nur, wenn Wifi nicht funktioniert. Ok Wifi ist eine 
Variante von Ethernet. Aber worauf ich hinaus wollte ist, dass Ethernet 
noch lange nicht die einzige gängige Schnittstelle am PC ist.

Was ich gelten lassen würde ist, dass sich Ethernet gegenüber Token Ring 
durchgesetzt hat.

Eventuell könnte man auch sagen, dass sich Ethernet für die 
Kommunikation zwischen PC's durchgesetzt hat. Aber da interessiert dann 
eher das darüber liegende Protokoll (z.B. IP). Jeder, der einen Internet 
Anschluss nutzt, fährt IP über eine völlig andere Leitung als Ethernet. 
Wenn man mal die Anzahl der Netzwerk-Teilnehmer berücksichtigt, könnte 
man sogar Kackfrech sagen, dass DSL sich gegenüber Ethernet durchgesetzt 
habe.
Gast #4788554
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Stefan U. schrieb:
> Also mein Laptop kommuniziert täglich über WiFi, Bluetooth,
> 433Mhz (Maus), USB und I2C. Möglicherweise ist auch SPI dabei.

Wobei das meiste davon Point-to-Point-Verbindungen sind. Als BUS 
verstehe ich Leitungen, an denen parallel mehrere Teilnehmer hängen. Das 
ist in deinen Beispielen eigentlich nur bei I²C und SPI der Fall.
Gast #4788571
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Tja, dafür gibt es gute Gründe:

UART:
Eigentlich war das mal RS232 und für größere Strecken gedacht. ist ein 
Asynchrones Protokoll und daher gegenüber Laufzeiten immun. Daher gute 
Reichweite.
Voll Bidirektional.
Niedrige bis mittlere Datenrate (so 9,6kBd-2MBd oder mehr)
Punkt - zu - punkt.
2 Leitungen.
Aber hoher Aufwand nötig - Oft ein Quarz zum Beispiel.

Beispielhafte Anwendung: Verbindung von Platinen untereinander.

SPI:
Synchron, sehr schnell.
Sehr empfindlich auf Verzögerungen und daher nur für kurze Strecken 
geeignet.
Full Duplex.
Hohe Datenrate (z.B. 100kBd - 100MBd)
Ein Bus, aber pro Gerät ein Chipselect.
Relativ simpel, aber jedes Gerät braucht ein Chipselect.

Anwendung: Anbindung schneller Peripherie wie ADC oder Speicher.

I2C:
Synchron, eher langsam, man kann aber viele Geräte zusammenhängen mit 
wenig Aufwand.
Ist ein Bus mit Adressen.
100kBd bis 1MBd, aber nur half duplex.
Recht störempfindlich, weil kein aktiver High-Pegel, empfindlch auf 
Kapazitäten.
Elektrisch billig und simpel.

Typische Andwendung: Anbinden von viel langsamer Peripherie an einen µC. 
Aber manchmal auch in Kabelgebundener Peripherie wie Tastaturen oder in 
HDMI enthalten.

Also wir I2C niemals die UART und erst recht nicht die SPI ersetzen, 
weil zu langsam. SPI nie UART und I2C, wegen Aufwand und Reichweite. 
UART niemals I2C und die SPI weil nur Punkt zu Punkt.
Nur Beispiele - es gibt mehr Gründe als nur das.


Geh einfach davon aus: Wenn sich jemand Gedenken macht und einen neuen 
Bus erfindet, hat er meistens einen Grund dafür ;-)
#4788580
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GanzHintenImBus schrieb:
> I2C:
> ...
> Recht störempfindlich, weil kein aktiver High-Pegel, empfindlch auf
> Kapazitäten.

Nö, I2C ist erheblich unempfindlicher als SPI.
Und bei hohen Leitungskapazitäten paßt sich die Datenrate automatisch 
an.
Ich hatte mal versehentlich an SDA/SCL jeweils 100nF angelötet, ging 
immer noch ohne Datenfehler. Ich hatte mich nur gewundert, warum es 
langsamer wurde.
Bei SPI reichen schon 20cm Flachkabel, damit es Fehler gibt.
#4788586
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>UART:
Eigentlich war das mal RS232 und für größere Strecken gedacht. ist ein
Asynchrones Protokoll und daher gegenüber Laufzeiten immun. Daher gute
Reichweite.
Voll Bidirektional.
Niedrige bis mittlere Datenrate (so 9,6kBd-2MBd oder mehr)
Punkt - zu - punkt.
2 Leitungen.
Aber hoher Aufwand nötig - Oft ein Quarz zum Beispiel.


