H-Brücke Fets werden heiß

OP #309761
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Guten Tag,

ich bin gerade dabei eine H-Brücke zu erproben, damit ich diese für
meine eigenen Zwecke verwenden kann. Es handelt sich um diesen
Schaltplan:

http://s-huehn.de/elektronik/fahrtregler/fahrtregler-sch.gif

Mein Ziel ist es einen Schrittmotor per PWM mit einem konstanten Strom
(Chopperbetrieb) zu versorgen, so dass er am Ende mit 24V und 1,4A pro
Phase läuft. Im Moment betreibe ich die PWM mit ca. 1KHz - hatte Sie
aber auch schon auf ca. 8KHz laufen, allerdings werden die Fets bei
beiden Betriebsarten bei 24V recht schnell sehr heiß (Der Einbrand an
meinem Daumen bestätigt dies!)

Woran liegt das? Auf der Homepage (s.o.) ist beschrieben, dass die Fets
bis zu 10A bei 12V durchlassen, was 120W entspricht - bei mir sind es
nur 24V * 1,4A = 33,6W. Ich muss die Fets auch mit der doppelten
Leistung betreiben (zwei Phasen über einen Fet) können - hat jemand
einen Tipp, wo ich nach dem Fehler suchen kann?

BITTE: Keine Integrierten Schaltungen (H-Bridge-ICs) vorschlagen, da
das für meine Anwendung nicht geeignet ist (habe einen Schrittmotor mit
5 Phasen). Stattdessen lieber Verbesserungsvorschläge posten.

Danke!
Gast #309762
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Bei der Schaltung, so wie sie dargestellt ist, hast Du 24V
Gate-Source-Spannung (bzw. -24V für die P-Kanal-MOSFETs). Das allein
dürfte auf Dauer schon nicht gut gehen, da die meisten MOSFETs max.
20VU_GS vertragen. Ich weiß natürlich nicht, wie bei Dir die
Ansteuerung aussieht, denn die dargestellte Schaltung ist ja
schließlich für einen DC-Motor und nicht für einen Schrittmotor.
Komplementär-MOSFET-Brücken sind bei Spannungen über 20V nicht mehr
ohne Zusatzbeschaltung brauchbar!
Gast #309763
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"(Der Einbrand an meinem Daumen bestätigt dies!)"

Da mußt Du schon ein Foto anhängen, so sieht man nichts :-)
Durch schnelles Schalten mit rel. langsamen Flanken und u.U. auch noch
überlappten Schaltvorgängen (ober+unterer FET kurzzeitig beide
leitend), wird in den FETs Verlustleistung erzeugt. 1-2Watt machen
einen FET schon heiß. Wenn Du die Schaltung selbst nicht ändern
möchtest, Kühlkörper verwenden.
OP #309764
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Da hast du natürlich Recht - ich werde mich im folgenden also erst
einmal auf 15V beschränken - das sollte vom Drehmoment auch locker
reichen.

Die Ansteuerung sieht folgender Maßen aus:
     http://www.bendrich.com/bilder/5eck.gif

Und so soll das an der Motorspule mit PWM aussehen:
     http://www.bendrich.com/bilder/constc.gif

Bei 15V werden die Fets auch noch heiß. Gibt es eine gute Alternative
gegenüber Fets, die meinen Ansprüchen gerecht wird? Was muss ich an
meiner Schaltung verändern, damit die Fets "länger" bzw. "ewig"
leben!;-)?

@Michael: Was könnte ich an meiner Schaltung denn verändern? Kühlkörper
ist dran (TO-220 5mm x 10mm x 15mm) Ich schalte im Moment nur einen Fet
in PWM der andere Leitet ständig (macht man das so oder pulst man
beide)? ["Auf dem Foto würde man nichts erkennen- mein Makrozoom macht
das nicht mit!":-)]
#309765
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Die FETs schalten ja im Prinzip durch Spannung, und nicht Strom; da das
Gate aber auch eine Kapazität hat, muß erstmal ein Strom fließen - das
Schalten dauert seine Zeit, und dann ist der FET ein Heizwiderstand (je
nach Schaltfrequenz entsprechend oft).
Dafür gibt es spezielle Treiber, z.B. von Micrel. Die kannst Du
entspannt mit nem µC ansteuern, und die knallen dann bis zu einigen A
in das Gate rein. Ergebnis: schön steile Flanke, der FET schaltet
'sofort' durch.

