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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Wie kann man Rechteckimpluse verlängern?


Autor: Andreas (Gast)
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Hallo,

ich hab da ein relativ wichtiges Problem. Gibt es eine Möglichkeit, die
Impulse eines Rechtecksignals z.B. mit einem Baustein zu verlängern?

Aus so einem Singal
   ____        _____        ____
  |     |      |     |      |     |
__|     |______|     |______|     |__ ...


soll so ein Signal werden:
   _______     ________     __
  |        |   |        |   |
__|        |___|        |___|    ...


Die Impulse sollen von ca. 15ns auf 30ns erweitert werden (nur mal so
als Größenordung). Die Flanken sollten sehr steil bleiben.

Ich hoffe jemand hat eine Idee, würde mir sehr helfen.

P.S. Es kann sein, dass ich Sa/So nicht am Rechner bin. Also keine
Sorge wenn ich nicht gleich Antworte :-)

Autor: Roland Praml (pram)
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Du suchst ein (achtriggerbares) Monoflop

Autor: Roland Praml (pram)
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hmm, erst lesen, dann posten...
meinte natürlich "nachtriggerbares" Monoflop.

Gruß
Roland

Autor: Michael Wilhelm (Gast)
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Oder klassisch. Vom Signal eine Diode parallel mit einem Widerstand auf
einen Kondensator. Aufladen des C's über die Diode, entladen über den
Widerstand. Tau=R*C. Danach auf einen Schmitt-Trigger und die
Flankensteilheit ist wieder ok.
MW

Autor: Andreas (Gast)
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Danke,

das scheint schonmal der richtige Weg zu sein. Allerdings kann es sein,
dass meine Eingangsimpulse nur ca. 5ns breit sind. Am Ausgang bräuchte
ich aber mindestens 30ns.

Wenn ich mir nun z.B. 74HC123 anschaue, steht im Datenblatte eine
"tripper pluse width" von 20ns. "Output pulse width" mit 75ns wäre
ok.

Außerdem könnte die "output transition time" etwas besser als 7ns
sein (Flanke sollte sehr steil sein).

Kennt jemand ein Bauteil, das diese Eigenschaften aufweist?

Ich habe nur noch den die IC'S 74HC423/4538 gefunden. Dort sieht es
ähnlich aus wie beim 74HC123.

Autor: Andreas (Gast)
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Hmm, bin wohl in der Spalte verrutscht.

Wenn das steht:

                       min typ
"trigger pulse width"  20   3

Was bedeutet denn das? Das ich mindestens 20ns braucht, normal aber
3ns?!

Autor: Gast ein andere (Gast)
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"tripper pluse width" lol

Autor: Andreas (Gast)
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upps!
Naja, im 2. Post wars wenigsten richtig. Aber wie man von einem "g"
bei der Tastatur auf ein "p" kommt ist mir ein Rätsel :-)

Autor: Jan M. (mueschel)
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>                       min typ
>"trigger pulse width"  20   3

Ich würde das interpretieren als: 20ns-Impulse erkennt er auf jeden
Fall, typischerweise werden aber auch Impulse mit 3ns erkannt.

Oder es ist ein Tippfehler und es fehlt eine 0. Halte ich wegen der
großen Spanne zwischen 20 und 3 für eher wahrscheinlich.

Autor: Klaus (Gast)
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Die sehr kurzen 5ns Pulse kann man auch verlängern, indem man das durch
nichtinvertierende Gatter durchlaufen läßt und dann eine ODER
Verknüpfung des Ursprungssignals mit dem (den) verzögerten macht.
--> Unbedingt "AC" Logik verwenden, also z.B. 74AC08 als Delaygatter
und 74AC32 als ODER.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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Ja das wollte ich auch vorschlagen: Ein EXOR verdoppelt die
Eingangsfrequenz, ein OR verlängert die high-Zeit und ein AND die
low-Zeit. Ich habe schon Frequenzen mit 74AC86 verdoppelt.

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Mit zwei B555 müßte das auch gehen. Die gibt es auch als X556 mit
2 Mann in einem Gehäuse. Wenn man sie mit 5V speist, geben sie TTL-
Signale ab.