Ist so nicht korrekt. Ein UART ist weder RS232, noch ein protokol, noch 
Punkt zu punkt.
Ein UART ist ein Serializer, der arbeitet. Erst mit einem RS232 Treiber 
wird es zum RS232, mit einem RS485 Treiber wird es zum RS485, mit einem 
RS422 Treiber zu einem RS422. Mit einem schnellen Treiber kann es auch 
1MBit machen, und auch mehrere hundert Meter. Der Quarz oder aehnlich 
ist bei allen Kommunikationsbausteinen notwendig.

>SPI:
Synchron, sehr schnell.
Sehr empfindlich auf Verzögerungen und daher nur für kurze Strecken
geeignet.

Das ist so auch nicht richtig. Der Clock ist ja dabei. Solange der Clock 
bei einem stabilen Datensignal kommt gibt es keine Probleme. Ich muss 
mich nicht an ein Baubrate halten, und kann mir zwischen nachfolgenden 
Bit irgendwelche Zeit nehmen. Es ist nur deshalb nur fuer kurze 
Distanzen wenn man's ohne Treiber verwendet. Ich kann SPI mit RS232, 
RS422 oder RS485 Treiber versehen und habe deren Reichweite. Gleichfalls 
kann ich ein UART, ohne Treiber auch nur auf kurze Distanzen verwenden. 
Dies weil, "keine Treiber" halt nicht so viel taugt.
Gast #4788587
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Peter D. schrieb:
> Nö, I2C ist erheblich unempfindlicher als SPI.

Das hängt davon ab. Von vielen Faktoren:
- Geschwindigkeit
- Aufbau von Master und Slave

Jeder macht so seine eigenen Erfahrungen. Meine, und die der Kollegen 
ist die, dass I2C schon öfter Probleme gemacht hat als die SPI.

Fakt ist folgendes:
Der HIGH-Zustand bei einer SPI ist recht niederohmig (z.B. 50Ohm), weil 
es eine Push-Pull-Stufe ist. Da zieht ein Transistor gegen VCC. Der 
High-Zustand bei I2C ist hochohmig, da ist nur ein Widerstand drin.
Entsprechend lässt sich dieser durch externe Quellen (kapazitive 
Kopplung zum Beispiel) leichter beeinflussen.

Und I2C passt nicht seine Datenrate an. Wie kommst du denn auf dieses 
dünne Brett? Ich habe bereits mehrere I2C-Master Implementierungen 
hinter mir (z.B. PIC, auch bei STM32 kenne ich das im Detail) und keiner 
der Controller passt seine Datenrate an. Die muss der Programmierer 
angeben ;-)

Mit 100n wird das nicht klappen, denn das ergibt mit 1k Pullup eine 
Zeitkonstante von 100µs. Bei einer Taktfrequenz von 100kHz KANN dar gar 
nicht mehr zuverlässig funktionieren, denn der Takt ist nur High für 
5µs.
Gast #4788592
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F. F. schrieb:
> Na ja, ganz so ist es ja nicht. Im PC Bereich hat sich Ethernet
> durchgesetzt

Naja.

> und im gesamten Fahrzeugbereich ist CAN weit vorne.
> Vielleicht gibt es ja irgendwann mal Ethernet_embedded? Wer weiß das
> schon?

Hust, Ethernet ist längst im Embedded Bereich angekommen und gerade auf 
dem Sprung groß im Auto einzusteigen als Automotive Ethernet oder auch 
100Base-T1.
Das wird nur CAN so schnell nicht ersetzen, es werden die Datenraten 
kaum irgendwo benötigt, Ethernet ist nur Punkt-zu-Punkt, man braucht 
dickere Controller dafür, der Aufwand auf der Leiterplatte ist größer.
Der Hype ist gefühlt viel größer als die Realität hergibt.
#4788598
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GanzHintenImBus schrieb:
> Und I2C passt nicht seine Datenrate an. Wie kommst du denn auf dieses
> dünne Brett?

Das steht so in der Spezifikation. Der Master muß mitlauschen, wann auf 
SCL der High-Pegel erreicht wird und wartet solange. Nennt sich 
Clock-Stretching. Kann man sehr schön mit dem Oszi sehen.
Am besten haben die alten 8051-I2C von Philips/NXP den Standard 
eingehalten. Damit hatte ich das auch mit den 100nF getestet.
Bei den ARM-Cortex LPCxxxx von NXP habe ich das noch nicht geprüft.