Ich hatte auch mal den Abdruck eines zu heißen TO220 im Finger (das
Loch sieht schön aus) ;-) Es lag aber irgendwie nicht am Treiber..die
halbe H-Brücke hat astrein funktioniert..
Gast #309766
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Versuchs mal mit ner Grundfrequenz von z.B. 20Hz, vielleicht schalten
die FETs nicht richtig durch. Die Teile haben zwar nen unendlich großen
Eingangswiderstand, aber dafür ne rellativ große Eingangskapazität.
Verlustlos Schalten gilt also nur für f -> 0.
#309769
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@Tho Naja, Michael hat's ja quasi schon gesagt..
@Ben Ich habe mir Deine Schaltung nicht angesehen, aber ich denke, wenn
Du nach FET Treiber oder eben Driver suchst, wirst Du mehr Fachwissen
finden, als ich Dir geben kann.

Es ist ja auch nur eine mögliche Lösung für eine mögliche Ursache
Deines Problems .. in meinem bislang ersten Fall hatte ich auch trotz
Treiber Probleme.

Man sagte mir übrigens, daß die FETs extrem ESD empfindlich wären.

Viel Erfolg!
Gast #309770
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mach mal R4,5,6 und 7 testhalberweise auf 100Ohm.
Ob die BC548 das noch können, weiss ich jetzt nicht. bzw ersetze die
Widerstände durch ein Dioden-Transistorkombination oder verwende IR2184
(gibt es auch als DIL8 bei Reichelt - funktioniert astrein!! kannst dann
oben und unten nkanal einsetzen).
Gruß
AxelR.
Gast #309771
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"Der Einbrand an
meinem Daumen bestätigt dies!"
Jaja, TO220 können fies heiß werden. Ich stand vor einigen Jahren mal
eine Stunde mit einem Glas Eiswasser vor meine Hugend Forscht Stand,
weil ich nicht bemerkt hatte, das das Lötzinn an dem FET flüssig war...
OP #309773
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Moin,

ich habe mir gestern und heute Morgen noch einmal Gedanken gemacht über
die ganze Motoransteuerungsgeschichte und bin auch ein Stück
weitergekommen:
Wahrscheinlich werde ich wohl mit einem Mos-Fet-Treiber, der bei
Reichelt zu finden ist
(http://www.reichelt.de/inhalt.html?SID=14QiMxy9S4AQ4AAB8OaFMf44b576f099918b39c5343e0bbda9041;ACTION=7;LASTACTION=6;SORT=artikel.artnr;GRUPPE=A213;WG=0;SUCHE=mosfet%2520driver;ARTIKEL=ICL%207667%20CPA;START=0;END=16;FAQSEARCH=MOSFET%2520Driver%252C%2520%2520DIP-8;FAQTHEME=-1;FAQSEARCHTYPE=0;STATIC=0;FC=670;PROVID=0;TITEL=0;DATASHEETSEARCH=ICL%207667%20CPA;FOLDER=A200;FILE=ICL7667%2523MAX.pdf;DOWNLOADTYP=1;DATASHEETAUTO=;OPEN=1)
arbeiten (falls der Link nicht funktioniert: ICL 7667 CPA von Maxim)

Folgende Schaltung habe ich gefunden, die auch mit Mos-Fet-Treibern
arbeitet:
http://www.klaus-leidinger.de/mp/RC-Elektronik/Fahrtregler/VorAVR/Vor_90S2313.html

Zwei Dinge verstehe ich an dieser Schaltung nicht:

1. Warum braucht der Fahrtenregler keine Freilaufdioden? Brauche ich
dann auch keine?

2. Wenn ich das richtig verstanden habe stellt der Schaltungsteil um
den NE555 eine Ladungspumpe dar, doch wofür brauche ich die - im
Datenblatt meines Mos-Fet-Treibers steht, dass an VDD (Pin 6) die
Motorspannung (bei mir also 15V) angeschlossen werden muss. Benötige
ich dann überhaupt diese Ladungspumpe?

