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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Buch "Der PIC im Hausgebrauch" (oder so ähnlich)


Autor: Steffen (Gast)
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Ich arbeite so ziemlich seit dem Erscheinen der ersten PIC-Prozessoren 
mit diesen Bausteinen. Nun kam mir der Gedanke meine Erfahrungen in 
einem Buch weiterzugeben.

Dieses Buch sollte sich vor allem an Anfänger richten. Ausgehend von 
einer kurzen Einführung zu den Prozessoren würde ich an Hand von 
zahlreichen Beispielen Einsatzmöglichkeiten für Steuerfunktionen in 
einem Haus aufzeigen.

Dargestellt werden sollen unter anderem:

- I/O- Möglichkeiten (Zeitschalter, Treppenlichtsteuerung etc.)
- AD-Wandlung (Temperaturmessung)
- Serielle Kommunikation über einen RS485-Bus
- Tastaturanschluss (elektronisches Schloss)
- Anbindung von Chipkartenlesern (elektronisches Schloss)
- Ansteuerung eines Displays (Thermometer, Minni-Steuerung)

Also kurz gesagt eine praktische Bastelanleitung (incl. Schaltung und 
Layout) für über RS485 vernetzbare Minnicontroller für den Hausgebrauch.

Als Prozessor würde ich die PIC16F876 Serie einsetzen. Das sind zwar 
nicht unbedingt die billigsten, bieten aber die Möglichkeit des 
„In-Circuit Debugging“. Das ist vor allem für diejenigen interessant, 
die nicht nur den Code programmieren sondern anhand dessen eigene 
Projekte und Gedanken realisieren wollen. Die Schaltung des Microchip 
ICD-Programmers ist offengelegt, so dass sich prinzipiell jeder diesen 
selbst bauen kann und damit einen zwar einfachen aber doch relativ 
leistungsfähigen Debugger in der Hand hat. Evtl. könnte man eine 
unbestückte Platine für den Programmer mit beilegen.

So, genug gesponnen. Wie gesagt das ist nur so eine Idee von mir. Ob sie 
jemals in die Tat umgesetzt wird mal dahingestellt.
Was denkt ihr darüber? Würde sich so ein Buch (mit einem solchen Inhalt) 
verkaufen lassen oder gibt es davon schon mehr wie genug?

Mit freundlichen Grüßen
Steffen

Autor: Michael (Gast)
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Ich halte das für aussichtslos.
Zum einen gibt es schon so viele Bücher über den PIC, zum anderen 
genügend Websites zum Thema.
Ausserdem ist der PIC bei den Hobbyisten schon weitestgehend durch den 
Atmel AVR abgelöst worden.
Was noch erschwerend hinzukommt, ist die Tatsache, dass Du anscheinend 
das Ganze in Assembler aufziehen willst.

Bei weitem mehr Chancen würde ich dem Ganzen geben, wenn Du den AVR oder 
den 8051 samt Freeware-C-Compiler nehmen würdest.

Autor: Matthias (Gast)
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Hi

ein gutes Buch über µC ist extrem schwer. IMHO gibt es nur ein gutes, 
deutschsprachiges Buch zum Thema µC:

Das Microcontroller Kochbuch MCS51
Andreas Roth
ISBN: 3826607228

Und das dazugehörige Applikationskochbuch. Der große Rest ist Mist.

Mit dem Internet und Seiten wie hier haben Bücher (zu diesem Thema, 
nicht allgemein) IMHO auch ziemlich an Bedeutung verloren.

Matthias

Autor: Steffen (Gast)
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Danke erstmal für die ersten Antworten.

Das wichtigste hatte ich mal wieder vergessen. Grundlage soll natürlich 
Assembler sein. Einen großen Wert würde ich auf allgemeine Sachen wie 
Ausgangsbeschaltungen, Kommunikation mit einem PC etc. legen.

Na ja, mal sehen was noch an Antworten kommt. Wenn die Meinung so 
negativ bleibt schlag ich mir den Gedanken wieder aus dem Kopf ;-).

