Hallo Zusammen,
ich habe mir ein Layout via Eagle zu einem bidirektionalen DC/DC Wandler
erstellt (Buck und Boost Wandler). Die kritische "Schleife" /
Kommutierungsschleife, beim Buck ist ja bekanntlich zwischen den
Zwischenkreiskondensatoren und den Leistungsschaltern. Da ich schnell
schaltende GaN FETs verwende, möchte ich eine minimale Streuinduktivität
des Kommutierungskreises erreichen. Dazu habe ich die Schleife in meinem
Layout möglichst klein gemacht. Um jedoch nicht auch die
Leiterbahnbreite zu verkleinern (wegen der Wärmeabgabe), habe ich bei
meinen Zwischenkreiskondensatoren die Kupferfläche unterhalb der
Kondensatoren entlang geführt, sodass sich die Kriechstrecke deutlich
verringert und sich nur noch einen Abstand von 1,7mm zwischen DC+ (400V)
und DC- (0V) ergibt. Laut Norm (DIN EN 60664-1 VDE 0110-1:2008-01) sind
1,3mm (bei Verschmutzuungsgrad 1 und 500Veff) Mindestabstand
erforderlich, was ich einhalte.
Auf dem Foto im Anhang seht ihr einen Auszug meines Zwischenkreises.
Grau gekennzeichnet sind die Umrisse der Kondensatoren, sowie ihre PADs.
Es ist deutlich zu erkennen, dass die Abstände der Kupferflächen,
zwischen DC+ (untere Kupferfläche) und DC- (obere Kupferfläche) kleiner
sind als die Abstände der PADs. Können Sich dadurch andere Probleme
ergeben (Durchschlag zwischen DC+ und Dielektrikum des Kondensators? -
hier müssten 0,04mm für die Luftstrecke eingehalten werden...)
Ist dies eine gängige Praxis, dass man die Kupferabstände soweit
reduziert (unterhalb des Bauteils) um die Kupferfläche und damit auch
die Wärmeabgabe zu erhöhen, bei gleichzeitiger Einhaltung der
Mindestabstände für die Kriechstrecke?
Ist diese Reduzierung überhaupt erlaubt?
Vielen Dank schon einmal vorab für eure Hilfe und euer Wissen
mfg
Chris