Danke!
#309774
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Die Ladungspumpe brauchst du, weil in dem Schaltplan 2 N-Kanal MOS-Fets
verwendet werden. damit der "obere" durch schaltet muss die Spannung
über +Akku liegen. Bei P-Kanal Fets brauchst du die natürlich nicht, da
dieser leitet wenn negative Spannung am Gate an liegt.
Eine Freilaufdiode sehe ich da auch direkt am Motor (ich würde nicht
drauf verzichten)

Gruß
Roland
Gast #309775
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ein MOSFET leitet ab einer Gatespannung von ca 3-4V, die Parameter wie
maximaler Strom, minimaler R_ds_on werden im Datenblatt bei 10Volt U_gs
angegeben, bei LL Typen auch bei 4.5V U_gs.
das "gs" deutet auf die Spannung zwischen Gate-und SourcePin hin.
Also die Spannung, die tatsächlich mit deinem Multimeter zwischen
diesen Pins DIREKT am Mosfet misst. Liegt nun Drain an der
Motorspannung(+15V), Source am Pluspol vom Motor (minus von diesem auf
Masse), wie hoch muss die Gatespannung gegen Masse sein, damit dein
MOSFET sicher durchsteuert?
Die Gatespannung muss erstmal ca.10Volt größer werden, als die Spannung
am Source PIN (U_gs). Da dein Motor nun aber nach Möglichkeit mit der
vollen Motorspannung arbeiten soll, sollten an dessen Plusanschluss
auch 15Volt zu messen sein. Wenn das so ist, misst Du mit deinem
Multimeter zwischen Gate und Source aber keine Spannung. Man sagt auch,
der Motor hebt das Sourcepotenzial an. Deine Gatespannung muss also um
diesen Betrag (u_gs) höher sein, als die Motorspannung.

Einfacher:

du definierst in Gedanken den Sourceanschluss deines MOSFETs als
Masseanschluß für dein Multimeter.

Nochwas, wenn Du P-Kanal MOSFETs im oberen Zweig deiner Halbbrücke
einsetzt, dann ist das alles wieder hinfällig. dein Sourceanschluss vom
"oberen" P-Kanal MOSFET liegt nicht am Motor, sondern auf
Bezugspotenzial zum Gate für den PMOS. Hier ist (-)U_gs identisch mit
der angelegten Spannung am Gate, nur nicht gegen Masse, sondern gegen
+15V gemessen.

Fazit
Ob ein MOSFET durchsteuert, oder nicht hängt von der Gatespannung ab,
die man direkt an Den PINS "G" und "S" messen kann. Bei P-Kanal ist
diese negativ (von "oben" kommend), bei NKanal poistiv (von "unten"
gemessen)

Ich hoffe, das hilft

AxelR.
Gast #309776
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>Warum braucht der Fahrtenregler keine Freilaufdioden? Brauche ich
dann auch keine?

Ein Blick ins Datenblatt gibt Aufklärung: Die FETs haben die
Freilaufdioden bereits integriert, deine übrigens auch.
Gast #309777
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Die sog. Bodydioden im Fet sind denkbar ungeeignet, als Freilaufdioden
herzuhalten. Leider wird in kommerziellen Fahrreglerdesign dies aus
Kostengründen nicht beachtet bzw. ignoriert. Der Spannungsabfall und
die Speichererholzeiten sind nicht oder nur bedingt als Freilaufdiode
geeignet. Du solltest besser über jeden Mosfet eine schottkydiode
einplanen. Für den Anfang (zum Test) kannst Du aber auch erstmal die
internen Dioden verwenden.
Musst Du sehen, wie heiß die MOSFETS dann noch werden.
Gast #309778
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> Die sog. Bodydioden im Fet sind denkbar ungeeignet, als
> Freilaufdioden herzuhalten. Leider wird in kommerziellen
> Fahrreglerdesign dies aus Kostengründen nicht beachtet bzw.
> ignoriert.

