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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik PMOS Funkentstörung bei PWM


Autor: Christian Kreuzer (Gast)
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Hallo,

ich hab ein neues Projekt und bin mir nicht ganz sicher bei der
Funkentstörung.
Da in Österreich ja sinnloserweise Licht auch am Tag Pflicht ist, will
ich meine Scheinwerfer (2x55W)  tagsüber per PMOS und PWM dimmen (von
der Steuerung zu den Scheinwerfern je etwa 1m Leitung).
Das Gate des PMOS wird mittels 470 Ohm auf +12V gehalten und per
Transistor auf Masse gezogen, was im Test ganz gut funktioniert hat,
PWM Frequenz beim Testbetrieb 500Hz.
Wie soll ich die Entstörung machen?
Dachte an folgende Lösung:

BAT+
Drossel (0,2uH)
Kondensator auf Masse (C1)
PMOS
Drossel (0,2uH)
Kondensator auf Masse (C2)
Lampen
Masse

C1 und C2 wollte ich mit 1uF dimensionieren.

Versuchsweise hab ich C1 100uF verwendet, damit wurde die Stromaufnahme
der Schaltung sehr gleichmässig, allerdings wurde der FET im Betrieb um
einiges wärmer als ohne Kondensator, obwohl er laut Oszi „schöner“
durchgeschaltet hat als ohne.

Soll ich an der Schaltung / Frequenz was ändern oder dürfte das so
funktionieren ohne das ich zum fahrenden Sender werde.

Danke,
Christian

Autor: Christian Fasthuber (fasti)
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Hi!

Abgesehen davon, dass ich Licht am Tag nicht für sinnlos erachte,
weswegen willst du die Lampen dimmen?
Dir ist hoffentlich bewusst, dass wenn du deine H4 oder H7 oder was
auch immer dimmst, die Lebensdauer sehr stark sinkt und damit der
Einspareffekt wieder zu nichte gemacht wird.

Zum Problem der Filterung:
Also bei 500Hz glaub ich nicht, dass du großartig Störungen
verursachst.
Der Kondensator ist sicherlich nicht schlecht, auf die Drossel kannst
du aber meines erachtens verzichten.

mfg

Fasti

Autor: Christian Kreuzer (Gast)
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Hallo,

warum soll bei geringerer Versorgungsspannung die Lebensdauer sinken?
Normalerweise ist es doch so: -5% Versorgungsspannung -> +100%
Lebensdauer
http://www.oligo.de/newsite/rubriken/subservice/ha...
Ich muss mich doch nur darum kümmern, keine Spannungs-/Stromspitzen auf
die Lampen zu bekommen, erreiche damit auch Softstart, da ich mit der
Schaltung auch das Scheinwerferrelais ersetze.

Da es sich um Klappscheinwerfer handelt die am Tag zu bleiben (leuchten
durch einen schmalen Schlitz in der Stossstange der normalerweise für
die Lichthupe ist), ist es natürlich wünschenswert, wenn man so wenig
Abwärme wie möglich (weniger Kühlung bei geschlossenen Scheinwerfern)
und eine lange Lampenlebensdauer erreicht.

Viele Grüße,
Christian

Autor: Fasti (Gast)
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Hi!

Also die Lebensdauer von Halogenlampen hängt direkt mit deren
Temperatur zusammen. Damit der abdampfende Wolframdraht den Glaskolben
nicht beschlägt und sich das Wolfram wieder an der Glühwendel anlagern
kann brauchts eine sehr hohe Temperatur. Dimmst du Halogenlampen, wird
diese nicht mehr erreicht und der Glühfaden wird schneller durchbrennen
und der Glaskolben schwärzt sich. Deshalb sind Halogenlampen auch in
kleineren Glaskolben, damit die Temperatur desselbigen nicht zu sehr
sinkt. Neue Lampen von ich glaub Osram besitzen sogar eine Beschichtung
auf der Innenseite des Kolbens, der die Infrarotstrahlung reflektieren
soll, damit die Wärme nicht so stark abgestrahlt wird. Dadurch erhöht
sich die Lichtausbeute und Lebensdauer.
Bei normalen Glühlampen hast du Recht, da steigt die Lebensdauer mit
sinkender Temperatur.
Angaben ohne Gewähr. Nachzulesen auf Wikipedia.