MfG
Steffen

Autor: Marcus Täsler (Gast)
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Hallo!
Mach dir doch einfach eine GratisHompage!
Mit aller Software und bauanleitungen!

Autor: Steffen (Gast)
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Homepage gut und schön aber wenn man sich ein paar Monate hinsetzt, 
sollte sich das auch irgendwie bezahlt machen. So etwas hat man nicht in 
einer Woche zusammengeschrieben (es sei denn man würfelt ein paar 
Schaltungen und schlecht dokumentierten Quellcode zusammen). Dann kommt 
aber nur das raus, was Matthias auch gemeint hat.

Nicht das ich mein Wissen nur gegen Geld vermarkten will. Wenn ich hier 
irgendwie mal einen Tipp geben kann tue ich das auch ohne Angabe der 
Kontonummer ;-).

MfG
Steffen

Autor: chris (Gast)
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kurze schwischenfrage:

die schaltung des ICD ist frei zugänglich ?

Autor: Bernhard T (Gast)
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Hallo Steffen,
ich habe mich auch einige Zeit mit den Pic's beschäftigt, sehe die Zeit 
aber eher als vergeudet an. Gerade MPASM bietet noch weniger 
Möglichkeiten  Erfahrungswerte zu übernehmen als andere ASM. Trotzdem 
haben die Teile einige Vorteile (z.B. Robustheit gerade auch in EMV 
Sicht,die AD/Wandler sind wohl besser als die von den AVR's etc.)
Wenn Microchip mit dem ICD wirklich einen „In-Circuit Debugging“ frei 
verfügbar macht, werden die Teile auch für mich wieder interresant.  Bei 
ATMEL muss ich dafür noch tief in die Tasche greifen, und Microchip hat 
seine seine Entwicklungssoftware, wie auch die uC's selber, meist sehr 
früh auf recht ausgereiftem Stand (da nervt ATMEL wirklich).
Für den ersten Einstieg ist es ja vieleich sogar gut, wenn man sich 
selbst banale Befehle zusammenbasteln muss (PIC-RISC heist halt leider: 
wir haben keinen gescheiten Befehlssatz und verkaufen das als Vorteil). 
Kommerziel solltest du dir aber nicht zu viel versprechen. Wenn, dann 
bring eine ICD Platine/Bausatz evtl. Experimentierplatine und sehe die 
Schreibarbeit als Marketing / Promotion.
Gruß Bernhard

Autor: MiCHEL (Gast)
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schönes Beispiel:

http://www.avrbeginners.net

Autor: Steffen (Gast)
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Die Schaltung des ICD ist mit in der Dokumentation enthalten. Ihr findet 
Sie unter 
http://www.microchip.com/download/tools/picmicro/i.... 
Die Firmware ist bei MPLAB mit dabei. Im Internet gibt es ein paar 
Seiten von Leuten, die die Schaltung leicht abgewandelt und nach 
Absprache mit Microchip veröffentlicht haben. Also sollte einem Nachbau 
nichts im Weg stehen.

Nachteilig ist, das nur die MPLAB Versionen 5.xx noch das Modul 
unterstützen. Ab Version 6.xx wird (momentan?) nur noch der ICD2, für 
den die Schaltung leider nicht öffentlich ist unterstützt.

Fakt ist, ohne gescheiten Debugger macht das Programmieren vor allem für 
Anfänger keinen Spaß.
Simmulieren --> geht, Brennen --> geht nicht also noch mal von vorn. Da 
vergeht einem schnell die Lust. Es gibt ja einige Bücher, die auf dem 
Starterkit und dem 16F84 aufbauen. Nur Debuggen kann ich damit nicht.

Was den Verkauf eines ICD-Bausatzes anbetrifft, so nehme ich mal an, das 
Microchip da nicht mitspielt. OK, Schaltung ist offengelegt aber 
deswegen besitzt Microchip ja immer noch die Urheberrechte. Verkaufen 
kann man dann nur seine eigene Arbeit und evtl. ein Layout oder eine 
fertige Leiterplatte mit beilegen. Das müsste vorher natürlich mit 
Microchip abgesprochen werden.

