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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Welchen Funktionsgenerator soll ich kaufen?


Autor: Peter K. (Gast)
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Hallo,

ich möchte mir für meine NF-Elektronik-Projekte einen günstigen
Funktionsgenerator kaufen. Zunächst wollte ich nur mit NF-
Schaltungen anfangen (Operationsverstärker) und kann daher
momentan keine Notwendigkeit für die Erzeugung höherer
Frequenzen erkennen.
Später möchte ich dann mal mit DSP experimentieren oder auch mal
etwas schnellere Schaltungen mit Mikrocontroller entwickeln, z.B.
die Anbindung an andere Mikrocontroller (DSP), Datentransfers von
großen externen Speichermedien oder die Ansteuerung von
Grafik-Displays. Aber wozu ich da jetzt einen Funktionsgenerator
mit x Mhz brauche, weiß ich ehrlich gesagt nich. Ob die Signalpegel
ordentlich generiert werden, kann ich ja auch mit meinem
Speicheroszilloskop messen.

Mit Programmierung und Digitalschaltungen kenne ich mich aus, aber
von HF habe ich nicht viel Ahnung. Daher bin ich mir nicht ganz sicher,
ob ich überhaupt einen professionellen Funktionsgenerator benötige.

Wozu benötigt man als Hobby-Bastler denn z.B. 2 Mhz Signale bei einem
Frequenzgenerator im unteren Preissegment (ca. € 250,-) ? Um Sender
für Mittelwelle zu bauen?

Ist das Testen von Leiterbahnlayouts bei kurzen Leiterbahnen und
wenigen Mhz überhaupt notwendig? Sofern ich nicht ständig irgendwelche
Bus-Systeme entwickel dürfte sich ein professioneller
Funktionsgenerator doch kaum rechnen?

Ab wann macht der Kauf eines professionellen Gerätes mit bis zu
20 Mhz Sinn?

Für welche Anwendungen ist eine Wobbel-Funktion (was das ist habe ich
bereits geklärt) notwendig?

Taugt der Wobbel-Funktionsgenerator 7202 von Voltcraft für mich?
Hier der Link:
http://www.conrad.de/script/wobbel_funk_gener.sap
Viel mehr wollte ich eigentlich nicht ausgeben und wenn ich schon
€ 259,- investiere möchte ich nicht in einem Jahr feststellen,
dass ich damit an irgendwelche Grenzen stoße.

Die günstigeren Funktionsgeneratoren (gibts ja schon ab € 50,-)
machen auf mich alle einen ziemlich "billigen" Eindruck, schon
von der Verarbeitung und der Optik her. Aber das kann ja auch
täuschen.

Danke für die Hilfe. Peter.

Autor: Gast ein Anderer (Gast)
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Was für einen Frequenzgang  (FG) du dir zulegen sollst kann dir wohl
keiner beantworten weil keiner weiß was du später mal machen willst.
Ich selber bin bisher meist mit Frequenzen unter 100 Khz ausgekommen –
NF halt. Bei höheren Frequenzen benötige ich eher einen Taktgeber
(Zähler testen etc.) Ein Funkamateur benötigt  natürlich ganz etwas
anderes.
Im NF bereich kommt man allerdings auch erstmal mit einer Soundkarte
und einer FG-Software gut zurecht, Da fehlt dan aber die Möglichkeit
eines  Einen NF – FG zu bauen ist übrigens ein interessantes
Bastelprojekt und nicht besonders schwer. Übliche Kandidaten sind  XR
2206, XR 8038 (ICL 8038) und MAX038. Projekte gibt es jede Menge im
Internet.
Der von dir genante FG ist wohl der Nachfolger  von dem den wir in der
Ausbildung hatten. Ein solides Arbeitstier mit einfacher intuitiver
Bedienbarkeit. Mir waren die aber auch früher schon zu teuer.
Die Wobblefunktion ist wichtig damit kannst du den Frequenzgang deiner
Schaltung einfach auf dem Oszi darstellen. Der Frequenzgenerator erhöht
 ständig seine Frequenz.  Auf dem Oszi bekommst du dann ein Bild, das
dem Frequenzgang deiner Schaltung im „durchwobbelten“ Bereich
entspricht.

Autor: Gast ein Anderer (Gast)
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...FG-Software gut zurecht, Da fehlt dan aber die Möglichkeit
eines .. DC offset.

Autor: Manfred Glahe (Gast)
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Hallo Peter,

wenn Du etwas pfiffiges nachbauen möchtest, dann habe ich hier was für
Dich.

http://www.elektronik-kompendium.de/public/glahe/ad9833.htm

Autor: ,,,, (Gast)
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www.singer-elektronik.de

Haben hochwertige Geräte zu günstigen Preisen, gerade im NF-Bereich.