Es wird teilweise auch mit aktivem Freilauf gearbeitet.
Gast #309779
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@Axel:
Im Prinzip hast Du völlig recht. Die intrinsischen Dioden bei
Vertikal-MOSFETs sind technologisch bedingt und haben oft ein ziemlich
bescheidenes Schaltverhalten. Gibt aber Hersteller, die versuchen,
diese (eigentlich eher unerwünschten) Dioden so weit zu optimieren,
dass sie durchaus mit schnellen Schaltdioden mithalten können. Im
Zweifelsfall sollte das jeweilige Datenblatt konsultiert werden, da
steht drin, wie belastbar die Dioden sind und wie das Schaltverhalten
aussieht.

Es ist fast immer sinnvoll (oft sogar erforderlich), zusätzliche
Freilaufdioden zu verwenden (Bei niedrigen Spannungen Schottkys, bei
höheren schnelle Schaltdioden).

Gruß

Johnny
Gast #309780
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>>BITTE: Keine Integrierten Schaltungen (H-Bridge-ICs) vorschlagen, da
das für meine Anwendung nicht geeignet ist (habe einen Schrittmotor mit
5 Phasen). Stattdessen lieber Verbesserungsvorschläge posten.<<

Bevor Du dieses viele Kleinzeug zusammenlötest, solltest Du Dir
vielleicht doch einmal die L6203 ansehen. Du brauchst zwar drei Stück
davon, wobei einer nur zur Hälfte belegt wird, aber die Schaltung ist
erheblich einfacher und auch funktionssicherer.
Keine Probleme mit Freilaufdioden, Schaltzeiten, Totzeiten,
zusätzlichen Verorgungsspannungen, ... verbrannten Fingern !
chopper mit 20kHz - kein Problem.
OP #309781
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Im Dateianhang habe ich jetzt mal die Halbbrücke zur Verfügung gestellt,
damit ihr meinen aktuellen Versuchsaufbau kennt.
Der IRF-Mosfet wird getaktet geschaltet (PWM) - der BUZ11 ist ständig
durchgeschaltet: Mittlerweile habe ich festgestellt, dass der BUZ11
eigentlich nur richtig heiß wird - der IRF hat eine normale
Betriebstemperatur wie ich finde. Sollte ich vielleicht beide getaktet
durchschalten? Wie macht man das üblicherweise?

@Michael: Ich kenne dieses IC wohl, aber aus zwei Gründen bevorzuge ich
eine diskret aufgebaute Lösung:
1. Ich brauche 5 Halbbrücken - es handelt sich also um eine recht
spezielle Schaltung, bei der z.B. wie oben beschrieben auch zwei Phasen
über einen Mosfet beschaltet werden müssen.

2. Da ich demnächst ein Student bin habe ich leider nicht das Budget um
mir die "delüx"-ICs zu kaufen, d.h. ich brauche eine recht effiziente
Lösung
Angehängte Dateien:
OP #309783
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Ihr werdet lachen, aber der Mos-Fet war scheinbar schrott! Dem Tipp mit
der Masse bin ich nachgegangen und habe dabei festgestellt, dass es
keinen Unterschied macht, ob ich die Basis von T4 auf Masse oder +5V
lege - ein Austausch brauchte die Lösung!
Der Fet wird auch bei 3A fast gar nicht heiß!

Trotzdem Danke an alle - habe viel dabei gelernt!
Gast #309784
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Der Schaltplan

http://s-huehn.de/elektronik/fahrtregler/fahrtregler-sch.gif

aht eine Schwäche (kein Fehler, aber man kann's besser machen).