Es gibt leider auch Implementationen anderer Hersteller, die nicht 
standard konform sind, aber da kann der I2C ja nichts dafür.
#4788613
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Zu den frueheren Tagen des Ethernet. Vor 30 Jahren gab es Arcnet, mit 
2.5 MBit, Ethernet auf Koax mit 10MBit, und Tokenring mit 16 MBit. Die 
Zahlen taeuschen. Mehrfach.

Tokenring war von IBM, lief natuerlich nur auf einem PS/2 PC, und war 
sauteuer. IBM eben. IBM hatte grad den PC verschlafen und wollte im 
Premium Level einsteigen. Die grossen Firmen waren traditionell IBM 
Kunden, und haben den PC als Spielzeug verstanden, fuer Sekretaerinnen. 
Die haben dann auch IBM PCs gekauft als die langsam kamen. Die 
Ausrichtung auf die Premiumlinie, PS/2 war fuer den Tokenring 
unguenstig, denn er wurde von der PC Welt nicht adoptiert, war 
wahrscheinlich auch patentiert, nicht offen. Der PC von IBM, der PS/2, 
war technisch ueberlegen, der Tokenring auch, war aber aus 
marktpolitischen Gruenden zu teuer. Der Tokenring hatte zwei 
geschlossene Ringe, der eine ging links rum, der andere ging rechts rum, 
die Stationen waren geometrisch in Serie. Wenn eines der Kabel ausfiel, 
konfiguriert sich der Bus um und arbeitete weiter. Offensichtlich war 
das nicht das Killer-Feature, das der Markt unbedingt gebraucht haette. 
Und die 16MBit auch nicht, da per Zahl nur 1.6 mal schneller wie 
Ethernet. In Realitaet konnte der dank des Tokens auch auf 100% 
ausgelastet werden. Aber diese Bandbreite wurde damals eh nicht 
gebraucht, sodass das nicht weiter auffiel.

Arcnet hatte zwar nur 2.5MBit, war aber ein kooperativer Bus mit Token, 
das per Software rumging, und konnte die 2.5MBit auch bis 100% Last 
bringen, also mehrere Stationen konnten gleichzeitig Daten drueber 
lassen, und den Bus bis quasi 100% belegen. Er war auch nicht teuer. Die 
busarbitrierung wurde von einem chipset erledigt. Und da waren 4 buffer 
zu 1KByte, die konnten wahlweise einzeln und dynamisch als Rx- oder 
Tx-Buffer verwendet werden. Die Uebertragung war auch per hardware 
gehandshaket, dh der Sender wusste auch gleich, ob die Meldung auf der 
anderen Seite ankam. Auch hier wurde die benutzbare Bandbreite von 
2.5MBit nicht wirklich gebraucht, das fiel bei den PC's nicht weiter 
auf. Arcnet wurde, und wird moeglicherweise immer noch fuer Busse 
verwendet, die zuverlaessig die ganze Bandbreite bringen muessen.

Ethernet als 10Base2, mit Koax, hatte zwar 10MBit, brachte die aber 
nicht. Denn das Protokoll war CD/CSMA, Carrier detect, multiple access. 
Die Verbindungsaufnahme war unguenstig. Jeder darf mal senden und wenn's 
nicht geklappt hat wird nach einer Zufallszeit nochmals probiert. Dh die 
10MBit gingen sehr schnell bei mehr als einer Station in die Knie. Aber 
die 10MBit klangen bessen, und Ethernet hatte wohl das bessere 
Marketing.

Arcnet und Tokenring waren beide deterministisch, und somit Echtzeit 
tauglich, wahrend es ethernet nicht war.

Heisst die mit Abstand schlechteste Loesung gewann. schade. Es hat sich 
aber weiter entwickelt. Ein Nachteil, alle Stationen muessen ueber 
switsches angegschlossen werden und dise machen im Wesentlichen eine 
Punkt zu Punkt verbindung. Sind aber auch Single Point of Failure. 
Heisst wenn der Switch ausfaellt, faellt das Netzwerk aus. Das war bei 
den anderen systemen nicht so. Beim urspruenglichen Ethernet auch nicht. 
Dort waren die Stationen an einem Kabel, und benoetigten keinen 
Koordinator.
Gast #4788617
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Peter D. schrieb:
> Das steht so in der Spezifikation. Der Master muß mitlauschen, wann auf
> SCL der High-Pegel erreicht wird und wartet solange. Nennt sich
> Clock-Stretching. Kann man sehr schön mit dem Oszi sehen.
> Am besten haben die alten 8051-I2C von Philips/NXP den Standard
> eingehalten. Damit hatte ich das auch mit den 100nF getestet.
> Bei den ARM-Cortex LPCxxxx von NXP habe ich das noch nicht geprüft.

