Gast
#5034550
Wir haben in Nachrichtentechnik kürzlich gelernt, dass sich die Impulsantwort eines Systems durch Faltung des Ausgangssignals mit dem inversen Eingangssignal bestimmen lässt. Dies testeten wir mit einem einfachen Versuch. Wir regten einen Lautsprecher mit der Sprungfunktion an und nahmen dies mit einem Mikrofon auf. Die wav-Datei falteten wir dann mit dem zeitdiskreten Differenzierer um so näherungsweise die "Raumimpulsantwort" zu gewinnen. Da die Waveform der aufgenommenen Tondatei auch eine sehr impulsmässige Form hatte, argumentierte ich, dass das System (Lautsprecher, Luft/Raum, Mikrofon) die Sprungfunktion bereits differenziert und damit invertiert. Der Gedanke war, dass die Membran durch die Sprungfunktion aus der Nulllage ausgelenkt wird ohne zurückzuschwingen und so lediglich eine einzige impulshafte Schalldruckverdichtung überträgt - sozusagen eine Diracstoß. Leider bin ich nicht 100%-ig fit was Akustik und Lautsprecher-/Mikrofontechnik angeht. Kann jemand die Zusammenhänge erklären und meine "Intuition" gegebenfalls geraderücken? MfG