Autor: Conlost (Gast)
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Hallo,

warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nahe.

http://www.mikrocontroller.net/articles/Digitaler_...

Es grüsst,
Arno

Autor: Jussarian (Gast)
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Um Nf-Schaltungen zu testen ist ein Funktionsgenerator eine sehr
schlechte Wahl. Dieser hat im Sinusbereich viel zu hoch Verzerrungen.

Für solche Zwecke benutzt man einen NF-Sinusgenerator. Hier wird der
Sinus analog, mittels einer Wienbrücke, erzeugt. Dieser Sinus ist
relativ klirrarm und hat ein sauberes Frequenzspektrum. Der
Frequenzbereich reicht meist von 10Hz bis 20kHz, je nach Ausstattung
auch höher.

Autor: Winfried (Gast)
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Ich hatte mal einen Funktionsgenerator von Conrad (vor etwa 10 Jahren),
der war ziemlich Mist. Hatte Softwarefehler und die Bedienung war
schlecht. Da hat man gemerkt, dass da niemand dran gewerkelt hat, der
wirklich was gutes bauen wollte. Ist ein himmelweiter Unterschied zu
HP&Co gewesen. Heute würde ich mir lieber was gebrauchtes von einem
guten Markenhersteller kaufen. Mit Conrad Marke Voltcraft bin ich sehr
vorsichtig geworden.

Autor: alfsch (Gast)
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diy ...sage ich.
für nf geht das problemlos, wenn du ein oszi hast.
ohne brauchst du eh keinen.
xr2206 : einfach und ok.
besser: mit ein paar op selber bauen.

Autor: Peter K. (Gast)
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Hallo,

danke für die zahlreichen Antworten. Selber bauen wäre für mich
zwar technisch kein Problem, scheidet aber aus Zeitgründen leider
aus. Ich weiß aus eigener Erfahrung wie lange man an einem "guten"
Prototypen mit Display, Reglern, etc. sitzt, auch wenn die Teile
schon vorgegeben sind.
Ich habe wegen dem Studium eh schon so wenig Zeit, dass ich in
meiner wenigen Freizeit lieber Projekte bearbeite, die für mich
wichtiger sind. Von daher gebe ich gerne etwas Geld aus, wenn ich
dafür nicht tagelang an Schaltungen basteln muss, die ich nur als
Fingerübung bzw. Hilfsmittel für die eigentliche Arbeit benötige.

Die Soundkarte scheidet wegen des fehlenden DC-Offsets leider aus,
dafür möchte ich dann doch zuviel mit DC-Lastigen Sensoren machen.
Bleiben also gebrauchte Profi-Geräte oder ein neues Low-Budget-Gerät.
Bei Ebay habe ich bisher nicht viele günstige Profi-Geräte in meiner
Preisklasse (zwischen 200 - 300 €) gesehen.

Ist das Voltcraft jetzt schlecht oder gut? "Gast ein anderer" sagt,
dass es der Nachfolger eines soliden Arbeitstiers ist, Winfried
hingegen meint dass Voltcraft früher schon schlecht war. Ich stehe
Voltcraft ehrlich gesagt auch eher skeptisch gegenüber und ich habe
bei Conrad überwiegend mehr Mist als gute Ware (probe-)gekauft,
aber es kann ja auch bei denen mal eine gute Serie geben. Die
14 Tage Rückgaberecht nutze ich in solchen Fällen dann auch
schamlos aus, meist geht das Gerät dann aber schon am nächsten
Tag in den Laden zurück.

Bei Reichelt gibt es auch einen Funktionsgenerator von Peaktech
für € 279,-.
Bestellnummer: PEAKTECH 4080
Laut Hersteller liegt der Klirrfaktor bei 1 Khz unter 1 %, genau
wie beim Voltcraft, aber der bei Reichelt hat wohl noch eine
RS-232-Schnittstelle inklusive Windows-Software.

Das Argument von Jussarian finde ich äußerst interessant. Aber wo
genau liegen denn jetzt die Grenzen eines normalen Sweepers im
Gegensatz zu einem reinen NF-Sinusgenerator? Ich will ja keine
Endstufe für den High-End bereich bauen und frage mich daher,
wo die Unterschiede bei der Entwicklung von NF-Schaltungen zum
tragen kommen oder unter welchen Umständen man die Nachteile
des normalen Sweepers als irrelevant betrachten kann? Betreffen
die Nachteile eher echte Audio-Schaltungen oder nahezu alles,
was im weitesten sinne mit sinusähnlichen NF-Signalen zu tun
hat (z.B. analoge Sensorsignale, bei denen sich Spannungen im
Bereich von Millisekunden ändern)?