Der untere Teil der Brücke ist gut. Die FETs werden langsam
eingeschaltet (1k Widerstand) und schnell ausgeschaltet (über den
Transistor). Im oberen Teil ist es leider umgekehrt. So kann es
passieren, dass ein unnötig hoher Strom fliesst wenn Tr1 und Tr3
geschaltet werden.
#309787
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Gegentaktendstufe, bzw Mosfet-Treiber wie weiter oben schon
geschrieben.
Alternativ (aber auch nicht schöner) die Steuerzeiten vom µC so
anpassen, damit der eine Fet genug Zeit zum Abschalten hat, bevor der
andere zu leiten beginnt.
Einfach mal die Stromaufnahme ohne Last messen, je höher die ist um so
höher ist die Überschneidung beider Fet's

Gruß
Roland
#309790
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Er meint, dass die obere Stufe 100%ig symmetrisch mit der unteren wird,
also oben anstatt dem Widerstand einen PNP-Transistor und anstatt den
NPN Transistor den Widerstand.

Allerdings funktioniert das nur, wenn µC und FET-Brücke mit der
gleichen Betriebsspannung versorgt werden, was in dem Schaltbild nicht
der Fall ist.

Gruß
Roland
Gast #309792
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http://www.mikrocontroller.net/forum/read-1-313589.html#313748
daraus:
[..
ersetze die
Widerstände durch ein Dioden-Transistorkombination
..]
hört mir keiner zu? Da deine IR2184 offensichtlich noch nicht
eingetroffen sind (ich habe iM auch keine Kohle für sowas übrig),
kannst Du doch mal den Tip mit den zusätzlichen Transistoren
ausprobieren...
funktioiert jedenfalls astrein und wird auch in kommerziellen (älteren)
Geräten so umgesetzt (DC/DC Wandler Car-Hifi Endstufe).
AxelR.
OP #309794
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Hallo Leute,

ich habe jetzt mal einen Prototypen meiner
5-Phasen-Schrittmotor-Platine aufgebaut, allerdings resettet der µC
permanent. Zuerst hatte ich die Schaltung zu programmier- und
Testzwecken ohne Mos-Fets (Plätze einfach freigelassen) aufgebaut - da
lief alles so, wie es sollte, doch mit Mosfets resettet der µC sofern
auch nur ein Mos-Fet durchgeschaltet wird.

Woran kann das liegen - habe ich etwas nicht beachtet?
Angehängte Dateien:
#309795
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Hi, zuerst mal zum Schaltplan:
Zeichne mal deinen Schaltplan mit weniger "grünen Punkten"
Die sind nur da erforderlich wo sich mind. 3 Leitungen berühren.
Teilweise mehr Abstand (und Verwendung von GND und +5 bzw +12V)
Symbolen erleichtern weiterhin das Lesen.
Auf den Ersten Blick aber konnte ich keine gravierenden Fehler im
Schaltplan fest stellen.
Du musst aber beachten, dass die Highside Treiber durch schalten,
sobald du eine 1 am Port an legst (transitor leitet-> Gate=0V -> SG=
-12V -> Fet leitet, da P-Kanal)
Bei der Lowside musst du hingegen eine 0 schreiben (Transitor sperrt->
Gate 12V -> Fet leitet, da N-Kanal)
Ich vermute dass du das nicht beachtet hast und du dir somit die
Betriebsspannung kurz schließt. Außerdem würde ich beim Umschalten
immer ein paar µS warten, in denen beide FETs offen sind. (Dass die
evtl zu träge schalten wurde ja weiter oben schon erklärt)

Gruß
Roland
Gast #309796
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Wie bei den 2-phasigen Motoren gibt es auch hier mehrere Möglichkeiten
der Ansteuerung:
Full- und Wave-Modus (jeweils 2 oder 1 Spule unter Strom)
Slow- und Fast-Decay (Control-Pin, sowohl beim Choppen als auch beim
Abschalten)

Lies Dir mal das Datenblatt / AppNotes des L297 durch, da ist das alles
genau beschrieben.