Stimmt, da hast du recht! Danke für die Korrektur!

Man sollte die SPEC auch mal WIRKLICH lesen, und nicht nur solange 
implementieren bis es läuft :-)
#4788768
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Oh D. schrieb:
> Vor 30 Jahren gab es Arcnet,

Arcnet gibts in ein paar Industrie-Nischen auch heute noch.

> Die grossen Firmen waren traditionell IBM
> Kunden, und haben den PC als Spielzeug verstanden, fuer Sekretaerinnen.
> Die haben dann auch IBM PCs gekauft als die langsam kamen.

Da spielten auch IBMs Mainframes mit hinein. Nämlich deren Terminals. 
Die Mainframes konnten Token Ring von Haus aus, Ethernet aber bloss ums 
Eck. Ob nun per Programm auf dem PC oder als reines Terminal, Token Ring 
war da die naheliegende Lösung.

Token Ring gab es nicht nur für PS/2 mit Microchannel, sondern auch für 
andere PC-Hardware, ISA-Bus inklusive.

> PS/2 war fuer den Tokenring
> unguenstig, denn er wurde von der PC Welt nicht adoptiert,

Daumenregel damals war: Wenn IBM "A" sagt macht der Rest der Welt 
grundsätzlich "B". IBM wollte den Markt unter Kontrolle haben, die 
anderen wollen genau das vermeiden. Eine Technik, der sich IBM 
strategisch widmete, konnte schon allein dadurch ein Problem bekommen.

> Der Tokenring hatte zwei
> geschlossene Ringe, der eine ging links rum, der andere ging rechts rum,

Du verwechselst das mit FDDI. Da war das so (und bei SSA), nicht aber 
beim Token Ring.

Token Ring hatte nur einen Ring, und der war in der üblichen Verkabelung 
nur topologisch ein Ring, physikalisch aber ein Stern, soweit es die 
angeschlossenen Endgeräte betrifft. Wenn da eine Node abschaltete, dann 
schaltete der Port im Konzentrator ab und der Ring war wieder 
geschlossen.

Eine defekte Node, oder eine mit falscher Bitrate (4 vs 16), legte den 
Ring still und die Suche ging los.
#4789797
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Ist aber mal wieder ein schöner Thread. Ohne diese ständige Polemik (bis 
jetzt) und man kann mit einem Schmunzeln sehen, dass andere auch schon 
all die Anfänge (BNC) hinter sich haben (und wohl auch schon so alt 
sind), wie man selbst.

Ebenso finde ich es toll, dass hier dann, neben einem ordentlichem 
Wissen, auch die Erfahrungen mit gepostet werden.
Vielen Dank dafür, lieber Peter Dannegger.

Auch wenn hier oft viel Mist ist und der Zoff nach wenigen Beiträgen 
wieder los geht, für solche Beiträge lohnt es sich.
#4789803
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Was haltet ihr von One-Wire? Gerade im Heimautomationsbereich würde der 
doch für alle Anwendungen (die ich mir im Moment vorstellen kann) doch 
völlig reichen.


Welcher "Busfahrer", der sich gut mit allen Bussen auskennt, wäre denn 
bereit mal ein Wiki aufzusetzen?
Alle Vorzüge und Nachteile, speziell auf unser Hobby (bei vielen ja auch 
Beruf) bezogen. Auch eine Spalte für persönliche Erfahrungen wäre sehr 
gut.
Gast #4789921
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F. F. schrieb:
> Was haltet ihr von One-Wire? Gerade im Heimautomationsbereich würde der
> doch für alle Anwendungen (die ich mir im Moment vorstellen kann) doch
> völlig reichen.
Nicht viel. Der softwareseitige Aufwand, allein schon um, verschiedene 
Busteilnehmer zu identifizieren ist enorm.
Außerdem ist das Timing ohne Oszilloskop schwer zu kontrollieren.

Von der Einordnung her liegt onewire m.E. in der Nähe von I2C. Für ein 
paar Temperatursensoren im Gehäuse ist es o.k.
Für alles was über Stecker und Kabel geht, würde ich mir was anderes 
suchen. (Oder kenn jemand bidirektionale Optokoppler, um den ESD-Schutz 
zu gewährleisten?)

