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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik CE + TÜV Prüfung Kosten?


Autor: Toby R. (Gast)
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Hallo,
ich habe gehört, daß wenn ich ein Gerät bauen will in welchem "hohe"
Spannungen (ab 50V AC?) auftauchen ich dieses Gerät einer irgendwie
gearteten Prüfung unterziehen muss, bevor ich es weitergeben/verkaufen
könnte. CE Prüfung? TÜV?

Kann mir jemand sagen welche Prüfungen mein Gerät bestehen müsste, wenn
ich direkt 230V AC verwenden will? Und mit welchen Kosten sind diese
dann verbunden?

Vielen Dank schonmal
Toby

Autor: thkais (Gast)
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(ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

1. CE-Prüfung nach der Niederspannungsrichtlinie
2. CE-Prüfung nach der EMV-Richtlinie
3. evtl. Prüfung einer IP-Schutzklasse (wenn nicht schon in 1
enthalten)

Die entsprechenden Nummern der Normen habe ich momentan nicht im Kopf.
Zum Preis kann man kaum eine pauschale Angabe machen, bei uns hat das
der TÜV nach Aufwand berechnet und lag im Bereich von ca. 1-2000 Euro
pro Prüfung. Am besten eine entsprechende Prüfstelle heraussuchen (muss
nicht unbedingt "TÜV" sein) und ein Beratungsgespräch vereinbaren -
das war zumindest bei uns noch kostenlos.

Autor: Toby R. (Gast)
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Okey im konrekten Fall geht es um einen Inverter für EL-Folie, laut
Niederspannungsrichtlinie (grad angelesen) gilt sie nur für die Ein-
bzw. Ausgangsspannungen. Ein Kollege meinte ich würde Probleme bekommen
sowas zu verkaufen, wenn dadrin 110V AC auftreten....

Autor: Toby R. (Gast)
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achja und danke erstmal!
Haben noch andere hier Erfahrungen, unabhängig jetzt von meiner
Anwendung, fall man wirklich mal 230V AC Eingangsspannung hat?

Autor: Alex (Gast)
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du willst es kommerziell verkaufen? dann bist du grundsätzlich
verpflichtet egal wieviel volt eine ganze reihe von eu-nortmen zu
erfüllen. die erfüllung der normen ist durch den hersteller zu
"Garantieren" das versichert er in form einer soghenannten CE
Erklärung, Konformitätserklärung... damit das was da garantiert wird
auch im zweifels oder klagefall nachgewiesen werden kann ist
nachzuweisen welche normen und wie die entsprechenden normen
eingehalten wurden... das fängt im entwicklungsprozess schon an... beim
fertigen produkt zieht man entweder hauseigene oder externe gutachter
hinzu... externe gutachter haben den charme dass man die verantwortung
so ein bisschen deligieren kann... man muss kein eigenes labor
betreiben und auch nicht ständig zur normstelle rennen um die
aktuellsten ausfertigungen der DIN/EN/ISO normen für ein haufen kohle
zu beschaffen... solche externen dienstleister sind prüflabore oder
prüfingeniuere die sichg auf entsprechende fachgebiete und normen
spezialisiert haben (gelbe seiten) was zum beispiel bei kommerzieller
verwertung deines produktes nötig ist dass ist der nachweis der
Erfüllung der EMV richtlinie... ergo ab ins emv-labor... je nach
gerätelasse  ab 500€ bis endlos TEURO dann sollte muss aber nicht
unbedingt für geräte die im haushalt eingesetz werden das coole GS
drauf ... also ab zum TÜV noch mal ein haufen kohle... ab 48V greift
ein ganzer sack weiterer normen die du kennen und deren einhaltung du
garantieren musst. das wäre dann zum beispiel die
niederspannungsrichtlinie... das nächste ist das du dein gerät und dich
als hersteller bei der EAR-Stifung registrieren lassen musst (nicht
unter 700 eher über 1000€) wegens der entsorgung und einen vertrag mit
einem bundesweiten entsorger (minset menge 1t entsorgung im jahr auf 3
oder 5 jahre fest) sowie insoplvenzsicherheiten zum beispiel durch
bankbürgschaften nachweisen musst ...  naja und so weiter... ich denke
mal viele die selbst gebaute geräte verkaufen wissen gar nicht gegen
wieviele gesetzte sie verstzoßen... wenn du ein einzelnes oder ein paar
wenige geräte für jemanden baust... schenk es ihm und sag das er es auf
eigene gefahr hin einsetzt...

