Stromwandler Bürde

#4829959
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Paul schrieb:
> ich beschäftige mich derzeit mit Stromwandler. Die Sekundärseite sollte
> niederohmig sein. Aber für einen Nachteil hat eine kleine Bürde?

Ist die Bürde kleiner ist auch die Spannung kleiner und die Auswertung 
ungenauer.
Umgekehrt darf die Bürde nicht zu groß sein, damit der Trafo nicht in 
Sättigung geht.
Was hängt denn an der Bürde bzw. wie geht es da weiter?
#4830073
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Vergiss nicht, die Primärwicklung des Stromwandlers wird in reihe mit 
einem dicken Stromverbraucher an 230V geschaltet.

Wenn jetzt theoretisch die Sekundärwicklung am Trafo offen ist, müsste 
der Stromwandler an der Primärseite 230V haben, schließlich fließt durch 
seine Sekundärseite kein Strom. Beim idealen Trafo hieße das "auch 
Eingangswiderstand unendlich". Das geht also garnicht. Die Realität hat 
dann  etwas mit dem Magnetfeld im Wandler zu tun.

Aber zur Ergänzung eine einfache Rechnung:

Nehmen wir mal ein Ubersetzungsverhältnis von 1:5 an und 25A primär.

25A primär werden dann (ohne Überlastung des Wandlers) auf 5A sekundär 
übersetzt.

Wenn  jetzt die Bürde 1 Ohm ist, bedeutet das, dass sekundär 5W 
verbraten werden. (schon eine ganz schöne Belastung)

Wäre die Bürde 10 Ohm, gäbe das aber 50 W sekundär. (ganz schön viel)

Schon von der zu übertragenden Leistung her muss eine Mindestbürde 
eingehalten werden.
#4830748
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Stromangabe: Der Strom im Wandler entspricht dem aktuell zu messenden 
Wert,irgendetwas zwischen Null und Inenn

Bei Stromwandlern gibt man üblicherweise einen Nennstrom (5A oder 1A 
sekundär) an. Dazu evtl. noch einen Überlastungsfaktor (z.B.10fach I 
Nenn), bis zu dem eine ausreichende Genauigkeit eingehalten wird.

Bei richtigem Einsatz wird  die durch Erhitzung gegebene Grenze nicht 
erreicht, denn wer betreibt ein Messgerät jenseits des Messbereichs. 
Außerdem, beim Kurzschluss eines Stromwandlers sekundär fließt halt nur 
ein Strom, der dem aktuellen Messwert entspricht.
Nur eine Unterbrechung des Sekundärkreises ist gefährlich, das aber dann 
heftig.

Peter R. schrieb:
> Schon von der zu übertragenden Leistung her muss eine Mindestbürde
> eingehalten werden.

Da hab ich mich verschrieben, es muss natürlich heißen: ein bestimmter 
Bürdewiderstand darf nicht überschritten werden. Sowohl wegen der 
Genauigkeit als auch wegen der Erwärmung.
#4831122
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Hallo,
bez. maximaler Bürde beim AC-Stromwandler braucht man nur ins Datenblatt 
schauen. Dort ist auch eine Bemessungsleistung angegeben.
Als Beispiel:  Ipr = 64A;  Isr = 1A; Sr = 0,2VA
Die Leistung Sr = (Isr*Isr) * Rb darf nicht überschritten werden. Die 
max. Bürde ist dadurch vorgegeben.
Grüße Manfred

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