Analogteil abschirmen - Layout-Regeln

Gast #329106
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Ich möchte meinen fernsteuerbaren MP3-Spieler bald vom Steckbrett auf
eine Lochplatine umziehen lassen. Auf dem Steckbrett gibt es durch den
Kabelsalat leider noch unangenehme Einkopplungen auf den Analogteil,
also den Audio-Ausgang (ich nehme mal an, von DREQ).

Auf was muss ich beim Lochplatinen-Layout achten, damit der Analog-Teil
störungsfrei bleibt?

(Im VS1011-Datenblatt sind 10µH, 100nF und 10µF in die analoge
Stromversorgung geschaltet. Das werde ich auf jeden Fall machen. Auf
die Störungen auf dem Steckbrett hat das aber keine Auswirkungen. Eher
im Gegenteil.)

Vielen Dank schonmal!
#329107
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Ich würde generell von Lochraster bei solchen Sachen abraten. Mach dir
mit Eagle oder sonstwas ein hübsches Layout, trenne digital und
Analogversorgung soweit es geht von einander und verbinde sie nur einer
Stelle (üblicherweise noch mittels Spulen und Kondensatoren)
miteinander. Plane dann noch eine großzügige Massefläche ein und stelle
dann diese Platine her. Drucke sie (unbedingt mit Laserdrucker) auf eine
Folie und belichte die Platine unter einer geeigneten Lampe eine gewisse
Zeit. Anschließend entwickelst du sie mit NaOh, spülst sie ab und ätzt
sie mit einer Mischung aus H2O2, HCl und H2O. Abspülen, restlichen
Fotolack mit Aceton entfernen und fertig. Dein professionelles Layout
selbstgebastelt.

Geht mit geübter Hand in ca. 1h. (sogar schon in einer Schulstunde mit
ner Doppelseitigen geschafft). Chemikalien gibts im Baumarkt. Lohnt
sich auf alle Fälle ! Ich hab gleich von Anfang an die Platinen mit den
Lochrastern übersprungen.
Gast #329108
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> Ich würde generell von Lochraster bei solchen Sachen abraten.

Warum?

Ich weiß, dass ich mir eine eigene Platine ätzen könnte. Aber ich habe
weder (geeignete) Drucker, Lampe, Ätzstation, Bohrmaschine, Stativ,
Folien, Chemikalien, Platine, Bohrer.
Gast #329109
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Klar geht das auch auf Lochraster.

Achten solltest Du auf:

Entkopplung (LC-Glieder) analoge/digitale Spannungsversorgung (auch
Masse)
Analoge Signalleitungen kurz halten
Analoge Kabel wo möglich als abgeschirmte Leitungen verwenden.
Für den Analogteil wo möglich einen zentralen Massepunkt verwenden.
Gast #329110
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Danke, Ingo. Ich habe noch ein paar Fragen.

Wie trenne ich denn die beiden Massen per LC-Glied? L in Reihe, das ist
klar. Aber wohin sollen die Cs verzweigen?

Wo soll ich die geschirmten Leitungen erden? Auf der analogen Masse
sicherlich nicht. Da hätte ich ja wieder die Störungen drin. Bei
Schirmung auf die digitalen Seite wären Analog- und Digitalteil aber
schon wieder nahe beieinander.
Gast #329111
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geh mal zu Analogdevices da gibt es einen hübschen Artikel wie man eine
Leiterplatte störungsfrei aufbaut der alle deine Fragen beantwortet.
Ich glaube aber nicht, dass du danach noch auf Lochratser aufbauen
möchtest, wenn dich die Einkopplungen auf dem Steckbrett stören.
Gast #329112
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@Wolfram: Ich stell mich bei der Suche wahrscheinlich gerade dumm an.
Ist <http://www.analog.com/>; schonmal richtig oder meinst Du ein
anderes "Analogdevices". Dort gibt's ja tausende Artikel. Könntest
Du mir da noch ein bisschen in die Spur helfen (Suchbegriffe oder so)?

Was die Einkopplungen auf dem Lochraster betreffen: Mal sehen, was der
Artikel sagt. Jedenfalls hatte ich nicht vor, dort so einen Kabelsalat
zu fabrizieren, wie er jetzt auf meinem Steckbrett zu finden ist.
Gast #329117
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Ich lege jeweils eine Drossel 47uH zwischen Vcc und AVcc sowie GND und
AGND auf der A-Seite dann noch jeweils 100nF Kondensatoren an den
Versorgungspins der Analogteile (z.B. zwischen den Pins AVcc und AGND
eines ICs).

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