Vielleicht interessiert Dich auch mein Beiträge in
http://www.mikrocontroller.net/forum/read-1-320156.html#320206
und
http://www.mikrocontroller.net/articles/Schrittmotoren

Vor allem der aktive Freilauf könnte für Dich interessant sein.
So richtig drehfreudig werden Stepper erst mit höherer Spannung.
Gast #309797
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> Zeichne mal deinen Schaltplan mit weniger "grünen Punkten"

Ja, es sind etwas viel grüne Punkte...


> Die sind nur da erforderlich wo sich mind. 3 Leitungen berühren.

<MODE BESSERWISS="on">

Genau genommen kommt der Punkt nur da hin wo sich exakt drei Leitungen
treffen. Nicht mehr, und nicht weniger.

An Kreuzungen (z.B. zwischen senkrechten und waagrechten Leitungen)
soll niemals elektrisch verbunden werden.

Elektrische Verbindungen nur an 3er T-Kreuzungen.

Dann wird ein Schaltplan automatisch immer eindeutig und gut lesbar.
Wenn man sich an diese Regel hält, könnte man sogar die Punkte
weglassen.

</MODE>
Gast #309799
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Hallo,
kann es, falls nur die internen Dioden als Freilaufdioden verwendet
werden, zu Einschränkungen der Regelempfindlichkeit des Reglers kommen?
Ich habe nämlich eine H-Brücke ohne externe Freilaufdioden und die FETs
werden alle sehr heiß (auch diejenigen die nicht verwendet werden) und
bei diesem Regler habe ich das Problem, dass ich es nicht schaffe den
Motor ganz langsam laufen zu lassen! Bei meinen Tests erhöhe ich das
Tastverhältnis (und somit die Leistung auf den Motor) und plötzlich
läuft er relativ schnell! Dazwischen gibt es nichts!

Sorry, das ich meine Frage einfach so dazwischen schiebe, aber ich
merkte, dass hier Profis am Werk sind und konnte so nicht
wiederstehen!

Danke
Gast #309800
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> Und was ist, wenn sich 4 Leitungen treffen? Also ich mach da
> auch immer nen Punkt, bzw. EAGLE macht den automatisch...

Ganz einfach, dann versetze eine Leitung etwas, damit Du zwei
Dreier-Kreuzungen hast.

Also, anstatt:

         |
      ---*---
         |

Zeichnest Du den Schaltplan einfach um:

         |
      ---*---*---
             |

Oder:

         |
      ---*
         |
         *---
         |


Versuche es einfach mal. Du wirst überrascht sein, wieviel klarer so
ein Schaltplan plötzlich zu lesen ist.
Gast #309801
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Einfluß auf Regelverhalten: direkt glaube ich weniger

Aber bei Dir gibt es wohl ein grundsätzliches Problem, vermutlich
schwingt die ganze Schaltung.
Wie ist der Aufbau? Fliegend oder Layout? Treiber-IC? FETs? Frequenz?

Mit den wenigen Angaben kann ein Unwissender wie wir nichts anfangen,
da musst Du schon gesprächiger werden.

Wenn man's einigermaßen richtig macht, werden die FETs bei 10A nur
lauwarm.
Gast #309802
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Die Dioden in den FETs sind nicht als Freilaufdioden geeignet, da zu
langsam und zu hohe Flussspannung. Du solltest externe schnelle Dioden
oder Schottky Dioden nehmen. Dann verbessert sich auch Dein
Regelverhalten.
Gast #309803
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Hallo,
danke für die Response! Ich hatte den Schaltplan nicht angehängt, da
ich so schon ein schlechtes Gewissen hatte, hier einfach so
reinzuplatzen!
Aber hier ist er!
Die Treiber sind TC4427, die FET's sind IRFR5305 und IRLR3714!
Ich habe es mit 3 und mit 16kHz probiert und das Resultat war dasselbe!
Die FET's werden innerhalb einer Minute so heiß, dass sie zu stinken
beginnen! :)