@MiCHEL

Der gute Wille (im Bezug auf die Seite) ist da, aber die Zeit scheint 
noch zu fehlen.

MfG
Steffen

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Ich bin auch der Meinung, daß der PIC keine glücklich Wahl ist. Schon 
daß zwischen den Derivaten so extrem große Unterschiede sind 
(unterstütze Befehle usw.). Man muß seine Funktionsbibliotheken quasi 
für jedes Derivat neu schreiben.

Ich hab mit Assembler auf Z80, 8086, 8051 und AVR Erfahrung. Kennt man 
einen, kommt man auch schnell mit den anderen zurecht.

Aber beim PIC da verließen sie mich völlig, die Programme sind sowas von 
kryptisch.

Schon ein simples:

DB "Hallo Welt !", 0Dh, 0Ah, 0

mutiert zu ellenlangen Konstrukten, wie:

RETLW "H"
RETLW "a"
...


Im Zeitalter des Internet kann ein Buch auch nicht so schnell auf neue 
Entwicklungen reagieren.
Z.B. RS485 kann man getrost als veraltet ansehen, da sollte man schon 
den CAN-Bus verwenden und am besten gleich was mit CAN intern 
(T89C51CC02 o.Ä.).


Peter

Autor: Steffen (Gast)
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Ob Atmel oder PIC, das ist so eine Glaubensfrage, bei der ich wohl hier 
so oder so überstimmt werde (ist ja doch mehr ein Atmel-Forum ;-)). Das 
mit den Funktionsbibliotheken ist Quatsch. Alle PIC´s der 16´-Reihe 
haben fast den gleichen Befehlssatz. Die 17´-er und 18´-er haben einen 
erweiterten Befehlssatz, was aber nicht heißt, das eine Routine die für 
einen 16´-er geschrieben ist nicht auf einem 17´-er läuft. Geringfügige 
Änderungen sind natürlich notwendig aber so viel ist das nicht.

CAN ist gut und schön und bei einem Multimaster-Bus unumgänglich. Aber 
für den Hausgebrauch und auch für manche Systeme ist er einfach zu 
teuer. Die RS485 wird daher für einfache Bussysteme kaum wegzudenken 
sein.

Klar, auf neue Entwicklungen kann ein Buch nicht so schnell eingehen wie 
das Internet. Aber das Buch soll allgemeingültige Grundlagen vermitteln, 
die auch noch nach Jahren anwendbar sind.

MfG
Steffen

Autor: Marko (Gast)
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Hi Steffen

Ich würde sagen ein Buch über die PICs in Assembler würde ich nicht 
empfehlen zu veröffentlichen, da es schon einige Bücher über dieses 
Thema gibt.
Das beste Buch, was fast jeder PIC-Programmierer hat oder haben sollte 
ist von den Königs "PIC Micro Profi Buch".
Es ist verständlich und hat viele Beispiele, so dass du es schwer haben 
wirst das Buch an den Mann zu bringen.

Interessant wäre wenn das Buch für Hochsprachen wäre.

Du hast schon recht das ist das falsche Forum, hier befinden sich fast 
nur ATMEL-Fans, die auf den AVR schwören.

Die Anwendungen die du in deinem Buch reinbringen möchtest, die gibt es 
überall in Assembler im Internet.


MFG
Marko

Autor: Reiner (Gast)
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Eine Glaubessache, ob PIC oder Atmel?
Sehe ich nicht so. Hab nun schon viele Projekte mit PICs (auch eines mit 
dem 18er) bearbeitet. Die Sachen laufen auch gut, aber was die 
Pflegbarkeit der Source betrifft - auweia.
Alleine schon das Rambanking alle 128Byte (bei 18er ja nicht mehr) und 
das Rompaging im 4k Block(nicht beim 18er) kann einem schon den Nerv 
rauben. Und was nützt mir der RISC (20MHz und dann nur 5MHz intern) wenn 
diese ständigen Umschaltereien Zeit kosten. Was am meisten stört ist der 
fehlende Zugriff auf den Stack. Zwar kann man den beim 18er mit ein paar 
Befehlen über einen der drei indirekten File Register einen 
Softwarestack generieren, aber wo bleibt denn da die Performance?
Ich stand dem Atmel noch im September skeptisch gegeüber, doch der hat 
mich davon überzeugt, dass die 8Bit-Welt noch nicht am Ende ist.

