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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik CAN-Bus Betrieb bei 1 Mbit/s


Autor: Dietmar (Gast)
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Habe einen CAN-Bus, bei dem mit zunehmender Anzahl an Busknoten (ab etwa
5-6) die Tx Error Fehlerzähler anfangen hochzuzählen (Buslast 2%), bis
schließlich bis auf wenige Knoten alle in den Bus-Off-Zustand gehen.

Am Oszi beobachte ich immer schlechter werdende Flankensteilheit der
Übertragungsbits, liegt nach langer Suche vermutlich an der Kapazität
der Suppressordioden, die für jede einzelne Baugruppe vorgesehen sind.

Möglicherweise muß ich da die Strategie ändern, die Anzahl der
Schutzdioden verringern und diese nur an einigen wenigen kritischen
Punkten vorsehen. Wohl bemerkt, nur bei dieser höchsten Bitrate. Bei
500 kBit/s oder 250 kBit/s läuft alles einwandfrei.

Hat mal jemand ne Ahnung, ob es einen Suppressordiodentyp mit extrem
niedriger Kapazität gibt, oder eine spezielle Schutzschaltung?

Danke!

Dietmar

Autor: crazy horse (Gast)
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echt dein eigenes Problem oder was drüber gelesen, um jetzt was
"wichtiges" zu posten?
Warum gehst du bei 2% Buslast auf 1Mbit? Nonsens, aufwändige
Verdrahtung, EMV-Probleme.
Warum sollten bei geringer Buslänge (1MBit -> 40m max) an jedem
Transceiver Supressordioden erforderlich sein? Sind sie nicht. Mit den
richtigen Transceivern hast du keinerlei Probleme.

Autor: Dietmar (Gast)
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Nein, kein Nonsens, sondern kleine Testbedingungen.

Die 2% Buslast sind nur ein Test mit dem CAN-Analyser. Meine Buslast
erhöht sich entsprechend der Anwendung: Die Busknoten haben im
Ernstfall enorme Datenmengen zum Senden, und im Extremfall alle
gleichzeitig. Ist keine triviale Anwendung. Das Verhältnis Anzahl der
Busknoten und Bitrateneinstellung ist in meiner Anwendung voll
ausgereizt.

Anzahl Busknoten ist proportional zur Bitrate.

Bei 40 Busknoten können 100% Buslast erreicht werden.

Na, der Kunde gibt den Schutz durch Suppressordioden vor. Und demnach
muß ich die Hardware konstruieren.

Ob die Transceiver eingebauten Schutz haben, ist doch
herstellerabhängig, und damit unsicher, oder?

Und die Leitungen liegen, was weiß ich denn wo, unabgeschirmt im
Erdreich.

Trotzdem, danke für jeden Tipp!

Dietmar

Autor: Dietmar (Gast)
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Übrigens, hatte ich nach einer brauchbaren Suppressordiode mit kleiner
Kapazität gefragt.

Gruß

Dietmar

Autor: Dietmar (Gast)
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@crazy horse:

"echt dein eigenes Problem oder was drüber gelesen, um jetzt was
"wichtiges" zu posten?"

So ein Statement ist doch Mega-Scheiße, oder?
Stell dich in die Ecke und schäm dich!

Dietmar

Autor: crazy horse (Gast)
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da kann ich dir nicht weiterhelfen, ich habe noch nie CAN-Transceiver
mit TVS-Dioden geschützt. In kritischen Fällen benutze ich den
SN65HVD1050.
Grosse Kapazitäten am Bus und hohe Datenraten widersprechen sich nun
mal - bleibt die Frage, ob "Kunde" auch was von den tech.
Gegebenheiten versteht oder einfach nur Forderungen stellt.

Autor: crazy horse (Gast)
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und Schnitt

Autor: Dietmar (Gast)
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Große Kapazitäten und hohe Bitraten, ist natürlich klar.

Gut, notfalls verlagere ich die Schutzdioden auf kritische Bereiche,
vielleicht die zentrale Busplatine im Steuergerät. Aber, die Knoten
liegen irgendwo in der Pampas.

Da werde ich dem Kunden das Lastenheft "verbiegen" müssen.

SN65HVD1050, ist das ein 5V-Typ? Davon versuche ich wegzukommen, da die
gesamte Hardware auf 3,3V läuft (Philips LPC2129). Der TI-Transceiver
ist bei 3,3V auch ISO11898-kompatibel.

Gruß

Dietmar

Autor: Profi (Gast)
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Es gibt spezielle CAN-Protectoren, z.B.
http://www.onsemi.com/pub/Collateral/NUP2105L-D.PDF

http://www.onsemi.com/PowerSolutions/supportDoc.do...

AVX/Kyocera  CAN Bus Series Medium Power Multilayer Varistors for
Automotive Application
http://www.avx.com/docs/Catalogs/canbus.pdf

5V sind übertrieben, denn die meisten modernen CAN-Transceiver
(TJA1050) vertragen 30V am Bus.

Es können statt Dioden auch Varistoren Verwendung finden.
google kennt sie alle  canbus mlvs surge protector suppressor ....


oT: Nette Worte kosten wenig und bringen viel.

Autor: Dietmar (Gast)
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Danke, Profi, für die Tips und die Links, die ich noch durchforsten
werde. Spezielle CAN-Protektoren, vielleicht mit kleiner Kapazität,
hört sich gut an. Ist das auch preislich erschwinglich?

Meine CAN-Transceiver vertragen auch was um die 30V. Die
Prototypenplatine mit Infineon Transceiver funktionierte noch
einwandfrei, ein zweiter Prototyp mit Texas Instruments SN65HVD234 (da
wir auf reine 3,3V Betriebsspannung wollen) bei 1 Mbit/s hingegen nicht
mehr.

Nun, auf eingebaute Schutzdiodennetzwerke verlasse ich mich nie gerne:
Die Halbleiterhersteller geben zwar gerne an, bei z.B. einfachen CMOS
Logikbausteinen, daß diese integrierte Schutzdioden haben. Die liegen
aber sowieso konstruktionsbedingt schon mit auf dem Silizium und sind
keine besondere Errungenschaft der Hersteller. Bei genauerem Hinsehen,
sind diese jedoch nur begrenzt belastbar (z.B. 10 mA, taugt vielleicht
gerade so für ESD, Human Body Model, o.ä.).

Ich muß (soll) aber auch vor höheren Belastungen wie z.B. Blitzschlag
(oder sich verändernde Erdpotentiale bei Blitzschlag) schützen.

Na, mal sehen! Die neuen Infos geben sicher noch was her!

Dietmar

Autor: Dietmar (Gast)
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@Profi:

"5V sind übertrieben, denn die meisten modernen CAN-Transceiver
(TJA1050) vertragen 30V am Bus."

Ist sicher ein Mißverständnis, meine Transildioden waren schon
39V-Typen, eben mit Hinblick auf die Kapazität.

Dietmar

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