danke
Angehängte Dateien:
Gast #309805
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Den Motor kan man nicht einfach so zwischen die Ausgänge hängen...
Da gehört zum Motor eine Drossel in beide Leitungen und an die Ausgänge
je ein Boucherot Glied (RC-Reihenschaltung) gegen Masse.
Direkt am Motor auch noch 2C's gegens GEhäuse und zueinander. Die
Störspitzen erzeugen sonst starke negative Flanken auf der VCC und
deine  Gatespannung (U_gs) schwankt, dein MOSFET sperrt, öffnet oder
macht was er will.
Gast #309806
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Eine Drossel in beide Leitungen? Das habe ich noch nie gehört!
Ich habe mir mit dem Oszi die SPannung am Motor angesehen und sie
schaute eigentlich recht gut aus!
Hast du vielleicht ein Schaltbild von deiner Variante Alex?

danke
OP #309808
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Hallo Leute,

ich habe immernoch das Problem, dass meine H-Brücken-Schaltung nicht
läuft, daher habe ich Folgendes ausprobiert:

1. Den Resetpin habe ich testhalber weggebogen - trotzdem startet der
µC ständig das Programm von vorne, d.h. die Versorgungsspannung muss
zusammenbrechen, was wiederum auf einen Kurzschluss hinweist.

2. Danach habe ich alle Mosfets ausgelötet und Steckfassungen
eingelötet. Nun habe ich einen ganz normalen DC-Motor mit einen Pin an
Masse angeschlossen und den anderen Pin nacheinander an die 5 Pins der
Schaltung angeschlossen, die vom P-Kanal-Fet geschaltet werden. (Ich
habe immer nur den entsprechenden P-Kanal-Fet in die Fassungen
eingesetzt). Das Ganze habe ich mit einem Motorpin gegen +15V auch noch
mit den N-Kanal-Mosfets gemacht. Ergebnis: Alles funktioniert wunderbar
- der Motor läuft und wird nicht heiß.

3. Nach diesem positiven Versuchsergebnis habe ich eine Halbbrücke
aufgebaut, d.h. einen P-Kanal-Mosfet und einen N-Kanal-Mosfet, die an
einen Pin führen, eingesetzt. Sobald ich den Strom einschalte
signalisiert mein Netzteil einen kurzschluss und der P-Kanal-Fet wird
extrem heiß. Allerdings werden die verschiedenen Fets immer mit dem
gleichen Logic-Zustand, d.h. entweder beide 1 oder beide 0
angesteuert, so dass sie nie gleichzeitig durchschalten können.

4. Trotzdem habe ich das bei allen 5 Halbbrücken ausprobiert und
festgestellt, dass das Problem nur bei 2 Halbbrücken auftaucht und zwar
bei denen, die an Pin 5 und Pin 2 führen.

Könnt ihr mir evtl. Tipps geben, woran das liegen kann, bzw. wo ich mit
der Fehlersuche ansetzen muss?
Angehängte Dateien:
Gast #309811
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Ehrlich gesagt jetzt wären auch die Originalen Eagle Files nicht
schlecht,
dann könnte man auch mal den Stromlaufplan gescheit verfolgen.
Bitte doch mal posten....
Und welche Brücken sind es genau, bitte mal genaue Bezeichnung von den
Transistoren. (sind ja durchnumeriert)

Gruß Sven
Gast #309818
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Haha, lol!

Naja egal, kann sich ja leider nicht jeder in jungen Jahren ohne
geregeltes Einkommen die Lizenz für die Europlatinengröße leisten. Ich
nutze deswegen zur Zeit nur die Freeware Version, allerdings reicht die
ja nur für ne halbe Europlatte. Vielen wird das net reichen. Später
kaufen wir das eh, schließlich zählt es zu den besten Tools mit dem
besten P/L-Verhältnis... :)
Gast #309819
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Offtopic: Ich würde dann vorschlagen wenn man unbedingt mehr als
80x100mm braucht die NON-Profit Version zu kaufen für 125Euro.
Da geht alles aber man darf kein Geld damit verdienen.

Gruß Sven

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