Ich will die PIC nicht schlecht machen all die geleisteten Projekte 
zeigen ja die Daseinsberechtigung, ich hätte es nur für weniger Kosten 
sehr viel einfacher haben können

Ansonsten gibt's schon genug Bücher über PICs.

Reiner

Autor: Peter Dannegger (peda)
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"Alle PIC´s der 16´-Reihe..."

Soso, von den 12-ern wollen also selbst eingefleischte PIC-er plötzlich 
nichts mehr wissen.

Ich denke schon, daß sich große Unterschiede in den Routinen ergeben, 
wenn die Instruktionen mal 12, 14 oder 16 Bit sind.


Der T89C51CC02 ist nicht teuer aber z.Z. noch schwer zu kriegen. Naja, 
zuerst muß wohl der Industrie- und Autoherstellerbedarf gedeckt werden.



Die aufgeführten Beispiele gibts wirklich schon im I-net bis zum 
abwinken, vielleicht weniger für den PIC.

So ein Buch hat also nur ne Chance, wenn es didaktisch 1A ist und nicht 
nur eine Beispielsammlung.


Peter

Autor: Reiner (Gast)
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Hi Peter,
die PICs waren für mich sowieso nur Arbeitstiere für kleine Aufgaben. 
Das was ich mit dem Atmel nun mache würde ich niemals einem PIC 
übergeben. Gewöhnlich sitzt bei uns immer ein schlauerer Micro in den 
Geräten, der den kleinen PICs niedere Aufgaben zuteilt.

Die 12er waren nie ein Kandidat für mich.

Reiner

Autor: Steffen (Gast)
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Danke an alle, die mir so offen geantwortet haben. Ihr habt mich mit 
euren Argumenten überzeugt. Es bringt nichts.

@Reiner

Was die von Dir aufgeführten Nachteile (der 16´-er) anbetrifft da kann 
ich dir nur Recht geben. Wie Du aber selber schreibst kommt es immer auf 
die Applikation an.

@Peter
Was die 12´-er Serie anbetrifft ging es mir bisher genauso wie Reiner. 
Da hatte ich noch nie eine Applikation dafür. Was aber noch lange nicht 
heißt, das die nicht auch ihre Daseinsberechtigung haben. Ich habe auch 
nie behauptet ein eingefleischter PICer zu sein.

OK Leute nichts für ungut. Ein Glaubenskrieg soll das nicht werden.

@All

Also nochmals Danke. Ihr habt mich evtl. vor einem Fehler bewahrt.

MfG
Steffen

Autor: Michael (Gast)
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Ich glaube nicht, dass hier das Forum einfach per se nur pro Atmel ist. 
Ich für meinen Teil bin zum Beispiel wie Peter der Meinung, dass in fast 
allen Fällen der 8051er die beste Wahl ist.
Und die Argumente gegen den PIC treffen ja auch alle zu.

Allerdings wüsste ich von Peter ganz gerne, wo man den T89C51CC02 denn 
preiswert bekommt. Ich finde den immer erheblich teurer (>25%) als eine 
Kombi aus SJA1000 und irgendeinem Flash-8051er.

Und wie ich und andere ja schon sagten, sollte so ein Buch, um auch 
etwas unbedarftere Einsteiger zu erreichen, unbedingt im Wesentlichen 
auf einer Hochsprache beruhen.
Komplett mit Installationsanleitung und auch der zugehörigen Software 
auf irgendeiner Internetseite, damit es nicht gleich zu Anfang zu 
Schwierigkeiten kommt.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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@Michael,

wie gesagt, eine gute Bezugsquelle habe ich bisher nicht auftreiben 
können, aber billiger als der CC01 sollte er schon sein.

Den CC01 hatte ich mal bei EBV für 10.50Euro in kleinen Stückzahlen 
bezogen.

Aber die Preise ändern sich ja ständig.


Peter

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