Ach ja und nochwas, ich glaube nicht, dass man Scheinwerfer am KFZ
dimmen darf, da sie dann meines Erachtens nicht mehr der StVO
entsprechen. Würde mich da an deiner Stelle mal bei der ÖAMTC
Rechtsauskunft oder so informieren, sonst kanns bei der nächsten
Polizeikontroller böse Überraschungen geben. Schliesslich ist das doch
ein Sicherheitsrelevantes Bauteil und es würde bei unerlaubter
Manipulation die Betriebserlaubnis erlöschen....

mfg

Fasti

Autor: Rolf Magnus (Gast)
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> Abgesehen davon, dass ich Licht am Tag nicht für sinnlos erachte,

Dann kannst du mir sicher erklären, wofür es gut sein soll. Es ist
natürlich sinnvoll, es auch tagsüber einzuschalten, wenn es ziemnlich
dunkel, neblig oder regnerisch ist (oder bei Sonnenfinsternis ;-) ),
aber wieso immer, auch wenn strahlender Sonnenschein herrscht und man
fast gar nicht sieht, daß die Scheinwerfer an sind?
In dem Fall werden nur die Birnen unnötig betrieben, so daß sie
schneller ausfallen und der Verbraucht steigt etwas. Zusätzliche
Sicherheit bringt's aber überhaupt nicht.

Autor: Rahul (Gast)
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Tageslicht ist so ein Problem für sich:
Bei Motorrad-Fahrern (auch den weiblichen) in D grundsätzlich
vorgeschrieben, damit man sie besser sieht.
Wenn man jetzt als Autofahrer auch noch am Tage mit Licht fährt, ist
dieser Sicherheits-Vorteil für die Tonne.
Als ich meinen Führerschein gemacht habe, hiess es, dass man, wenn man
die (tiefstehende) Sonne im Rücken hat, auch das Licht einschalten
sollte, damit man besser gesehen wird (hab ich inzwischen auch
festgestellt).
Tagesfahrlicht ist ganz praktisch, bei Fahrzeugen in unauffälligen
Farben (grau und so), da man sie auch gerne beim "schnellen
Strassenseitenwechel" gerne mal übersehen kann.
Dass die Lampen darunter leiden kann ich mir jetzt nicht wirklich
vorstellen; ausser dass das "natürliche" Lebensende früher eintreten
kann. Das sollte aber in nächster Zeit mit der Einführung von
LED-Scheinwerfern hinfällig sein...

Warum Christian seine Scheinwerfen dimmen will, verstehe ich allerdings
auch nicht.

Autor: Christian Kreuzer (Gast)
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Hallo,

meines Wissen tritt die Lebensdauerverkürzung nur auf, wenn die Lampen
ständig gedimmt werden, da die vom Glühdraht abgebrannten Teilchen sich
am Lampenglas und nicht mehr am Glühfaden anlegen, mir wurde allerdings
in diversen Lichttechnikkursen gelernt, das durch den Betrieb an
Nennspannung diese Ablagerungen am Glas wieder größteils rückgängig
gemacht werden können.
Ich hab ja auch nicht vor die Lampe extrem Weit zu dimmen nur so auf
etwa 10-11V.
Das Dimmen der Scheinwerfer ist laut ÖAMTC kein Problem, allerdings
handelt es sich bei mir sowieso um eine Sonderanwendung wegen der
geschlossenen Klappscheinwerfer (schwieriger Lampenwechsel) und das
kappiert sowieso so schnell keiner bei der Polizei, denn da haben sogar
die vom ÖAMTC und von anderen Werkstätten gerätzelt. :-)
Mich würde es nicht wundern, wenn der RX7 das einziege Auto ist, bei
dem die Klappscheinwerfer so gebaut wurden, das sie auch geschlossen in
senkrechter Position sind.

Viele Grüße,
Christian

PS.: am Steckboard leuft die Schaltung schon super (ohne Drosseln) und
erzeugt auch so gut wie keine am Oszi sichtbaren Störungen

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