Hallo, anbei der aufgenommene Schaltplan eines HV-Netzteils zum Betrieb einer bunten Leuchtstofflampe (CCFL). Der Vorwiderstand ist ein Leistungstyp, offenbar zur Strombegrenzung (2,4 A). SW1 und POT sind kombiniert. Zum Zünden muss das Poti erst "aufgedreht" werden, dann stelle ich es meist ganz zurück, d.h. kurz vor den Schaltpunkt. Ich frage mich, ob das mit wenig Aufwand zu digitalisieren wäre, also per Mikrocontroller zu steuern (z.B. Fernbedienung). Es sieht mir nach Sperrschwinger aus, wobei ich C2-C4 ich nicht verstehe. Ist C3 frequenzbestimmend? Es sind um die 25 kHz. Ausgangsspannung im Betrieb könnten 550 VAC sein (unsichere Messung, der DMM-Spannungsteiler beeinflusst die Helligkeit). Der Basisstrom verändert also die Helligkeit. Könnte der Wandler fix mit 25 KHz und variablem Basisstrom per R2R-DAC von einem Controller betrieben werden? Die Verstärkung liegt beim vermuteten NPN (www.st.com/resource/en/datasheet/2sd882.pdf) und 2 A vielleicht bei 50, das wären 40 mA; für einen ganzen Port evtl. zu schaffen. Ich habe keine Daten zum Trafo; wäre evtl. einfach ein PWM-Betrieb möglich?
Hoppla, ich wollte zunächst fragen, was eine geeignete Dummy-Last wäre, um im Betrieb messen zu können. Habe dann die Röhre einfach mit Kroko-Leitungen angeklemmt.
In der Schaltung ist jeder Kondensator frequenzbestimmend, da es sich um einen selbsterregten Schwingkreis handelt. Das ganze arbeitet in etwa wie ein Sperrwandler, natürlich kann man den auch mit einer festen Frequenz laufen lassen, aber möglicherweise erreicht das Resonanzprinzip mit C2 höhere Wirkungsgrade. Die Röhre bzw. Last wirkt sich auch auf die Frequenz aus, da sie auch einen Kondensator darstellt und der Sekundärstrom beeinflusst das Betriebsverhalten des Trafokerns. Wenn das mit einem DAC steuerbar sein soll würd ich eher den Schalttransistor digital steuern und die Leistung via PWM regeln. Ob das mit diesem Trafo und den anderen vorhandenen Bauteilen problemlos möglich ist ohne die komplette Schaltung zu ändern, müßte man probieren.
Lass die Schaltung lieber wie sie ist. Zwecks Fernsteuerung kommt ein Motorpotentiometer in Frage. Die Dinger sind zwar teuer, aber dafür stellt sich das Erfolgserlebnis schneller ein.
Als Bastellösung evtl. auch ein Modellbau-Servor am Poti, das von einem µC gesteuert wird. Vorsicht, die meisten Servos haben mehr als genug Kraft, um dem Poti ganz schnell den Hals umzudrehen...
TV Geräte mit CCFL legen eine Ende der CCFL über einen Shunt auf Masse und können daher sofort bestimmen, ob die Röhre gezündet hat oder nicht. Strommessung, ob primär oder sekundär, ist also mögl. eine gute Idee.
Danke für die Hinweise. Es sollte jedoch eine rein elektronische Lösung sein. PWM funktioniert prinzipiell (zum Zünden etwa 30 kHz erforderlich), aber es gibt noch einiges zu klären (und messen).
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