Schönen Gruß, Peter.

Autor: alfsch (Gast)
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ne wien-brücke brauchst du nur, wenn du niedrige klirrwerte messen
willst, i.a. ist der "normale" funktionsgen. voll ok.

den peaktech hatte ich mal, geht super...nur hat das teil einen lüfter,
der mich tödlich genervt hat :-|

Autor: Thomas (Gast)
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Such dir einen gebrauchten Wavetek Generator. Werden in der Bucht schon
mal für <100 Euro angeboten. Top Geräte (wenn nicht völlig abgewatzt)
und halten ewig. HP Generatoren sind ebenfalls hervorragend, aber
häufig teurer.

Von einem solchen Generator hast du weitaus mehr als von irgendwelchen
"Einfachstlösungen".

Gruß Thomas

Autor: Winfried (Gast)
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Die Möglichkeit, Billiggerät zu kaufen, gut zu testen und ggf. wieder
zurückzubringen, ist natürlich auch eine Variante. Hauptsache man
findet auch jede Macke innerhalb der ersten Tage.

Wenn es nicht so drängt, würde ich einfach mal bei Ebay immer wieder
schauen. Oder bei einem der Gebrauchtmessgerätehändler.

Autor: Peter K. (Gast)
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Hi,

das Gerät von Reichelt scheidet wegen dem Lüfter dann leider aus,
Lüfter sind meine natürlichen Feinde, nicht mal mein Computer-
Netzteil hat einen Lüfter.

ich habe mir heute bei Conrad vorerst den Voltcraft besorgt =) Die
Bedienung ist etwas gewöhnungsbedürftig (einige Dreh-Potis kann
man wie einen Schalter reindrücken oder rausziehen, um bestimmte
Betriebsmodi einzustellen), aber ich konnte relativ schnell ein
paar Signale erzeugen und mit dem Oszi aufzeichnen.
Das Gerät ist zwar recht leicht, macht aber von der Verarbeitung
her einen guten Eindruck auf mich. Ich habe 5 Messungen durchgeführt,
alle mit ziemlich exakt 2 Mhz. Dabei ist mir als kleines Manko
aufgefallen, dass eine Feineinstellung eine "feine" Sache wäre,
die das Gerät zu dem Preis natürlich nicht hat.

Wenn ihr Lust habt könnt ihr euch die Bilder ja mal ansehen und
eure Meinung zur Signalqualität des Gerätes unter Berücksichtigung
seines Preises äußern.

Das Bild in diesem Beitrag ist ein TTL-Signal.

Autor: Peter K. (Gast)
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Hier ist ein CMOS-Signal.

Autor: Peter K. (Gast)
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Und hier das Rechtecksignal am "normalen" Ausgang.

Autor: Peter K. (Gast)
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Das dürfte ein Dreieck sein =)

Autor: Peter K. (Gast)
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Und zum Abschluss noch einen Sinus.

Wenn noch andere Messungen für eine grobe Beurteilung nötig sind,
kann ich die gerne noch nachreichen. Ich will das Forum hier aber
auch nicht unnötig mit Bildern zuspammen.

Mir ist auch klar, dass ich bei Ebay für weniger Geld ein gebrauchtes
professionelleres Gerät bekommen könnte, aber ich habe speziell bei
technischen gebrauchten Geräten bei Ebay eine hohe Hemmschwelle.

Also, was sagen die Profis? Muss ich die Kiste am Montag wieder
zurückbringen oder braucht sich der Funktionsgenerator nicht zu
verstecken?

Lieben Gruß, Peter.

Autor: Marcel Pokrandt (Gast)
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Die ersten beiden find ich am lustigsten...

Autor: Peter K. (Gast)
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Hi,

schön das ich zu Deiner Erheiterung beitragen konnte. Ich habe demnach
wohl "Mist" gemessen, oder? Hab hinterher gemerkt, dass ich das Oszi
auf AC hatte, sollte aber auf DC sein. Abgesehen davon ist das bei
CMOS bzw. TTL wohl eh egal? Die kann ich wohl nicht so ohne weiteres
mit einer Prüfspitze messen, oder?
Beim normalen Ausgang dachte ich zumindest, dass ein 50 Ohm Widerstand
ausreichen würde. Kannst ja mal was Konstruktives schreiben...

Liebe Grüße, Peter.

Autor: Marcel Pokrandt (Gast)
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Sorry, zu spät.. ich war lediglich in den zeilen verrutscht und hielt
das cmos für ttl ... ich sollte wirklich schlafen gehen.

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