gruß alex

Autor: Tim (Gast)
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Ich hatte mir das auch schon überlegt, aber schnell wieder verworfen.
Mache grad mein 2.PS in einem EMV-Labor, aber schon alleine was der
ganze Papierkrieg kostet, dreht man ab.
Die andere frage wäre, wenn man das ganze als Bausatz verkäuft?
Inwiefern man da noch haftet oder Garantie/Prüfungen geben/durchführen
muss.
Wenn man z.B. nur noch einen OP in die Fassung drücken muss und der
Rest vormontiert,ist es dann auch noch ein Bausatz? :))
Naja mal Abgesehen davon, wenn du dein Layout und Schaltungsaufbau
nicht schon von Grund auf "passend" ausgelegt hast, wird dich das
sehr viel zeit in dem Labor kosten und dich sicherlich manchmal zur
Verzweiflung bringen g
Würde aber mal in Richtung Bausatz schielen oder doch alles an
"Bekannte" verkaufen.

mfg
Tim

Autor: peter dannegger (Gast)
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"externe gutachter haben den charme dass man die verantwortung
so ein bisschen deligieren kann"


Das stimmt nicht, externe CE-Gutachter kosten zwar viel Geld, tragen
aber überhaupt keinerlei Verantwortung.

Schlimmstensfalls müssen sie nur das Geld für ihre Arbeit zurückzahlen,
wenn Du ihnen nachweisen kannst, daß sie Mist gebaut haben.

Die Verantwortung bleibt aber in jedem Fall bei Dir, d.h. Strafe
zahlen, Geräte zurückrufen, Schadensersatz, Unfallrente usw..


Eine Pflicht zum Prüfen besteht nicht, es besteht allein nur die
Pflicht zum Draufpappen des CE-Zeichens.


Eine Pflicht zur Prüfung besteht nur, wenn man noch zusätzlich "VDE",
"TüV" oder ähnliches draufpappen will.


Peter

Autor: Alex (Gast)
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das mit der verantwortung verschieben ist ja auch mit dem zusatz ein
"bisschen" versehen ... im streit fall trägt immer der hesrsteller
die verantwortung... kann aber durch den externen zumindest glaubhaft
machen dass er alles zur sicherstellung unternommen hat inkl einem
unabhänigem gutachter... die realität vor gericht sind in den fällen
meißt kungelei und vergleiche... da ist der externe den man beauftragt
hat einfach ein trumpf um nachzuweisen dass man seiner verantwortung
nachgekommen ist
eigenengutachten werden von der gegenpartei vor gericht schon von wegen
ist so als parteisch, befangen und subtil als gefälscht unterstellt...

Autor: mmm (Gast)
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Um das Ganze mal zusammen zu fassen. Legal wirst du das nur schwer
hinkriegen. Mache gerade den Kram selber durch. Die EMV Richtlinien
sind nicht so leicht einzuhalten. Und jeder erfolglose EMV-Labortag
kostet so ca. 2000euro. Um alle nötigen Prüfungen durchzuführen
schätzen wir bei uns in der Firma mindesten 5000euro. Und dann kommt
noch die ElektoG.

Als Nebenerwerb kannst du Elektronikentwicklung leider heutzutage nicht
mehr betreiben.

Gruss

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