Hallo, ich habe mal bei eevblog was gesehen.... leider weiss ich nicht mehr genau in welchem Video. Da war auf dem Boden ein schwarzer Kühlkörper auf ein anderes Teil gelegt. Genau hat man es leider nicht sehen können. An diesem Teil waren zwei fette Kabel dran. Die Kabel gingen zu einer riesigen HV Kondensatorbatterie. Der Typ hat dann wohl diese Batterie mit einem Schalter entladen und daraufhin flog der Kühlkörper gut 50 Meter in die Luft. Das Teil, was unter dem Kühlkörper war, hat sich nicht gerührt. Sah schon ziemlich cool aus. Leider wurde dazu nichts weiter erklärt. Das war eher so eine "höhö guck mal was ich lustiges kann" Szene. Ich frage mich jetzt die ganze Zeit, was das für ein Effekt ist. Da flossen bestimmt einige kA. Das daraus resultierende Magnetfeld kann aber keinen Einfluss auf einen Aluminiumkühlkörper gehabt haben. Eventuell Wirbelströme? Ich hab keine Ahnung.
Ich kenne vor zig das aus dem Pysikunterricht nur mit einem Aluminiumring. Der wurde auf eine Trafospule gelegt, durch die eine Führungsstange ging. Legte man an die Spule Strom an, flog der Ring fort, da laut Lenzscher Regel darin in entgegengesetzter Richtung ein Strom floss und sich beide Magnetfelder abstoßen.
Aluminium ist diamagnetisch, das reagiert auf Wechselfelder mit einer Kraftwirkung. Mit 1DM Stücken konnte man das schön sehen, wenn man nen Magnet drüberhält passiert nichts. Wenn man den Magnet kreisend drüberbewegt, lupft sich die Münze ab und zu mal an den Rändern etwas hoch. Ob das mit Euros geht, weiss ich nicht. Wenn das Magnetfeld ein starker Puls war, könnte es das gewesen sein.
Aus der Beschreibung heraus, würde ich sagen, daß Gerald B. (gerald_b) es getroffen hat, und es sich um die 'mit ganz viel Bumms' Variante dieses Versuchs handelt. Bei dem Physik-Versuch kommt Wechselstrom zum Einsatz, man braucht eine Stromänderung in der Spule, um im Aluminium Wirbelströme zu erzeugen. Das diamagnetische Verhalten von Aluminium ist bei weitem nicht so stark. Ein einzelner Stromimpuls kann da auch genügen, wenn er nur stark genug ist. In einer Physik-Sendung, im Fernsehen, wurde mal eine, über 9 Elektromagneten schwebende, Aluminium-Bratpfanne gezeigt. Die, durch die Wirbelströme erzeugte, Verlustwärme reicht gut für ein Spiegelei. Hier ein Video, in dem eine flache, kernlose, Spule über einer Aluminiumplatte schwebt, wenn Wechselstrom durchgeschickt wird. Es wird normale Netzfrequenz verwendet: https://www.youtube.com/watch?v=Wlfd5wjFyYw Die Bildqualität ist nicht überragend, aber es ist recht anschaulich. Bei dem Versuch, den der TO berschrieben hat liegt halt die Spule auf dem Boden, und darüber das Aluminiumteil (Kühlkörper). Mit freundlichen Grüßen - Martin
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