Im Prinzip dient es dazu sich mal klar zu machen was Reflexionen
bewirken. Reflexionen gibt es, wenn Generatorwiderstand und
Lastwiderstand nicht mit der Impedanz der Leitung übereinstimmen. Der
Aufwand ist erträglich, wenn man Signale mit einer Anstiegszeit die
kleiner der Laufzeit der Leitung ist betrachtet. Das Verfahren erlaubt
es auch eine nichtlineare Ausgangs-/Eingangskennlinie der Bauteile zu
berücksichtigen.
Praktisch anwenden wird man das heute kaum noch. Da ist man viel
schneller mit (LT)SPICE und mit speziellen Programmen (Stichwort: signal
integrity) am Ziel.
LTspice ist kostenlos. Manch andere SPICE-Programme sind teilweise
teuer. Es gibt dann noch spezielle Programme mit denen man auch
IBIS-Modelle verwenden kann. Diese Programme sind dann aber richtig
teuer. Beispiele: Hyperlynx, ADS, ...
IBIS Modelle enthalten Tabellen für die Ein- und Ausgangskennlinien der
ICs. Meistens gibt es dann auch noch eine Tabelle mit dem
Tiningverhalten.
Am besten merkst du dir noch die erwähnten Schlagworte "signal
integrity" und IBIS-Modelle.