Wolf
#4789943
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Leider bin ich mit den Bussen nicht so tief vertraut wie die meisten 
anderen hier. Daher frage ich mal vorsichtig, auch auf die Gefahr hin 
ausgelacht zu werden.
Könnte man nicht einen relativ einfachen Bus, wie One-Wire in einem µC 
integrieren, dass man quasi auf Softwareebene ein One-Wire Device 
schafft?

Ich frage das aus bestimmten Grund, nur würde das den Thread zu sehr in 
eine andere Richtung leiten.
#4789948
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F. F. schrieb:
> Was haltet ihr von One-Wire? Gerade im Heimautomationsbereich würde der
> doch für alle Anwendungen (die ich mir im Moment vorstellen kann) doch
> völlig reichen.

Ich bin noch nirgends einem µC begegnet, der einen 1W-Slave in Hardware 
implementiert, oder zumindest spürbar dabei assistiert. Mag sein, dass 
Dallas/Maxim sowas hat, aber sonst? Ohne Unterstützung durch Hardware 
ist die Implementierung eines Slave eine Echtzeit-Aufgabe der etwas 
knackigeren Sorte und nicht immer mit anderen Aufgaben des µC 
verträglich.

Und wenn man eine Lösung dazu nicht nur im eigenen Garten vergräbt, 
sondern sie sich zu einer Community entwickeln sollte, dann könnte es 
sein, dass man sich mit irgendwelchem Patent/Lizenz-Mist rumärgern muss.
Gast #4790055
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geil sind wieder die ersten 10 Antworten :-)
Köstlich dieses Forum
Da liest man die überschrift und denkt sich, ah eine interessante 
Diskussion über die Vor und Nachteile verschiedener Bussysteme..aber wie 
in diesem Forum üblich nur dämliche Antworten..
Alles hat vor und Nachteile, benutz Google, lies doch nach etc bb
Ist schon wieder Freitag bla bla bla
Zu geil!!
Gast #4790065
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F. F. schrieb:
> Na ja, ganz so ist es ja nicht. Im PC Bereich hat sich Ethernet
> durchgesetzt und im gesamten Fahrzeugbereich ist CAN weit vorne.

Im PC-Bereich hat sich vieles durchgesetzt, wo Daten übertragen werden: 
PCI, Bluetooth, Ethernet, SPI, I2C, USB, RS232, ... Da ist Ethernet nur 
ein Baustein.

Genauso sieht es im Fahrzeugbereich aus: CAN, FlexRay, LIN, TTCAN, SPI, 
I2C, MOST, Ethernet, ... Auch hier ist CAN nur ein Baustein.

Sowohl im Fahrzeugbereich als auch im PC-Bereich kommt es drauf an, wo 
und wie tief man hineinschaut. Für viele Anwendungen ist weder eine 
wahnsinnig hohe Übertragungsrate noch eine absolut sichere 
Datenübertragung noch Echtzeitfähigkeit in irgend einer Form wichtig. 
Man wählt den Bus, der ausreichend ist, sowohl im Bereich der 
Datenübertragung, als auch im Preis sowie im Implementierungsaufwand.


n0a schrieb:
> USB Typ C könnte bald, auch im µC-Bereich, diese Vereinheitlichung
> bringen.

Mit Sicherheit nicht! Es handelt sich lediglich um ein Steckertyp. Und 
USB wird sich niemals allgemein gegenüber anderen Bussen durchsetzen: 
viel zu kompliziert, viel zu hoher Aufwand, viel zu teuer. Sowas nimmt 
man nur, wenn man es wirklich braucht. Ansonsten gibt es 1000 andere 
Möglichkeiten, die ausreichend sind. Und in Großserie wird niemand etwas 
einbauen, was er nicht braucht aber bezahlen muss.
#4790088
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Birgit schrieb:
> Da liest man die überschrift und denkt sich, ah eine interessante
> Diskussion über die Vor und Nachteile verschiedener Bussysteme..

Warum sollte man allgemeine Fakten diskutieren? Wenn es um eine 
bestimmte Anwendung (Hausbus, Trolleybus) ginge, wäre das was anderes. 
So aber reicht ein Verweis aufs Wiki.

F. F. schrieb:
> OW

Ich habe spontan 0W gelesen und mich gefragt, wie du einen wired-Bus 
ohne Kabel hinbekommen willst. :-)

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