Belastung von Widerständen

Gast #318591
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Ich möchte doch noch eine Frage stellen.

Gibt es Erfahrungswerte für die Impulsbelastung solcher Widerstände?
Habe jetzt schon von zwei Herstellern das Datenblatt gelesen, die
schweigen sich komplett darüber aus.

Vielleicht ein paar Worte zu meiner Anwendung: ich betreibe eine
vierstellige LED-Anzeige im Multiplex. Mein Problem ist, dass ich nicht
weis, wie hoch ich den Spitzenstrom durch eine LED und somit durch einen
Widerstand wählen kann, ohne dass er überlastet wird. Das
Impuls-Pausenverhältnis des Stroms beträgt zur Zeit 1/3 (5ms Strom,
15ms stromlos), der Strom während der Impulszeit 20mA. Ich sage jetzt
einfach mal, dass mit diesen 20mA während der 5ms die 100mW erreicht
sind.

Kann mir jemand da auf die Sprünge helfen?

Jens
Gast #318592
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ist diese leistungsangbe der wiederstände nicht einfach nur ein
efektivwert

also müstest du doch einfach den evektivwert deiner spannung und deines
stromes berechnen können
somitt auch die leistung oder teusche ich mich da
Gast #318593
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Na, die Belastungsgrenze von Widerständen ist eigentlich gegeben durch
die Wärmemenge, die sein Gehäuse abgeben kann. Wenn Du also mehr
Leistung reinpumpst, als der Widerstand abgeben kann, wird er wärmer,
bis er irgendwann die Grenze zum Nirvana überschreitet. Wenn Du also in
den 5ms 100mW erreichst und danach 15ms Pause hast, macht das eine
Durchschnittliche Belastung von 25mW.

Aber wenn die Schaltung auf 5V läuft hast du bei 20mA gerade mal 62mW
(bei roten LEDs) (Dauerlast)

Wenn Du Dir unsicher bist, nimm doch einfach 1206.

Oder wenn du 0805 nehmen mußt, kannst Du auch durch größere SMD-Pads
die Wärmeabfuhr an den Widerständen verbessern.

Gruß,
Markus_8051
Gast #318594
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> Wenn Du Dir unsicher bist, nimm doch einfach 1206.

:) Ich weis, hab nur sehr wenig Platz auf der Platine. Bin sogar am
überlegen 0603 zu verwenden. Die können 63mW vertragen und ich könnte
dann einfach zwei mit jeweils doppeltem Widerstand parallel löten und
hätte dann 126mW. Da gibt es keine Platzprobleme, nur leider in die
andere Richtung. 1206 ist da einfach zu lang. Ich werde nochmal etwas
suchen, vielleicht finde ich da ja noch Infos von irgendeinem
Hersteller.
Gast #318597
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Prinzipiell kann man die Verlustleistung doch errechnen? P=U²/R mit
U=Spannungsabfall über den Widerstand. Und ganz spontan würde ich
sagen, dass aufgrund der thermischen Trägheit des Widerstandes der
Effektivwert genommen werden kann. Beispiel: der R verträgt 100mW, bei
einem duty-cyle von 50% dürftest du mit 200mW arbeiten. Klar ist, dass
das nur bis zu einer bestimmten Grenze funktioniert, 10A werden auch
mit 0,01% Duty-cycle natürlich nicht funktionieren.
Gast #318598
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[..
10A werden auch
mit 0,01% Duty-cycle natürlich nicht funktionieren.
..]
schon probiert?
Aber sicher geht das.
100us an und 1Sekunde aus? (sind das 0.01%?rotwerd)

das ganze an 100mV...

JA nee - im Ernst. Schon klar, was Du sagen willst! Übertreiben darf
man das nicht.

Ich betreibe  beispielsweise eine Orange leuchtende LED mit 20-30mA an
5V (150Ohm Vorwiderstand) in BF 0603. Wird warm, aber geht.
Daher sagte ich oben: mach doch., passiert nichts.
;-))

Gruß
AxelR.
#318599
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In der Anfangszeit der SMD-Technik hat mal ein Widerstandshersteller
gespottet ...auch wir können xx-Watt SMD-Widerstände herstellen, leider
entlöten die sich und fallen von der Platine (oder so ähnlich). Das
konnte mit bedrahteten Bauteilen allerdings auch passieren, in meinem
alten Hameg 207 ist mal ein Leistungswiderstand rausgefallen, weil sein
Lötzinn von der Betriebstemperatur geschmolzen war.

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