MfG Paul

Autor: Andreas (Gast)
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@JAN M
so würde ich das auch interpretieren. Aber Druckfehler ist es keiner.
Steht 2. Datenblättern vom 74HC123 so und im Datenblatt vom 74HC423

@Klaus
Hört sich auch nicht schlecht an. Wieso gerade AC?

Allerdings ist bei dem Ansatz die Verzögerung sehr stark von der
Gatterlaufzeit des Delaygatters abhängig, oder? Wie konstant sind die
denn?

Autor: Gast ein andere (Gast)
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Also im ST-Datenblatt 74HC4538 steht Minimum Pulsewidth  8nS typ und
15ns Max bei 25°C und 4,5 V.
Aber die Output Pulsewidth stehen da deutlich Größer (µS nicht nano
S).
Gatterlaufzeiten zu nutzen ist sicher einfacher. Leider sind
Gatterlaufzeiten sehr stark abhängig von Temperatur  und Spannung bei
Zimmertemperatur sollte es aber kalkulierbar bleiben.  Es gibt auch
sogenannte VerzögerungsIC’s oder  „Verzögerungsleitungen“  (auch von
Maxim) die sind präziese aber teuer und ohne Logik kommst du dann ja
auch nicht aus .
Gruß

Autor: Andreas (Gast)
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Wleche IC's von Maxim sollen das ein? Ich kenne nur DelayLines, die
folgendes machen:

   ____        _____        ____
  |     |      |     |      |     |
__|     |______|     |______|     |__ ...


       ____        _____        ____
      |     |      |     |      |     |
...___|     |______|     |______|     |__ ...

  |<->|

    ^
    |
  Das signal wird verschoben

Autor: Gast ein andere (Gast)
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Ja - und jetzt verknüpfe beide Signale mit oder.

Autor: Hannes Lux (hannes)
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> Mit zwei B555 müßte das auch gehen.

Aua-ha... - B555 (DDR-NE555) im 200MHz-Bereich (5ns)???
Das traue ich den Dingern nicht zu.

...

Autor: Andreas (Gast)
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@Gast ein andere
Ja schon, allerdings kenne ich nur DelayLines die relativ breiten
Eingangsimplus benötigen (zumindest laut Datenbaltt).

Oder gibt es da welche, die mit einem Eingangsimpuls von 5-10ns 30ns
Verzögern können? Dann wäre das natürlich gut.

Autor: Paul Baumann (Gast)
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@Hannes Lux
Wenn f= 1/T noch gilt, dann wären es bei 15 nS zirka 66 Mhz.
Aber Du hast Recht; laut Datenblatt hat der B555 bei 5V eine
Anstiegszeit von 262nS und Abfallzeit von 25nS.
Ich hätte eher mal in´s Datenblatt gucken sollen. :-((

MfG Paul

Autor: Gast ein andere (Gast)
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Andreas stimmt das habe ich übersehen, selbst bei den mehrstufigen
sprechen die Datenblätter ja meist von Twi= 80 bis 100 % vom
Gesamtdelay das haut dann so nicht hinn.

Autor: Jadeclaw Dinosaur (jadeclaw)
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@Andreas: Gatter-ICs haben recht konstante Laufzeiten, die Abweichungen
liegen erfahrungsgemäss im unteren einstelligen Prozentbereich. 74AC
wegen der geforderten Flankensteilheit.
HC/HCT macht 200MHz nicht mehr mit.

Gruss
Jadeclaw.

Autor: Andreas (Gast)
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Hmm, bei der Lösung mit der Gatterlaufzeit ergibt sich das Problem, wenn
der Impuls z.B. ca. eine Gatterlaufzeit ist und ich ihn aber um 3
Gatterlaufzeiten verlängern will. Bis so nämlich der verzögerte Impuls
am ODER angekommen ist, ist der ursprüngliche Implus schon wieder weg.

Klar, man könnte z.B. die Punkte zwischen den Verzögerungsgattern
abgreifen und damit das Signal verlängern. Das wird dann aber auch
komplizierter.

Das mit dem Monoflop find ich eigentlich auch ganz gut. Nur welches
erfüllt meine Anforderungen am besten (weiss nicht, ob die
Flankensteilheit bei eimem HCT123 ausreicht)?

Ich starte dann mal ins Wochenende. Bis Montag.

P.S. Es darf natürlich fleißig weitergepostet werden :-)

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